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2025-07-27 Terceira, Azores

Published: 29.07.2025

Attraction
Furnas do Enxofre
Terceira, Portugal
Attraction
Algar do Carvão
Terceira, Portugal
Eat
Pôr do Sal
$ · Dinner
Eat
Riac-Büro Restaurant
$ · Lunch
Eat
Promenade in Biscoitos
$ · Dinner
Eat
Bäckerei in Biscoitos
$ · Snack
Eat
Restaurant in Calheta
$ · Lunch
Accommodation
Campingplatz Biscoitos
Tent · Biscoitos
Accommodation
Campingplatz Calheta
6 Nächte · Tent · Calheta
Bus
Biscoitos → Praia da Vitória
Linie 3
Bus
Biscoitos → Inselmitte Terceira
Linie 11
Stroll
Biscoitos → Alagoa
4.0 km · Küstenwanderung
27.7.25 Santa Cruz, Flores->Biscoitos, Terceria, Flug und Bus, 350km. Ich bin mal wieder schon um 5h wach und kann ich wieder einschlafen. Also stehe ich auf, koche eine Thermoskanne voll Kaffee und verbrenne das restliche Benzin im Grill, denn im Flugzeug darf ich es nicht mitnehmen. Gegen 7h steht Ulla auf, wir packen und frühstücken dann. Wir verabschieden uns von Ismail mit einem Trinkgeld und sind um 9:30h im Flughafen. Der Check-in geht schnell und reibungslos. Mit der Sicherheitskontrolle warten wir noch, weil der Wartebereich dahinter nicht zu gemütlich ist. Kurz nach 10h können wir die Maschine besteigen. Der Flug nach Terceria dauert eine Stunde. Wir fliegen über den Wolken, der Pico guckt wieder heraus. Auch in Lajes geht alles recht schnell, so dass wir noch 45 Minuten Zeit haben, bis der Bus kommt. In Biscoitos steigen wir an der Tankstelle aus und haben wieder Glück, das Einheimische gerade Benzin tanken wollen und uns einen halben Liter abgeben. So bleibt uns die Prozedur mit dem Tankautomat erspart. Der Navi zeigt uns einen 1km langen Weg zwischen Mauern durch Weinfelder. Auf dem Campingplatz wählen wir ein Feld zwischen Tischgruppen und Waschraum. Dort bauen wir das Zelt unter einem schattenspendenden Baum auf. Wir zahlen nur 12 Euro pro Nacht. Unser erster Spaziergang geht zum Strand. Hier ist der Parkplatz voll und richtig viel los. Zwischen den Lavasteinen sind mehrere Flächen zum Liegen betoniert und es gibt Rettungsschwimmer. Davor gibt es verschiedene Verkaufsstände, auch zwei mit frischem Obst und Gemüse. Wir kaufen spontan Kartoffeln und Möhren für einen Eintopf. In der geschützten Hafenbucht liegt nur ein Boot. Bis zum Ortszentrum geht es nun ein ganzes Stück bergauf. Im Supermarkt kaufen wir weitere Sachen ein und gehen dann zum Weinmuseum und dort auf den Turm. Nach dem Kochen und essen gehen wir noch mal zum Picknickplatz an den Strand. Hier halten wir es aber nicht lange aus, weil es kühler und windiger ist, als wir erwartet haben.
28.7.25 Biscoitos, Wanderung zum Lagoinha, 8km, 500hm. Wir können im Sonnenschein frühstücken und sind um 9 Uhr an der Haltestelle im Ort. Zuerst kommt Linie 11, die durch die Insel Mitte nach Angra fährt. Dann kommt Linie 3 zum Flughafen und nach Praia. Und dann unsere Linie 1 über die Küstenstraße nach Praia. Hinter Raminho ist die Straße seit 1½ Jahren durch einen Erdrutsch unterbrochen. Die Umleitung führt auf schmalen Straßen steil durch die Berge. Der Bus hat Mühe sie hoch zu kommen, anscheinend arbeitet der Motor nicht richtig. Der Busfahrer hält an und füllt Kühlwasser nach. Zwischendurch blockiert eine Kuhherde die Straße. An der Haltestelle in Terreio, an der wir aussteigen, bleibt der Bus länger stehen. Wir laufen los über kleinen Fahrwegen bis zum Wanderparkplatz auf 360 Meter. Hier beginnt der Rundweg zum Lagoinha. Um 12 Uhr sind wir am Kratersee, den man leider nur wenig durch Bäume sehen kann. Der Himmel ist grau und bedeckt. Ein Stück weiter am Gipfel setzen wir uns unter die Landmarke und essen das Müsli. Als eine größere Gruppe ankommt steigen wir wieder ab. Der Rückweg ist noch schöner als der Aufstieg. Er führt an einem steilen Kraterrand vorbei. Vom Parkplatz steigen wir nach Serreta ab. Wir schauen kurz in die Kirche und trinken einen Kaffee vor der Bar. Der nächste Bus kommt erst in drei Stunden, also halten wir den Daumen in die Luft, aber ohne Erfolg. Ich spreche ein Pärchen an, die auch die Kirche besichtigt haben. Es sind deutsche Touristen und sie nehmen uns bis zum nächsten Aussichtspunkt mit. So kommen wir wieder über die Umleitung bis nach Altare zum Pico Matias Simão oberhalb der Küste. Nun ist der Himmel wolkenlos und das Meer leuchtet blau. Nachdem wir zurück zur Hauptstraße gelaufen sind, hält schnell ein Auto an, das uns bis Biscoitos mitnimmt. Wir kaufen ein, stellen alles am Zelt ab gehen direkt weiter zum Naturbad. Leider hatte Ulla soeben feststellen müssen, dass man ihre Powerbank aus dem Waschhaus geklaut hat, deshalb will sie nun den Rucksack bewacht wissen und wir gehen abwechselnd schwimmen. Hier gibt es nicht so viele Fische zu entdecken, aber im langen Becken kann man gut schwimmen. Heute koche ich Reis mit Shrimps, Ananas und Mais. Wir sind beide sehr müde und gehen früh schlafen.
