10. Etiqueta: Pontevedra y descanso
Los excursionistas también necesitan un fin de semana o un día de descanso... hoy es sábado y el día más largo del año. Hemos decidido prolongar nuestra estancia en el albergue...


Publicado: 22.06.2025










Es Läwe is schee
Heute, Sonntag, müssen wir uns vom Meer verabschieden, den der Camino Central geht jetzt nur noch durch das Landesinnere straight nach Santiago de Compostela.
Da es wieder heiß gemeldet ist (29 Grad, ähnlich wie in Deutschland zur Zeit) brechen wir zeitig (8h) auf. Dieses Mal noch zusätzlich bepackt mit einer Lebensmitteltüte (aussen an den Rucksack geschallt), meiner in Pontevedra gekauften ganz leichten Leinenhose 😀 und einem Taschenbuch.
Ich hatte auf der Reise schon gemerkt, dass mir ein Buch fehlt und im Hostal lag exakt 1 deutsches Buch (Lila, Lila von Martin Sutter); das nächste Mal kommt doch der Kindle mit!
Heute findet der Marathon in Pontevedra statt und zeitweise teilen wir uns den Camino mit den Sportlern - mal laufen sie mit uns, mal entgegen. Eigentlich ist der Marathon ähnlich wie der Camino: alle laufen in dieselbe Richtung mit demselben Ziel, nur auf Zeit. Und auch die Art wie die Läufer unterwegs sind: manche wie in einem Tunnel, manche rufen uns trotz ihrer eigenen Anstrengung 'Buen Camino' zu, einige winken uns - was uns sehr berührt! Alle sind wir irgendwie unterwegs 😀
Auf dem Weg lernen wir heute Fabian und Rita aus Schweiz kennen; sie sind pensionierte und passionierte Caministas und sind schon den Camino Frances bis Finisterre gelaufen; wir verabreden uns für Mittwoch lose vor der Kathedrale
Heute geht der Weg viel durch Weinreben; mittlerweile haben wir gelernt, dass der galizische Wein (Anbaugebiet Raies Baixes) bekannt ist; das war neu für uns.
Ich freue mich besonders, als wir am km-Stein 55 vorbeikommen!
Da wir gut in der Zeit liegen und endlich ankommen wollen (versehentlich haben wir eine Bar übersehen - wir verstehen auch nicht, wie uns das passieren konnte) laufen wir durch bis Caldas de Reis, einem kleinen pittoresken Ort mit romanischem Erbe und königlichen Thermalquellen sowie einer großen Kirche, die mich mit dem Palmen an die Kathedrale von Palma erinnert.
Wir sind zu früh an unserer Unterkunft (13.30h), die Villa Galicia empfängt Gäste erst ab 14h. So setzen wir uns an einen Brunnen in den Schatten und essen unsere mitgebrachten Bocadillos und Empanadas.
Es gesellt sich noch eine Reisende zu uns, sie will auch in dasselbe Hostal...wir kommen so ins Gespräch..sie ist Natalia aus Argentinien, Tour Guide in einem Nationalpark in Bariloche (Patagonien)..siehe Foto, das ich veröffentlichen darf. Sie ist schon 3 Monate unterwegs, hat u.a. das Atlas-Gebirge in Marokko überquert, war an der Algarve, dann in Lissabon, wo sie sich spontan für den Camino entschieden hat.
Es sind einfach schöne Begegnungen 😀
Im Hostal bekommen wir gefühlt das Mägde-Zimmer unterm Dach (Maiden's Room), fehlt nur noch der Personalaufgang...aber das ist uns egal...das Hotel hat so einen gepflegten und liebevoll angelegten Garten mit Pool und Liegen. Es ist eine lässige internationale Stimmung und es gibt sogar eisgekühlte Getränke! Ein Traum oder wie eine badische Freundin sagen würde: Es Läwe is schee 😀
