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Today we took the time to process our experiences. Now there is lentil stew!


Published: 28.09.2025
Und heute ging's mit dem Linienbus in die Hauptstadt Tirana.
Auf dem zentralen Skanderbegplatz stolpern wir zunächst in eine Ausstellung der Heinrich Böll Stiftung, in der Bilder der deutschen Fotografin Jutta Benzenberg ausgestellt waren: Es geht um die 90-er Jahre in Albanien: Nach der Diktatur kam die Befreiung, aber mit ihr auch Chaos und Verzweiflung. Dies fangen ihre Bilder sehr eindringlich ein, weil die Negative der Fotos aus ihrem brennenden Haus gerettet wurden und für die Ausstellung aufbereitet wurden, so dass die Ergebnisse mehr als einfache Fotos sind.
Albanien ist ein Land voller Bunker. Etwa 170.000(!) hat der Diktator Hoxha erbauen lassen, da sein isoliertes Regime von Feinden umgeben war.
In einem dieser Bunker wird uns heute die politische Unterdrückung durch den Geheimdienst Sigurimi bis 1990 mehr als deutlich nahegebracht. Es ist äußerst beklemmend in diesen nicht oder schlecht klimatisierten Räumen unter der Erde mit der Gewalt konfrontiert zu werden.
Religion wurde in Albanien per Gesetz verboten. Muslime, Christen und andere also verfolgt und Gotteshäuser zerstört. Schaut man sich heute in Tirana um, gibt es -neben den Tempeln des Kapitalimus- eine Vielzahl von neu erbauten Kirchen und Moscheen. Ist wohl nicht ganz totzukriegen diese Gottsuche.
Ach ja, wir sind ja kein Bildungsblog, sondern Reiseblog 😅: Tirana ist heute eine sehr lebendige Stadt mit vielen Cafés und öffentlicher Kunst. Und heute leider auch mit ganz viel Regen.🤨
