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2025-04-30 Raiatea and Taha'a

Published: 02.05.2025

Accommodation
Haranai Camp
Tent · Taha'a
Stroll
Haranai Camp → Albert Express Büro
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Motu Atahiri
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Motu Po'araara
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Motu Tevaihi Aru
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Patio
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Manta Bucht
Taha'a, Französisch-Polynesien
Attraction
Vanillefarm
Taha'a, Französisch-Polynesien
Eat
Destille
$$ · Snack
Eat
Restaurant
$ · Dinner
Bike tour
Haranai Camp → … → Patio
6.0 km
Ferry
Albert Express Büro → Terminal
Albert Express
30.4.25 Huahine->Raiatea, 50min->Steg, 18km. Ich packe alles vor dem Frühstück und mache den Sonnengruß. Danach bin ich so durchgeschwitzt, dass ich erstmal Dusche. Ich frühstücke mit Josef und frage ihn, ob er gleich nach Fare fährt. Er muss noch erst zum Flughafen, so gehe ich schon mal zur Straße und halte den Daumen raus, da kommt er auch schon angefahren. So bin ich schon kurz nach 9 im Supermarkt bei der Fähre und kann anschließend mein Gepäck aufgeben. Ich setze mich in den Schatten und telefoniere mit Manni. Die Überfahrt ist recht kurz. Kaum hat man Huahine verlassen, kann man auch schon Raiatea erkennen. Ich schaue nach einem Fahrradverleih und geht zur Touristinformation. Alles Wichtige steht in einer kleinen Broschüre. Ich laufe 500 m bis zum Kreisverkehr, gleich dahinter kann ich gut stehen. Direkt das fünfte Auto hält an und nimmt mich bis zum Abzweig zum Campingplatz mit. Nun geht das ein paar Meter bergauf und die bringen mich richtig zu schwitzen. Zu Begrüßung bekomme ich Fruchtsaft, und Stücke von Papaya und Passionsfrucht. Auf der Terrasse kneten die Töchter Teig in eine Form für eine Fisch Pie. Der Campingplatz ist eine betonierte und überdachte Fläche für vier Zelte. Dazwischen sind Tische und Stühle für fünf Leute. Es gibt eine offene Küche und dein großzügiges Bad. Das gefällt mir gut. Alex und Ben begrüßen mich. Die beiden Franzosen sprechen auch englisch. Sie haben einen großen Hundertfüssler gefangen, der immer wieder um die Zelte schlich und dessen Biss wohl auch giftig ist. Sie treffen sich nun mit Freunden zum Boule spielen. Mein eigenes Zelt brauche ich gar nicht aufbauen, aber ich trockne es. Ich stelle den Ventilator vors Zelt und mache einen Nickerchen. Es gibt vier Fahrräder zur zur kostenlosen Nutzung. Ich nehme das mit dem höchsten Sattel und fahre nach Uturoa. Mit etwas mehr Luft in den Reifen und Öl auf der Kette fährt es sich gut. Im Ort gibt es mehrere Supermärkte. Ich wähle den Champion, schaue mir das Angebot an und kaufe zwei Äpfel. Auf der Karte ist vor und hinter dem Flughafen ein Gebiet mit Korallen eingezeichnet. Doch plötzlich bin ich schon neben dem Flughafen und fahre noch weiter bis zum Beach Camping. Ein langer Steg nach Westen ist sehr einladend. Dort treffe ich Alex und Ben mit einem anderen Pärchen wieder. Rundherum kann ich beim Schnorcheln nicht viel entdecken, aber die Attraktion ist eine Seilbahn ins Wasser. Es gibt auch einen Korb mit Brot zum Füttern der Fische. Beides macht viel Spaß. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Wolken und ich schaue den vorbeifahrenden Booten zu. Bis zum Supermarkt fahre ich durch die Dämmerung, danach ist es schon richtig dunkel. Die anderen sind schon auf dem Campingplatz. Ich koche mir eine große Portion für zwei Tage Reis mit Fisch. Dabei könnte ich schon einschlafen. So gehe ich nach dem Duschen ins Zelt, während die anderen noch lange am Tisch sitzen. Um Mitternacht werde ich wieder wach und kann erstmal nicht weiter schlafen, weil ich ihre leisen Stimmen höre.


