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2025-01-11 Cat Ba, Vietnam

Published: 11.01.2025

Ferry
Cat Ba → Hạ Long
Vietnam
Bike tour
Cat Ba → … → Dinh Lap
165 km
Attraction
Cat Ba Bootstour
Cat Ba, Vietnam
Attraction
Tropfstein Höhle
Cat Ba, Vietnam
Attraction
Tempelanlage in Cua Ong
Cua Ong, Vietnam
Eat
Restaurant mit Blick auf die Bucht
$ · Dinner
Accommodation
Hotel Hongkong
Hotel · Cam Pha
Eat
Nudelsuppe in der Stadt
$ · Dinner
Accommodation
Hotel in Dinh Lap
Hotel · Dinh Lap
11.1.25 Cat Ba, Bootstour. Ich bin früh wach und schleiche mich aus dem Zimmer. Am Strand mache ich zum wunderschönen Sonnenaufgang den Sonnengruß. Ich bestelle eine Suppe und muss mich etwas beeilen, weil ab 8 Uhr das Taxi zum Hafen kommen kann. Der Transfer ist bei der gebuchten Bootstour inklusive. Am Hafen empfängt uns der Guide und führt uns zu einer Gruppe von 20 Leuten. Ich nehme Kontakt zu einem deutschen Pärchen und einer Spanierin auf. Wir setzen uns gemeinsam zur Einführung an einen Tisch. Direkt hinter dem Hafen liegt das schwimmende Dorf. Hier leben Fischer und Fischzüchter das ganze Jahr über in der geschützten Bucht. Die Tour führt durch die Lan Bucht an vielen kleinen Inseln vorbei, von denen nur 20% einen Namen haben. Ich stehe mit der Spanierin oben an Deck und wir trotzen dem Wind. Nach einer guten Stunde steigen wir um aufs Kanu. Gegen die Strömung paddeln wir durch zwei Höhlen. Durchfahrt schaffen nur zwei Boote weil der Wasserstand sehr niedrig und die Strömung so stark ist. Ein Boot hat Affen gesichtet, die ich aber nicht entdecken kann. Zurück geht es auf dem gleichen Weg, nun aber mit der Strömung. Meine Hose ist doch ordentlich nass geworden und bekommt Salzränder. Wir fahren ein Stück weiter und vor Anker liegend, bekommen wir Mittagessen serviert. Leider setzt sich das deutsche Pärchen an einen anderen Tisch. Sitze ich mit der Spanierin und drei Leuten aus Korea zusammen. Das Essen ist so viel und reichhaltig, dass wir nur die Hälfte schaffen und ich bin der letzte der aufhört zu essen. Danach mache ich einen Deck ein Nickerchen, während das Boot ein Stück weiter fährt. Der nächste Stopp ist in der badebucht. Nur ein in den Niederlanden lebender Grieche und ich ins Wasser, wobei ich voraus schwimme. Vor dem Sandstrand legen scharfe feldstücke im Wasser, an denen wir uns verletzen. Ich zum Glück nur wenig. Obwohl die Sonne rauskommt friere ich, krieche aber einmal durch die Höhle zur anderen Seite der Bucht. Gemeinsam schwimmen wir wieder zurück zum Boot. Zum Abschluss mache ich noch einen Köpper vom Deck und gehe dann unter die Dusche. Bei der Rückfahrt kommt nun endlich die Sonne mehr heraus und das Wasser leuchtet. Wir erhalten an der Fischzuchtfarm und der Guide füttert die verschiedenen Fische, die unterschiedlich gefräßig sind. Einige Leben schon zehn Jahre in diesen mit Netzen abgetrennten Becken. Die Erklärung sind alle nur auf Englisch, aber ich habe verstanden, dass bei Krankheiten die Fische gewaschen werden müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, hier zu leben. Im Sommer sind sie der ganzen Zeit der Sonne ausgesetzt. Vor manchen schwimmenden Holzhäusern stehen Pflanzenkübel um es sich etwas gemütlicher zu machen. Wir fahren noch zur Monkeyinsel. Von anderen Booten sind Leute ans Ufer geschwommen und die Affen kommen gucken, ob es was zu fressen gibt. Die Sonne steht nun schon tief und verschwindet hinter den Bergen, als wir zurück zum Hafen fahren. Mit dem Taxi geht es zurück zum Hostel. Hier trinke ich mir erstmal ein Bier. Als ich dann Essen bestellen möchte, erfahre ich, dass es heute nichts gibt, weil sie eine Geburtstagsfeier versorgen müssen. Da trinke ich mir noch ein Bier mit den beiden deutschen motorradfahrern haben Grillplatz. Da ich noch Hunger habe, gehe ich zum nächsten Restaurant am Strand und esse dort eine Portion Pommes. Heute Nacht sind wir zu dritt im Schlafsaal.


