reisersblog
reisersblog
vakantio.de/reisersblog

The beginning of something newer...

Published: 04.08.2026

Attraction
Treffpunkt der Gewässer
Manaus, Brasilien
Tour
Dschungelwanderung zur Vitoria Regia
Hike · 1h
Attraction
Seringal Vila Paraiso
Manaus, Brasilien
Beach
Tupé-Strand
Manaus, Brasilien
Accommodation
Saint Paul
Hotel · Manaus
Worth seeing
Alter do Chão
Santarém, Brasilien
Worth seeing
Ilha do Amor
Alter do Chão, Brasilien
Eat
kleine Restaurants der Einheimischen
$ · Lunch
Eat
Amazon Beer
$ · Dinner
Eat
Ver-O-Peso
$ · Breakfast
Attraction
Estaçao das Docas
Belém, Brasilien
Attraction
Praça de Sé
Belém, Brasilien
Der Plan... Dienstag mit dem Zug nach Frankfurt, dann am Abend Abflug nach Sao Paulo mit Weiterflug nach Lima. Noch eine wichtige Information- ich werde auf vielen Abschnitten keinen Internetzugang haben. Daher könnte es dauern bis ich Vorträge posten kann. Also bitte nicht verzagen und immer einmal checken. Dann:


Tag 1 - Di., 04.08.26

Flug nach Lima
Ab ins Abenteuer!
Für die komfortable und umweltfreundliche Anreise ist eine Rail&Fly Fahrkarte inkludiert, mit der du von jedem deutschen Bahnhof zu deinem Abflugort innerhalb Deutschlands fahren kannst. Planmäßig am Abend fliegen wir von Frankfurt mit Zwischenstopp nach Lima, wo wir am Morgen des Folgetages ankommen werden.
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Flugzeug | Mahlzeiten: gemäß Bordservice


Tag 2 - Mi., 05.08.26


Lima- Erste Eindrücke der Hauptstadt
Heute landen wir entweder am frühen oder am späten Vormittag in Lima, wo du bereits von deiner Reiseleitung erwartet wirst. Wir schlängeln uns für rund eine Stunde durch den quirligen Stadtverkehr Limas, doch die vielen Eindrücke durch das Busfenster vom Hupen und Gestikulieren der
Latinos, lassen die Zeit schnell vergehen! Je nach Ankunftszeit frühstücken wir noch gemeinsam.
Dann machen wir uns direkt auf zu einer spannenden Stadtrundfahrt ins historische Zentrum. Wir bestaunen die Kathedrale, schön restaurierte Altstadtgebäude, den Plaza Mayor mit seinen prächtigen Kolonialbauten und die San Francisco-Klosterkirche, welche uns mit ihrer Bibliothek und den schaurig schönen Katakomben beeindruckt. Danach geht es in das Szeneviertel Barranco, wo wir über die sagenhafte Puente de los Suspiros wandeln. Die Brücke stellt einen kosmopolitischen Treffpunkt in der Stadt dar und lockt mit zahlreichen Restaurants, Bars und Cafés in der unmittelbaren Umgebung. Anschließend checken wir in unserem Hotel ein: In gemütlicher Runde gibt es hier erst einmal einen Willkommens-Cocktail, während unser Reiseleiter uns bei der Expeditionsbesprechung den genauen Ablauf erläutert und auch gerne all deine Fragen beantwortet. Hungrig? Das nahegelegene Restaurant serviert landestypische Küche – Willkommen in Südamerika!
Fahrstrecke: 30 km | Übernachtung: Casa Andina Standard Benavides*** in Lima | Mahlzeiten: gemäß Bordservice


