博客5:托尔图盖罗国家公园 / 哥斯达黎加
现在我们从圣何塞出发,朝着哥斯达黎加东北部,靠近尼加拉瓜边境,目标是托尔图盖罗国家公园。 接驳车早上6:30从酒店接我们,简直是在半夜刚过……车程超过4个小时,中途有一次早餐暂停。之后换乘一艘将我们送至马万巴小屋的船,这艘船通过托尔图盖罗河的水系行驶。


已发布: 18.01.2026









































Heute geht es zunächst mit einem Bus von Panama City nach Balboa – etwa in der Mitte der Strecke des Panamakanals gelegen. Dort geht’s an Bord der „Pacific Queen“ einem 33 m langem Ausflugsschiff, mit dem wir den südlichen Teil des Panamakanals durch die beiden Schleusen Pedro Miguel und Miraflores befahren. Zunächst kommen uns noch zwei Frachtschiffe entgegen, doch das werden die letzten auf unserer fahrt sein, da der Kanal am Vormittag von Süd nach Nord und am Nachmittag umgekehrt im Einbahnsystem befahren wird. Der Kanal führt zunächst durch recht hügeliges Gelände mit tropischem Wald, am Ufer kann man oft die stufenförmige Terrassierung der Hänge aus der Aushubphase erkennen.
Wir fahren in der Gesellschaft der „Meridian Ace“ mit Heimathafen Tokio und der „Tianjin Highway“ (Heimathafen Panama) am Kanal. Beides sind (jetzt leerfahrende) Autotransporter und 32 m breit (Maximum für den "alten" Kanal). Die Ladekapazität ist ganz beeindruckend – die „Ace“ kann 6043 Autos und „Tianjin“ 5036 Stück auf einer Fahrt von Japan bzw. China nach USA oder Europa bringen.
Die „Meridian Ace“ mit ihrer Länge von 200 m benutzt immer die neuen Schleusen des Ausbaus des Kanals für größere Schiffe 2016 , während die „Tianjin Highway“ mit ihren „nur“ 179 m Länge immer gemeinsam mit unserer „Pacific Queen“ in den Schleusenkammern gesenkt wird.
Der Panamakanal hat ja eine lange und turbulente Geschichte. Schon im 16.Jahrhundert haben die Spanier unter dem Habsburger Kaiser Karl V. Wege für einen Wasserweg zwischen Karibik und Pazifik gesucht und auch in den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder Überlegungen dafür.
Ein bedeutender Schritt für die Verbesserung der Verbindung über den Isthmus war der Goldrausch in Kalifornien ab 1849. Amerikanische Investoren gründeten die Panama Railroad Company, um eine schnelle Passage für die aus dem Osten nach Kalifornien drängenden Glücksritter und Goldsucher zu schaffen. 1855 wurde die 77 km lange Strecke fertigstellt, beim Bau haben nach Schätzungen bis zu 10.000 Arbeiter den Tod gefunden. Die Panama Bahn war die erste transkontinentale Eisenbahn der Neuen Welt, erst 1869 wurde die Bahn in den USA nach Westen fertiggestellt.
Mittlerweile ist der reguläre Personenverkehr auf der Eisenbahnstrecke längst eingestellt – es verkehren nur wenige touristische Züge. Jedoch erlebt der Containertransport seit der Übernahme der Bahngesellschaft Panama Canal Railway durch die weltweit zweitgrößten Container-, Logistik- und Schifffahrtsgesellschaft MAERSK im Jahre 2025 einen Aufschwung als Alternative zum Kanal, speziell bei Niedrigwasser. Da damit der Einfluss auf diese Gesellschaft vom bisherigen mehrheitlichen USA Eigentümer zu einer dänischen Firma gewandert ist, war Mr. Trump „not amused“….
Doch zurück zum Panama Kanal:
Nach dem finanziellen Erfolg des 1869 eröffneten Suezkanals in Ägypten wurde in Frankreich davon ausgegangen, dass ein Kanal, der Atlantik und Pazifik miteinander verbindet, ebenso einfach zu bauen wäre. Diese Gedanken nahmen Gestalt an, sodass 1876 in Paris die Société Civile Internationale du Canal Interocéanique geschaffen wurde, der 1879 durch französisches Gesetz die Panamakanal-Gesellschaft folgte, zu deren Präsidenten der 73-jährige Graf Ferdinand de Lesseps, der Erbauer des Suezkanals, ernannt wurde.
Gebaut werden sollte ein schleusenloser Kanal über den Isthmus von Panama mit einer Länge von 73 Kilometern. Der Aushub sollte 120 Millionen Kubikmeter nicht übersteigen. Eine Aktiengesellschaft wurde zur Finanzierung gegründet und versprach genauso hohe Rentabilität wie die Suezkanal-Aktien. 287 Millionen US-Dollar wurden investiert. Mit dem Bau wurde 1881 begonnen. Kostenexplosionen, die Undurchführbarkeit der schleusenlosen Variante und vor allem die damals absolut tödlichen Krankheiten – Gelbfieber und Malaria – die etwa 22.000 Arbeiter das Leben kosteten, führten zum Zusammenbruch und Konkurs der beteiligten Gesellschaften, sodass die Bauarbeiten 1889 abgebrochen und eingestellt wurden.
