15.05.2026
"Dirk Hartog Island" - dies war unser heutiges Tagesziel. Die Insel wurde nach ihrem Entdecker, der sie 1616 ...


Veröffentlicht: 16.05.2026
Unser Tag begann wieder zeitig, sodass es sogar noch ein paar Bilder vom Sonnenaufgang gibt. Nach Frühstück und gepacktem Auto ging es an den Strand zum "offiziellen Delphinfrühstück". Seit Jahrzehnten kommen die Delphine um die gleichen Zeiten am Strand vorbei, die Anzahl ist unterschiedlich. Man ist an diesem Abschnitt durch die Naturschutzbehörde autorisiert, ihnen auch etwas Futter anzubieten. Dafür bezahlt man am Eingang des Resorts Gebühren, die dann den Behörden für Naturpojekte zur Verfügung stehen. Dann heißt es warten. Die 6 "Burschen", die heute kamen, waren etwas unpünktlich. Jetzt durften alle Zuschauer an den Strand. Beide Ranger achteten darauf, dass ein respektvoller Abstand gehalten wurde. Da im flachen Wasser auch kleine Fische ganz natürlich ihr Zuhause haben, kamen die Delphine bis auf 5m ran, um zu "frühstücken". Faszinierend! Drei Freiwillige verteilten noch ein paar Extrafische. Nach 30 Minuten entfernten sich die Tiere wieder. Gegen 12 Uhr sind dort wieder welche. Man staunt über die innere Uhr der Tiere! Dort im Besucherzentrum gibt es eine genaue Buchführung, wann wie viel Tiere da waren. In dieser Bucht sollen sich 300 von ihnen aufhalten. Ein wirkliches Erlebnis! Wir hatten ja vor zwei Tagen am Abend schon das Glück, mehrere so nah zu sehen. Heute mussten wir die 150 km von der Landzunge wieder auf den Highway fahren, vorher noch ein Abstecher in dem Ort, von wo gestern die Inseltour begann - tanken! Es war nur noch eine Tankstelle unterwegs angekündigt, ehe wir nach insgesamt 350 sehr langen Kilometern wieder zu einem größeren Ort kamen, für uns auch nur ein Zwischenstopp. Der Tempomat wurde auf 110 km/h eingestellt und das musste nur 3x unterbrochen werden, einmal beim Abbiegen und zweimal beim Überholen. Unterwegs mal einige Ziegen, sonst nur Büsche, die im Sand wachsen. Ein Farmhaus haben wir nicht entdeckt, obwohl teilweise das Land eingezäunt war. Carnarvon - der Name des Ortes waren sehr schön in Szene gesetzt. Aber der Ort ist nur etwas für "Zugvögel", es war schon schwierig, einen Imbiss um die Mittagszeit zu finden. Gut besucht war der Supermarkt und was die Traveller hier in die Wagen laden, schlägt unsere Wochenendeinkäufe um Längen. Wir waren etwas bescheidener, denn wir haben jetzt häufiger Frühstück dabei und auch Trinkwasser gibt es immer in den Unterkünften. Hier sind die Stellplätze für Camper oft sehr urban und die, die mit dem Boot unterwegs sind, nehmen auch alles mit. Es ist hier ein anderes Reisen! Da Museum und Kaktusfarm geschlossen waren, entschlossen wir uns gegen 15 Uhr noch zu einem anderen Naturereignis aufzubrechen. Es ging zu den "Blowholes", für australische Verhältnisse gleich um die Ecke, also 75 km hin und wieder zurück. Die Klippen an diesem Strandabschnitt haben vorgelagerte Plattformen, die Löcher verschiedener Größe aufweisen und darunter hohl sind. Die Wellen treffen also auf und unter diese und durch die Löcher schießen sie wie Geysire viele Meter nach oben. Irre! Die Zuschauer bekommen eine leichte "Nebeldusche" mit ab und auf dem porösen Gestein oberhalb lagern sich Salzkristalle ab. Dort pfiff uns der Wind um die Ohren, was aber den Vorteil hatte, dass die Buschfliegen nicht in Sicht waren. Mal sehen, was die Korallenküste noch für Überraschungen für uns bereithält? Auf alle Fälle gab es noch einen schönen Sonnenuntergang - fast vor der "Haustür"!
