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32. Chapitre : Tournée d'adieu avec 1000 Bouddhas, pudding au thé et fermenté

Publié: 04.12.2025

Attirance
Sanjūsangen-dō
Kyoto, Japan
À voir
Nishiki-Markt
Kyoto, Japan
Manger
ein Pudding-Shop
$ · Collation
À voir
ein schönes altes Onsen im Nordwesten von Kyoto
Kyoto, Japan
Manger
Takoyaki
Japanese · $ · Dîner

Jetzt bin ich auf der Abschiedstournee durch Kyoto, aber mir fallen immer noch Orte ein, die ich vergessen hatte, aber unbedingt nochmal wiedersehen möchte. Glücklicherweise weiß Johnny immer gleich, was ich meine, wenn ich ihm beschreibe, woran ich mich erinnere und schickt mir prompt den Google Maps-Link zu.
So fand ich gerade noch rechtzeitig den Sanjūsangen-dō wieder, einen Tempel, der 120 Meter lang, das längste Holzgebäude der Welt, und 15 Meter hoch ist und 1000 Buddhas nebst 25 zumeist erschrecklich anzusehenden buddhistischen Göttern von Wind und Sturm, Feuer, Weisheit und Musik (mit Instrumenten!) beherbergt und sicher einen der faszinierendsten Anblicke bietet, die ich in meinem Leben gesehen habe.
Die vergoldeten Buddhas in langen Reihen, etwa 10 hintereinander, sehen auf den ersten Blick alle gleich aus, aber wenn man sich Zeit nimmt, etwas genauer hinzuschauen, sind sie tatsächlich alle individuell und haben unterschiedliche Gesichtsformen, Augenbrauen und Münder. Die Nasen fand ich allerdings alle genau gleich. Die meisten haben die Augen züchtig niedergeschlagen, einige blinzeln mit einem oder sogar beiden Augen etwas neugierig unter den Lidern hervor. Die Götter, die alle vorgestellt werden mit ihren indischen ursprünglichen und dann japanisierten Namen, haben Augen aus Kristall oder Edelsteinen, was sie besonders lebendig erscheinen lässt.
Die lebensgroßen Statuen sind aus Zypressenholz geschnitzt und mit Blattgold belegt. Jede hat mehr als 20 Armpaare und ist verantwortlich für die Rettung und Bewahrung mehrere Welten. 124 der Buddhas, die seit Gründung des Tempels im Jahr 1164 existierten, wurden gerettet aus dem verheerenden Feuer von 1249, die übrigen stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Es ist streng verboten, in der großen Halle zu photographieren (es gibt aber keine Aufpasser🙂), und so sind die meisten Aufnahmen von den Skulpturen aus einem Prospekt, aber zweimal hab ich schlimmerweise mal schnell aus der Hüfte geschossen, um meinen eigenen Blick festzuhalten. Dabei kann man aber nicht so genau zielen….
Bei diesem Tempel fand in alter Zeit ein berühmter Bogenschießwettbewerb statt und bis heute wird im Januar jedes Jahr ein großes Bogenschießen veranstaltet, bei dem die Schützen über die halbe Länge der Halle, also 60 Meter, auf Zielscheiben schießen.
Ich konnte mich kaum losreißen, begab mich dann aber doch auf meine Nostalgie-Abschiedstour, auf der ich noch einmal meine liebsten Plätze in Kyoto in den letzten drei Tagen besuchen will.
Es ist inzwischen bitterkalt geworden, aber im Laufschritt kann man noch gut den ganzen Tag draußen sein.
Also durchstreifte ich noch einmal den Fressteil des Nishiki-Marktes, um endlich die fermentierten Gemüse zu sehen und einen frittierten Riesen-Scampi zu verspeisen. Auf dem Weg dahin kam ich an einem interessant aussehenden Pudding-Shop vorbei, und da ich mal wieder vergessen hatte, nach dem Frühstück etwas zu essen, musste ich auch da einkehren und einen japanischen Tee-Pudding mit Caramel-Sauce, wunderschön angerichtet, probieren.
Dann entdeckte ich in einem wohl sehr feinen Viertel (warum ist mir schleierhaft! Meine Gegend, der Philosophenpfad und Gion gefallen mir viel besser), jedenfalls den Preisen und den Hotels nach zu urteilen, mehrere Woll-, Stoff- und Handarbeitsgeschäfte, die mich geraume Zeit in Anspruch nahmen, und landete dann noch einmal in dem schönen alten Onsen im Nordwesten von Kyoto. Sehr zu meinem Ärger war auch hier wieder die Seite gewechselt worden, sodass hier das Holzbecken zwar draußen war, dafür aber kein Felsenbad zur Verfügung stand. Trotzdem war es schön, und auf dieser Seite gab es besonders interessante alte Kacheln und Holzschnitzereien.
Danach noch ein letzte Mal zu Takoyaki, dem Lokal mit den vielen Oktopussen und dem netten fröhlichen Besitzer. Bei jedem „letzten Mal“ breche ich fast in Tränen aus, aber so ist es nun mal. Sein selbstgemachter Pflaumwein mit der gelben alkoholgetränkten Plaume drin war so gut, dass ich noch einen zweiten bestellen musste, auch um noch ein bisschen länger bleiben zu können.

En un coup d'œil

Extrait automatiquement de la publication
Durée
3 Jours
Météo
Hiver
Accompagnement
Seul
CulturelCulinaireRelaxant
  • Sanjūsangen-dō mit den 1000 Buddhas
  • Nishiki-Markt mit fermentiertem Gemüse und frittiertem Riesenscampi
  • japanischer Tee-Pudding mit Caramel-Sauce
  • Onsen im Nordwesten von Kyoto
  • Takoyaki und selbstgemachter Pflaumenwein
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