
Veröffentlicht: 27.01.2017
Hello đ
Es sind zwar noch nicht sehr viele Tage seit dem letzten Bericht vergangen, aber nach meinen Besuchen in Sydney und Melbourne muss ich unbedingt ein wenig berichten.
Auf Sydney war ich ja von Anfang an gespannt und ich hab sehr gehofft, dass ich dann auch tatsĂ€chlich die Möglichkeit habe mir die Stadt anzusehen, wenn ich dort bin. Und die hatte ich. Drei Stunden am Vormittag- Das ist auf jeden Fall genug Zeit um sich einen Eindruck zu machen. Und ich war sehr begeistert. Das Wetter war super, Sonnenschein und die Luftfeuchtigkeit ist auch sehr gut auszuhalten. Inzwischen habe ich mich sowieso sehr gut an das Klima gewöhnt. Die dicke Jacke werde ich in jedem Fall erst im Mai brauchen. đ
Unser Liegeplatz in Sydney war einfach gigantisch. Wir lagen direkt gegenĂŒber der Oper und hatten vom Schiff aus die perfekte Aussicht. Somit konnten wir uns schon einmal den Skywalk- eine Aussichtsplattform, welcher Zutritt sehr teuer war, sparen. Meine Mitbewohnerin meinte sogar, dass sei der teuerste Hafen der Welt. Bei der Lage kann ich mir das tatsĂ€chlich sehr gut vorstellen.
Wir sind also losgezogen und haben erstmal eine Menge an Fotos von der Skyline gemacht. Auf dem Weg zur Oper sind wir an vielen Bars vorbeigelaufen, vor denen Menschen musizierten, am Abend sicherlich ein noch gröĂeres Erlebnis. Die Oper an sich war dann gar nicht so schön wie erwartet. Auf jeden Fall ein GebĂ€ude mit groĂartiger Architektur, aber wirklich edel sieht sie nicht aus. Aber sie steht ja auch schon eine ganze Weile. Als wir so vor der Oper standen, musste ich direkt an unser schönes Leipziger Gewandhaus denken, gewisse Ăhnlichkeit besteht in jedem Fall! Direkt neben der Oper ist der Botanische Garten zu finden, durch welchen wir auf dem Weg in die Stadt hindurch gegangen sind. Hier liebe Marlies, habe ich dann die erste Bekanntschaft mit Möwen gemacht. Wir wollten ein Foto mit der Oper im Hintergrund machen und dabei habe ich mich dann direkt in Möwenshit gesetzt đ Die dazugehörigen Möwen hab ich dann aber such gesehen, immerhin etwas. Jetzt bin ich ĂŒberzeugt, dass Möwen kein Nord-, Ostseeding ist.
In der Stadt an sich kann man sehr viel Geld lassen. Es gibt sehr viele schöne GeschĂ€fte die einladen, irgendetwas zu kaufen. Bisher konnte ich jedoch sehr gut wiederstehen. Australien ist an sich schon sehr teuer, von daher sollte man schon ein wenig aufpassen. Es gab sehr viel zu sehen und mit noch mehr Zeit hĂ€tten wir noch vieles Weiteres entdecken können. Auf dem Weg zurĂŒck sind wir dann erst ĂŒber die Harbour Bridge gelaufen und spĂ€ter noch mit dem Boot gefahren. Auch hier wieder traumhafte Umgebung. Letzter Stop war dann noch das Hard Rock CafĂ©, bevor es wieder zum Schiff ging.
Insgesamt hat mich Sydney sehr beeindruckt, aber im Zusammenspiel mit dem Wetter, dem Liegeplatz usw. konnte der Tag nur gut werden.
