Nara - Tag 10
Von Kyoto fuhren wir mit dem Zug nach Nara. Die Fahrt war nicht lang, sie dauerte weniger als eine Stunde. Nara ist eine kleinere Stadt, die früher ebenfalls eine königliche...

Veröffentlicht: 07.03.2025


























Mit einem Wort: Wooooooooooooooooooooow. In nur 20 Minuten von Kyoto und plötzlich sind wir in einer ganz anderen Welt. In einer Welt, in der die Gebäude wieder bis in den Himmel ragen und die Menschen sich pro Quadratmeter geometrisch vervielfachen. Über Osaka hatte ich gelesen, dass es die zweitgrößte Stadt Japans ist und sich von Tokio durch eine größere Lockerheit unterscheidet. Wie Tokio ist es eine Hafenstadt und unglaublich weitläufig. Unendlich lange Straßen. Darauf folgen immer mehr kleinere Gassen, die sich zu einem dichten Labyrinth zusammensetzen.
Wir begannen mit der Burg. Osaka hat eine Burg, die von einer mächtigen Befestigung umgeben ist. Alles haben wir durchlaufen, aber diese historischen Monumente sehen im Licht der Neonlichter und der riesigen Türme irgendwie kleiner aus. Zum Mittagessen hatten wir Okonomiyaki – einen japanischen Pfannkuchen, der traditionell aus Eiern und Gemüse zubereitet wird und auf einer heißen Eisenplatte serviert wird, die direkt in der Mitte des Tisches steht, sodass die Pfannkuchenplatte noch weiter brät. Jeder bekam einen kleinen Spachtel und schnitt sich ein Stück ab, das er dann mit Stäbchen aß.
Unsere nächsten Schritte führten uns zur Aussichtsplattform Abeno Harukas. Wir fuhren mit dem Aufzug in den 60. Stock auf 300 Meter Höhe. Die ganze Plattform ist verglast und ermöglicht einen 360-Grad-Blick in alle Richtungen. Es war atemberaubend! Während wir dort waren, änderte sich das Wetter wahrscheinlich tausendmal – von sonnig bis plötzlich dichter Nebel, bis hin zum Sonnenuntergang über dem Meer, als die einsetzende Nacht die Lichter in ganz Osaka erleuchtete! Wir spazierten auf der Plattform (die etwa 100 m lang war), die beheizt und isoliert war, sodass es angenehm warm war. Wir gingen immer wieder hin und her und konnten uns nicht sattsehen.
Dann machten wir uns auf den Weg in die Nachtstadt. Wir gingen mit der Menge in Richtung der Hauptstraße und des Platzes. Immer wieder den Kopf nach oben und voller Staunen. Auf den Kanälen fahren Boote, Musik wird gespielt, auf der Straße wird Essen verkauft... Hier pulsiert das Leben!