Kap der Guten Hoffnung + Boulders Beach
Hey ihr Lieben da draußen :) Diese Reise fand am 12. Juli statt, aber ich habe leider vergessen, etwas hochzuladen (-> Entschuldigung!). So, jetzt aber los! Viel Spaß mit den...

Veröffentlicht: 02.08.2026
Am Donnerstag, dem 23. Juli, hatte ich die Gelegenheit, die andere Seite des wunderschönen Afrikas und insbesondere die Armut Kapstadts kennenzulernen. Der Township Langa wurde 1927 gegründet und ist einer der ältesten Townships für Schwarze in Afrika. Er entstand im Rahmen des Urban Areas Act von 1923, um schwarze Arbeiter zu segregieren und zu kontrollieren. In den 1960er Jahren wurde er zum Zentrum des politischen Widerstands. Massenproteste führten zu tragischen Todesfällen und schweren Zerstörungen. Bis heute verspricht die Regierung bessere Wohnverhältnisse für die Bewohner, doch es scheint eine unendliche Geschichte zu sein, da die meisten von ihnen immer noch auf Wartelisten stehen und sich oft keine bessere Wohnung leisten können. Es hat mich sehr berührt zu sehen, wie die Menschen hier leben: einfache Metallcontainer mit undichten Dächern. Kein warmes Wasser! Sie holen das Wasser aus den nahegelegenen Hostels und tragen es in Eimern nach Hause. Man kann sich vorstellen, wie kalt und nass es hier im Winter sein muss. Bis zu drei Familien teilen sich einen Container. Um Ihnen eine Vorstellung von der Größe eines Wohnbereichs für eine vierköpfige Familie zu geben: Die meisten Container sind etwa 6 m lang und 2,4 m breit. Längere Container, die sehr selten sind, erreichen bis zu 12 m. Ich hatte die Gelegenheit, einen dieser Container zu besichtigen, und er war einfach nur schrecklich. Ein Etagenbett für vier Personen. Ein kleiner Fernseher, etwas, das man als Kleiderschrank bezeichnen könnte, ein winziges Waschbecken und vielleicht einen kleinen Spiegel sowie Kochplatten zum Kochen und Erhitzen von kaltem Wasser. Unfassbar! Nach dem Ende der Apartheid versuchte die Regierung, die Townships aufzulösen, doch aufgrund der Wohnungsnot, der generationsübergreifenden Bindungen und der tiefen kulturellen Wurzeln schien dies unmöglich. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass hier viele afrikanische Künstler und Musiker gefördert wurden. Wir konnten einige ihrer Werke selbst bewundern und sogar eine kurze Trommelstunde nehmen. Es war beeindruckend, und so schlimm die Situation in Langa auch sein mag, ich werde den Klang der Trommeln und das Lächeln der Kinder, die mich am Ende unserer Tour in einem typischen Township-Kindergarten so herzlich empfingen, nie vergessen. Ebenso wenig werde ich verstehen, warum manche Menschen, die genauso wertvoll und klug sind wie ich, im Leben möglicherweise nie dieselben Möglichkeiten und Chancen haben werden.
