
Veröffentlicht: 07.04.2025
Nach unserer kleinen Familienzusammenkunft auf Sardinien mit Nils und Gabi, hatte ich mir vorgenommen dem Kurztrip nach Leipzig doch noch einen Beitrag zu widmen. Auch wenn es sich nicht um eine klassische Camperreise handelte, war es doch ein kleiner Urlaub für uns und einen Beitrag definitiv wert.
Obwohl ich mir im Vorfeld (wie immer) einige Gedanken gemacht hatte, verliefen die drei Tage so entspannt und angenehm wie nur irgend möglich und wir kamen alle erholt und happy wieder in Heidelberg an.
Aber am Besten gehe ich das ganze mal chronologisch an.
Am 17.09. startet unsere Reise mit dem Zug der Deutschen Bahn von Mannheim nach Leipzig. Wer hätte es gedacht, aber natürlich wurde unser ursprünglicher Zug von Heidelberg storniert und wir mussten nach Mannheim ausweichen, was glücklicherweise zu keinem Problem wurde. Meine Mutter fuhr uns morgens um 6 an den Bahnhof und wir konnten entspannt ausladen und Michel in die Trage packen (wohin auch sonst). Tatsächlich hatten wir sogar einen Kinderwagen mit dabei, der -wie sich herausstellte – mehr als Attrappe oder Handtaschenaufbewahrung für die Hochzeitsgesellschaft diente, denn als Transportmittel für unser Baby.
Schon die Hinfahrt bereitete mir Kopfzerbrechen, da wir mit Koffer, Kinderwagen, Rucksack, Handtasche und Kind am Gleis standen und ich nicht wusste, wie wir das alles einladen bzw. verstauen sollten.
Natürlich waren alle Sorgen umsonst gewesen, eine nette Schaffnerin half uns mit dem Einladen und im Familienabteil war genug Platz für jedes Gepäckstück vorhanden. Der Zug war wenig ausgelastet und wir fanden einen „Vierer“ für uns.
Michel schlief oder wurde beschäftigt und nach knapp 4 Stunden kamen wir sogar pünktlich in Leipzig an.
Nach einem kleinen Spaziergang durch die City war auch unser Zimmer fertig und wir checkten in ein modernes und hochwertiges Hotel ein (InnSide Leipzig). Das Hotel verfügte über einen sehr kleinen Sauna Bereich und ein Fitnessstudio, beides nahmen wir in Anspruch. Das Frühstück war herausragend und wir starteten mit vollen Bäuchen in den Tag.
Um sich (besser) kennenzulernen, trafen sich die Familie am Abend im Glashaus Restaurant im Clara Park unweit des Hotels. Michel verschlief sogar das Abendessen, sodass wir (fast) entspannt unseren Salat bzw. Gnocci zu uns nehmen konnten.
Gegen 19:30 waren wir wieder im Hotel und sanken alle recht erschöpft ins Bett. Michel schläft auf Reisen zwar bei uns im Bett ein, zieht dann aber bis jetzt immer in den Kinderwagen um. Wenn er noch etwas größer ist, können wir uns auch ein Reisebeistellbett ordern.
Auch wenn wir unfassbar gerne mit unserem Schatz kuscheln, versuchen wir dennoch in nach Möglichkeit in ein eigenes Bettchen zu legen.
Unsere Nacht sollte nicht besonders lange dauern, da Michel am nächsten Morgen um 5 Uhr so hellwach war, dass an Schlaf absolut nicht mehr zu denken war. Also bespaßten wir unser Kind gemeinsam eine Weile bis ich entschied das Fitnessstudio zu besuchen und die Kinderbetreuung Sven zu überlassen (der diese Aufgabe kurze Zeit später seiner Mutter übertrug).
Nach einem wirklich sehr guten und üppigen Frühstück zogen wir uns aufs Zimmer zurück, um uns für die Hochzeit schick zu machen.
Wir trafen uns mit einem Teil der Familie in der Hotellobby, um uns gemeinsam auf den Weg zum Standesamt zu machen.
Als Nils und Gabi sich die Ringe ansteckten, musste ich ein paar Tränchen verdrücken. Den Bund der Ehe zu schließen ist etwas Besonderes und ein riesengroßer Liebesbeweis.
Ich habe noch nicht um Svens Hand anhalten können. Die meisten Paare erleben finanzielle Vorteile von einer Ehe, ich müsste auf meinen Bafög Anspruch verzichten und darauf wollen wir aktuell nicht verzichten.
Meiner Meinung nach bindet Michel uns aber mehr aneinander als Ringe es je könnten. Dennoch bin ich ein absoluter Heiratsfan und sollte Sven den Kniefall nicht wagen, werde ich das früher oder später übernehmen müssen 😉
Nach der Trauung musste gebührend angestoßen werden und das taten wir auch auf der Roof Top Bar des Restaurants. Ich zog mich mit Michel aufs Zimmer zurück, um ihm in ein wenig Runde und etwas Schlaf zu gönnen.
Zu Mittag aßen wir in einem italienischen Restaurant, ebenfalls nur wenige Gehminuten entfernt.
Sowohl Standesamt als auch Hotel und Restaurant lagen in einem Radius von vielleicht 500 Metern was uns immer wieder die Möglichkeit gab sich mit Michel zurückzuziehen.
Den Abend ließen wir erneut auf der Roof Top Bar ausklingen, ich trank einen alkoholfreien Cocktail, bevor ich unseren Schatz ins Land der Träume entließ. Sven gesellte sich nicht allzu spät am Abend zu uns, in weiser Voraussicht, dass der nächste Tag schon bald beginnen würde.
Wie wir erwartet hatten, klingelte unser Michlwecker kurz nach 5 und so packte ich das Kind in die Trage und machte mich auf den Weg Leipzig in aller Hergottsfrüh zu erkunden. Glücklicherweise schlief Michel nach einem halbstündigen Spaziergang wieder ein und ich konnte noch kurz ruhen, bevor wir uns mit dem Rest der Familie zum Abschlussfrühstück im Hotel trafen.
Wir plünderten erneut das Buffett, bevor wir den Rückweg antraten. Die Rückfahrt verlief entspannt und wir kamen pünktlich in Heidelberg an.
Wir haben ein wundervolles Wochenende in Leipzig verbracht, Nils und Gabi haben sich selbst übertroffen mit der Planung. Die letzten Hochzeiten, bei denen ich Gast war, hatten mir die Lust auf eine eigene Hochzeitsfeier genommen. Eine klassische Feier käme für uns wohl nicht in Frage.
Ein ganzes Wochenende zusammen zu kommen, Zeit füreinander zu haben und keinem starren Ablauf folgen zu müssen, ist meine Vorstellung von einer gelungenen Hochzeitsfeier.
Gabi und Nils: Falls ihr das lest (wovon ich ausgehe), dann auf diesem Wege 1000 x Dankeschön.