Pine Creek – Edith Falls – Nitmiluk Nationalpark
Unser Aufenthalt im Kakadu National Park ging heute zu Ende. Nachdem wir gefrühstückt und ein erstes Mal Wäsche gewaschen haben, sind wir Richtung Nitmiluk Nationalpark...


Veröffentlicht: 14.05.2025























Es ging heute schon wieder weiter, aber zuerst haben wir im Nitmiluk-Nationalpark die Nitmiluk-Schlucht mit einer Boot-Tour besucht. Um unsere Lodge herum hatte es noch verschiedene, freche Vögel, die sich gerne an allem Essbaren gütlich tun.
Die Nitmiluk-Schlucht ist die Hauptattraktion des Parks. Der Nationalpark ist 1989 gegründet worden und hat 2'921km², der Kakadu-Nationalpark ist mit knapp 20'000km² aber deutlich grösser. Beiden ist gemein, dass sie auf dem Land von Ureinwohnern liegen. Dieses Land wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren an die Ureinwohner, hier an die Jawoyn, zurückgegeben. Damit auf Teilen dieses Lands ein Nationalpark gegründet werden konnte, musste das Land aber in Staatsbesitz sein. Die Lösung war, dass die Ureinwohner dem Staat das Land für die Nationalparks wieder verpachteten. Deshalb sind rund um die Parks heute grosse Bereiche, die nur den Ureinwohnern offen stehen, während die Nationalparks öffentlich sind.
Die Nitmiluk-Schlucht ist sehr pittoresk. Das Gebiet besteht aus einem relativ harten Sandstein. Die Schlucht wurde zuerst durch starke Erdebeben gebildet und dann durch das Wasser weiter erodiert. In der Regenzeit wird das ganze Gebiet geflutet und auf dem über der Schlucht liegenden Plateau werden die Sümpfe unter Wasser gesetzt. In der Trockenzeit gehen die Wasserstände naturgemäss zurück, aber das Wasser aus den Sümpfen hat 1 1/2 Jahre bis es durch die Felsen gesickert ist und speist also ganzjährig den Fluss Katherine. Die Salzwasser-Krokodile verziehen sich in der Trockenzeit wieder und nur die Süsswasser-Krokodile bleiben. Letztere sind aber wenig gefährlich und dann kann man wieder im Fluss schwimmen.
Nach der Bootsfahrt sind wir knapp 300km weiter in den Litchfield-Nationalpark gefahren. Die Fahrt war über weite Strecken einsam, nur auf dem Stück auf der Highway Nr. 1 hatte es etwas Verkehr. Es gab auch nicht besonders viel zu sehen. Die einzige Besonderheit war eine grosse Solarfarm. Von denen gibt es offenbar einige gibt, auf Privathäusern hat es aber kaum Solaranlagen zur Stromgewinnung. Selbst in den Nationalparks wird der Strom auschliesslich mit Dieselgeneratoren erzeugt. Die Solarzellen sieht man allenfalls auf Strassenlaternen und bei öffentlichen Telefonzellen, die hier noch verbreitet sind. Die Handy-Abdeckung ist auch ziemlich schlecht und Telefonzellen somit nützlich.