1.5.25 Raiatea, Rundfahrt mit dem Rad, 66km, 250hm. Um 6 Himmel orange. Ich schreibe Tagebuch. Zum Frühstück röste ich mir Baguette. Die anderen stehen auch noch auf. Mit dem Fahrrad geht es Richtung Süden an der Küste entlang und das Radeln macht mir Spaß. Kleine Anstiege fahre ich im Stehen. Hinter der Bucht Fa'aroa kommt dann ein längerer Anstieg und ich ordentlich ins Schwitzen. Verschnaufen kann ich an den interessant geformten Felsen Gabbros. Es gibt einen 400 m langen Zugang, der auf der Karte länger wirkte. Hört darauf zu Passhöhe muss ich viel Zickzack fahren und mich kräftig in die Pedale stellen. Hier gibt es dann einen längeren und steileren Weg zum Aussichtspunkt. Das zwischendurch geregnet hat ist das etwas rutschig. Im oberen Teil ist dann sogar ein Seil gespannt zum Ziehen und als Geländer. Weiter an der Ostküste entlang kommen keine Steigungen mehr und die Straße führt kurvenreich durch so manche Bucht. Als ich ein Foto machen will, sitzt dort die Frau, die schon an den anderen beiden Aussichtspunkten gesehen habe. Im Gespräch stellt sich heraus, dass sie auch in Neuseeland Fahrrad gefahren ist und demnächst noch von Tunesien aus bis nach Italien nach Hause fahren will. Heute ist sie aber mit dem Auto unterwegs und ich werde sie später noch einmal kurz sehen. Ich komme durch mehrere kleine Siedlungen. Immer wieder sitzen Jugendliche gemeinsam auf der Straße oder unter den Palmen. Mir fallen mehrere Grundstücke auf, auf denen auch im Vorgarten drei Gräber sind. Anscheinend hat man seine Vorfahren gerne bei sich. Aber auch von alten Autos kann man sich nicht wirklich trennen. So fahre ich die Kilometersteine herunter. Immer wieder huschen Krabben in ihre Löcher und Hunde begegne mir freundlich. Ich mache noch zwei Pausen, die letzte auf dem Steg vom beachcamp. Dort bin ich erstmal alleine bis zwei Boote anlegen. Diesmal fahre ich früher zurück, so dass ich noch im Hellen auf dem Campingplatz ankomme. Sind die Geschäfte wegen des Feiertages geschlossen, aber kurz vor dem Camp hat noch kleiner Markt auf, so dass ich noch Baguette und Kaffee kaufen kann. Die vier Franzosen spielen Karten. Eine Art memory. Heute Abend sind sie aber auch müde und ruhiger und gehen auch früh schlafen.


2.5.25 Raiatea, Ruhetag. Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von den Franzosen und fahre nach Uturoa. Aber zuerst muss ich den Platten im Hinterrad flicken. Ein dünner Draht hat sich durch den Mantel gebohrt. Ich versuche ihn nach außen raus zu drücken, was aber leider nicht gelingt. Ich kaufe in verschiedenen Läden Flickzeug, Ladekabel, Postkarte und ein paar Lebensmittel. Es ist sehr heiß und ich schwitze viel. Das Postamt, für die Briefmarken, muss ich etwas länger suchen. Nun fahre ich zur Badestelle nördlich vom Hafen und verbringe hier den ganzen Tag an einer Sitzgruppe unter Palmen. Zweimal gehe ich schwimmen, lese viel und mache zwischendurch auch ein Nickerchen. Das Hinterrad muss ich noch mal flicken. Diesmal bekomme ich den Draht aber mit dem Messer herausgepult. Ich bleibe bis zum Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg will ich noch Baguette fürs Frühstück kaufen, doch es ist in allen Läden ausverkauft. Auf dem Camping bin ich nicht alleine, Theresa vom Königssee ist angekommen. Sie zieht sich aber wegen der Mücken schnell in ihr Zelt zurück. Ich mache Bratkartoffeln mit den Eiern, die mir die Franzosen zurückgelassen haben. Beim Essen schaue ich mir noch Videos vom Tauchen an, um meine Erinnerung aufzufrischen. 


