

Pubblicato: 18.08.2026











So würde das Stadtmarketing diese Stadt wohl bewerben. Dabei hätte diese ein solches Marketing gar nicht nötig. Als Tallinn noch Reval hieß, war es eine bedeutende Hansestadt. Davon zeugen noch heute viele gut erhaltende Häuser der Gilden, Gassen, in denen Mittelalterfilme gedreht wurden und ein wunderbarer Rathausplatz mit mittelalterlichen Bierkellern. In einem mussten wir natürlich die angepriesene Elchsuppe probieren, die aber nur minimale Teile des toten Tieres enthielt.
Inmitten der Altstadt stießen wir auf die russische Botschaft, die von einer Polizeistreife bewacht wurde und vor der sich die Solidarität mit der Ukraine ausdrückte. Zusammen mit dem Shop schräg gegenüber, in dem ukrainusche Militaria angeboten wurden, brach an diesem Ort die kriegerische Gegenwart in die mittelalterliche Idylle ein.
Als wir uns gestern mit der Bahn nach Tallinn begaben, scheiterten wir beinahe am hypermodernen Bezahlsystem. Uns fällt auf, dass die Digitalisierung im kleinen Estland deutlich weiter geht als in unserer manchmal etwas schwerfälligen Bundesrepublik.
Insgesamt gefiel uns Tallinn so gut, dass wir heute noch einmal einen Tag in den "hippen" Vierteln außerhalb der Altstadt verbringen werden.
