2025-02-26 Wanaka, New Zealand
Over the Crown Pass to Wanaka


Published: 01.03.2025













1.3.25 Makarora Wwoof 1.Tag. Ich mache den Sonnengruß im Wohnwagen und gehe dann hinüber zum Haus. Hier ist doch alles ruhig und ich diktiere mein Tagebuch. Als Christine in die Küche kommt, mache ich mir vier Toast mit Erdnussbutter und Marmelade. Danach zeigt sie mir verschiedene Dinge, die ich zwischendurch selbstständig machen kann: Kuhdung aufsammeln für die Regenwurmzucht, eine bestimmte Pflanze auf der Weide ausreißen, und die Zäune kontrollieren. Gemeinsam gehen wir dann die Hühner füttern und auf eine Weide an der Straße. Hier wächst der giftige Tutu, er hat schon mehreren Lämmern das Leben gekostet. Ich soll ihn möglichst tief abschneiden, merke aber schnell, dass er sich teilweise mit Wurzel ausreißen lässt. Hier arbeite ich zwei Stunden, bis ich eine Pause brauche und mich die Sandflies so viel stechen. Ich esse mein Müsli und versuche ein Nickerchen im Wohnwagen. Christin arbeitet immer noch am Computer und möchte möglichst nicht gestört werden. Die zweite Aufgabe, die ich angehe, ist ein neues Gemüsebeet möglichst kreisrund abzustechen. Ich schlage einen Pfahl in der Mitte und binde den Spaten im passenden Radius an ein Seil. Wenn nicht so viele Steine im Boden wären, wäre das eine schöne, leichte Arbeit. Aber so dauert es fast drei Stunden bis ich mit Spaten und Spitzhacke einmal rundherum bin. In der Zwischenzeit hat sich der Himmel zugezogen und es fängt an zu regnen. Der Border Collie, das Schaf und das Pony stellen sich auf der Terrasse unter, wobei das Pony sich nur mit zwei Beinen auf das Holz wagt. Ich sitze mit John am Tisch und Christine macht Dinner. Mein Magen knurrt und es ist schon 21:30h als wir endlich essen. Ich helfe noch John beim Abwasch und gehe dann in den Wohnwagen schlafen.
2.3.25 Makarora Wwoofing 2.Tag. Ich starte wieder mit dem Sonnengruß im Wohnwagen und gehe dann rüber ins Haus. Heute mache ich mir zu den Toast auch Rührei, denn Eier gibt es hier reichlich. Dann arbeite ich wieder über zwei Stunden am Tutu. Ich entscheide mich, ihn mit den Wurzeln aus zu graben und zwar auch gut 50 cm hinter dem Zaun. So schaffe ich zwar nur zehn Meter, hoffe aber, dass meine Arbeit nachhaltiger ist. Nach der Mittagspause stecke ich die Weidenzaunpfosten um das kreisrunde Beet. Den orangenen Zaun befestige ich aber nur provisorisch, erst soll Christine einmal gucken, ob so alles richtig ist. Am späten Nachmittag nagel ich dann noch einen Abstandhalter für das Gewächshaus zusammen. Das Abendessen ist wieder sehr lecker. Es gibt zwei große Stücke Fleisch und viel verschiedenes, geschmortes Gemüse. Im Anschluss möchte ich mehr über Christines Werdegang erfahren, aber ein richtiges Gespräch kommt leider nicht in Gang. Mittwoch soll das Wetter wieder trockener werden, dann möchte ich über den Pass nach Haast an die Westküste fahren.