12.01.2025 Cat Ba, Wanderung im NP, 12km u Rad zum SU, 33km. Ich starte wieder mit dem Sonnengruß zum Sonnenaufgang am Strand. Nach der Geburtstagsfeier gestern, kommt die Küche heute morgen nur langsam in Gang. Um 8 Uhr bekomme ich meine Nudelsuppe und quatsche danach mit der deutschen Familie. Sie waren gestern mit einem Guide im Nationalpark und sind mit dem Boot zurückgekommen. Die Möglichkeit habe ich nicht, wenn ich mit dem Fahrrad hinfahre. Als ich um 9: 30 Uhr starte, steht die Chinesen mit dem Rennrad am Hostel. Sie sagt, dass sie auch noch auf mich gewartet habe, und dann ein anderes Hotel gefunden hat und heute auch zum Park will. Wir starten gemeinsam, und zweimal warte ich auf sie, weil sie aus irgendwelchen Gründen angehalten hat, doch dann ist sie wieder ganz verschwunden. Diesmal hinter mir. Nun habe ich keine Lust mehr zu warten und sie ist mir sowieso zu hibbelig. So setze ich meine Tour alleine fort. Ich radle die Straße hinter der Baustelle vom Dschungelcamp hinauf. Vor dem Park muss ich wieder fürs Abstellen des Fahrrads bezahlen und der Eintritt für den langen Weg kostet 160000Ð. Ich will bis zu dem Dorf und zurück laufen. Man sagt mir, dass man dafür 6 bis 8 Stunden benötigt. Das kommt mir etwas lang vor, aber als ich später nach zwei Stunden erst die Hälfte des Weges geschafft habe, wird mir klar, dass es wirklich so lange dauert. Zu Anfang ist der Weg eine schmale asphaltierte Straße, die dann in einen gepflasterten Weg übergeht, den der Dschungel teilweise wieder überwachsen hat. Es geht richtig steil bergauf und bergab mit vielen hohen Stufen. Nach einem Drittel des Weges mache ich Mittagspause. So langsam muss ich erkennen, dass ich mir für heute zu viel vorgenommen habe. Einige Bäume laden zu Fotosessions ein. Ich komme an einem verlassenen Haus auf Stelzen vorbei. Es es hat morbiden Charm und könnte in die Liste der Lost Places aufgenommen werden. Nach der zweiten Pause am ausgetrockneten frog pond drehe ich um. Den Rückweg bewältige ich mit zügigen Schritten. Auf dem Weg mit dem Rad über die Höhen nach Cat Ba, gibt es noch eine Tropfstein Höhle zu besichtigen. Das Interessante ist, in der Höhle ist es wärmer als draußen und meine Brille beschlägt von der feuchten Luft. In Cat Ba fahre ich an der riesen Baustelle vorbei, von der mir schon erzählt wurde. Tatsächlich die ganze Bucht zugeschüttet worden, und es entsteht ein neues Ressort. Die Hotels, die mal in erster Reihe standen, werden dadurch in die vierte oder fünfte Reihe gerückt. Am Ende der Baustelle finde ich ein Restaurant, von dem man noch einen schönen Blick auf den Rest der Bucht hat. Hier setze ich mich in die erste Reihe und genieße den Sonnenuntergang bei Bruschetta und zwei Bier. Den Rückweg muss ich wieder im Dunkeln fahren, dabei fahre ich einmal im Kreis, was ich erst bemerke, als ich wieder an dem ehemaligen Hafenportal vorbeikomme. Ich kaufe noch Lebensmittel fürs Frühstück morgen, da möchte ich früh starten, bevor die Küche auf hat. Mit einem Bier setze ich mich an den Pool, doch es wird mir schnell kalt. Also warm duschen und ab ins Bett. Die Füße bekommen sogar eine Wärmeflasche, trotzdem wollen sie nicht warm werden.