1894 übernahm eine Auffanggesellschaft, die Compagnie Nouvelle du Canal de Panama, die Fortführung der theoretischen Arbeiten und verkaufte 1902 den Gesamtkomplex für 40 Millionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten, die etwa 40 % der bis dahin geleisteten praktischen Arbeiten verwenden konnten. Damals war Panama nicht unabhängig, sondern Teil Kolumbiens, das den Plänen der US-Amerikaner negativ gegenüberstanden, da die USA die Abtretung des Gebietes des geplanten Kanals von Kolumbien verlangten. Kolumbien verweigerte diese Abtretung, worauf im November 1903 US-Truppen landeten, das Gebiet besetzten und den unabhängigen Staat Panama ausriefen. Die US-Regierung glaubte, so schneller den Bau des aus strategischen Gründen für absolut notwendig erachteten Kanals zu erreichen. Am 18. November 1903 vereinbarten der US-Außenminister John Hay und ein ehemaliger Mitarbeiter von Ferdinand de Lesseps, der französische Ingenieur Philippe Bunau-Varilla einen Staatsvertrag – den sogenannten Hay-Bunau-Varilla-Vertrag – über die Nutzung einer Kanalzone in der Breite von zehn Meilen (16 Kilometern), jeweils fünf Meilen beiderseits der Kanaltrasse, ihre Besetzung und ihre unbeschränkte Kontrolle. Die Vereinigten Staaten kontrollierten damit eine Kanalzone in einer Größe von 84.000 Hektar. Sie mussten aber die territoriale Souveränität Panamas zusichern. Der neue Staat Panama wurde sicherheitshalber nicht um Zustimmung gefragt.
Im April 1905 wurde der Kanalbau dem Ingenieur John Frank Stevens anvertraut. Er erkannte, dass die größten Schwierigkeiten die Krankheiten darstellten und er daher zuerst die sanitären Lebensumstände und Arbeitsbedingungen der Arbeiter verbessern musste, sodass dann ab 1906 mit der Wiederaufnahme der Arbeiten begonnen wurde.
Die Kosten des nun mit Schleusen und Stauseen geplanten Kanals beliefen sich auf 386 Millionen US-Dollar. Während der Bauarbeiten 1906–1914 starben 5.609 Arbeiter durch Unfälle und an Krankheiten (das waren noch etwa 1,9 Todesfälle pro Tag). Insgesamt forderte der Bau somit circa 28.000 Menschenleben.
In den folgenden Jahrzehnten gab es immer wieder Diskussionen und auch teilweise gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der USA Besatzung in der Kanalzone, die Panama de-facto zweiteilte, und den Menschen von Panama.
Erst 1977 handelte US-Präsident Jimmy Carter mit General Omar Torrijos die Torrijos-Carter-Verträge aus, nach denen der Kanal bis zum Jahre 2000 an Panama zurückzugeben sei, was dann am 31. Dezember 1999 um 12 Uhr geschah. Seitdem wird der Kanal von der Panamakanal-Behörde (span. Autoridad del Canal de Panamá – ACP) verwaltet. Die Behörde ist autonom, allerdings wird ihr Vorstand vom panamaischen Präsidenten ernannt.
Zuvor gab es im Dezember 1989 eine erneute gewalttätige Invasion Panamas durch US – Truppen „zur Eindämmung des Drogenhandels“ und zur Entmachtung des Diktators und de-facto Präsidenten Manuel Noriega – auch einem der Haupt-Drahtzieher in der für die USA so unrühmlichen „Iran-Contra-Affaire“. Präsident Reagan wollte wohl den Mitwisser dieser Affaire ausschalten.
Innerhalb von vier Tagen waren fast alle Kampfhandlungen mit der panamaischen Nationalgarde beendet und Noriega flüchtete in die Nuntiatur des Vatikans, die ihm zwar Asyl gewährte, ihm jedoch nahelegte, sich zu stellen. Nach zehn Tagen stellte sich Noriega am 3. Januar 1990 den Streitkräften der USA. Er wurde nach Miami ausgeflogen, wo er wegen Drogenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt wurde. Das Strafmaß wurde 1999 auf 30 Jahre reduziert. 2010 wurde er an Frankreich ausgeliefert, wo er wegen Geldwäsche zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, allerdings 2011 an Panama ausgeliefert wurde, wo er bereits in den 90 er Jahren wegen verschiedener Verbrechen verurteilt worden war. Nach einem diagnostizierten Hirntumor verstarb er im Mai 2017 im Alter von 83 Jahren in Panama.
Die heutige Vorgehensweise der USA in Zentral- und Südamerika unter Präsident Trump hat also durchaus Vorbilder in der Vergangenheit.
Diese und die weitere, durchaus spannungsgeladene, Geschichte der Beziehungen zwischen Panama und der USA sind sehr gut im „Museo del Canal Interoceánico de Panama“ dargestellt und mit Dokumenten belegt.
