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2026 - August - Die Kreuzfahrt mit der Queen Victoria

Veröffentlicht: 16.08.2026

Tour
Cunard-Reise mit der Queen Victoria
Aktivität · Cunard
Event
First-Time-Party mit Captain Martyn Sharples und seinen Offizieren
Show
Event
Galaabende an Bord der Queen Victoria
Show
Event
Black-and-White-Abend
Show
Event
Masquerade-Abend
Show
Unterkunft
Sehenswert
Queens Room
Tour
Sonnenfinsternis-Reise mit der Queen Victoria
Aktivität · Cunard
Sehenswert
Barcelona
Barcelona, Spain

"Welcome to the family." Das waren die wunderbaren und herzlichen Worte von Captain Martyn Sharples zu unserer First-Time-Party (Cunard-Reise mit der Queen Victoria).

Tatsächlich wurden wir zu dieser exklusiven Party mit ihm und seinen Offizieren separat eingeladen, und es gab neben Häppchen und Cocktails auch Fotos mit dem so charmanten und überaus nahbaren Kapitän.

Aber nicht nur er ist so wunderbar einnehmend, auch unser Cabin Steward Russel ist so zauberhaft, es ist einfach unglaublich. Dabei haben wir nichts weiter gemacht, als eine Kabine auf der Queen Victoria zu buchen.

Natürlich ist auch hier nicht alles rosarot, und anfangs war ich über manches wirklich irritiert. Wir sind ja nicht wirklich erfahrene Kreuzfahrer und waren quasi bisher nur auf den zwei Mein-Schiff-Taufreisen der Relax und der Flow. Das Konzept bei diesen Schiffen: Alles inklusive, alle Getränke, auch die Cocktails frei. Nun bin ich gar kein Trinker alkoholischer Getränke, aber auf der Queen Victoria ist eben sogar das Sprudelwasser kostenpflichtig.

Nur Eiswasser und Kaffee/Tee ist frei. Auch Kaffeegetränke wie Cappuccino müssen bezahlt werden. Also hier klar ein Minuspunkt.

Und auch beim Essen hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten, denn es war zum Teil wirklich sehr englisch.

Apropos Essen: Das Konzept bei Cunard ist der Kontakt zu anderen Gästen. Die Tische werden absichtlich eng gestellt, und in den allermeisten Fällen entspinnt sich sehr schnell ein Gespräch. Interessanterweise ist es vor allem leicht, mit älteren oder ähnlich alten Gästen in Kontakt zu kommen. Mein Englisch ist passabel genug, damit ich alles verstehen kann und auch selbst ins Plaudern komme. Jüngere Passagiere hingegen haben weniger Interesse an Konversation und hängen tatsächlich meist am Smartphone.

Aber egal wo, hier an Bord zumindest kann ich das unterschreiben: Die Engländer sind einfach ein freundliches Völkchen. Und da alle nun mal auf einem englischen Schiff zusammen sind, sind alle anderen auch gleich viel freundlicher (auch die Deutschen).

Überall wurde gequatscht, ob im Restaurant, an der Bar oder auch in der Launderette. Wer nicht weiß, was Letzteres ist: Das sind die Waschmaschinenräume. Dort kann kostenlos gewaschen und getrocknet werden. Bei den hohen Außentemperaturen hier im Mittelmeerraum (immer über 30 °C), war auch unser Bedarf danach hoch und wir haben sie gerne genutzt. Mein Schiff bietet das zum Beispiel nicht an.

Übrigens wird in den Launderettes hier auch oft und fleißig gebügelt. Das liegt sicher an einer anderen Besonderheit von Cunard: der Kleiderordnung! Ja, hier wird Wert auf bessere Kleidung beim Dinner gelegt.

Auszug aus dem Tagesprogramm: "Sehr geehrte/r Gast/Gäste, gerne möchten wir Sie an unseren Dresscode erinnern ...

Elegante Kleidung (Smart Attire): Ab 17:30 Uhr bitten wir Sie, in den meisten Bars und Restaurants elegante Kleidung zu tragen, wie zum Beispiel Hemden mit Kragen, elegante Blusen, Hosen, Röcke oder Kleider."

Bei den mehrfach stattfindenden Galaabenden liegt die Latte dann noch höher. Ich zitiere: "Tragen Sie Ihr schönstes Abendkleid". Herren werden gebeten, im Anzug oder Smoking zu kommen und natürlich mit Krawatte oder Fliege.

Auf jeden Fall haben die Galaabende hohe Schauwerte, overdressed zu sein ist quasi nicht möglich. Man merkt natürlich, wer sich in solcher Kleidung zu Hause fühlt. Manche Outfits dagegen wirken etwas verunfallt, wie zum Beispiel jene, die eher an Tisch- oder Häkeldecken bzw. Überwürfe erinnern. Und dann war da auch dieser Texaner, der original in der Fernsehserie "Dallas" hätte mitspielen können, mit seinem Stetson-Cowboyhut.