Zwei Tage spĂ€ter dann das nĂ€chste stĂ€dtische Highlight- Melbourne. Auch hier hatte ich genĂŒgend Zeit die Stadt zu erkunden. Auch diese Stadt war sehr schön und auf jeden Fall einen weiteren, lĂ€ngeren Besuch wert. Mit dem Shuttlebus in der Stadt angekommen, ging es wieder eine lange EinkaufsstraĂe entlang. Wenn man etwas weiter in die Stadt ging kam man an den haupttouristischen Zielen vorbei. Kurze Zwischenstops fĂŒr Fotos, dann ging es in die herrlichen Passagen. Auch hier wurde ich wieder ans schöne Leipzig erinnert, denn die Passagenwaren alle sehr schön restauriert und hergerichtet. In den GeschĂ€ften in den Passagen waren die Schaufenster alle sehr hĂŒbsch dekoriert, sodass man stundenlang davor stehen konnte. Es gab ein sehr historisches SchokoladengeschĂ€ft- wohl das Ălteste und Bekannteste, wo ich erstmal Schokolade fĂŒr knapp 50 Dollar gekauft habe- nur das Beste fĂŒr die Lieben zu Hause. In einem kleinen CafĂ© haben wir anschlieĂend Kaffee getrunken und ein Ciabatta mit Avocadodip gegessen- 30 Dollar, man gönnt sich ja sonst nix. Also wie gesagt Australien ist sehr teuer. Aber die GlĂŒcksgefĂŒhle hinterher haben definitiv entschĂ€digt. Zum Abschluss gab es ein paar StraĂen weiter noch einen kleinen Laden, wo SĂ€fte und Smoothies verkauft wurden. Da habe ich mir direkt noch einen Live of Passion Smoothie gegönnt. Maracuja, Mango und Kirschen- köstlich. Die FrĂŒchte sind hier der absolute Traum. Ich habe tatsĂ€chlich noch nie so leckeres Obst gegessen und wenn ich zu Hause bin, werde ich mich erstmal ĂŒber den Geschmack des Obstes zu Hause wundern. Also FrĂŒchte sind hier wirklich der absolute Hit. Leider dĂŒrfen wir keine FrĂŒchte von auĂerhalb mit aufs Schiff bringen, sonst wĂŒrde ich wohl aus meiner Kabine einen Obststand machen. Vor dem Obstladen jedenfalls haben StraĂenmusiker gespielt. Auch da kann ich nur die GlĂŒcksgefĂŒhle hervorheben, die ich bei dieser Musik gespĂŒrt habe. Es ist einfach unglaublich mit welcher Lebensfreude die Menschen hier auftreten. Das ist wirklich sehr auffĂ€llig in bis jetzt jeder australischen Stadt wo wir waren. Wirklich toll.
Auf dem Weg zum Shuttle, der uns wieder zum Schiff bringen sollte, sind wir am Howey Place vorbeigelaufen. Abgesehen davon , dass auf dem Platz eh schon eine Menge los war, weil er sehr zentral lag, fand hier auch ein riesiges Public Viewing anlĂ€sslich der Melbourne Australien Open statt. Diese Australien Open Tennis Championship findet vom 16.-29.01. statt und ist dort sehr bekannt und beliebt. Direkt neben dem Platz gab es weitere SehenswĂŒrdigkeiten wie die St. Pauls Cathedral und die Flinders Station zu entdecken. Die Flinders Station ist ein historischer Bahnhof von 1910, Dirk, das wĂ€re was fĂŒr dich gewesen.
Ăberall wo man hingeschaut hat wurden Vorbereitungen fĂŒr den Australia Day getroffen- dieser findet am 26.01. statt und erinnert an die Ankunft der First Fleet in Sydney Cove am 26.01.1788.
Das wĂ€rs erst mal fĂŒr heute, ich muss wieder an die Arbeit. Neben den ganzen schönen AusflĂŒgen, die wir machen können, steht natĂŒrlich die Arbeit immer sehr im Fokus. Schön, wĂ€re einfach von Bord gehen zu können ohne auf die Uhr schauen zu mĂŒssen, wann man wieder mit Arbeiten anfĂ€ngt. Aber ich will mich nicht beschweren, denn das es viel Arbeit sein wird, das wusste ich ja im Voraus. Und schon allein wegen der Landschaften, Tiere, StĂ€dte, SonnenuntergĂ€nge usw. lohnt es sich, ein paar Strapazen auf sich zu nehmen.
Bis bald ihr Lieben đ