Im Etosha Nationalpark
Schon um 6 Uhr ging's los zum Etosha. Dieser erschien uns wie ein 24.000 qkm großes Paradies für Tiere aller Art: Zebras, Giraffen, Elefanten, Gnus, Antilopen, ... Am Ende...
Veröffentlicht: 02.05.2026
Straßen, die scheinbar immer nur endlos geradeaus führen. Autos kommen uns auf den Nebenstrecken nur sehr gelegentlich entgegen. Das ist auch gut so, denn so können wir den Schlaglöchern besser ausweichen.
Schwarze Männer, die einzeln oder in kleinen Gruppen an diesen Straßen laufen, mitten im Nirgendwo, ohne eine Ortschaft in der Nähe. Woher kommen sie und wohin gehen sie?
Rechts und links der Straßen bleibt ein Streifen, über den schon mal Rinderherden von A nach B getrieben werden oder von dem aus eine Antilope über die Straße huscht.
Dahinter sehen wir immer Zäune. Alles Land ist eingezäunt. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Zäune gesehen. Die Idee, dass man Land besitzen kann und deshalb einzäunen muss, um diesen Besitz zu sichern, brachten die Europäer nach Namibia.
Nur die Giraffen schmunzeln über dieses zaungewordene menschliche Bemühen, wenn sie mit einem lässigen Schritt über den Zaun ihre Freund*innen in der Nachbarfarm besuchen.😃
Die Farmen sind nach Jahrzehnten deutscher Kolonialpolitik und südafrikanischer Apartheitspolitik noch immer weitgehend in weißer Hand (bei einem Bevölkerungsanteil von 6%).
Seit Jahrzehnten ist die Bodenreform ein zentrales, aber sehr sensibles Thema im unabhängigen Namibia.
Die Farmen haben ungeheure Ausmaße, am "Sophienhof(!)" fuhren wir 20 km entlang. Gelegentlich überquert man eine Farm, dann wartet ein schwarzer gatekeeper, um das Tor zu öffnen. Vielleicht zehn Autos kommen täglich hier durch. Was macht dieser Mann denn sonst so?
Manche Farmen wurden zu Lodges ausgebaut. Alle Besitzer*innen, die wir trafen, sind weiß, schwarze Männer pflegen das riesige Gelände, schwarze Frauen arbeiten in der Küche oder im Service. Und ja, ich weiß, das schafft Arbeitsplätze und ja, das ist nicht wirklich überraschend, aber trotzdem... .