Jetzt wissen wir, wie in Australien die Glühwürmchen leuchten! Es ging gestern um 20 Uhr mit 2 Kleinbussen durch den stockdunklen Wald. Vorher wurden alle Teilnehmer mit rot leuchtenden Taschenlampen ausgerüstet, dann vor Ort ging es ca. 500 m auf einem Pfad zum "Ort des Geschehens". An einem Flüsschen waren roh gezimmerte Holzbänke, von wo wir sie wie auf einer Kinoleinwand betrachten konnten. Wow! Helle Punkte, die sich nicht bewegten, denn es sind Larven, die leuchten. Diese gibt es auch noch in Neuseeland, Sie spiegelten sich im Wasser, sodass es nach noch mehr als den angegebenen 10.000 aussah. Das Fotografieren erwies sich als schwierig, aber wir können dieses Erlebnis nur weiterempfehlen! Als Bonus gab es einen tollen Sternenhimmel. Wir schliefen herrlich ruhig und warm, denn die Temperaturen gehen hier nachts in den einstelligen Bereich runter. Früh war Getrappel auf dem Dach - verschiedene Papageien und andere Vögel begrüßten uns. Gegen 9 Uhr starteten wir zu unserem sonntäglichen "Wandertag". Letzten Sonntag in den Blauen Bergen, dieses Mal in den Grünen Bergen, die auch wieder zum großen Gebiet des Gondwana Regenwaldes gehören. Vorher haben wir uns ins "Wanderbuch" eingetragen, d.h. Name, Wanderziel, Telefonnummer, geplanter Wanderweg. Falls man am Abend nicht ausgetragen ist, wird "gefahndet". Eine gute Absicherung. Es war große Aufbruchstimmung, aber wir begegneten auf dem Großteil unserer Strecke niemandem. Am Startpunkt gab es die "Warnung": "What goes down must come back up". Es waren 480 Höhenmeter und 13, 6 km. Der Weg war wirklich naturbelassen, teilweise weniger als 50 cm breit und sehr schattig, denn riesige Bäume bildeten ein Dach. Unten, am Fluss angekommen, wurde es sportlich, wir querten mehrfach die Seiten, von Stein zu Stein, einmal mussten wir auch barfuß durch - keine Brücken und kaum Wegmarkierungen. Man findet aber den Trampelpfad und der moderne Outdoortourist hat die Karte auf dem Handy! Beim Aufstieg zog sich die Strecke. Außerdem wurde es nach oben hin wärmer und man hörte wieder mehr Vögel zwitschern. Gegen 14 Uhr kamen wir zurück. Das Schwarzbier hat wirklich gezischt! Danach hieß es Beine hoch und entspannen ... Außerdem hatten wir den Futterplatz entdeckt und konnten hier auf dem Gelände die Papageien beobachten. Zum Abend hin wurde es wieder recht kühl und da ist es schon toll, wenn man die Klimaanlage auf Heizung umstellen kann ...