29.7.25 Biscoitos, Wanderung an der Gruta do Natal, 7km, 185hm. Heute fahren wir mit Bus Nummer 11 in die Insel Mitte, und laufen zur Gruta do Natal. Dort startet ein Rundweg durch die Krater und Lavalandschaft, die bei einem Ausbruch von 1740 entstanden ist. Der Parkplatz ist schon voll und es sind viele Leute unterwegs. Unter anderem eine Gruppe aus der Slowakei. Unterwegs nehmen wir ein paar Videos auf, die Ulla Antonia schickt. Die kleinen Seen unterwegs sind fast verlandet. Auf dem Weg durch die Laverfelder muss man aufpassen wohin man tritt und ein paar Stellen muss man klettern. Wir steigen zum Krater Gasper hinauf. Für eine schöne Aussicht muss man den Weg verlassen und noch weiterhin aufsteigen. Leider hat es sich zugezogen unter es fängt leicht zu nieseln an. Wir steigen zum Wald hinunter und machen dort Pause. Um 13:30h sind wir vor dem Lavatunnel, doch die Tür öffnet sich erst um 14h. Nach der Zahlung von 9 € pro Person und dem Helm auf dem Kopf dürfen wir als erste die Höhle betreten. Es gibt einen Rundweg von 600 m. Von der Decke fallen Tropfen vom schwarzem Gestein. Wo die Scheinwerfer an die Wände strahlen wachsen Flechten und Farne. Der Boden ist uneben und rau. Man muss aufpassen wo man hintritt. An einigen Stellen sind Stufen eingelassen. Es gibt ein paar Infotafeln, die auf besondere Strukturen der Lava hinweisen. Am Ende muss man ein paar Meter gehockt laufen und der Helm bewährt sich. Beim Rausgehen sehen wir, dass ich an der Kasse eine lange Schlange gebildet hat. Wir laufen zur Hauptstraße zurück. Dort steht ein alter gelber Twingo mit einem jungen Pärchen. Der Wagen springt nicht mehr an. Wir erklären, wie mein Wagen anschieben kann. Der junge Mann guckt erstaunt, lässt sich aber drauf ein und der Wagen springt tatsächlich an. Die beiden kommen nicht mehr zurück. Wir halten den Daumen in die Luft und das erste Auto hält direkt an. Unterwegs stoppen wir einmal, weil ich festgestellt habe, dass mein Rucksack offen ist und ich das Portemonnaie nicht sehe. Doch ich habe es nur in ein anderes Fach getan. In Altäre trinken wir einen Kaffee gehen kurz ins Heimatmuseum und in die Kirche. Dann spreche ich ein niederländisches Pärchen an und sie nehmen uns mit bis nach Biscoitos. Wir kaufen fürs Abendessen ein. Nach einer kurzen Pause koche ich Nudeln mit Hackfleisch, Zucchini und Tomaten. Unser etwas einfach gestrickter Nachbar leiht sich heute das Feuerzeug, weil er grillen will. Er kriegt das Holz aber nicht an. Zum Glück kommen noch zwei andere Männer vorbei, die ihm helfen, so dass ich in Ruhe weiter essen kann. Später gehen wir zum Ausguck ans Meer. Ich schreibe Tagebuch bis um 21h, dann dusche ich und lege mich zu Ulla ins Zelt.
30.7.25 Biscoitos, Bus Praia Victoria. Zum Sonnenaufgang stehe ich auf. Unser Nachbar Mario holt sich einen Kaffee ab und will unser Frühstück mit Chips ergänzen. Nach 9h Uhr warten wir auf Linie 3. In der Stunde Busfahrt steigen heute viele Leute ein und aus. Vor der Fußgängerzone trinken wir Kaffee und besichtigen dann zwei Kirchen. In der Nähe des Hafens steigen wir 286 Stufen zur Marienfigur hinauf. Die Aussicht unter blauem Himmel über den Hafen, die Stadt mit den roten Dächern bis hin zu den grünen Höhen ist schön. Am Sandstrand sind noch zwei Sonnenschirme frei. Die steuern wir nun an. Bis wir da sind ist nur noch einer frei und der ist eigentlich für Rollstuhlfahrer reserviert. Rucki zucki bin ich im Wasser und Ulla kommt hinterher. So ein Sandstrand hat auch was, wenn man nicht ständig aufpassen muss, wohin man tritt. Nach dem zweiten Bad gehen wir zur Promenade Sardinen essen. Wir schlendern weiter und holen uns ein Eis und fahren mit dem 16 Uhr Bus zurück in den kleinen Ortsteil oberhalb von Biscoitos. Vorbei an der Kirche und den hübsch angemalten Häusern stoppen wir bei der Bäckerei, auf dem Weg zum Camp. Dort gehen wir direkt durch zum Picknickplatz am Meer. Leider ist der Wind frisch, so dass Ulla nicht lange bleibt. Ich ziehe die Jacke an und leere noch das Bier.


