Schiffswrack Manassa Ros M
Wir fahren weiter zum Schiffswrack Manassa Rose M und übernachten dort...herrlich

Veröffentlicht: 10.12.2024
07.12.2024
Der Morgen beginnt mit einer Tasse schönen, heißen Kaffee...herrlich. Wir beschließen das wir weiter fahren und mal schauen wo wir landen werden.
Wir verlassen den Ort und wollen zum goldenen Strand nach Chania. Ist ja nicht weit und dann können wir so richtig abhängen. Dort angekommen finden wir nur noch schräge Plätze und Bäumen...neee, das wollen wir nicht. Wir fahren weiter und finden nach einer sehr anstrengenden Fahrt über die Berge an einem Strand in Georgioupolis einen super schönen Platz mit Blick auf`s Wasser. Auf der einen Seite das Meer, auf der Anderen Seite der Fluss wo ich den Namen leider nicht heraus bekommen habe. Es ist eine super Strömung dort und ein Eldrado zum fischen. Mal sehen was wir heute Abend zu Essen bekommen.
Wir nehmen unsere Stühle und setzen uns an den Sandstrand. Wir fallen sofort auf das wir Touristen sind, denn wir sitzen im T-Shirt am Strand und alle die dort ankommen haben Winterjacken an...irgendwie echt komisch.
Die St.-Nikolaus-Kapelle ist in unmittelbarer Nähe, wir werden sie uns aber erst Morgen ansehen.
Während wir so am Strand sitzen kommt eine super schöne und gepflegte Katze auf uns zu und will sofort auf den Schoß. Wer mich kennt weiß das ich da ein bisschen vorsichtig bin, denn freilebende Katzen...man weiß nie welche Mitbewohner dort mitreisen. Aber sie ist super gepflegt und lässt sich von mir kraulen und sie hält ein Nickerchen auf meinem Schoß. Irgendwie doch schön, aber kaum taucht eine Möwe auf bin ich schon wieder abgeschrieben. Egal sie hat ja gottseidank noch einen eigenen Willen.
Heute gibt es Graupensuppe aus der Dose. Ein Essen wenn mal die Lust zum kochen fehlt oder auch vergessen wurde Fleisch aufzutauen. Ich schreibe im Moment am Block und Freddy angelt...also eine Essensoption geht noch....die Dosen habe ich noch nicht geöffnet.
Ich werde berichten.
Aktueller Stand: es gibt Graupensuppe...
Ein Abendspaziergang rundet den Tag ab. Der verlassene Ort wirkt irgendwie spuki und mysthisch...einfach bezaubernd. Die noch zum Teil offenen Restaurants sind mit wenigen Menschen gefüllt, der Supermarkt und leer und der Mitarbeiter sitzt an der Kasse und weiß nicht was er tun soll...tja das ist halt die Nebensaison. Wir kommen an eine Art Marktplatz wo einsam und verlassen ein Tannenbaum steht und gefühlt sind 95 % der Häuser leer....
08.12.2024
Der Morgen beginnt mit einem kleinen sanften Regenschauer, das prasseln auf dem Wohnmobildach hat etwas einlullendes und macht es nicht einfach um 7.00 Uhr aufzustehen und den Tag zu beginnen. Im Badezimmer höre ich schon den Kaffeevollautomaten ..Freddy kocht den morgendlichen Kaffee und da kommen wieder Glücksgefühle auf...mann, was haben wir das gut...ein leichtes Leben.
Nach dem Frühstück schauen wir auf den Wetterbericht und sehen das die Sonne gleich raus kommt und wir dann mal einen kleinen Spaziergang machen können. Es gibt hier in Georgioupolis ein „Miniaturland“ was alle Sehenswürdigkeiten von Kreta zeigen soll. Einmal ab über den Fluss und irgendwo da soll es sein. Wir werden suchen und finden.