Tag 3 - Do., 06.08.26
Lima – Cuzco – Pillcopata
Von den schneebedeckten Anden in den tropischen Nebelwald
Von Lima fliegen wir heute schon sehr früh in die alte Hauptstadt der Inkas, nach Cuzco, wo wir von unserem zusätzlichen, einheimischen Naturführer empfangen werden. Auch erhalten wir hier alle unsere Gummistiefel (Schuhgrößen 36 bis 45 sind verfügbar, gib deine Schuhgröße bitte bei Buchung mit an) – das von den Einheimischen im Dschungel bevorzugte Schuhwerk. Nachdem wir in einer kleinen
Bäckerei unser Brot selbst aus dem mit Holz befeuerten Ofen geholt haben, geht es mit unserem Kleinbus auf einer kleinen, kurvenreichen Straße über die mächtigen Hochanden (ca. 4.000 m ü. M.) in das dampfende Amazonasgebiet (ca. 650 m ü. M.)!
Unterwegs wandern (0,5 Std., leicht) wir zu den Aymara-Begräbnistürmen, den Chullpas von Ninamarca und zu dem ehemaligen Inka-Zoll-Posten Paucartambo. Im tropischen Nebelwald angekommen können wir
mit etwas Glück den Nationalvogel Perus, den knallorangenen Andenklippenvogel, sowie einige der 36 Affenarten beobachten. Das Mittag- & Abendessen wird von unserem indigenem Expeditions-Kochteam
2 zubereitet, das uns auch die nächsten Tage im Dschungel begleiten wird. Übernachtet wird in einem einfachen Hotel der Matsiguenka-Indigenen.
Fahrtstrecke: 210 km | Übernachtung: Gallito de las Rocas Lodge in Pillcopata | Mahlzeiten: F, M, A


Tag 4 - Fr., 07.08.26


Pillcopata – Manú-Nationalpark
Auf dem Floß über den Dschungelsee Nachdem wir uns am Morgen noch mit dem Nötigsten versorgen konnten, geht es auf kurvigen Straßen weiter durch den Dschungel. Wir machen Halt bei einer Tierrettungsstation, wo vorher als Haustiere gehaltene Wildtiere wie Tapire, Affen, Kaimane und
Faultiere auf das Leben im Dschungel vorbereitet werden. Bei einem Spaziergang durch eine kleine Orchideenfarm halten wir die Augen offen, um farbenfrohe Kolibris beim Nektarsaugen zu beobachten.
Mit etwas Glück sehen wir bis zu 12 verschiedene Kolibriarten! Weiter geht es nun mit dem Bus bis nach Atalaya, wo wir das Gepäck auf unser motorisiertes Expeditionsboot laden. Auf unserer ersten Flussfahrt manövriert uns unser erfahrener Bootskapitän durch Stromschnellen zu unserer heutigen, sehr einfachen Herberge einer Matsiguenka-Familie, mitten im Amazonas-Dschungel gelegen. Im Anschluss an unser Mittagessen brechen wir zu einer Regenwaldwanderung (2-3 Std., leicht) auf, wo wir mit Glück Papageien, Affen und Kaimane sehen können. Ziel ist eine romantisch gelegene Dschungel-Lagune, wo wir auf kleinen Holzflößen am Ufer entlang gleiten, um tropische Vögel wie zum Beispiel den Hoatzin, den „Urvogel“, dessen Herkunft völlig ungeklärt ist, zu beobachten. Nach dem Sonnenuntergang wagen wir uns zurück in den Dschungel, um einige der nachtaktiven Tiere bei einer spannenden Nachtwanderung (1-2 Std., leicht) zu entdecken.
Fahrstrecke: 10 km + 5 km (Boot) | Übernachtung: Dschungel-Herberge im Manú-Nationalpark |
Mahlzeiten: F, M, A

Tag 5 - Sa., 08.08.26

Manú-Nationalpark
Heiße Vulkanquellen, Bootstour und Tapir-Spotting Heute Morgen brechen wir zu einer längeren Bootsfahrt durch den Manú-Nationalpark auf. Unterwegs stoppen wir im von Matsiguenka-Indigenen gegründeten Dorf Shintuya, wo wir eine Schule und die örtliche Krankenstation besuchen. Ebenso auf dem Programm steht ein entspannendes Bad in heißen Vulkanquellen: ein natürliches Spa mitten im Dschungel! Die
folgende gut vierstündige Flussfahrt in unserem Expeditionsboot bis nach Dorado ist keinesfalls langweilig. Mit Glück lassen sich Kapuzineraffen beobachten, wie sie sich durch die hohen Bäume hangeln, sowie farbenfrohe Papageien oder auch Wasserschweine, die sich häufig am Ufer aufhalten.
Am späten Nachmittag geht es auf einer aufregenden Wanderung (2-3 Std., leicht) durch den vielbewachsenen und immergrünen Dschungel – du solltest unbedingt eine Taschenlampe einpacken! Bis zu 55 Meter hohe Saiba-Bäume, Kastanien, unzählige Palmenarten, Lianen und Würgefeigen sind nur einige der Bäume, die wir zu sehen bekommen. Auch die nachtaktiven Tiere werden nun munter – das geübte Auge unseres Naturführers wird diese hoffentlich erspähen und uns zeigen. Es ist inzwischen stockfinster, wenn wir die 3 Meter hohe Tapirplattform an der Mineralienlecke erreicht haben. Wir halten inne und lassen uns von der Geräuschkulisse des Dschungels überwältigen. Jeden Moment könnte
nun mit viel Glück das größte südamerikanische Landsäugetier, der bis zu 250 kg schwere Tapir heranschleichen, um nur wenige Meter von uns entfernt die Mineralien zu lecken, welche er dringend zum Verdauen benötigt. Ein spannender Moment und der krönende Abschluss eines weiteren ereignisreichen Tages!
Fahrstrecke: 85 km (Boot) | Übernachtung: Dschungel-Herberge im Manú-Nationalpark | Mahlzeiten: F,
M, A