3.4.25 Raiatea, Tauchgang. Ich bin schon lange vor Sonnenaufgang wach und stehe mit Sonnenaufgang auf. Zum Frühstück röste ich altes Baguette. Danach setze ich die Kontaktlinsen ein, die sind beim Tauchen nun mal viel praktischer als eine Brille. Nun muss ich mich beeilen und vergesse dabei die Badehose einzustecken, so dass ich noch mal umkehren muss. Leicht abgehetzt bin ich pünktlich um 8 Uhr an der Tauchstation. Ich bekomme eine Taucherbrille, Schwimmflossen und ein Neopren. Damit geht es zum Boot. Dort sitzen schon 5 Leute und mit mir kommt noch ein asiatisches Pärchen. Lola wird unser Buddy sein. Flaschen und Westen sind schon an Bord. Ich bin etwas aufgeregt. Aber erstmal bringt uns jetzt das Boot um die Inselspitze nach Westen zum Tauchplatz. Dabei fahren wir auch an dem Steg vom Beachcamp vorbei. Endlich ist mal schöner Sonnenschein, so dass das Blau zur Geltung kommt. Nun heißt es Flossen, Brille und Weste anziehen, Blei hineinstecken und sich nach hinten über den Bootsrand fallen lassen. Die ersten Atemzüge sind beschwerlich und die Luft so trocken. Mit leichten Beklemmungen folge ich Lola und kann die Angst aber schnell überwinden. Bei uns sind direkt Haie, die bestimmt 1, 50 m lang sind. Wir sinken bis auf den Boden und ich entdecke viele bunte, interessante Fische. Zwischendurch hat leider die Kamera einen Wackelkontakt und lenkt mich damit ab. Ich bekomme es aber einen Griff und kann noch viele Bilder machen, unter anderem von der Schildkröte, die wir am Ende noch treffen. Nach einer Stunde ist der Sauerstoffvorrat von 200 auf 80 bar gesunken. Das war jetzt für den ersten Tauchgang nach acht Jahren auch lang genug. Leicht benommen sitze ich im Boot und wir brausen im Bogen wieder zurück. Alle helfen beim Aufräumen mit und ich bezahle 9000 Franc, 500 mehr als am Telefon gesagt. Eigentlich müsste ich nachfragen, tue es aber nicht. Ich fahre zur Badestelle von gestern, esse dort mein Müsli und mache ein Nickerchen. Was fange ich mit dem restlichen Tag noch an? Ich beschließe noch mal mit dem Fahrrad an der Ostküste nach Süden zu radeln und fahre auf dem Weg kurz am Campingplatz vorbei, den Einkauf fürs Abendessen abzustellen und die Schwimmflossen einzupacken. Ich fahre bis in die Fa'aroa Bucht und setze mich dort in ein Boot. Ich schicke drei E-Mails los. Eine nach Chicago, eine nach Grimsby und eine nach Arnsberg. In der Bucht ist auch der botanische Garten, den ich mit dem Fahrrad erkunde. Unten am Fluss gibt es einen Steg. Dort sind mehrere französische Touristen, die von einem einheimischen Vanillestangen angeboten bekommen und später sogar mit ihm im Boot übersetzen. Ich gehe einmal in das frische Wasser schwimmen. Als ich weiterfahren will, fängt es an zu regnen. Ich lege mich in ein Pavillon und lese. Als es aufhört zu regnen, fahre ich nicht mehr weiter sondern kehre um. Kurz vor dem Zeltplatz setze ich mich noch mal an zwei schönen Stellen ans Wasser. Die Sonne geht zwar auf der anderen Inselseite runter, aber das Wolkenspiel ist hier auch schön. Theresa hat schon gegessen und ist in ihrem Zelt. Ich mache mir gebratene Nudeln, die ich aber nur zur Hälfte esse. Dabei bearbeite ich den Blog und stelle auch Bilder auf WhatsApp. Barbara T. reagiert direkt darauf und ich telefoniere mit ihr.

