Sant Feliu de Guíxols
Am morgen werden wir erneut durch Nebel eingehüllt. Eigentlich wollten wir Golfen, jedoch haben wir aufgrund der Wetterlage abgesagt. Dies war eine weise Entscheidung, da...


Veröffentlicht: 01.11.2024



































Die Strasse verläuft die meiste Zeit in der Nähe des Steilhangs und bietet an vielen Stellen eine grandiose Aussicht auf das tiefblaue Mittelmeer, einsame Buchten und grüne Pinienwälder. Entlang der Strecke gibt es Aussichtspunkte, die zum Anhalten und Geniessen der Landschaft einladen.
Die GI-682 ist bekannt für ihre vielen Kurven, was die Fahrt spannend macht, aber als Schweizer sind wir das Bergfahren gewohnt und ich hatte einen guten Chauffeur, der mich sicher zum Ziel brachte.
Entlang der Strecke führen kleine Seitenwege zu versteckten Buchten, jedoch sind diese aufgrund der vielen Touristen, welche diese Küstenstrasse fahren, seit einiger Zeit nicht mehr befahrbar.
Wir machen auf halber Strecke einen Abstecher zur Ermita de Sant Grau. Die Strasse geht 5 Kilometer bergauf bis auf 360 Meter übers Meer. Dort steht eine Wallfahrtskirche.
Die Kapelle wurde im 13. Jahrhundert zu Ehren des heiligen St. Grau erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrmals renoviert und restauriert. Die heutige Kirche ist ein neogotischer Bau aus dem Jahr 1882. Sie ist jedoch in einem schlechten baulichen Zustand und bis nächste Sommersaison geschlossen.
Sant Grau ist eine traditionelle Pilgerstätte und jedes Jahr am 13. Oktober findet zu Ehren des heiligen Sant Grau eine Wallfahrt statt. Zu diesem Anlass kommen Menschen aus der Umgebung zusammen, um den Heiligen zu feiern und eine Messe in der Kapelle abzuhalten. Traditionell läutet der 13. Oktober auch das Ende der Touristensaison ein.
Wir machen halt an den jeweiligen Mirador (Aussichtspunkte) um die spektakuläre Aussicht auf die Küste zu geniessen.
Die GI-682 ist mehr als nur eine Verbindungsstrasse, sie bietet ein einzigartiges Küstenerlebnis und zeigt die Costa Brava von ihrer schönsten und authentischsten Seite.
In Tossa de Mar haben wir das Ziel der Strecke erreicht. Zuerst machen wir eine verdiente Mittagspause und geniessen feine Tapas am Fusse der Stadtmauer.
Die Burg und ein Teil der Altstadt haben wir schon besichtigt und darüber berichtet. Nach dem Mittagessen spazieren wir durch die Hintergassen von Tossa de Mar und machen interessante Entdeckungen. Schöne Gassen, alte Türen, Keramikbilder, Graffiti Kopfsteinpflaster sowie schöne Fenster.
Auch heute haben wir wieder einen schönen Tag verbracht und auch die Sonne zeigte sich wieder vermehrt. Es hat fast für einen Sonnenuntergang gereicht.