Wir laufen über die Brücke zum gegenüberliegendem Hafen und können an einem Strandabschnitt laufen...wenn man sich vorstellt, 30 Grad und die Bar hat auf...Cocktails schlürfen und ins kühle Nass springen...echt ein tolles Stück Natur. Wir laufen über einen kleinen Weg am Ufer entlang bis zur „Church“, einer griechisch orthodoxen Kirche. Wir verweilen dort, setzen uns auf die Steine, hören den Ziegen in den Bergwänden zu und genießen die Sonne und die Aussicht auf die Bucht. Ein herrlich entspannter Moment. Wir lassen unserer Fantasie freien Lauf und sehen in jedem Stein Gesichter und Herzen....oh man haben wir das gut.
Wir sehen am Berg hinter der Stadt das eine Regenfront aufgehalten wird...wir beschließen dann doch mal wieder zurück zu gehen um nicht nass zu werden. Wir machen noch einen Abstecher und laufen durch die Stadt....den Weg, den wir gestern Abend noch gelaufen sind und stellen fest...die Stadt ist ausgestorben. Kaum am Wagen angekommen hören wir schon wieder ein prasseln und setzen uns mit Decke auf unsere Sitze.
Und dann...Sonne...wir springen heraus, schließen den Sunfolder an und holen die Stühle raus. Freddy lässt noch den Copter fliegen und da fangen auch schon die ersten Böen an...zack der Sunfolder fällt um und klappt sich zusammen, fällt auf die Solarseite und die ersten Kratzer sind wieder drin....aber so ist das halt wenn man in der Natur sein möchte.
Es fängt wieder an zu fisseln und räumen wieder alles ein, kaum drin scheint wieder die Sonne. Nee, jetzt habe ich die Faxen dicke und bleibe im Wagen. Freddy schnappt sich die Angel und versucht sein Glück...UND...wir essen heute aufgetautes Fleisch...😂.
Wir erledigen etwas „Büroarbeit“ und schon ist es dunkel und ich kann schon langsam Kartoffeln schälen und hoffen dass das Fleisch aufgetaut ist.
Was ein Leben....danke, danke danke...
09.12.2024
Der Supermarkt am Ort hat geschlossen und ich kaufe Mandarinen in einem kleinen Laden ein...wir würden sagen „ein Tante Emma“ Laden. Ich bekomme fast nichts was wir brauchen...aber eine Küchenrolle ist da...wenigstens etwas.
Der Tag verläuft ziemlich unspektakulär bis wir am Nachmittag zum angeln zum offenen Meersteinstrand laufen. Erster Wurf und der Haken bleibt direkt in einem vorgelagerten Stein hängen...super ich weiß schon was kommt. Freddy turnt wackelnd über die Steine und kommt gottseidank ohne Sturz wieder an Land. Er beschliesst doch lieber an der Flussmündung zu angeln da dort kauf Wind herrschte. Kaum dort angekommen sehen wir von der Brücke jede Menge Fische. Aber diese Prachtexemplare sind wohl zum Nickerchen dort hingeschwommen...ohne Hunger. Etwas weiter wirft Freddy die Angel wieder aus...der Nachteil war nur das dort jede Menge größere Steine waren und er beim zurück kommen irgendwie falsch getreten ist, rückwärts auf sein Steißbein gefallen ist und sich den rechten Ellenbogen eingehauen hat....mir ist fach das Herz stehen geblieben...er hing da in den Steinen und ich habe nur gedacht „Schei...hoffentlich nicht auf den Rücken gefallen...
Jetzt ist auf jeden Fall Siesta angesagt und ein weiches Kissen...die Zeit heilt alle Wunden.
Die Nacht ging vom liegen und Freddy konnte wenigstens auch etwas schlafen.
10.12.2024
Es passiert nichts außer das wir die Powerstations und die Aufbaubatterie laden...Morgen werden wir definitiv weiter fahren...ein Vorteil hatte die Sonne heute...wir haben soviel Energie aufgeladen, wir können sogar ein Kinoabend mit Beamer und Leinwand machen.