31.7.25 Biscoitos Alagoa, küstenwanderung, 4km. In den Bergen hängen die Wolken, so bleiben wir an der Küste. Vom Campingplatz aus laufen wir nach Osten. Ich bin überrascht, dass hier auch noch Imbissbuden und Badestellen sind. An der Hauptstraße nimmt uns ein Lieferwagen bis zum Abzweig Alagoa mit. An der Straße, die nun zur Bucht führt, ist an der langen Mauer ein großes Gemälde mit Szenen aus dem Dorfleben. Vom Strand aus geht es hinauf zur Steilküste. Der Weg führt auf mehrere Zipfel mit schönen Ausblicken hinaus. Die Sonne kommt heraus und wir würden gerne im Schatten eine Pause mit Aussicht machen, aber so einen Platz finden wir nicht wirklich. Auch für den Rückweg können wir schnell ein Auto stoppen. Wir kaufen ein und trinken einen Kaffee. Die Lebensmittel stellen wir nur am Zelt ab und gehen direkt weiter zum Schwimmbad. Wir quetschen uns zwischen die Leute, damit wir auch einen Schattenplatz bekommen. Ich gehe zweimal ins Wasser, schnorchel aber heute nicht, weil mir zuletzt danach immer die Ohren weh taten und ich Schwindel hatte. Heute gibt es vegetarisch: Reis mit Erdnüssen, Paprika und Mais. Dann gehen wir wieder zum Schwimmbad und setzen uns zum Sundowner in die Bar. Kurz vor 21h verschwindet die Sonne stimmungsvoll hinter Wolken.


