20.05.2026
Nach einer ruhigen und nicht zu warmen Nacht ging es zu den "Aktivitäten", für uns hieß das heute: ....


Veröffentlicht: 21.05.2026
Das ist der Fisch, um den es heute ging: der Walhai, er ist der größte Fisch der Welt und gehört zu Familie der Haie. (Die Fotos sind "geliehen".)
Unser letzter Tag an der australischen Westküste: Seetag und Sehtag - Walhaie beobachten bzw. mit ihnen schwimmen, war gebucht. Wir waren optimistisch, denn sie sind hier von März bis Juli außerhalb des Riffs unterwegs. Dies bedeutete wieder früh raus, zuerst 45 Minuten mit dem Bus zum Bootsanleger und mit einem Zubringer zum Schiff. Danach hieß es: Einkleiden, die schwarzen Neoprenanzüge sollten heute noch größere "Quallenschäden " verhindern. Weiter ging es mit der Flossenanprobe samt Brille und Schnorchel und den Belehrungen bzw. Einweisungen.
Wie verläuft so eine Beobachtungstour? Es wurden zwei feste Gruppen zu 8 bzw. 9 Leuten gebildet, mit je einer Crewbegleitung für die Anweisungen. Der Kapitän gab das Zeichen, wenn ein Walhai in der Nähe war. Dann mussten alle ihre Ausrüstung anlegen und sich in mehreren Reihen hintereinander setzen, Gruppe 1, dann Gruppe 2. Wenn wir dicht genug waren, sprang zuerst der Fotograf ins Wasser. Der Fotograf gab vom Wasser das Zeichen, dann kam vom Skipper der Ruf: "Go, go, go!" und die Gruppen mussten, mit der "Chefin" voran, ganz schnell hinten vom Schiff ins Wasser. Dort formierten sich alle in einer Linie und los ging es. In einer Reihe deshalb, damit alle den vorbeischwimmenden Fisch gut sehen konnten. Danach teilte sich die Gruppe und begleitete ihn noch etwas. Regeln: nicht vor, über oder unter ihm schwimmen und ca. 4 m Abstand halten. Der "Übungsschnorchelgang", noch im Riff, brachte heute viele bunte Fische wie in einem großen Aquarium! Dann ging es über das Riff auf den Ozean. Überraschung! Ein Humpback - Buckelwal zeigte sich mehrfach, blasend, mit offenem Maul und immer wieder tauchend. Völlig neu für uns war das Geräusch beim "Blasen", denn die verbrauchte Luft wird explosionsartig mit hohem Druck ausgestoßen. Dieses Ausstoßen erzeugt ein weithin hörbares, zischendes, pfeifendes oder sprudelndes Geräusch, so ein bisschen wie beim Start mancher Silvesterraketen. Eigentlich kommen diese Artgenossen erst im Juli. Das war ein Schauspiel! Dann begleiteten uns Delfine, schwammen scheinbar mit dem Boot um die Wette. Dann endlich: Walhaie in der Nähe, die dort ihr Plankton und kleine Fische verspeisen. Bei mehreren Schnorchelgängen gab es einige der Giganten zu bewundern. Der Fotograf meinte, der größte sei 9 m lang gewesen. Die Tiere lassen sich auch nicht durch die Schnorchler stören. Alles muss schnell gehen, denn der Hai wartet nicht. Beim letzten Gang war "Großangriff" der Quallen und die Biester finden immer unbedeckte Stellen. Danach roch es auf dem Boot kräftig nach Essig, denn dieser mildert den Juckreiz. Auch das gehört zur Unterwasserwelt! Wir sind schon auf alle Bilder gespannt, die wieder nachgereicht werden. Nicht nur die Schnorchelgänge sorgten für Freude und Zufriedenheit, auch die Versorgung mit Kuchen, Gemüse, Obst und leckeren Wrap- bzw. Burgerzutaten. Getränke verkürzten die lange Rücktour! Wir haben wirklich viel gesehen und wurden von einem tollen Team betreut! Heute war es mal nicht so heiß und es fielen sogar einige Regentropfen, was bei einem Seetag eigentlich unerheblich ist, aber für uns waren es die ersten Tropfen hier auf der Westseite!