Tag 6 - So., 09.08.26 


Manú-Nationalpark, Von der Papageien-Salzlecke zum indigenen Dorf Diamante
Noch vor Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg durch den tiefen Dschungel zu unserem Boot, wo unser Bootsteam bereits mit einem leckeren Frühstück wartet. Wir navigieren zu einer Salzlecke der
grünen Amazonenpapageien, wo wir mit Glück das kreischende Spektakel live beobachten dürfen! Nach dem eindrucksvollen Naturschauspiel passieren wir auf unserer mehrstündigen Fahrt im Expeditionsboot Flussgoldgräber und besuchen das indigene Dorf Diamante, wo wir ins Gespräch mit Einheimischen kommen. Tagesziel ist Boca Manu – die einst vom legendären Fitzgerald zu Zeiten des Kautschukbooms gegründete Siedlung ist heute ein Versorgungsdorf der Indigenen und Goldsucher. Hier besuchen wir den örtlichen Schiffsbauer, der auch unser Boot 3
gebaut hat. Er erklärt uns genau aus welchen Materialien er die Boote baut, welche „Modelle“ er hat und wie sein „Vertrieb“ organisiert ist. Am Abend können wir uns ein kaltes Bier in einer der kleinen Dorfkneipen zusammen mit den Einheimischen schmecken lassen.
Fahrstrecke: 80 km (Boot) | Übernachtung: Dschungel-Herberge im Manú-Nationalpark | Mahlzeiten: F,
M, A

Tag 7 - Mo., 10.08.26

Manú-Nationalpark – Puerto Maldonado; Stippvisite in der Zivilisation
Auf unserer morgendlichen Bootsfahrt erleben wir bei klarem Wetter einen malerischen Sonnenaufgang über den Flussausläufern des Amazonasgebiets, während unser Koch das Frühstück serviert.
Schließlich erreichen wir einen weiteren kleinen Versorgungsort der Goldsucher, Colorado, wo wir uns vom Naturführer und Expeditionsteam verabschieden. Keine Sorge, unser Reiseleiter bleibt währenddessen natürlich weiterhin bei uns! Wir steigen auf Taxi-Pick-Ups und Mini-Fähren der Einheimischen um, die uns auf abenteuerlichen Off-Road-Pisten nach Puerto Maldonado bringen. Nach der Ruhe des Dschungels erleben wir in der bunten, quirligen, mit Motorrädern und Rikschas
überfüllten Dschungelstadt einen kleinen Kulturschock. Hast Du Lust auf etwas Abwechslung nach so viel Natur? Am Abend besteht die Möglichkeit, eine Bar mit Live-Musik zu besuchen. Cumbia! Perfekt um das Tanzbein zu schwingen! Danach genießen wir den Komfort eines „richtigen“ Hotels!
Achtung: die heute eingesetzten Fahrzeuge entsprechen den örtlichen, gesetzlichen Vorschriften, jedoch unter Umständen nicht westeuropäischen Sicherheitsstandards (z. B. bei einigen Fahrzeugen keine Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen).
Fahrstrecke: 220 km + 120 km (Boot) | Übernachtung: Cabaña Quinta*** in Puerto Maldonado |
Mahlzeiten: F

Tag 8 - Di., 11.08.26

Puerto Maldonado
Markttrubel, Goldnuggets und Ruhepause Heute machen wir zunächst eine kleine Erkundungstour (1-2 Std., leicht) durch die Stadt und entdecken den bunten lokalen Markt, wo wir frische tropische Früchte und gesüßte Paranüsse probieren können. In den kleinen Goldläden Puerto Maldonados können wir vielleicht ein paar Gold-Nuggets sehen und kaufen – ein beliebtes Souvenir! Nach den ereignisreichen Tagen im Manú-Nationalpark gönnen wir uns am Nachmittag eine kleine Pause und genießen die Annehmlichkeiten der Dschungelstadt. Wie wäre es mit einem Cusqueña am Hotelpool? Alternativ hast du heute die Möglichkeit, früh aufzubrechen und eine Kanutour auf dem malerischen Lago Sandoval zu unternehmen; sprich deinen Reiseleiter zu Reisebeginn hierauf an, er hilft dir gerne bei der Organisation.
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Cabaña Quinta*** in Puerto Maldonado | Mahlzeiten: F