13.1.25 Cat Ba-> Fähre nach Ha Long -> Cam Phong, 65km. Häufig, wenn ich mir einen Wecker stelle, schlafe ich unruhig. So auch diesmal. Um 5: 50 Uhr schleiche ich mich aus dem Zimmer, muss aber noch zweimal zurück, weil ich Schlafsack und Zelt unterm Bett, und die Wasserflasche vergessen habe. 6:30 Uhr fahre ich los und mache bei einem Rastplatz an der Küste den Sonnengruß. In die Sonne komme ich aber erst nach dem Abzweig vor dem Nationalpark. Hier sind noch zwei, drei Steigungen zu bewältigen, bevor es nach Gia Luan hinunter geht. Hier esse ich eine Suppe. Auf dem Weg zum Hafen sind zwei Männer damit beschäftigt die Grenzsteine mit neuen roten Streifen zu versehen. Wie viele Streifen es wohl bis zum Hafen sind? Dort angekommen habe ich eine Dreiviertelstunde Zeit. Ich setze mich in die Sonne und diktiere den Blog. Der Ticketschalter macht erst auf, als die Fähre schon angelegt hat. 50.000 kostet die Überfahrt. Es sind nur ein Dutzend Leute auf dem Schiff. Die Überfahrt dauert eine Stunde, und führt noch mal durch viele Inseln hindurch, genauso wie bei der Bootstour vorgestern. In der Ferne, über den Hochhäusern von Ha Long, ist deine Wolke von Feinstaub zu sehen. Die Fähre legt an der Insel Hau Dau Go an. Bei der Fahrt zum Festlanddamm komme ich an einer großen King Kong Figur vorbei, die wohl zu einem Park gehört. Ich fahre ein Stückchen in den Park hinein, um ein Foto zu machen, und denke noch, hier ist ja gar kein Aufpasser, da kommt sie auch schon um die Ecke und schickt mich zurück. Auf der Hauptstraße geht es hinauf zu der großen Hängebrücke. Dahinter steht auf dem Berg ein riesiges Rad. Ich denke erst es wäre ein Riesenrad, aber es fehlen die Gondeln. Es nennt sich Sunwheel. Vermutlich leuchtet es in der Nacht. (Ich habe gerade mal im Internet geguckt, da sind auf den Fotos schon Gondeln zu sehen.) Von hier aus geht es runter an die Promenade. Sie ist riesig breit und leer. Ich fahre die ganze Küste entlang und komme an einem futuristischen, weißen Gebäude vorbei, das ein bisschen an einen Wal erinnert. Etwas weiter wurde richtig feiner weißer Sand angeschüttet. Ich setze mich unter die gepflanzten Palmen und habe einen fantastischen Blick auf die kleinen abgerundeten Inseln. Ich beschließe den Nachmittag hier in der Sonne zu verbringen und buche das Hotel im 20 km entfernten Cam Pha. Die Straße dahin wurde auch komplett neu entlang der Küste gebaut. Wahnsinn, was der Staat hier am Großprojekte und Infrastruktur investiert hat. Was wohl alleine das Kilometer lange Geländer gekostet haben mag.Vor Cam Pha fahre ich an einem großen Stahlwerk vorbei. Förderbänder laufen weit ins Meer hinaus zu einer Umladestation. Weiter östlich liegen vor den Inseln viele Fischerboote und teils auch Zuchtfarmen. Während die Sonne langsam untergeht beobachte ich das Treiben auf dem Wasser. Im Hotel Hongkong bin ich wohl der einzige Gast. Nachdem ich geduscht habe fahre ich wieder zum Ufer, in der Hoffnung, dort ein Fischrestaurant zu finden. Hier sind aber nur Fischgeschäfte, die gerade schließen. So gibt es mal wieder Nudelsuppe in der Stadt. Im Laden nebenan kann ich meinen Vorrat an Bonbons erweitern und nehme auch noch zwei Bier mit aufs Zimmer. Den Blog schaffe ich wieder nicht fertig, weil mir die Augen zufallen.