4.5.25 Raiatea->Tahaa. Ich werde wieder gegen 6 Uhr wach. Die Fähre fährt kurz nach 12 Uhr. So kann ich heute morgen alles ganz in Ruhe angehen. Ich frühstücke alleine. Theresa ist mit ihren langen Haaren beschäftigt. Nachdem ich gepackt habe, gehe ich erstmal duschen. Die Frische ist nur von kurzer Dauer. Theresa hat organisiert, dass wir mit dem Auto zum Hafen gefahren werden. Dort trifft sie auf die beiden anderen, die mit ihr auf dem Segelboot fahren. Ich gehe einkaufen und kann dann den Rucksack bei der Fähre abgeben. Danach warte ich im Schatten auf die Fähre. Sie kommt pünktlich und ich gehe an Deck. Die meisten Leute sitzen heute in den klimatisierten Räumen. Auf der Strecke nach Tahaa fährt die Fähre nur mit 35 Stundenkilometer. Der Fahrtwind ist angenehm. Die Fahrtroute ist an der Korallenriffe angepasst. Bei Temperaturschwankungen beschlägt meine Kamera jetzt häufiger von innen. Ich werde sie später mal in die Sonne legen. Die markanten Berge von Bora Bora kommen näher und wir biegen nach Osten ab in die Bucht von Tapu'amu. Auf der Straße vor dem Anleger ist gar nichts los. Das Geschäft hat geschlossen. Gut, dass ich schon eingekauft habe. So laufe ich durch die Sonne und hoffe sehr, dass noch ein Auto kommt, denn das Gewicht drückt sehr. Als erstes hält ein kleiner Tankwagen, aber der Fahrer meint, dass es sich nicht lohnt einzusteigen, weil er nicht bis zum Campingplatz fährt. Gleich danach hält ein schwarzer Pickup und ich steige auf die Ladefläche. Leider fährt er auch nicht bis zum Campingplatz, so dass ich für die restlichen zweieinhalb Kilometer ein weiteres Auto anhalten muss. Die beiden Männer tragen weiße Hemden und auf der Ablage liegen Krawatten. Vermutlich kommen sie von der Kirche. Ich möchte ihr Gespräch nicht unterbrechen. Am Camping treffe ich als erstes auf die italienische Frau von vorgestern und zwei Franzosen, die aber noch heute abreisen werden. Sie haben sich Lunch vom Restaurant geholt. Ich setze mich zu ihnen, esse mein Müsli, und verstehe mal wieder nichts, weil französisch gesprochen wird. Die Campingplatzbesitzerin kommt, sie ist total freundlich und spricht gut Englisch und zeigt mir alles. Die Küche ist gut eingerichtet und ich darf alles benutzen. Für meine Lebensmittel gibt es Boxen und ein Fach im Kühlschrank ist auch frei. Im Garten, am Strand gibt es 8 Holzpodeste für die Zelte. Ich warte mit dem Aufbau, bis die Franzosen den Platz im Schatten frei gemacht haben. Solange würde ich gerne eine Runde schwimmen, das Wasser direkt vor dem Camping ist aber viel zu flach. Ich kann nicht kennen, wie weit ich hinaus warten müsste und drehe um. Das Wasser ist sowieso so warm, dass es keine Erfrischung geben würde. Ich lese und mache ein Nickerchen auf der Liege. Nach 4h probiere ich mit Maria die Kanus aus. Sie hat noch nie in einem Kanu gesessen und muss noch üben. Wir fahren am Ufer entlang bis zu einem grünen Haus, das auf Stelzen im Wasser steht. Die Sonne geht langsam unter und das Licht ist wunderschön weich. Zum Sonnenuntergang sitze ich am Strand und könnte ständig Bilder machen. So ein tolles Farbspiel in dem Panorama. Das einzige das mal wieder stört, sind die Insekten. Ich mache mir das Essen warm und trinke das mitgebrachte Bier dazu. Auch Maria und die Gastgeber Essen nun an der langen Tafel. Ich sortiere die Bilder und lese. Um 21h dusche ich dann und verabschiede mich ins Zelt.