Tag 9 - Mi., 12.08.26


Puerto Maldonado – Chive
Fahrt auf der Trans-Oceanica nach Bolivien Bevor wir aus Puerto Maldonado in Richtung Bolivien aufbrechen, bringen wir unser Hauptgepäck zunächst mit Tuk-Tuks zum Hafen – unsere Jungs vom
Expeditionsteam sind so lieb und transportieren es mit dem Boot nach Bolivien, wo wir sie heute Abend wieder treffen. Dann fahren wir zunächst rund 150 km auf der berühmten und erst 2016 fertiggestellten Trans-Oceanica, der Verbindungsstraße zwischen Atlantik und Pazifik. Nach
Regenfällen müssen wir möglicherweise die letzten ein bis zwei Kilometer vor der bolivianischen Grenze zu Fuß absolvieren, ehe der wohl abenteuerlichste Grenzwechsel auf uns wartet. Mitten im Dschungel werden unsere Reisepässe kontrolliert und abgestempelt. Nach Erledigung der Formalitäten geht es mit sehr einfachen PKWs weiter, die uns in rund drei Stunden noch tiefer in den bolivianischen Regenwald zum kleinen Versorgungsposten der Paranusspflücker in Chive fahren. Das Dorf liegt direkt am Fluss Madre de Dios, wo unser Expeditionsteam bereits mit dem Abendessen und unserem Hauptgepäck auf uns wartet. Den Abend können wir bei einem kühlen Bier in einer der Farmer-und Goldsucherkneipen ausklingen lassen, bevor wir unsere Nacht auf Feldbetten in einer einfachen Herberge verbringen. Achtung: die heute eingesetzten Fahrzeuge entsprechen den örtlichen, gesetzlichen Vorschriften, jedoch unter Umständen nicht westeuropäischen Sicherheitsstandards (z. B. bei einigen Fahrzeugen keine Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen).
Fahrstrecke: 260 km | Übernachtung: Feldbetten im Dschungel in Chive oder ähnlich | Mahlzeiten: F, A

Tag 10 - Do., 13.08.26

Chive – Humaita
Im Expeditionsboot zu den Paranusspflückern Am Vormittag fahren wir mit unserem überdachten und motorisierten Expeditionsboot durch das Naturreservat Manupiri bis zum Paranussbauern-Dorf Humaita. Hier geht es zusammen mit ein paar Pflückern bei einer Wanderung (1 Std., leicht) in den Dschungel zu den massiven Paranussbäumen, wo uns die Erntevorgänge aus erster Hand erklärt und von unserem Reiseleiter übersetzt werden. Danach wandern (1 Std., leicht) wir wieder zurück zum Camp, ehe wir ein erfrischendes Bad unter einem kleinen Wasserfall nehmen. Unsere Nacht verbringen wir romantisch auf Feldbetten in einer Lagerhalle für Paranüsse.
Wichtige Information: Die Paranuss-Farmen im Dschungel werden ganzjährig von uns besucht. Wenn keine Erntezeit (Januar bis Mai) ist, treffen wir die Verwalter der Paranussfarmen und spazieren mit unserem Reiseleiter durch den Dschungel und begutachten die Bäume und die Nüsse.
Fahrstrecke: 90 km (Boot) | Übernachtung: Feldbetten im Dschungel in Humaita oder ähnlich |
Mahlzeiten: F, M, A


Tag 11 - Fr., 14.08.26


Humaita – Ámerica
Unterwegs auf dem Río Madre de Dios Wieder besteigen wir unser Boot: Vorbei an illegalen Goldwäscheranlagen mit ihren laut knatternden Dieselmotoren, in denen feiner Goldstaub aus den Dschungelflüssen ausgewaschen wird, fahren wir den großen Fluss Madre de Dios weiter stromabwärts bis wir gegen Mittag beim Dorf Àmerica ankommen. Hier machen wir einen kleinen Rundgang und besuchen die örtliche Grundschule, die wir mit unserem sozialen Projekt unterstützen. Wir haben die Gelegenheit mit Lehrern und Schülern über ihr Leben im Dschungel zu reden und erhalten auch bei der örtlichen Krankenstation einen Einblick in ihren Alltag. Vielleicht treffen wir außerdem einige
Paranuss-Pflücker an, die zur Erntesaison in der Lagerhalle für die Nüsse campieren.
Fahrstrecke: 80 km (Boot) | Übernachtung: Feldbetten im Dschungel in Ámerica oder ähnlich |
Mahlzeiten: F, M, A


