USA West Coast Roadtrip - Tag 3
Am Abend vorher habe ich noch ein Auto bei Alamo gebucht, damit wir heute einen Ausflug zum Mount Rainier Nationalpark unternehmen können. Fahrten mit Uber sind viel zu teuer...

Veröffentlicht: 25.04.2026














Die Fahrt zum Wasserfall dauert nur 45 Minuten, wir parken auf dem kostenfreien Parkplatz, der sich direkt neben dem kostenpflichtigen Parkplatz befindet. Zunächst betrachten wir den 82 Meter hohen Wasserfall von oben. Er wurde nach dem Indianerstamm der Snoqualmie benannt. Dann nehmen wir einen kurzen Wanderweg nach unten und können auch noch einen Blick aus der Froschperspektive auf den Wasserfall nehmen. Er dient übrigens der Energiegewinnung.
Es folgt der obligatorische Abstecher ins Besucherzentrum, ich hole mir einen Magneten. Dann geht es zurück nach Seattle, weil Andreas am Abend sein erstes Konzert von Hatsune Miku auf ihrer Nordamerika-Tour 2026 besuchen möchte.
Bei Alamo geben wir unseren geliebten Jeep wieder ab und hoffen sehr, dass wir für die Fahrt nach L.A. am nächsten Tag wieder so ein tolles Upgrade bekommen. Da wir aber noch etwas Zeit haben, holen wir uns Tickets für eine geführte Seattle-Untergrundtour. Die Tour ist auf englisch und die Teilnehmer sind sehr international: ein Paar ist aus Isreal, eins aus Polen, eins aus UK (Schottland und Wales) und eins aus den USA.
Seattle wurde erst im 19. Jahrhundert gegründet, die Gegend hatte einen sandig-matschigen Untergrund, abgesehen vom heutigen Pioneer-Square. Dort konnte sich die ersten Siedler niederlassen. In den 1880er Jahren brannte die Siedlung komplett ab und Seattle wurde neu aufgebaut, diesmal aber erhöht, indem man die Hügel ringsherum abtrug und im Hafenbereich aufschüttete. Dadurch gibt es heute zahlreiche unterirdische Gänge, die miteinander verbunden sind und Teil unserer Untergrundtour waren.
Später holen wir uns im Hafen von Seattle noch etwas zu essen und schaukeln noch ungefähr eine halbe Stunde auf Erwachsenen-Schaukeln mit Blick auf den Puget-Sound.
Gegen 15.00 Uhr mache ich Andreas darauf aufmerksam, dass er vermutlich seinen Rucksack nicht mit zum Konzert nehmen darf, da mir aufgefallen ist, dass schon einige Hatsune-Miku-Fans im Hafen herumlaufen und transparente Taschen tragen. Wir machen uns nun auf die Suche, um eine transparente Tasche zu kaufen. Nachdem wir in mehreren Geschäften nachgefragt haben, werden wir fündig und Andreas kann unbesorgt zur Konzertarena, dem WAMU Theater laufen. Später berichtet er mir, dass Konzertbesucher ohne transparente Tasche wieder weggeschickt wurden.
Ich mache wieder einen Spaziergang durch Seattle Downtown und gehe auch nochmal am Pike Market vorbei. Dort befindet sich übrigens das erste Geschäft von Starbucks aus dem Jahr 1971 – es ist wohl aber nicht mehr das originale Gebäude. Neben Starbucks ist Seattle auch der Gründungsort von UPS und von Boing.
Eigentlich wollte ich noch Wäsche waschen, aber es gibt in der Nähe vom Hotel keinen Waschsalon. Ich kümmere mich deshalb um eine Unterkunft mit Waschmaschine für die nächsten beiden Tage, wenn wir morgen Seattle verlassen. Ich gehe gegen um 10.00 Uhr ins Bett und bekomme gar nicht mit, wann Andreas eintrifft.
