2025-01-05 Vietnam, Ninh Binh
Boat trip to Thrang An,


Published: 11.01.2025





























12.01.2025 Cat Ba, Wanderung im NP, 12km u Rad zum SU, 33km. Ich starte wieder mit dem Sonnengruß zum Sonnenaufgang am Strand. Nach der Geburtstagsfeier gestern, kommt die Küche heute morgen nur langsam in Gang. Um 8 Uhr bekomme ich meine Nudelsuppe und quatsche danach mit der deutschen Familie. Sie waren gestern mit einem Guide im Nationalpark und sind mit dem Boot zurückgekommen. Die Möglichkeit habe ich nicht, wenn ich mit dem Fahrrad hinfahre. Als ich um 9: 30 Uhr starte, steht die Chinesen mit dem Rennrad am Hostel. Sie sagt, dass sie auch noch auf mich gewartet habe, und dann ein anderes Hotel gefunden hat und heute auch zum Park will. Wir starten gemeinsam, und zweimal warte ich auf sie, weil sie aus irgendwelchen Gründen angehalten hat, doch dann ist sie wieder ganz verschwunden. Diesmal hinter mir. Nun habe ich keine Lust mehr zu warten und sie ist mir sowieso zu hibbelig. So setze ich meine Tour alleine fort. Ich radle die Straße hinter der Baustelle vom Dschungelcamp hinauf. Vor dem Park muss ich wieder fürs Abstellen des Fahrrads bezahlen und der Eintritt für den langen Weg kostet 160000Ð. Ich will bis zu dem Dorf und zurück laufen. Man sagt mir, dass man dafür 6 bis 8 Stunden benötigt. Das kommt mir etwas lang vor, aber als ich später nach zwei Stunden erst die Hälfte des Weges geschafft habe, wird mir klar, dass es wirklich so lange dauert. Zu Anfang ist der Weg eine schmale asphaltierte Straße, die dann in einen gepflasterten Weg übergeht, den der Dschungel teilweise wieder überwachsen hat. Es geht richtig steil bergauf und bergab mit vielen hohen Stufen. Nach einem Drittel des Weges mache ich Mittagspause. So langsam muss ich erkennen, dass ich mir für heute zu viel vorgenommen habe. Einige Bäume laden zu Fotosessions ein. Ich komme an einem verlassenen Haus auf Stelzen vorbei. Es es hat morbiden Charm und könnte in die Liste der Lost Places aufgenommen werden. Nach der zweiten Pause am ausgetrockneten frog pond drehe ich um. Den Rückweg bewältige ich mit zügigen Schritten. Auf dem Weg mit dem Rad über die Höhen nach Cat Ba, gibt es noch eine Tropfstein Höhle zu besichtigen. Das Interessante ist, in der Höhle ist es wärmer als draußen und meine Brille beschlägt von der feuchten Luft. In Cat Ba fahre ich an der riesen Baustelle vorbei, von der mir schon erzählt wurde. Tatsächlich die ganze Bucht zugeschüttet worden, und es entsteht ein neues Ressort. Die Hotels, die mal in erster Reihe standen, werden dadurch in die vierte oder fünfte Reihe gerückt. Am Ende der Baustelle finde ich ein Restaurant, von dem man noch einen schönen Blick auf den Rest der Bucht hat. Hier setze ich mich in die erste Reihe und genieße den Sonnenuntergang bei Bruschetta und zwei Bier. Den Rückweg muss ich wieder im Dunkeln fahren, dabei fahre ich einmal im Kreis, was ich erst bemerke, als ich wieder an dem ehemaligen Hafenportal vorbeikomme. Ich kaufe noch Lebensmittel fürs Frühstück morgen, da möchte ich früh starten, bevor die Küche auf hat. Mit einem Bier setze ich mich an den Pool, doch es wird mir schnell kalt. Also warm duschen und ab ins Bett. Die Füße bekommen sogar eine Wärmeflasche, trotzdem wollen sie nicht warm werden.