5.5.25 Tahaa, Kanutour. Ich werde genau zum Sonnenaufgang wach und diktiere das Tagebuch. In den angenehmen, morgendlichen Temperaturen mache ich auch gleich den Sonnengruß. Natalie meldet sich ab, und sagt, dass das Frühstück bereit steht. Ich starte alleine Maria kommt später hinzu. Leider traut sie sich nicht mit auf die Kanutour zum Motu. Um 10 Uhr starte ich alleine. Der flache Uferbereiche schnell überquert. Dann geht es ca eine halbe Stunde über dunkelblaues tiefes Wasser. 500 m vor dem Motu wird das Wasser wieder flacher und leuchtet nun hellblau. Ich lege bei einem Haus an. Überall rennen Krabben fort und verstecken sich. Dann haben mich die Mücken entdeckt. Ich steige wieder ins Boot und fahre an die westliche Spitze des Motus. Ich sehe verschiedene Boote. In einem holen die Fischer das Netz ein. Zwischen Felsen kann ich das Brot an einem Strauch festmachen, esse mein Müsli und gehe schnorcheln. Dazu setze ich die Kontaktlinsen ein. Ich entdecke viele bunte Fische und versuche von jedem ein Foto zu machen. Das Licht ist aber nicht so günstig und wird durch die Wellen gebrochen, so dass es flackert. An einigen Stellen muss ich auch mit der Strömung kämpfen. Nach einer Stunde im Wasser fahre ich weiter zwischen Brandung und Ufer. Das Wasser ist hier flach und manchmal habe ich Bodenkontakt. Ein Fischer kontrolliert seine Netze und zeigt mir seinen Fang. Ein großer als darunter. Die Passage zwischen den Motos ist gut zu erkennen. Hier hat es richtig Strömung und es fährt sich 100m wie auf einem Fluss. Ich drehe einmal um und probiere, ob ich auch dagegen ankomme. Es ist durchaus gut zu schaffen. Nun würde ich mich gerne auf dem Motu in den Schatten legen, aber die Mücken überfallen mich direkt wieder. So mache ich mich auf den Rückweg über den Graben. Ich entdecke noch ein Haus, das vor dem Motu mitten im Wasser steht. Aus der Ferne kann ich den Campingplatz nicht richtig ausmachen und auch das grüne Haus kann ich nicht erkennen. Ich halte auf ein rotes Dach zu, in der Hoffnung, das es in der Nähe vom Campingplatz ist. Ich habe etwas seitlichen Gegenwind und Wellen kommen auf. Um 14Uhr erreiche ich das rot gedeckte Haus und des entpuppt sich als mein Campingplatz. Maria ist auch da und wir setzen uns an den Strand. Sie malt und ich versuche zu lesen. Eine Stunde vor Sonnenuntergang fahren wir mit den Kanus noch mal zum grünen Haus. Auf dem Rückweg geht die Sonne hinter Bora Bora unter und es gibt ein längeres Nachspiel mit den Wolken. Ich koche eine große Portion, so dass Maria mitessen kann und für morgen noch eine Portion über bleibt. Johanna und Linda melden sich per Videokonferenz und erzählen von ihren Wochenenden in Westernohe und Niederlanden. Dann lese ich noch, bis mir die Augen zu fallen.

6.5.25 Tahaa, 2. Kanutour->Motu Atahiri, 7,5km. Ich schlafe bis um 7 Uhr und frühstücke nach dem Sonnengruß, den ich in den gleichen Spuren im Sand mache. Ich will heute mit dem Kanu später starten, damit das Sonnenlicht beim Schnorcheln, etwas flacher ins Wasser fällt. Maria kommt zum Ende des Frühstücks hinzu. Sie wird heute um 10h zu einer Tour abgeholt. Auf Maupiti gibt es drei Campingplätze. Einer soll nicht schön sein, der im Westen ist teuer. Ich rufe bei Haranai Camp an und erfahre, dass morgen die Fähre wegen hoher Wellen nicht fährt. Der Campingplatzbesitzer ruft für mich bei der Fähre an und bekommt die Bestätigung. So wird man schöner Plan zu Nichte gemacht. So beschwert fahre ich um 11 Uhr mit dem Kanu los. Ich halte auf das vierte Motu zu und komme an einem riesigen Katamaran vorbei. Die Leute werden gerade zur Insel übergesetzt. Am Motu Po'araara gehe ich kurz an Land und schaue den rollenden Kokosnüssen an der Wasserlinie zu. Heute werde ich keine Mücken antreffen. Ich fahre weiter zum nächsten Motu Tevaihi Aru. Es gibt einen großen Steg und ich kann viele weiße Liegestühle entdecken. 