24.04.2026
Nach zwei Tagen im "Hinterland" ging es heute wieder an den Pazifik. 240 km weiter in den Norden. Unterwegs ...


Veröffentlicht: 25.04.2026






































Der Regen hielt auch in der Nacht an und der Tag begann grau. Das Frühstück weckte positive Energien und im Regen ging es zum Sammelpunkt an die "Sonnenuntergangsbar". Fahrer Andrew hatte alle "Schäfchen" für seinen Bus für die Inseltour, ungefähr 20, bald zusammen. Dieses Mal hatten wir uns dem Altersdurchschnitt doch schon mehr angeglichen, es sind gerade keine Ferien und die jungen Leute buchen eher geführte Touren mit Jeeps. Aber alle brauchen ein Allradfahrzeug auf dieser größten Sandinsel der Welt (ca.124 km lang und 22 km breit), denn es gibt keine Straßen, sondern nur Sandpisten und diese können tiefe Fahrrinnen haben und es geht berauf, bergab. Unser Fahrer hatte sichtlich Spaß daran, uns durch die Insel zu "schaukeln". Unsere Tour begann um 9.15 Uhr und endete um 17 Uhr - ein "harter" Urlaubstag. Und einen stabilen Rücken braucht man auch! Schön war auch die Kamera, die den Weg vor uns aufnahm und auf einen Bildschirm übertrug. Es ging durch den einzigen Regenwald weltweit, der im Sand wächst. Beim ersten Stopp brauchten wir schon keine Schirme mehr, die Sonne brach langsam durch. Andrew war auch Tourguite und erklärte Tier- und Pflanzenwelt. Wir sahen u.a. Sräucher mit kleinen weißen Beeren mit dunklen Punkten - die Midyim- oder Midgeonbeere. Wir haben sie probiert. Sie schmeckt süß und ähnelt im Geschmack der Blaubeere. Hier wachsen auch Mammutbäume, die es sonst nur in Kalifornien gibt. Viele Planzen und Farne erkannten wir von unseren Wanderungen wieder. Dann ging es zum 75 Mile Beach. Dieser Strand an der Ostküste ist die "Autobahn" von Fraser Island. Dort ist wegen des Wellengangs das Baden verboten, "nur" Autos dürfen am Strand fahren, maximal 80 kmh. Ein Fest für alle Kraftfahrer! Dort sahen wir auch einige herumstreunende Dingos, die Wildhunde Australiens, immer auf der Suche nach Futter. Wenn man hier wandert, nimmt man immer einen Stock mit und es gibt auch immer wieder Schautafeln, wie man sich ihnen gegenüber verhält. Unser Fahrer hatte immer beim Aussteigen einen Stock dabei. Ein Höhepunkt an dieser "Strandautobahn "war das Wrack des ehemaligen Kreuzfahrtschiffes "Maheno". Da waren die Kreuzfahrtschiffe wirklich noch klein! Inzwischen war die Sonne voll durchgebrochen und der Wind an der Küste wehte sehr kräftig. Zum Mittagessen ging es zu einem Restaurant, wo das Buffet für alle Leckeres bot. Es war im Preis der Inseltour inbegriffen. Auch die spätere Tee-, Kaffeezeit mit süßen Teilchen. Letzere gab es in einer dingosicheren Picknickzone mit hohem Zaun. Man darf auch wegen der Wildtiere unterwegs weder essen noch trinken. Jeglicher Müll wird mitgenommen. Auch der gesamte lange weiße Sandstrand ist müllfrei, es wird scheinbar kaum etwas angespült. Der Wellengang ist hoch, sodass - auch wenn es erlaubt wäre - keiner baden gehen würde. Dafür gab es den letzten Halt auf unserer Tour, am größten von über 100 Süßwasserseen auf der Insel! Das Wasser war nicht kalt, sehr klar, aber die Sonne verzog sich bereits wieder und das Thermometer zeigte noch 20°C bei kräftigem Wind. Da reichte uns der Anblick! Wir genossen schon einmal besagten Kaffee! Auf dem Rückweg trübte es sich bereits ein und die ersten Tropfen fielen. Pünktlich um 17 Uhr waren wir wieder am Resort. Und als wir im Zimmer waren, kam der erste große Guss, fast dunkel - wieder kein Sonnenuntergang! Diese Inseltour hat uns gut gefallen! Zu Fuß hätten wir diese Vielfalt nicht entdecken können. Wir sind froh, dass wir ein festes Dach über uns haben. Die Campingplätze sind noch gut gebucht, aber im Zelt ist es bei diesem Wetter sicher nicht so gemütlich!