1.8.25 Biscoitos Furnas do Enxofre, 17,5 km. Wir fahren mit Linie 11 um 9:15h für je 1,91€ bis zur Insel Mitte. Bis zur Furnas do Enxofre sind es 2km auf der Straße. Direkt am Parkplatz sind die ersten Dampfwolken zu sehen. Ein kleiner Rundweg führt um die größeren Furnas, die teilweise nach Schwefel riechen. Als wir unsere Wanderung starten, kommt ein großer Reisebus. Es geht über die mit Büschen bewachsenen Höhen und einen einen Hang hinunter zum Eingang der Höhle Algar do Carvão, die aber wegen Umbauten geschlossen ist. Nach einem weiteren Bergrücken schauen wir auf das Thermal-Kraftwerk. Mitunter qualmt und zischt es hier laut. Wir beschließen den Wanderweg zu verlassen, umrunden das Kraftwerk und laufen Richtung Meer hinunter nach Biscoitos. Das letzte Stück vor dem Ort steigen wir auf einen Weg ab, der etwas zugewachsen ist. Aber umgefallene Bäume wurden zersägt und so kommen wir gut durch. Nach zwei Stunden Pause auf dem Campingplatz gehen wir ins Restaurant Pôr do Sal und Essen lecker Fisch. Ulla wählt Offshore-Rockfish und ich Oktopus. Dann holen wir uns nebenan ein Eis und gehen rüber zum Hafen. Dort beobachten wir, wie drei Fischer mit ihrem Boot zurückkommen, das Boot aus dem Wasser holen und die ganze Ladung auf den Pickup umladen. Im Fang sind auch Moränen. Im Sonnenuntergang gönnen wir uns noch ein Getränk.

2.8.25 Biscoitos, Terceria->Calheta, São Jorge, 160km. Nach dem Frühstück und packen, stehen wir um 9 Uhr an der Haltestelle, um festzustellen, dass samstags Linie 11 nicht fährt. Also umrunden wir die Inseln nördlich mit Linie 1. So fahren wir auch noch einmal die Umleitung hinauf in die Berge. Ab Santa Barbara ist die Küste mehr gebaut. In Angra steigen wir nicht am Busbahnhof aus, weil wir hoffen, dass der Bus noch zum Hafen fährt. Tut er aber nicht. Stattdessen geht's über die Umgehungsstraße in den oberen Stadtteil. Dadurch ist der Weg zum Hafen doppelt so lang. Auf dem zentralen Platz legen wir eine Kaffeepause ein. Nachdem wir das Hafenbecken umrundet haben, suchen wir einen Platz zum Abstellen der großen Rucksäcke. Wir werden im Restaurant fündig, wo wir auch später Mittagessen werden. Nun können wir leichter eine Runde durch die Stadt drehen. Wir kommen an verschiedenen Kirchen, dem Museum, einen Park und hübschen Häusern vorbei. Jetzt sind wir fast wieder am Busbahnhof, wo wir hätten aussteigen können. Im Supermarkt kaufen wir ein und setzen uns mit einem Bier auf die hohe Mauer über der Bucht mit Blick über den Strand und den Hafen auf die Festung. Im Riac-Büro können wir die Fahrkarten für die Fähren nach Pico und die Rückfahrt kaufen. 97 Euro. Im Restaurant wollen wir Thunfisch essen, der ist aber aus. So bestellen wir einen anderen Fisch und bekommen Sardinen. Geschmacklich kommt das Essen lange nicht an das von gestern Abend heran, es gleicht mehr einem Kantinenessen. Die kleine kompakte Fähre legt an und wir können an Deck gehen. Während die Autos noch rückwärts hinein gepuzzelt werden mache ich einen Nickerchen. Gemeinsam schauen wir, wie sich der Terceria entfernt. Bis São Jorge zu sehen ist, lese ich. Vom Leuchtturm an der Südspitze ziehen sich die Küste steil bis auf 600 Meter hinauf. Es sind nur wenige Häuser zu sehen. In Calheta muss die Fähre wieder rückwärts anlegen. Ulla hat uns ein Taxi bestellt, es kommt nach zehn Minuten und bringt uns für zehn Euro die drei Kilometer zum Campingplatz. Der liegt direkt am Meer und die Bar ist gut besucht. Wir buchen für sechs Nächte und können uns einen Platz aussuchen. Wir stellen das Zelt unter Bäumen Richtung Waschhaus. Mit einem kühlen Bier in der Hand schauen wir in den Sonnenuntergang. Das hat ja alles wieder super geklappt!

At a glance

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Budget
€97 In total
Weather
Summer
Accompaniment
For two (2)
AdventurousRelaxingOff the beaten track
  • Höhlenbesuch mit Helm und Rundweg
  • Wanderung zu den Furnas do Enxofre
  • Baden am Sandstrand bei Biscoitos
  • Fährüberfahrt von Terceira nach São Jorge
  • Campingplatz direkt am Meer
HelmRucksackZeltJacke
NatureBeachEatRoad tripTransit
  • Fahrkarten für Fähren nach Pico und Rückfahrt€97
  • Taxi von Calheta zum Campingplatz€10
  • Buslinie 11 zur Inselmitte€2
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