3 mittelgroße Hunde kläffen mich an. Trotzdem lege ich an und gehe langsam auf die Hunde zu. Sie sind freundlich und etwas aufdringlich. Ich umrunde die Insel und treffe niemanden an, obwohl hier Platz für 200 Gäste ist. Ich esse meinen Müsli und die Hunde wollen etwas abhaben, so dass ich mich höher setzen muss. Der neugierigste, oder hungrigste, kommt sogar auf den Tisch. Meine Zurückweisung ignoriert er. Als ich weiter fahre gehen Sie erst mit ins Wasser und verfolgen mich dann an Land. Sie tauchen sogar noch auf den Felsen zum nächsten Motu auf. Im Norden zwischen Brandung und Motu ist das Wasser so flach, dass ich zweimal aufsetze. Zwischen den Felsen finde ich eine Nische und gehe in der leichten Strömung schnorcheln. Dafür setzte ich wieder die Kontaktlinsen ein. Schon erstaunlich, was im Wasser alles lebt. Ich entdecke noch wieder neue bunte Fische und ein paar Seeigel mit langen Stacheln. Nach einer Stunde im Wasser fahre ich mit dem Kanu ein Stück weiter. Vier weiße kleine Hunde begrüßen mich und schwimmen auf mein Kanu zu. Sie sind sehr verspielt und springen mich an. Dabei kratzen sie mich leider und ich verscheuche sie mit Sand. Auch hier treffe ich keinen Menschen an. Ich lese etwas im Schatten, bis mich die Sandflies ärgern. Nun paddle ich den langen Weg zur großen Insel. Noch im flachen Wasser kann ich dreimal für einen kurzen Augenblick Mantas wegschwimmen sehen. Ich steuer auf die große Halle von Patio zu. Es ist nur wenig Wind und trotzdem ist durchhalten angesagt. Ich schaue mich bei der Halle um. Überall sind kleine Gruppen mit Freizeit beschäftigt. Sie spielen Boule, Fußball, fahren Fahrrad oder hören einfach nur Musik. Der untergehenden Sonne entgegen fahre ich weiter und lege mit den letzten Sonnenstrahlen an. Maria kommt auch von ihrer Tour und wir gucken gemeinsam in den Abendhimmel und tauschen unsere Erlebnisse aus. Beim Abendessen gehen wir unsere Optionen bezüglich der ausfallenden Fähre durch. Morgen wollen wir zum Terminal gehen und nachfragen. Theoretisch wird die nächste Fähre am Freitag und es gibt auch für 120 € einen Flug nach Maupiti. Bora Bora kommt wegen der Kosten nicht in Frage. Also entweder hier bleiben oder nach Raiatea zurück. Dann bearbeite ich den Block und versuche zu lesen. Kurz nach 21h gehe ich ins Zelt.

7.5.25 Tahaa, Tickettausch und Radtour. Ich bin wieder zum Sonnenaufgang wach, und gehe nach dem Sonnengruß zum tiefen Wasser hinaus und dort eine Runde schwimmen. Nach dem Frühstück zieht eine heftige kurze Schauer durch. Ich renne schnell zum Zelt um es zu schließen und werde pitsch nass. Um 10 Uhr können Maria und ich mit Hitinui zum Büro vom Albert Express fahren und die ausgefallene Fähre auf Freitag umbuchen. Anschließend gehen wir einkaufen. Ich ersetze meine verlorene Sonnenbrille. Bier gibt es hier leider nicht. Dann sehen wir uns nach einem lauschigen Plätzchen am Anleger um, müssen aber zwischen Müll sitzen. Die restliche Wartezeit bis Natalie wieder zurückfährt verbringen wir in der Destille. Ich kann weißen und braunen Rum probieren, sowie Gin. Die Wacholderbeeren für den Gin werden importiert, deshalb haben sie auch eine Sorte mit Pflanzen von der Insel. Dazu gehört unter anderem Lorbeer. Wieder zurück flicke ich das Fahrrad vom Camp. Fünf neue Leute reisen an. Nach der Mittagspause mache ich eine Radtouren nach Osten. Ich halte bei einer Gruppe, die einen Berg Kokosnüsse bearbeitet. Eine junge Frau spricht mich forsch auf Englisch an und ich probiere auch die äußere Schale der Nuss zu entfernen. Das Werkzeug besteht aus einem Schwert , das auf einer Autofelge geschweißt ist. Man muss mit Schwung die Nuss aufspießen und die Schale abbrechen. Ich tue mich recht schwer. Währenddessen kippt mein Fahrrad um, weil das Hinterrad wieder platt ist. Der Flicken hat nicht richtig gehalten, vermutlich, weil ich den Kleber nicht richtig abgelüftet habe. Unter den Augen der ganzen Gruppe flicke ich den Schlauch noch mal. Man zeigt mir, dass man den Kleber auch anflämmen kann, damit der besser lüftet. Ich fahre noch sechs Kilometer bis zum kleinen Hafen von Papahora. Nach einer kleinen Pause gehe ich um und kaufe im gut besuchten Laden von Patio Bier ein. Ich setze mich zum Sonnenuntergang an den Strand und koche dann Abendessen. Die anderen waren mit dem Auto unterwegs und sind plötzlich alle wieder verschwunden. Vermutlich sind sie zum Restaurant gegangen. So sitze ich ganz alleine auf der Terrasse, nur die Mücken mögen mich heute wieder besonders. So flüchte ich heute früher ins Zelt und telefoniere noch mit meinem Lieblingschwager.


