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13.10.2016 Culloden Battlefield - Chanonry Point

Veröffentlicht: 13.10.2016

Als wir heute morgen aufwachen istwieder einmal herrliches Wetter. Das Licht hier in Schottland isteinmalig! Sonne und Wolken machen ein ganz eigenes Licht und ein ganzbesondere Atmosphäre.




Wir fahren auch heute wieder durchspektakuläre Landschaft. Wieder nur ein paar Fotos aus dem Wohnmobilheraus, aber sie vermitteln zumindest einen Eindruck.






Unser erstes Ziel heute ist CullodenBattlefield. Hier wurden am 16. April 1746 die Jacobites unter PrinceCharles Edward Stewart vernichtend geschlagen. Die Jacobites wolltendie Stewarts Linie wieder auf den englischen Thron bringen, den dieEngländer inzwischen an die Hannoveraner gegeben hatten, weil dieStewarts katholisch waren. Es gab insgesamt 5 Aufstände derJacobites und die Schlacht von Culloden besiegelte endgültig dasSchicksal der Stewarts. Nachdem sie in Culloden verloren hatten,sorgte der Duke of Cumberland (auch genannt Butcher = MetzgerCumberland) dafür, dass die Clans zerstört und die Kultur derHighlander unterdrückt wurde. Es wrude verboten das Kilt zu tragen,Gälisch zu sprechen oder Dudelsack zu spielen. Erst zweiGenerationen später wurden diese Verbote gelockert und seitdem sinddie Bräuche, die einst Tradition waren, nur noch Folklore in denHighlands.

Das Battlefield ist flach wie ein Brettund moorig. Man kann sich gut vorstellen, wie die Highlander hilflosgegen die englischen Kanonen anrannten und keinerlei Chance hatten.Es starben fast 2000 Highlander in der Schlacht, die gerade mal eineStunde dauerte.






Auch hier gibt es wieder einenOutlander Bezug. Eine wahre Geschichte von damals gab Jamie Fraserseinen Namen. In dieses Cottage flüchteten sich mehrere verletzteOffiziere. Sie wurden am nächsten Tag gefunden und alle erschossen,doch einer der Offiziere, aus dem Clan Fraser von Lovat, entkam derHinrichtung. Dieser Umstand gab Diana Gabaldon die Idee ihremännliche Hauptperson Fraser zu nennen und natürlich ist er inihrem Roman der Offizier, der Culloden entkommt.


Nach Culloden fahren wir weiter nachInverness, wo wir aber nicht halten und dann auf die Halbinsel "BlackIsle". Dort habe ich gelesen, dass es die beste Möglichkeit inEuropa gibt, Delfine vom Ufer aus zu sehen. Also müssen wirunbedingt dort hin! Wir finden einen netten Campingplatz nur etwa 2kmvom "Chanonry Point", wo man die Delfine sehen soll und derBesitzer des Campingplatzes erzählt uns, dass unsere Chancen ambesten heute Abend gegen 6 Uhr sein sollen. Die Delfine kommennämlich meistens etwa eine Stunde nach dem Tiefstand der Ebbe in dieBucht.


Bis dahin ist noch etwas Zeit, alsogehen wir erst mal ins Dorf. Es ist nicht besonders bemerkenswert,aber es gibt immerhin eine interessante "Cathedral" aus dem12. Jahrhundert.




Nach unserem Spaziergang trinken wirnoch einen Tee und dann machen wir uns – wie immer viel zu früh –auf zum Chanonry Point. Doch wie gut, dass wir früh dran sind! Kurznach 5 nämlich schon, also etwa eine Stunde früher als erwartetsehen wir 3 Delfine durch die Bucht schwimmen" Sie sind richtignah am Ufer und wir können sie deutlich erkennen! Keiner von unsmacht allerdings ein Foto, dafür sind wir zu gebannt und die wenigenMinuten zu kostbar.


Danach warten wir auf weitere Delfinevergeblich, aber dafür leisten uns kleine Seehunde Gesellschaft.Besonders einer kommt ganz dicht ans Ufer und ist sehr neugierig.Immer wieder reckt er den Kopf aus dem Wasser!


Wir bleiben noch fast bis zumSonnenuntergang um kurz nach 6 Uhr, aber dann wird es uns doch zukalt und wir machen uns auf den Heimweg. Was für ein tollesErlebnis! Wann kann man schon einmal Delfine und Seehunde in freierWildbahn sehen! Wir sind ganz fasziniert.








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Antworten (2)

Katja
Wow.... was für eine beeindruckende Landschaft. und mal liest Eure Begeisterung mit jedem Wort. Glaub ich, dass das Erlebnis am Chanonry Point ergreifend war. Das erlebt man ja sonst nie. Freu mich auf morgen.

Ingeborg
es ist ganz toll,deine Berichte zu lesen

#schottland#culloden#chanonrypoint#inverness