Tag 12 - Sa., 15.08.26


Ámerica – Riberalta; Pick-Up-Fahrt in die Kolonialstadt
Unsere letzte Flussetappe bringt uns heute in etwa drei Stunden nach Sena. Hier verabschieden wir uns vom Bootskapitän und seiner Crew und steigen auf die Ladeflächen von Pick-Ups oder einem LKW um– los geht die abenteuerliche Fahrt mitten durch den Dschungel, hier ist Festhalten angesagt – schmutzig werden nicht ausgeschlossen! Am Nachmittag erreichen wir das gemütliche Kolonialhotel eines ehemaligen Kautschukbarons in Riberalta, wo wir uns am besten erstmal abduschen und umziehen.
Die abgelegene Stadt hat mittlerweile fast 80.000 Einwohner – dennoch ist es beinahe sicher, dass wir hier keine anderen Reisenden treffen, aber dafür können wir zurück in der Zivilisation sicherlich ein erfrischendes Kaltgetränk oder ein Eis ergattern.
Achtung: die heute eingesetzten Fahrzeuge entsprechen den örtlichen, gesetzlichen Vorschriften, jedoch unter Umständen nicht westeuropäischen Sicherheitsstandards (z. B. auf der Ladefläche sitzend ohne Sicherheitsgurte).
Fahrstrecke: 50 km + 60 km (Boot) | Übernachtung: Colonial** in Riberalta | Mahlzeiten: F


Tag 13 - So., 16.08.26


Riberalta: Zu Gast beim Kautschukbaron
Na, hast du gut geschlafen in den historischen Räumlichkeiten des Kautschukbarons? Der heutige Tag steht dir zur freien Verfügung: Erkunde die Stadt auf eigene Faust und besuche den geschäftigen Markt, wo du exotische Früchte und lokale Spezialitäten entdecken kannst. Am Abend gehen wir gemeinsam zum lebhaften Hauptplatz von Riberalta, um den der ganze Ort mit kleinen Mofas und Motorrädern braust und sich einige Möglichkeiten zum Abendessen bieten.
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Colonial** in Riberalta | Mahlzeiten: F


Tag 14 - Mo., 17.08.26


Riberalta – Porto Velho – Manaus
Über die Grenze nach Brasilien
Je nach Saison spazieren (1 Std., leicht) wir am Morgen gemeinsam zu eine Verarbeitungsanlage von Paranüssen, in der wir alles über die Aufnahme des Rohprodukts bis zu seiner Auslieferung erfahren können. Hier werden hunderte Tonnen der kostbaren Nuss geknackt, gewaschen und nach Qualitätsstufen von vielen Mitarbeitern in Handarbeit sortiert. Neben dem Gummi der Kautschukbäume und den tropischen Hölzern, sind die nahrhaften Paranüsse die wichtigste Einnahmequelle der einheimischen Bevölkerung. Nach unserer Führung durch die Anlage spazieren (1 Std., leicht) wir zurück nach Riberalta, von wo aus es mit Taxis zur bolivianisch-brasilianischen Grenze geht. Nachdem wir mit der Fähre übergesetzt,
die Einreisemodalitäten erledigt und etwas Geld gewechselt haben, führt uns unsere Weiterfahrt nach Porto Velho durch das abgelegene Rondónia-Gebiet, in dem bis vor wenigen Jahren noch massenhafte Brandrodungen auf der Tagesordnung standen.
Heute liegen 80 % der einst für die Landwirtschaft abgebrannten Fläche brach, da der Bedarf an Rindfleisch zurückgegangen ist. Das erspart zum Glück seit einigen Jahren die weitere Abholzung und Brandrodung im Amazonasgebiet! In Porto Velho angekommen deponieren wir zunächst unser Gepäck in einem örtlichen Hotel. Je nach Ankunftszeit haben wir noch Zeit den Markt und den Hafen zu besuchen. Erst mit dem Ausbau der Eisenbahn vor über 130 Jahren begann die gezielte Besiedlung des bis dahin völlig unberührten Amazonasgebiets hier in Porto Velho. Wir lassen den Abend am Rio Madeira ausklingen, wo mir mit etwas Glück rosafarbene Flussdelfine munter im Wasser springen sehen.
Planmäßig am späten Abend werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen nach Manaus, dem vor südamerikanischer Lebensfreude brodelnden und multikulturellen „Herzen Amazoniens“, wo wir nachts
ankommen und direkt in unserem zentralen Hotel einchecken können.
Fahrstrecke: 455 km + 1 km (Boot) | Übernachtung: Saint Paul*** in Manaus | Mahlzeiten: F


