Sprung in den Westen
Heute soll in Katherine der Regen ankommen, deshalb wollen wir einen größeren Sprung in Richtung Westen machen. Unsere erste Station sind die „Cutta Cutta Caves“. Zur...

Veröffentlicht: 28.05.2025












Die Nacht über hat es geregnet. Als wir aufstehen, ist der Himmel aber weitgehend sonnig. Wir gehen runter zum Fluss und beobachten die Flughunde und Vögel. Man kommt nicht sehr nah ans Wasser ran, alles ist wegen der Krokodile abgeriegelt.
Nach einem interessanten Gespräch mit einem jungen deutschen Aussiedler fahren wir zu einem Aussichtspunkt. Hier bekommt man einen Eindruck vom Victoria River und dem winzigen Örtchen Timber Creek.
Die Fahrt Richtung Westen gestaltet sich sehr abwechslungsreich. Rote Klippen und Boab-Bäume versüßen uns die Kilometer auf dem Highway.
Als wir an unserem Tagesziel ankommen, werden wir schwer enttäuscht: Der Keep River Nationalpark ist komplett geschlossen. Gestern haben wir noch gecheckt, dass alles zugänglich ist. Die Regenfälle heute Nacht haben den Dirt-Roads im Park wohl den Rest gegeben.
Also weiter in den Westen. Es sind nur noch 3 km bis zur Grenze, und wir dürfen kein frisches Obst und Gemüse mitnehmen. Haben aber gestern einiges eingekauft. Also bauen wir an Ort und Stelle unseren Campingkocher auf und bereiten alles zu. Ein Riesenhaufen Gemüse auf asiatische Art zubereitet wird dann auch gleich verdrückt. Der Ranzen spannt, aber der Zollbeamte hat nichts mehr zu bemängeln.
Wir steuern den Lake Argyle an. Das sind nur etwa 40 km, aber die Anfahrt hat es in sich. Ich komme aus dem Staunen und Raunen nicht raus, die Landschaft ist richtig cool. Nach dem CheckIn auf dem Campingplatz wandern wir noch zur Ord River Gorge und einem Aussichtspunkt über dem kleinen Ort. Das saftige Abendlicht färbt die Landschaft in warmen Farben. Wir sind selig und genießen die friedliche Stimmung.
Zurück auf dem Campingplatz hat die Ruhe ein jähes Ende. Hier geht die Post ab: Laute Rockmusik dröhnt aus zahlreichen Lautsprechern und danach gibt’s Rugby Live. Auch im letzten Winkel des Platzes bekommt man alles mit. Aber mit dem Ende des Spiels kehrt auch schnell Ruhe ein, und um 21 Uhr ist niemand mehr zu hören oder sehen.
