Hiroshima und Miyajima
1 direkt hinter dem Bahnhof an einem der vielen Flüsse. 2 der Hiroshima Dome. 3 das Friedensmusuem. 4 morgens um 5:00 Blick in den Sonnenaufgang. 5 Simose Art Museum


Veröffentlicht: 03.06.2026




















Traditionelle Darstellungen sagen, der Naikū sei vor etwa 2.000 Jahren errichtet worden. Seine Hauptgöttin ist Amaterasu, Sonnengöttin und Ahnherrin des japanischen Kaiserhauses, die vor der Errichtung des Schreins im kaiserlichen Palast von Yamato verehrt wurde. Nach einer Zeit schwerer Epidemien und Naturkatastrophen soll Sujin-tennō die Prinzessin Toyosuki-irihime-no-mikoto beauftragt haben, Amaterasu an einem anderen Ort einzuschreinen, was zunächst das östliche Nara-Becken zum Ort der Verehrung Amaterasus machte. Nach einer Wanderung durch die Regionen von Ōmi und Mino soll Yamatohime no mikoto schließlich Ise im Jahr 5 erreicht und Amaterasu gesagt hören haben, dass diese für immer in Ise leben wolle, wo der Wind der Kami blase und das Land durch die reichen Quellen von Berg und See gesegnet sei.
Der Naikū liegt in Ujitachi-cho in einem hügeligen Gebiet von etwa 5.500 Hektar Fläche, die fast ausnahmslos mit Bäumen bewachsen sind. 3.500 Hektar davon sind 1926 mit Hinoki-Scheinzypressen bepflanzt worden, die den Holzbestand bilden, mit dem alle 20 Jahre der rituelle Neubau aller Bauwerke im Ise-jingū bestritten werden soll. Dieses Ritual wird Shikinen-sengū genannt, wurde von Temmu-tennō verordnet und von Jitō-tennō zum ersten Mal ausgeführt. Der jetzige Bau stammt vom 62. Shikinen-sengū von 2013 (2. Oktober im Naikū, 5. Oktober im Gekū),[2] der nächste Neubau steht für Oktober 2033 an.
Am Eingang zum Gelände des Naikū steht die Uji-Brücke (Uji-bashi), unterhalb derer der heilige Fluss Isuzu fließt. Die Überquerung des Isuzu über die etwa hundert Meter lange Brücke mit den beiden großen Torii an ihren beiden Enden soll die Besucher reinigen, bevor sie den eigentlichen Bereich des Schreins betreten. Vor der eigentlichen Verehrung von Amaterasu im Inneren haben die Gläubigen dann bei gutem Wetter die Möglichkeit, sich an einer Uferstelle des Isuzu (Mitarashi) die Hände zu waschen und den Mund auszuspülen. Bei schlechtem Wetter steht ein traditionelles Becken für die Waschungen bereit, das hier wie auch im Gekū Temizusha heißt.
Im Naikū wird angeblich auch seit dem 6. Jahr der Herrschaft von Sujin-tennō eine der drei Throninsignien Japans, der Spiegel Yata no kagami, aufbewahrt und soll dort als shintai dienen. Den Spiegel soll Toyosuki-irihime no mikoto mit auf den Weg bekommen haben. Da er der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, kann darüber aber keine sichere Aussage getroffen werden