Tag 15 - Di., 18.08.26


Manaus: Im Trubel der Millionenstadt
Nach der nächtlichen Ankunft heißt es heute erst einmal ausschlafen und entspannt frühstücken! Dann spazieren wir zunächst zum 1883 von Gustave Eiffel, dem Erbauer des Eiffelturms, entworfenen Mercado Municipal Adolpho Lisboa, einer Markthalle am Ufer des Rio Negro. Wir tauchen ein in die bunte Welt der Früchte, Gewürze und traditionellen amazonischen Medikamente ein. Auf dem nahegelegenen Fischmarkt staunen wir über die gewaltige Auswahl an riesigen Amazonasfischen.
Manaus ist Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas und kann nur per Schiff oder Flugzeug erreicht werden. Daher spielt sich das Leben meist unten am riesigen Hafen ab – und wir mittendrin! Wie wäre es mit einem Mittagessen in dem kleinen familiären Fischrestaurant nebenan? Die Tische stehen zwar typisch brasilianisch auf dem Bürgersteig, aber es gilt dennoch als eine der besten Adressen für
Amazonasfische in Manaus. Frisch gestärkt besuchen wir das weltberühmte Opernhaus, das „Teatro Amazônico“, das ein Zeugnis der schillernden Blütezeit der Kautschukbarone darstellt. Die Oper ist nicht nur Überbleibsel einer Epoche ungeheuren Wohlstandes, sondern geradezu ihr Symbol und inzwischen Wahrzeichen der Stadt. Am Abend können wir auf dem São Sebastião-Platz direkt vor dem herrlich angeleuchtetem Teatro Amazônico in einer der kleinen Samba-Bars den typischen Caipirinha
genießen.
Wichtiger Hinweis: Bei einer Abendvorstellung im Teatro Amazônico setzt die Verwaltung spontane Öffnungszeiten an, die so gelegt werden, dass der Aufbau der Abendvorstellung nicht beeinträchtigt wird. Sollte eine Besichtigung des Teatro Amazônico nicht möglich sein, wird die Reiseleitung versuchen, Karten für die Abendvorstellung zu erwerben.
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Saint Paul*** in Manaus | Mahlzeiten: F

Tag 16 - Mi., 19.08.26

Manaus
Zwischen Rio Amazonas und Rio Negro Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Bootsfahrt zum „Treffpunkt der Gewässer“, wo sich das dunkle Wasser des Rio Negro und das milchkaffeefarbene, um ca. 4°C wärmere Wasser des Solimões treffen, um schließlich zum Amazonas
zusammenzufließen. Hier wandern (1 Std., leicht) wir durch den Dschungel, um die seltene Seerose Vitoria Regia zu suchen. Danach fahren wir je nach Wasserstand weiter den gewaltigen Rio Negro weiter stromaufwärts zum Kautschukmuseum „Seringal Vila Paraiso“, eines der letzten Relikte der einst boomenden Kautschukindustrie Amazoniens – einer Zeit von unvorstellbarem Reichtum aber auch voller brutaler Gewalt und unsäglicher Leiden. Es war die Zeit, in der man Gummi fast mit Gold
aufwog und sich die Kautschukbarone prächtige Paläste in den Urwald bauen ließen. Eine engagierte Dame zeigt uns, wie die Gummizapfer das Latex aus dem Gummibaum herausholten. Wir gehen in die originale Gummi-Tapper-Hütte und in die Räucherei, wo wir alles über den Gummiherstellungsprozess erfahren. Auf der Rückfahrt halten wir noch an einem der schönsten Strände in der Nähe von Manaus, dem Tupé-Strand. Hier können wir uns kulinarisch von den kleinen Restaurants der Einheimischen verwöhnen lassen. Zurück in Manaus geht es, sofern geöffnet, in eines der Ausrüstungsgeschäfte für die Bewohner des Dschungels. Hier kannst du dir deine persönliche Hängematte aussuchen, dein „Bett“ für die spannende Nacht auf dem Frachtschiff. Natürlich darfst du die Hängematte nach der Tour mit nach Hause nehmen! Wer Lust hat, kann mit dem Reiseleiter am Hafen schon einmal unserem Frachtschiff einen Besuch abstatten, das nun rund um die Uhr beladen wird. Bis
morgen!
Fahrstrecke: 30 km (Boot) | Übernachtung: Saint Paul*** in Manaus | Mahlzeiten: F

