Es wurde wieder Zeit den Ort zu wechseln. Wir fuhren von den Grampians Richtung Küste, durch unendliche Weite, 1000 von Schafen und Kühen auf riesigen Weiden. Die Weite ist für uns Zentral Europäer wirklich schwer vorstellbar. Und den Platz den die Tiere noch haben, ja da können unsere nur davon träumen. Zum Teil haben wir so grosse Schafherden gesehen, dass ich gesagt habe, da kennt sich nicht jedes Schaf innerhalb der Herde.Das Wetterglück hatte uns an diesem Tag etwas verlassen, am Morgen machten wir es uns vor unserem künstlichen Feuer noch gemütlich, beobachteten die Tiere vor unserem Fenster und als wir abfuhren, bei Wind und Regen zeigte das Autotermomether 7c an. Hatten wir ein Glück bei unserer Wanderung gestern!Das Wetter besserte sich auf der Fahrt nicht wirklich, doch kurz bevor wir zu der Great Ocean Road kamen zeigte sich die Sonne und wir ergriffen die Gelegenheit um einen der bekanntesten Aussichtspunkte für die 12 Apostel zu besuchen. Das erstemal seit dem Beginn meiner Reise war ich wieder mit vielen Touristen am selben Ort. Jetzt ist noch komplett Nebensaison, ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen im Sommer sich an diesen Plätzen tummeln.Die Aussicht auf ein paar der Aposteln ist auf jeden Fall speziell. Und die Naturgewalten, einfach gigantisch. Durch den Wind war das Meer noch aufgewühlter als sonst, die Wellen brachen sich tosend an Land. Alleine diesem Schauspiel zuzuschauen war einfach eine Wucht. Bevor der nächste Regen kam machten wir uns auf den Weg zu unserem neuen zu Hause für die nächsten beiden TageDiesesmal erwarteten uns keine Kängurus oder Koalas vor dem Haus, dafür Häschen, was auch super süss war!Unser Haus war gross, hatte eine tolle Veranda - und zu unserem Glück eine Klimaanlage die auch heizte, denn es war ziemlich kalt. Und der Wind pfiff und liess dieses Holzhaus immer wieder erzittern.Es zog durch alle Ritzen durch, Isolation ist hier nicht wirklich vorhanden.Nach einem kurzen Abendessen genossen wir noch etwas unser Wohnzimmer und schmiedeten Pläne für den nächsten - leider wieder - Regentag.Und diesmal hat die Wettervorhersage wirklich gepasst, es regnete und windete, es war so richtig garstig. Und trotzdem hatten wir das Glück meistens eine Regenpause zu erwischen, wenn wir wieder an einem Aussichtspunkt für die Aposteln angekommen waren.Um trotz des Regens etwas zu sehen, fuhren wir 1.5 Stunden in ein nächstes Dörfchen und haben unterwegs wieder viel gesehen. Wir fuhren durch den Beach Forest, wirklich ein Regenwald total schön, divers und mit kurvigen Strassen so dass wir uns fast wie zu Hause vorgekommen sind, kamen an einer all in one Bäckerei, Tankstelle (zum Glück fuhren auf Reserve) Souvenirshop, Treffpunkt für locals und und und vorbei und machten unseren ersten Halt.Das tolle war, dass wir noch Kakadus und Papageien bei Fütterungsstellen beobachten konnten, und gleichzeitig uns mit einem Kaffee und einer heissen Schokolade aufwärmen. Die Freundlichkeit der Australier ist unglaublich, man kommt als kompletter Fremder rein und nach ein paar Minuten hat man schon Anschluss gefunden und plaudert über Gott und die Welt.Das angepeilte Dörfchen war ok, nichts spezielles, doch der Weg dorthin war speziell.Auf der Rückfahrt besuchten wir einer der ältesten Leuchttürme Australiens - das bei strömendem Regen - und fuhren anschliessend gemütlich zurück.Am nächsten Tag starteten wir auf die viel gerühmte und super berühmte Great Ocean Road - für mich die einzige Enttäuschung der knapp 4 Wochen Reise. Dieser Abschnitt war für mich nun wirklich nichts tolles.Am Abend kamen wir in Melbourne an, unsere letzte Station vor der Heimreise.Wir hatten das Glück unseren Kollegen zu treffen, welchen wir das letzte Mal vor 10 Jahren in
Vietnam gesehen hatten. Wir verbrachten einen schönen Abend zusammen und genossen ein richtig tolles Abendessen.Der letzte Tag bestand aus einem ausgiebigen Besuch des ältesten Marktes von Australien, dem Queen Victoria Market in Melbourne, gegründet 1835! An diesem Markt gibt es alles zu kaufen, von Töpfen über Gemüse und Früchte, Fleisch bis hin zu Fruchtsäften und Souvenirs.Da das Wetter heute einfach super schön war, genossen wir anschliessend noch eine gemütliche Stunde im Park bevor es endgültig hiess - Koffer packen und mit dem Mietauto an dem Flughafen zu fahren.Was für eine unglaubliche Reise!Es wird noch einige Zeit dauern, bis all die Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen verarbeitet sind.
Ein riesen grosses Dankeschön an unsere Freunde die die Reise in Tonga noch unvergesslicher machten!