10/06/2018 - Nach 6 Monaten zurück in Picton
Die erste Nacht in „Picton“ war ungewohnt mild. Lange Klamotten und die zweite Bettdecke waren dann doch etwas zu viel des Guten - woher soll man das denn auch wissen bei den...


Veröffentlicht: 19.07.2018
Die Nacht auf dem kostenlosen Parkplatz, in direkter Nähe zum Highway, war laut. Neben dem Verkehrslärm, der mal lauter und mal leiser war, gab es für die Verkehrsteilnehmer offenbar ab und an Gründe, die Hupe zu betätigen. Doch nicht nur deswegen schreckten wir aus dem Schlaf. Auf der benachbarten Kuhweide schrien die Kühe mehrmals lautstark auf. Die genauen Hintergründe wissen wir nicht, sahen jedoch am nächsten Morgen ein kleines Kälbchen, das gestern noch nicht da war. Kam es in dieser Nacht auf die Welt!?
Nachdem wir unser Frühstück im Auto eingenommen hatten, sollte das Zähne putzen am Outdoor-Waschbecken folgen. Dies gestaltete sich komplizierter als gedacht. Der Wind fegte uns zur frühen Morgenstunde schon so heftig um die Ohren, dass der Wasserstrahl nicht einmal den Abfluss erreichte, sondern die Wand dahinter. Kurz darauf verschlechterte sich das Wetter und Regen setzte ein, weswegen wir Zuflucht in der Bücherei von „Picton“ suchten. Nachdem ein neuer Blog online war, ging es auf einen kostenpflichtigen Campingplatz, um unser Geschirr vom Vortag zu spülen.
Auch am folgenden Tag besserte sich das Wetter nicht. Die Winde ließen zwar allmählich nach, doch dafür regnete es nun 24 Stunden am Stück. An Tagen wie diesen steht man kurz vor der Verzweiflung. Denn das Leben im Auto ist an verregneten Tagen kein leichtes - alles ist, wird und bleibt nass. Selbst die Einheimischen hatten so ihre Probleme - auch sie nervte der anhaltende Regen sichtlich.
Wir nutzten die Zeit in der Bücherei und planten unseren kommenden Aufenthalt in der neuseeländischen Hauptstadt „Wellington“.
