Sani Pass Tour, Lesotho
👍


Published: 21.10.2022



















Heute ging die Reise weiter nach Cintsa. Der Ort liegt an der Wild Coast of South Afrika. Für uns stand eigentlich fest, wir fahren die komplette Route von Underberg bis Cintsa über die N2. So hatten wir es auch gestern zwei Leuten, Südafrikanern, im Pub erzählt. Sie haben uns davon abgeraten und uns eine längere Bergroute empfohlen. Okay, wir überlegen uns das!!! Hm, heute morgen stand für uns fest, wir fahren die N2, ist doch ne Autobahn, WAS SOLL DORT PASSIEREN? Aber auch Helga, unsere Gastgeberin in Underberg, hatte uns die Bergroute empfohlen. Sie ist mit uns die komplette Route auf Google Maps durchgegangen. Sie hat uns genau gesagt, wo wir das letzte mal tanken sollen und in welchen Orten wir nicht aussteigen sollten. OMG! Aus einer etwas mehr als 6 Stundenfahrt, wurde jetzt eine 9 Stundenfahrt. Aber die Sicherheit geht vor!!!!
Um 8:00 Uhr saßen wir im Auto und los ging die Tour. In zwei Orten durften wir tanken und auch nochmal zur Toilette gehen. Das haben wir auch getan und dann hieß es aushalten oder in die freie Natur :-)! Das kann ich jetzt schon vorweg nehmen, das hat sich keiner von uns getraut. Denn immer wenn ich gedacht habe, ach hier ist ein Wäldchen, waren dort auch Einheimische. Die Fahrt war trotz der langen Strecke ein Traum. Die Landschaft durch die Berge war sehr schön. Mal hatten wir eine felsige, dann wieder eine grüne oder auch eine bewaldete Landschaft. Da nicht allzu viel Verkehr war, konnte ich auch die Landschaft in mich aufsaugen. Ich finde die Berglandschaften ja faszinierend, hätte auch noch locker dort zwei Wochen verbringen können :-). Immer wieder kamen auch größere Abschnitte mit Rinderfarmen. Diese sahen prächtig aus und die Tiere haben soviel Weidefläche, einfach gigantisch.
Es folgten kleinere Orte mit Einheimischen und immer befinden sich vor den Ortseingängen diese Bumpers, grausig, man muss komplett in den ersten Gang runterschalten und über die Teile hüpfen, nen Alptraum. Die Kinder in den kleinen Orten freuen sich, wenn sie den Autos winken können und vor allem wenn, wir dann auch zurückwinken :-)!
Dann folgte ein größerer Ort und das war schon eine Ansage. Im zweiten Gang sind wir da durch getuckelt. Ich bin ehrlich, wir hatten ein total mulmiges Gefühl, aber es ist alles gut gegangen. Die meisten gucken und lächeln oder sie starren und rufen irgend etwas. Die Ortschaften wirken total chaotisch. Die Leute spazieren einfach über die Straße, Autos fahren ohne zu blinken los und sämtliche Tiere queren oder halten sich auf den Straßen auf. Unfassbar und unglaublich, wenn man das nicht mal live erlebt hat. Daniela meinte auch, das ist alles sehr dreckig hier, hm, yip, das stimmt.
Dann kam eine Straße mit folgender Hinweistafel "41 Km Schlaglöcher"! Wie bitte, so eine lange Strecke. Dieser Abschnitt war tatsächlich super anstrengend für mich. Denn das waren keine kleinen Schlaglöcher, das war eine Katastrophe und wir, die Autofahrer, mussten regelrecht von rechts nach links und von links nach rechts immer wieder ausweichen. Unfassbar. Ich habe die Km genau auf dem Tacho beobachtet und tief durchgeatmet als es endlich vorbei war.
Mir fiel auf, dass doch viele tote Hunde auf der Straße liegen. Auf den Straßen darf man auch hinter den Ortschaften 100 oder 120 kmh fahren. Das ist natürlich toll, bis zu dem Zeitpunkt, wo uns fast ne Ziege vor das Auto gehoppelt ist oder irgendwelche Viecher meinen, auf die Straße gehen zu müssen und mittig stehen bleiben. Also, das war alles sehr, sehr aufregend uns absolut neu für mich!
Ich war so froh, als Daniela meinte, "Anke es sind nur noch 30 Minuten"!
Wir sind sehr gut in der Lodge angekommen und unser Zimmer ist ein Traum. Vom Bett aus können wir auf das Meer sehen. Morgen früh mache ich mal Bilder davon :-). Viele Grüße von uns Anke & Daniela