Übrigen könnten Galaabende auch Faschingsfreunden gefallen, zumindest was das Verkleiden betrifft, denn jeder Abend hat ein eigenes Motto. Während unseres Aufenthaltes gab es einmal den "Black and White"-Abend und einmal die "Masquerade". Und was soll ich euch sagen, die Leute sind auf alles vorbereitet. Zum Beispiel ein Herr im schwarzen Anzug mit weißem Hemd und einem breiten weißen Schal über der Schulter (der hat bestimmt gebügelt).

Und selbstverständlich wurden zur Masquerade die tollsten Masken getragen. Wir hatten tatsächlich welche, nämlich Miezekatzen-Masken, wobei wir diese hier erworben hatten. Es gibt nämlich immer wieder eine Art Sale an Bord mit preiswerteren Produkten und da waren diese dabei.

Aber wie kam es überhaupt, dass ich auf der Queen Victoria gelandet bin? Ich wollte unbedingt die Sonnenfinsternis 2026 an Bord eines Schiffes erleben und Cunard, die britische Reederei, zu der die Queen Victoria natürlich gehört, hat einfach eine für mich passende Route angeboten. Allerdings war sie total ausgebucht. Nur durch Zufall konnte ich eine zurückgegebene Kabine ergattern, die 8105. Das achte Deck ist hier übrigens das höchste Passagierdeck.

Ausgebucht heißt auf der Queen Victoria, dass hier etwas mehr als 2.000 Passagiere an Bord sind, und dazu kommen dann ca. 1.000 Crewmitglieder. Übrigens haben die meisten Passagiere diese Kreuzfahrt bereits vor zwei Jahren gebucht, wie der Kapitän erwähnte.

Unseren Cabin Steward Russel haben wir übrigens gleich bei Betreten unserer Kabine kennengelernt. Und seitdem kennt er unsere Vornamen und grüßt uns selbst auf entfernten Gängen persönlich.

Was mich tatsächlich etwas gewundert und auch gestört hat, war der doch ziemlich veraltete Standard der Kabinen. Eine einzige europäische Steckdose ist in heutigen Zeiten einfach zu wenig, wenn jeder mehrere Geräte aufzuladen hat. Unsere mitgebrachten internationalen Adapter waren zudem auch nicht hilfreich, weil eine überstehende Verblendung es unmöglich machte, sie zu benutzen. In meiner Not habe ich dann tatsächlich in Civitavecchia noch einen Steckdosenverteiler gekauft. Kann man ja immer gebrauchen, oder?

Ich hätte es jedenfalls hilfreich gefunden, wenn es an Bord Steckdosenadapter zum Ausleihen gegeben hätte. Gab es aber nicht.

Das WLAN über Starlink ist übrigens richtig modern und schnell, aber bis auf eine kostenlose Probestunde auch richtig teuer, je nach Paket 28 bis 44 US-Dollar für 24 Stunden.

Aber ich muss euch noch von der legendären Teatime berichten: Jeden Nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr findet sie im Queens Room statt. Dazu sitzt man an weiß gedeckten Tischen, auf denen schon das Teegeschirr eingedeckt ist. Dann, Punkt 15 Uhr, laufen die Kellner mit ihren Teekannen ein. Alles ist sehr klassisch und angenehm. Es gibt Sandwiches, Süßes und natürlich Scones.

Und was das Entertainment betrifft, so braucht sich Cunard auch nicht zu verstecken. Wir haben im Theater zum Beispiel das Broadway-Musical "Come From Away" gesehen. Cunard hat dafür eine schiffseigene Royal Court Theatre Company. Es gab natürlich noch viele andere Künstler, gesehen davon haben wir eine Stepptanzgruppe namens "The Tap Chaps". Auch sehr gut, wobei ich zugeben muss, dass ich im normalen Leben wahrscheinlich weder ins Musical noch zu einer Stepptanz-Aufführung gegangen wäre.

Aber es gibt nicht nur Shows: Passend zu unserer Sonnenfinsternis war auch der Astronom Dr. Chris Crowe an Bord. Siehe dazu auch meinen extra Bericht zur Sonnenfinsternis (Link unten).

Gerade eben kam für uns die letzte Abendansage von unserem Kapitän, wie immer mit diesen Worten startend: "Good afternoon, ladies and gentlemen. This is the Captain speaking from the bridge". In seiner Durchsage fand er dann nochmals sehr warme Worte zum Abschied an die 1.301 Gäste, die nun in Barcelona das Schiff nach der Sonnenfinsternis-Reise verlassen. Er hat uns noch mal an dieses ganz besondere Event erinnert, das wir alle niemals vergessen werden. Natürlich hofft er, uns bald wiederzusehen. Und ihm glaube ich das auch wirklich aufs Wort!

https://vakantio.de/reisetante/2026-12-august-2029-uhr-sonnfinsternis


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer · 30°C
Begleitung
Mit Freunden
KulturellEntspannend
  • First-Time-Party mit Captain Martyn Sharples und seinen Offizieren
  • Teatime im Queens Room zwischen 15 und 16 Uhr
  • Galaabende mit Black-and-White- und Masquerade-Motto
  • Sonnenfinsternis-Reise mit der Queen Victoria
  • Barcelona als Ausschiffungshafen
internationaler AdapterSteckdosenverteiler
EssenKulturTransit
  • WLAN an Bord für 24 Stunden28 $
  • WLAN an Bord für 24 Stunden44 $
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