8.5.25 Tahaa, Radtour um die Insel,  Ich wache zum Sonnenaufgang auf, mache mir einen Kaffee und dann den Sonnengruß. Bruno schaut mir zu. Ich frühstücke mit dem Schweizer und mache mich um 10h mit dem Fahrrad auf die Rundfahrt. Ich fahre nach Osten, damit ich am Abend im Westen an der Mantabucht vorbeikomme. Die ersten 9 km kenne ich ja schon von gestern. Ich biege zur Vanillefarm ab und bekomme als Einzelbesucher eine Führung. Ich telefoniere mit Robert und mit Ulla, wobei Ulla wegen des schlechten Empfangs nicht zu verstehen ist. Hinter der Bucht von Faaaha gibt es Steigung. In der nächsten Bucht liegt Haamene. Es hat viele große Gebäude. Dort mache ich Müsli Pause und schiebe dann 15 Minuten den Berg hinauf. Da hinter ist dann alles flach. Vier Jungs sind mit ihren Brettern im Wasser und warten auf die perfekte Welle, die hier allerdings nur recht klein ausfallen kann. Ich mache zwei Stopps und lese jeweils etwas und versuche ein Nickerchen. In der Manta Bucht gehe ich dann schnorcheln. Das Wasser ist allerdings etwas trüb. Wie man hier die Mantas beobachten kann, weiß ich nicht. Ein Mann erklärt mir in Französisch, dass sie zum Sonnenaufgang hier sind. Ansonsten scheint es ein beliebter Platz für Pärchen zu sein. Auf meiner weiteren Tour komme ich an der Perlenzucht vorbei. Das nächste Magazin hat leider schon zu, so dass ich für mein geliebtes Bier noch bis Patio radle. Neben an ist ein Geldautomat und ich will  noch etwas Bares für die letzte Insel abheben. Dabei vertue ich mich mit dem Wechselkurs und hebe statt 80€ gleich 800€ ab! Das ist natürlich viel zu viel. Ich hoffe, dass ich am Ende in Papeete den Rest gut in Dollar tauschen kann. Am Campingplatz sind alle auf der Terrasse. Sie brechen aber zum Restaurant auf, während ich koche und dazu Hinano trinke. Heute habe ich mich wohl genug eingesprüht, denn die Mücken lassen mich beim Abendessen und beim Bilder hochladen in Ruhe. Da ich früh dran bin, diktiere ich auch noch meinen Text für den Blog.



At a glance

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Length of time
3 Days
Weather
Summer
Accompaniment
With friends
AdventurousOff the beaten trackRelaxing
  • Kanutour zu Motu Atahiri und weiteren Motus
  • Schnorcheln in flachem Lagunenwasser mit bunten Fischen und Seeigeln
  • Radtour um Taha'a mit Stopp an der Vanillefarm und in der Manta-Bucht
  • Fährumbuchung wegen hoher Wellen
  • Rum- und Ginprobe in der Destillerie
KanuFahrradSchnorchelausrüstungKontaktlinsenZelt
NatureBeachAdventureEatRoad trip
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