Leben in Banjhe
Gerade lebe ich mit ca. 60 Freiwilligen aus aller Welt im All Hands & Hearts Camp in Banjhe. Banjhe ist ein wirklich abgelegener Ort mit ca 1500 Einwohnern, die eigentlich...

Veröffentlicht: 01.01.2019
Ich hatte den perfekten Start ins neue Jahr. Heute früh morgen, auf dem Weg zur Toilette, hat mich Emma abgefangen und gefragt, ob ich mit in das Haus von Paravati will. Paravati Didi hat Emma eingeladen, weil wir heute alle frei haben. Sie macht auf unserer Baustelle eine Art Ausbildung, damit sie auch in Zukunft bei Bauprojekten mitarbeiten und selbst Geld verdienen kann. Mit diesem Projekt bauen wir nicht nur eine Schule sondern tun wirklich langfristig etwas Gutes.
Also bin ich heute morgen mit Emma aus Pennsylvania und Mangal Dai, einem unserer Fahrer, zu ihrem Haus gelaufen. Natürlich gab es Essen. Mega leckeren Kir (Milchreis mit Kokusnuss und anderen Nüssen/Früchten) und Joghurt. Wir wurden auch zu Raksi eingeladen, selbstgemachter Schnaps aus Getreide. Aber um 10 Uhr morgens haben wir den dankend abgelehnt. Danach sind wir noch zusammen ein Stück weiter gelaufen. Die Aussichten hier sind einfach so wunderschön. Nach einer Weile waren wir dann bei einer Familie, die anscheinend sehr guten Raksi macht und kamen dann doch nicht mehr drum herum. Und naja, halbe Gläser gibt's hier nicht. Aber soll gesund sein und dazu gab's noch Rühreier. Also bestens versorgt. Auf dem Rückweg haben wir nochmal bei Paravati angehalten, weil wir mussten unbedingt jetzt auch ihren Raksi probieren. Protestieren hilft da nicht viel. Aber gab auch nochmal eine Kleinigkeit zum Essen dazu. Irgendwann nach Mittag waren wir dann wieder im Camp. Wir hatten so viel Spaß und so eine schöne Zeit, mit den tollen Menschen hier, beim Nepali sprechen üben und ein bisschen vom Alltag der Leute mitzubekommen.
Am Nachmittag hab ich mit Siza, aus Kathmandu, erstmal ein kleines Fotoshooting gemacht. Kenzie, aus Washington, fotografiert gerne und fand gerade das Licht so toll, also ja warum nicht.
Danach sind wir auf den nächsten Berg gewandert zum Sonnenuntergang gucken. Mit perfekter Aussicht auf unser schönes, buntes Camp.
An freien Tagen kümmert sich eigentlich jeder selbst ums Essen und ich war ja schon allerbestens versorgt... Aber weil Neujahr ist, hat sich ein kleines Kochteam aus Freiwilligen gebildet, die für 75 Menschen u.a. Salat, Käsenudeln, Schokobananecrepes und Apfelkuchen eingekauft und gekocht haben. War sehr lecker.
Also wie gesagt, perfekter Start ins neue Jahr.