Quadfahren als erstes :)
Am 23. Juli fuhr ich mit einem Quad in den Grabouw-Bergen, einem wunderschönen Berggebiet südöstlich von Kapstadt. Die Landschaft lädt geradezu zum Wandern und Mountainbiken ein,...

Veröffentlicht: 03.08.2026











Wie ihr euch vielleicht erinnert, habe ich schon einmal über Constantia geschrieben. Es ist nicht nur eine der luxuriösesten Gegenden Kapstadts, sondern vor allem für seine köstlichen Weine bekannt. Unsere Wanderung begann im Constantia-Tal und war eines der aufregendsten und zugleich furchteinflößendsten Wandererlebnisse meines Lebens. Mit „unsere“ meine ich Yaba und mich. Yaba ist ein Freiwilliger aus Frankreich – sehr sportlich, freundlich und gesellig, aber die Organisation einer Wanderung zählt wohl nicht zu seinen Führungsqualitäten. Ich habe ihm vertraut und mich deshalb selbst nicht richtig vorbereitet (-> mein Fehler ;(...), weil ich dachte, er hätte vielleicht eine Offline-Karte der Gegend heruntergeladen und wüsste, wo es langgeht. Pustekuchen! Totale Orientierungslosigkeit! Die ersten 30 bis 40 Minuten waren herrlich, ein ruhiger und friedlicher Spaziergang mitten im Tablet Mountain Nationalpark. Doch je weiter wir gingen, desto mehr verloren wir die Orientierung, und Yaba hatte keine Ahnung mehr, wo er war oder wohin er wollte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Angst, aber wir hatten nur noch anderthalb Stunden bis zur Dunkelheit. Oh je! „Beeil dich!“, dachte ich. Jedenfalls erkannte ich das Problem, als eine Frau auf ihrem Weg durch den Wald an uns vorbeikam. Sie war mit ihrem Hund spazieren, und während ich mich mit ihr unterhielt, merkte ich, dass Yaba immer noch völlig orientierungslos war. Also fragte ich sie freundlich nach dem Weg, und sie empfahl uns den „Newlands Forest“, was bedeutete, dass wir noch 7–8 km vor uns hatten. Nicht vergessen: Die Dunkelheit brach herein. Verdammt! Also … Etwas nervös und wir gingen schneller. Die ersten 5 km dem Weg zu folgen, war kein Problem, aber wegen der unvollständigen und schlechten Beschilderung in diesem Gebiet haben wir uns mitten im Kirstenbosch-Garten komplett verlaufen. Und es wurde dunkel!!! Noch so ein Mist! Ich war vorbereitet und hatte eine Stirnlampe auf, aber wären nicht zwei Jogger vorbeigekommen, wären wir aufgeschmissen gewesen. Sie haben uns sozusagen gerettet. Schließlich haben wir in 3-4 Stunden fast 10 km zurückgelegt, aber die letzte Stunde sind wir in stockfinsterer Nacht durch den Wald gelaufen. Ich hatte solche Angst, wollte einfach nur nach Hause und mich unter meine kuschelige Decke verkriechen. Wir haben es geschafft! Ich bin stolz und abgesehen von der „Verirrungsphase“ habe ich jeden Schritt genossen. Aber ehrlich gesagt, ich will so einen Mist nie wieder erleben.