Tag 17 - Do., 20.08.26

Manaus – Frachtschifffahrt auf dem Amazonas
Abenteuer auf dem Frachtschiff Heute erwartet uns ein weiteres Abenteuer auf unserer großen Amazonien-Reise – wir fahren mit dem Frachtschiff von Manaus nach Santarém! Nachdem wir an Bord gegangen sind und unsere Hängematten auf dem oberen Hängemattendeck aufgehängt
haben, beobachten wir das Laden der Fracht durch viele fleißige Hände, die innerhalb weniger Stunden zig Tonnen an verschiedenen Gütern geschickt im Schiff verstauen. Der Kontakt zur Bevölkerung ist hier „hautnah“ und unser Reiseleiter hilft gerne beim Übersetzen der zahlreichen,
interessanten Gespräche. Es kommen immer wieder fliegende Händler an Bord, bei denen du dir deinen Mittagssnack kaufen kannst. Auf dem oberen Deck wartet nach dem Ablegen am Nachmittag eine kleine Bar bei Samba-Rhythmen auf uns. Nun heißt es: zurücklehnen und genießen! Am Abend essen wir dann zusammen mit den Einheimischen – wir sind gespannt, was der Schiffskoch uns und den weiteren bis zu dreihundert Passagieren zaubert.
Fahrstrecke: 5 km + 350 km (Schiff) | Übernachtung: Hängematten auf dem Frachtschiff | Mahlzeiten:
F, A


Tag 18 - Fr., 21.08.26


Frachtschifffahrt auf dem Amazonas – Santarém – Alter do Chão/Pindobal
Die Karibik des Amazonas
Das Frachtschiff hält an vielen Orten kurz an, um Waren auf- und abzuladen. Tausende Fotomotive
warten auf uns, während wir das rege Treiben von der Reling aus
beobachten. Planmäßig am frühen Abend kommen wir in Santarém an und fahren noch eine knappe Stunde
in das Dorf Alter do Chão* mit seiner vorgelagerten Ilha do Amor. Der kleine, gemütliche Ort ist
ein abgelegenes Paradies! Abends können wir auf dem Dorfplatz das authentische, kulinarische
Brasilien erleben. Wir sitzen am urigen Plaza unter Bäumen, ein paar gestrandete Hippies verkaufen
ihren Naturschmuck und Kinder toben herum. Zu alledem gibt es neben dem besten Caipirinha oftmals
spontan Livemusik – Brasilienfeeling pur!
*Je nach Saison und Verfügbarkeit verbringen wir die kommenden beiden Strandtage entweder in Alter
do Chão oder im ebenso schönen Nachbarort Pindobal. Die Pousada Chalé Joana ist kein klassisches
Hotel wie das Mirante da Ilha, sondern eine typisch brasilianische Pension mit viel Charme und
Gastlichkeit.
Fahrstrecke: 40 km + 420 km (Schiff) | Übernachtung: Mirante da Ilha in Alter do Chão*** oder
Pousada Chalé Joana in Pindobal | Mahlzeiten: F, M

Tag 19 - Sa., 22.08.26

Alter do Chão/Pindobal
Relaxen an den Traumstränden der Liebesinsel Das Wasser des Rio Tapajós, einem der Zuflüsse des nahegelegenen Amazonas, ist glasklar und angenehm warm. Je nach Wasserstand bringt uns eine kurze Bootsfahrt oder ein Flussspaziergang zur Ilha do Amor. Nun ist Relaxen an diesen idyllischen Traumstränden der Halbinsel mit ihren vielen kleinen Bars und einfachen lokalen Restaurants angesagt.
Wenn du magst, stell doch Stuhl und Tisch ins Wasser und probiere frisch gegrillten Fisch und leckere Pinchos mit Fleisch oder Käse. Ein Tag, um die Seele baumeln zu lassen und um das süße Nichtstun vor traumhafter Kulisse zu genießen. Wenn du lieber aktiv sein möchtest, kannst du je nach Saison vor Ort eventuell bei einem örtlichen Anbieter einen Ausflug buchen, z. B. ins Tapajòs-Naturreservat oder in die „Geisterstadt“ Fordlândia (dass zum Reisezeitpunkt fakultative Ausflüge angeboten werden bzw. stattfinden kann nicht garantiert werden).
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Mirante da Ilha in Alter do Chão*** oder Pousada Chalé Joana in
Pindobal | Mahlzeiten: F