14.1.25 Cam Pha-> Dinh Lap, 100km, 494hm. In der Nacht war mir die dünne Decke zu wenig und ich habe meinen Schlafsack ausgepackt. Jetzt habe ich den Sonnengruß auf dem Zimmer gemacht und starte um 7 Uhr. Die ersten Kilometer fahre ich am Strand entlang. Da stehen doch tatsächlich Flamingos im Wasser, und einen russischer Bulli dient als Hingucker im Sand. Kunst oder Kitsch? Die Sonne lukt ein bisschen durch die Wolken, ansonsten bleibt es heute meistens grau. Das Navi führt mich auf staubigen Nebenstraßen durch Industriebrachen und Brachland an der Küste. Immer habe ich Sorge, dass der Weg nicht weiter führt. Vor einem großen Werk lande ich wieder auf der Hauptstraße und mache Stopp an der Tempelanlage in Cua Ong. Gestern hatte ich, beim Blick auf die Karte, überlegt, ob ich hier mein Zelt aufstellen könnte. Gut dass ich mich fürs Hotel entschieden hatte, denn das wäre hier nicht möglich gewesen. Vom kaiserlichen General Denkmal, Trần Quốc Tảng, aus, bietet sich ein Blick über einen Mix von Kultur, Natur und Industrie. Gleich ein Stück weiter bekomme ich mein Frühstück und es geht gestärkt die ersten kleinen Anhöhen hinauf zu einem großen Kraftwerk. Weiter geht es auf der Hauptstraße 48. Ich habe immer wieder kurzen Blick auf die lagunen Landschaft, die mir teilweise wie ein See vorkommt. Mir fallen ganz viele Ford Pickup Ranger auf. Meistens in metallic goldbraun. Ich vermute, dass es hier in Vietnam ein Ford Werk gibt. Dagegen habe ich hier in Vietnam erst ein Dreirad, und seit Hai Phong keine einzige katholische Kirche mehr gesehen. Es ist schon verwunderlich, wie sich die einzelnen Regionen unterscheiden. Ich mache Mittagspause bei einer Raststätte, vor der viele LKWs stehen. Nachdem ich auf die 18 abgebogen bin, habe ich einen kräftigen Rückenwind und komme super schnell voran. So kann ich die 100 Kilometer bis nach Dinh Lap gut schaffen. Einmal halte ich bei einem Mann an, der aus Bambusstreifen Körbe flechtet. Er ist sehr freundlich, aber die Kommunikation mit dem Translator klappt leider nicht. So weiß ich nicht, wofür diese Geflechte sind, vielleicht um Hühner zu transportieren? Die Berge hier sind größtenteils komplett gerodet und abgefämmt. An anderen Stellen wird wieder neu aufgeforstet. Mehrmals sehe ich Baumschulen, wo die Setzlinge gezüchtet werden. Von einem Vietnamesen erfahre ich, dass es Akazien sind. Jede Familie kann einem Berg pachten und bewirtschaften. Die Straße wird hier über viele Kilometer ausgebaut. Bei einigen Häusern wird sie fast durchs Wohnzimmer führen. Wie die betroffene Menschen wohl damit umgehen. Um 17 Uhr komme ich in Dinh Lap und finde mit Google Map schnell ein Hotel für 250kÐ. Nach dem Duschen esse ich auf der Straße ein Spieß gegrilltes und Brot. Mein Feierabendbier trinke ich wieder auf dem Zimmer.



At a glance

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Length of time
3 Days
AdventurousOff the beaten track
  • Bootstour in der Bucht von Cat Ba
  • Fähre von Cat Ba nach Ha Long
  • Sonnenuntergang an der Küste bei Cam Pha
  • Tempelanlage in Cua Ong
  • Radfahrt entlang der Küste und durch Industriegebiete
FahrradZeltSchlafsackWasserflascheBrille
NatureRoad tripTransitEatCulture
  • Fähre Cat Ba nach Ha Long₫50,000
  • Hotel in Dinh Lap₫250,000
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