Nagasaki, 1er día, 21 de marzo de 2026
En Nagasaki, el 9 de agosto de 1945 a las 11:02, se llevó a cabo el segundo lanzamiento de una bomba atómica. Se trataba de una bomba de plutonio cuya potencia de explosión era...


Publicado: 22.03.2026































Für heute war die Wetterprognose nicht mehr so gut. Ab Mittag wurde Regen prognostiziert. Deshalb sind wir frühzeitig losgezogen und haben uns das Quartier "Dejima" angesehen. Dejima war eine künstlich angelegte Insel mit etwa 15'000m2 Fläche, welche 1636 erbaut wurde. Der damalige Shogun wollte nicht, dass sich das Christentum verbreitete und deshalb mussten die europäischen Schiffe dort anlegen und die Leute auf der Insel bleiben. Zuerst waren es die Portugiesen und dann lange Zeit die Holländer, welche die Insel als Handelsposten nutzten und ausbauten. Die Distanz zum Festland war klein, es war also mehr ein Wassergraben.
Der Ort war Dreh- und Angelpunkt für westliche Technologie, Import und Export von Gütern, Tieren und Pflanzen, Kultur und Informationen. In der Zeit der Holländer waren auf der Insel permanent holländische Offizielle und Händler anwesend. Die Europäer durften sich nicht an anderen Orten aufhalten und ausser auf der Insel keinen Handel betreiben.
In den Häusern wurden im Parterre die Import- und Exportwaren zwischengelagert. Im Jahr kamen jeweils mindestens zwei Schiffe an und brachten Waren und nahmen andere mit. Ein grosser Teil der Waren kam und ging nicht nach Europa, sondern von und in die näheren und ferneren asiatischen Länder, wie das heutige Korea, Singapur, Malaysia, Java usw. Die Holländer waren also eine Art Kühne & Nagel sowie ein Handelsunternehmen. Wenn in Europa gerade kriegerische Auseinandersetzungen stattfanden, wurden auch Schiffe von neutralen, nicht involvierten Ländern angeheuert. Interessant ist der kulturelle Austausch. Dieser fand zum einen über die Güter, zum anderen aber auch über Bilder und Texte statt. Nicht nur wurde auf diesem Weg ein Bild von Japan nach Europa überliefert auch umgekehrt. Mitte des 19 Jh. verlor das Konzept dieses geschlossenen Handelspostens an Bedeutung und die Europäer konnten sich freier im Land bewegen, sich überall niederlassen und handeln oder unternehmerisch tätig sein. Davon zeugt auch der gestern besuchte Glover Park. Der Grund dafür war der Niedergang der Shogune und die Restauration der kaiserlichen Macht.
Die zu besichtigenden Häuser wurden sorgfältig wiederaufgebaut (Atombombe). Dafür wurden Ausgrabungen, Texte und Pläne, technische Analysen aller Art eingesetzt. So kann man sich heute ein gutes Bild machen, wie es damals ausgesehen hat und wie die Leute gelebt haben.
Nach dem Besuch von Dejima sind wir in die Chinatown von Nagasaki. Es ist ein sehr schöner Stadtteil. Für chinesische Verhältnisse sind sowohl der Stadtteil als auch die Läden fast zu schön. Alles blitzblank und sauber, die Läden sind ordentlich aufgeräumt und minimalistisch eingerichtet, keine Warenberge und Stapel bis zur Decke. Ausser den Läden hat es ausserdem jede Menge Restaurants und Imbisse. Da es an vielen Orten zu den Essenszeiten lange Schlangen hat, nehmen wir an, dass man in Japan oft auswärts isst. Möglicherweise ist das darauf zurückzuführen, dass es immer mehr Einzelhaushalte gibt und die nicht für sich alleine kochen.
Nach der Chinatown sind wir noch in die Hamanomachi Arkaden. Das ist mehr oder minder ein Quartier, bei dem die Strassen überdacht worden sind. In diesen Strassen hat es Läden aller Art, vom Luxuslabel bis zum Secondhand-Shop. Am meisten gibt es aber Läden mit Süssigkeiten, Backwaren und Schokolade. Das ebenfalls in edlen Luxusgeschäften oder einfachen Kleinläden.
Während wir durch die Arkaden schlenderten, hat es wir prognostiziert zu regnen begonnen. Wir sind deshalb zurück aufs Schiff und haben dort Ramen und eine Bento Box verspeist. Das kleine, japanische Restaurant auf dem Schiff ist Extraklasse. Die Köche und die Restaurantchefin sind Japaner und verglichen mit dem Essen an Land ist es immer noch eine Spur reiner. Es wird auch klar gesagt, wenn man beispielsweise Sojasauce verwenden darf und wann nicht. Fehler führen zu besorgten Blicken. Deshalb ist das Restaurant bei den Mitreisenden auch sehr beliebt und nach der Öffnung bildet sich immer sofort eine Schlange.
Häsli und Mungg haben am Vormittag auf dem Balkon noch die letzten Sonnenstrahlen genossen.