Tag 20 - So., 23.08.26

Alter do Chão/Pindobal – Santarém – Belém
Vom Amazonasbeach zur Atlantikküste Je nach Flugzeit haben wir heute nochmal einen freien Vormittag am Strand, ehe es mit Taxis zum
Flughafen Santarém geht. Nach unserem Abstecher in die „Karibik des Amazonas“ geht es im Flug zur Atlantikküste nach Belém. Wegen der von Mangobäumen gesäumten Straßen der Innenstadt hat Belém auch den Beinamen „cidade das mangueiras“ (Stadt der Mangobäume). Nach Ankunft gehen wir gemeinsam zum ehemals gefährlichen Hafengelände der Estaçao das Docas. Doch keine Sorge – heute beherbergen die
alten Lagerhallen des Hafens moderne Geschäfte, Restaurants und die Brauerei „Amazon Beer“, dazu die vielleicht beste Eisdiele der Stadt. Hier werden wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Fahrstrecke: 90 km | Übernachtung: Rede Andrade Docas*** in Belém | Mahlzeiten: F

Tag 21 - Mo., 24.08.26

Belém – Rückflug: Eingelegte Skorpione und Riesenfische
Am frühen Morgen gehen wir auf den berühmten Markt „Ver-O-Peso“ am alten Hafen, wo Kräuterfrauen Naturprodukte aus Amazoniens Wäldern verkaufen. Hier, wo das Wissen der letzten Schamanen auf einem
Markt vereint ist, werden wir überrascht von der unglaublichen Vielfalt – für die unterschiedlichsten Zwecke gibt es Pülverchen, Wurzeln, Baumrinden und noch exotischere Mittel, wie zum Beispiel eingelegte Skorpione und gigantische Fische. Im Rahmen des Stadtrundgangs lernen wir außerdem den ursprünglichsten Teil Beléms mit seinem Hauptplatz Praça de Sé, den bunten Häuserfassaden, dem imposanten Teatro da Paz und der alten Kathedrale kennen. Dann heißt es Abschied nehmen: Vom Kontinent Südamerika, von unserem Reiseleiter und von einer Abenteuerreise, die dir bestimmt dein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Am Nachmittag* geht es zum Flughafen von Belém, von wo aus wir planmäßig via São Paulo und/oder Madrid nach Frankfurt fliegen. ¡Muchas
gracias! Muito obrigado!
*Mit Air Europa geht es laut aktuellem Flugplan bereits morgens nach Sao Paulo. Sollten wir Air Europa-Flüge nutzen, versuchen wir am Vortag frühmorgens von Santarém nach Belém zu fliegen, sodass der Stadtrundgang mit „Ver-O-Peso“-Markt bereits am Vortag stattfinden würde. Das heutige und gestrige Frühstück würde dementsprechend
ersatzlos entfallen.
Fahrstrecke: 50 km | Übernachtung: Flugzeug | Mahlzeiten: F, gemäß Bordservice

Tag 22 - Di., 25.08.26

Ankunft: Willkommen zu Hause
Nach einem hoffentlich entspannten Nachtflug landest du heute wieder in Europa. Wie auch auf der Hinreise kannst du deine inkludierte Rail&Fly-Fahrkarte nutzen, um innerhalb Deutschlands zu deinem Heimatort zurückzufahren und dabei deine Abenteuerreise nochmal Revue passieren zu lassen.
Fahrstrecke: - | Übernachtung: - | Mahlzeiten: gemäß Bordservice

At a glance

Automatically extracted from the post
Accompaniment
In the group
AdventurousCulturalCulinaryRelaxing
  • Bootsfahrt zum Treffpunkt der Gewässer
  • Dschungelwanderung zur Seerose Vitoria Regia
  • Frachtschifffahrt auf dem Amazonas
  • Strandtage an der Ilha do Amor
  • Besuch des Markts Ver-O-Peso in Belém
Hängematte
NatureBeachCultureEatTransitAdventureStoryCity
reisersblogFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Answer