13.1.25 Cat Ba-> Fähre nach Ha Long -> Cam Phong, 65km. Häufig, wenn ich mir einen Wecker stelle, schlafe ich unruhig. So auch diesmal. Um 5: 50 Uhr schleiche ich mich aus dem Zimmer, muss aber noch zweimal zurück, weil ich Schlafsack und Zelt unterm Bett, und die Wasserflasche vergessen habe. 6:30 Uhr fahre ich los und mache bei einem Rastplatz an der Küste den Sonnengruß. In die Sonne komme ich aber erst nach dem Abzweig vor dem Nationalpark. Hier sind noch zwei, drei Steigungen zu bewältigen, bevor es nach Gia Luan hinunter geht. Hier esse ich eine Suppe. Auf dem Weg zum Hafen sind zwei Männer damit beschäftigt die Grenzsteine mit neuen roten Streifen zu versehen. Wie viele Streifen es wohl bis zum Hafen sind? Dort angekommen habe ich eine Dreiviertelstunde Zeit. Ich setze mich in die Sonne und diktiere den Blog. Der Ticketschalter macht erst auf, als die Fähre schon angelegt hat. 50.000 kostet die Überfahrt. Es sind nur ein Dutzend Leute auf dem Schiff. Die Überfahrt dauert eine Stunde, und führt noch mal durch viele Inseln hindurch, genauso wie bei der Bootstour vorgestern. In der Ferne, über den Hochhäusern von Ha Long, ist deine Wolke von Feinstaub zu sehen. Die Fähre legt an der Insel Hau Dau Go an. Bei der Fahrt zum Festlanddamm komme ich an einer großen King Kong Figur vorbei, die wohl zu einem Park gehört. Ich fahre ein Stückchen in den Park hinein, um ein Foto zu machen, und denke noch, hier ist ja gar kein Aufpasser, da kommt sie auch schon um die Ecke und schickt mich zurück. Auf der Hauptstraße geht es hinauf zu der großen Hängebrücke. Dahinter steht auf dem Berg ein riesiges Rad. Ich denke erst es wäre ein Riesenrad, aber es fehlen die Gondeln. Es nennt sich Sunwheel. Vermutlich leuchtet es in der Nacht. (Ich habe gerade mal im Internet geguckt, da sind auf den Fotos schon Gondeln zu sehen.) Von hier aus geht es runter an die Promenade. Sie ist riesig breit und leer. Ich fahre die ganze Küste entlang und komme an einem futuristischen, weißen Gebäude vorbei, das ein bisschen an einen Wal erinnert. Etwas weiter wurde richtig feiner weißer Sand angeschüttet. Ich setze mich unter die gepflanzten Palmen und habe einen fantastischen Blick auf die kleinen abgerundeten Inseln. Ich beschließe den Nachmittag hier in der Sonne zu verbringen und buche das Hotel im 20 km entfernten Cam Pha. Die Straße dahin wurde auch komplett neu entlang der Küste gebaut. Wahnsinn, was der Staat hier am Großprojekte und Infrastruktur investiert hat. Was wohl alleine das Kilometer lange Geländer gekostet haben mag.Vor Cam Pha fahre ich an einem großen Stahlwerk vorbei. Förderbänder laufen weit ins Meer hinaus zu einer Umladestation. Weiter östlich liegen vor den Inseln viele Fischerboote und teils auch Zuchtfarmen. Während die Sonne langsam untergeht beobachte ich das Treiben auf dem Wasser. Im Hotel Hongkong bin ich wohl der einzige Gast. Nachdem ich geduscht habe fahre ich wieder zum Ufer, in der Hoffnung, dort ein Fischrestaurant zu finden. Hier sind aber nur Fischgeschäfte, die gerade schließen. So gibt es mal wieder Nudelsuppe in der Stadt. Im Laden nebenan kann ich meinen Vorrat an Bonbons erweitern und nehme auch noch zwei Bier mit aufs Zimmer. Den Blog schaffe ich wieder nicht fertig, weil mir die Augen zufallen.
14.1.25 Cam Pha-> Dinh Lap, 100km, 494hm. In der Nacht war mir die dünne Decke zu wenig und ich habe meinen Schlafsack ausgepackt. Jetzt habe ich den Sonnengruß auf dem Zimmer gemacht und starte um 7 Uhr. Die ersten Kilometer fahre ich am Strand entlang. Da stehen doch tatsächlich Flamingos im Wasser, und einen russischer Bulli dient als Hingucker im Sand. Kunst oder Kitsch? Die Sonne lukt ein bisschen durch die Wolken, ansonsten bleibt es heute meistens grau. Das Navi führt mich auf staubigen Nebenstraßen durch Industriebrachen und Brachland an der Küste. Immer habe ich Sorge, dass der Weg nicht weiter führt. Vor einem großen Werk lande ich wieder auf der Hauptstraße und mache Stopp an der Tempelanlage in Cua Ong. Gestern hatte ich, beim Blick auf die Karte, überlegt, ob ich hier mein Zelt aufstellen könnte. Gut dass ich mich fürs Hotel entschieden hatte, denn das wäre hier nicht möglich gewesen. Vom kaiserlichen General Denkmal, Trần Quốc Tảng, aus, bietet sich ein Blick über einen Mix von Kultur, Natur und Industrie. Gleich ein Stück weiter bekomme ich mein Frühstück und es geht gestärkt die ersten kleinen Anhöhen hinauf zu einem großen Kraftwerk. Weiter geht es auf der Hauptstraße 48. Ich habe immer wieder kurzen Blick auf die lagunen Landschaft, die mir teilweise wie ein See vorkommt. Mir fallen ganz viele Ford Pickup Ranger auf. Meistens in metallic goldbraun. Ich vermute, dass es hier in Vietnam ein Ford Werk gibt. Dagegen habe ich hier in Vietnam erst ein Dreirad, und seit Hai Phong keine einzige katholische Kirche mehr gesehen. Es ist schon verwunderlich, wie sich die einzelnen Regionen unterscheiden. Ich mache Mittagspause bei einer Raststätte, vor der viele LKWs stehen. Nachdem ich auf die 18 abgebogen bin, habe ich einen kräftigen Rückenwind und komme super schnell voran. So kann ich die 100 Kilometer bis nach Dinh Lap gut schaffen. Einmal halte ich bei einem Mann an, der aus Bambusstreifen Körbe flechtet. Er ist sehr freundlich, aber die Kommunikation mit dem Translator klappt leider nicht. So weiß ich nicht, wofür diese Geflechte sind, vielleicht um Hühner zu transportieren? Die Berge hier sind größtenteils komplett gerodet und abgefämmt. An anderen Stellen wird wieder neu aufgeforstet. Mehrmals sehe ich Baumschulen, wo die Setzlinge gezüchtet werden. Von einem Vietnamesen erfahre ich, dass es Akazien sind. Jede Familie kann einem Berg pachten und bewirtschaften. Die Straße wird hier über viele Kilometer ausgebaut. Bei einigen Häusern wird sie fast durchs Wohnzimmer führen. Wie die betroffene Menschen wohl damit umgehen. Um 17 Uhr komme ich in Dinh Lap und finde mit Google Map schnell ein Hotel für 250kÐ. Nach dem Duschen esse ich auf der Straße ein Spieß gegrilltes und Brot. Mein Feierabendbier trinke ich wieder auf dem Zimmer.