3.3.25 Makarora 3.Tag. Es ist bedeckt und leicht rechnerisch. Sonnengruß im Wohnwagen, zwei Eier zum Frühstück und zwei Toast mit Erdnussbutter. Das ist schon ein bisschen Routine. Mit Christine schaue ich mir das kaputte Dach vom Hühnerstall an, und suche dann Werkzeug zusammen, das an mehreren Stellen in der Garage verteilt liegt. Leider gibt es keinen großen Vorrat an Schrauben oder Nägel. Zuerst nehme ich das Dach ab um es dann stabiler wieder abzuschrauben. Das Loch im Dach kann ich mit einem Bitumenklebestreifen schließen. Damit das Pause fahren wir gemeinsam so zwei Stellen die Fallen kontrollieren. Die App hat gemeldet dass sie geschlossen sind, aber sowohl am Fluss als auch an der Straße hinter dem Wonderland sind die Käfige zu, aber nichts drin. Wir treffen zwei Tschechen, die den Fluss zum Youngtal überqueren wollten. Sie haben umgekehrt, weil ihnen die Strömung zu stark war. Nun fahren Sie auf der Ladefläche mit und können Ihr zählt auf der Farm aufbauen. Morgen wollen Sie einen neuen Versuch starten. Am Nachmittag erneuere ich noch den Einlegeboden im Hühnerstall. Christine muss zwischen verschiedenen Platten wählen. Sie entscheidet sich für eine Art Rigipsplatte. Ich Säge sie passen mit dem Fuchsschwanz zu und Puzzle sie vor Ort hinein. Der Fuchsschwanz leidet ganz schön. Das Abendessen ist wieder sehr lecker. Aus Deutschland kommen Bilder von Karnevalsumzügen und bei mir kommt ein bisschen Heimweh auf.
4.3.25 Makarora Wwoof 4.Tag. Ich ignoriere den Wecker, weil ich noch müde bin, aber mein Darm treibt mich aus dem Bett. Bevor ich den Sonnengruß auf der Terrasse mache, beseitige ich die Köttel von Charlie. Nach dem Frühstück gucke ich mir den Zaun vom Hochbeet an, weiß aber auch nicht, was man da besser machen kann. Ich schnappe mir die Schubkarre und will getrocknete Kuhfladen aufsammeln, doch Christine meint, ich solle lieber aus dem kreisrunden Beet die Grassoden entfernen. Das mache ich dann bis um 12h. Dann hängen wir gemeinsam die Schiebetür zur Terrasse aus, damit Christine eine Rolle tauschen kann. Das Wiedereinsetzen, ist dann schwieriger. Zuerst muss nun die Höheneinstellung verändert und dann wieder zurückgesetzt werden. Ich esse mein Müsli und baue mir dann aus einer gefundenen Spiegelscherbe, einem Ast, einem Stück Leiste, Seil und Tape einen neuen Spiegel fürs Fahrrad. Das verlorene Stück vom Ständer wird durch eine Gewindestange ersetzt. Bevor wir um 3pm zum Cup of Tea losfahren, helfe ich noch Christina die Kühlbox mit Fleisch zu packen, dass sie an die Gastgeber verkaufen wird. Auf dem Wege schauen wir an der Falle vorbei, bei der wir gestern schon waren. Heute ist tatsächlich ein Igel, m, drin und das Gewehr kommt zum Einsatz. Vor dem Ort Lake Hawea wird der Pickup in der Werkstatt repariert. Ich laufe in der Zeit zum Supermarkt und kaufe ein paar Lebensmittel für morgen ein und eine Packung Eis, die wir uns dann anschließend teilen. Christine fragt, ob ich noch Lust habe schwimmen zu gehen. Und ich antwortete natürlich mit ja, habe aber keine Badehose dabei. Aber das wäre kein Problem. Also gehe ich nackig schwimmen. Obi ist schon im Wasser das Stöckchen holen und Christine kommt mit Kleidung nach. So erfrischt erreichen wir die Freunde. Zwischen Obstbäumen ist die Tafel gerichtet, wird dann aber noch mal in die Sonne verstellt. Mendo und sein Freund singen 5 Lieder zur Gitarre, während sich die ankommenden Gäste angeregt begrüßen. Zum Essen gehen wir dann doch wieder in das gemütliche Holzhaus hinein. Vor 12 Jahren haben sie es erworben und nur Kleinigkeiten umgebaut. Im Garten, auf einer kleinen Anhöhe, steht auch eine Jurte die man über Airbnb mieten kann. Das Buffet ist reichhaltig, jeder hat was mitgebracht. Und am Ende wird es kaum Reste geben. Hier und da kann ich mich auch am Smalltalk beteiligen. Mit einer Schweizerin könnte ich sogar Deutsch sprechen, aber sie ist zu sehr mit ihren Freundinnen beschäftigt. Kurz nach 21 fahren dann die letzten Gäste und wir packen noch die Fleischstücke in die Tiefkühltruhe. Auf der Rückfahrt nicker ich zweimal ein, werde aber pünktlich zum Tore aufmachen wieder wach. Wir besprechen noch meine Abreise morgen und wünschen uns eine gute Nacht.
