Wer Barcelonas berühmteste Hotspots wie die Sagrada Familia oder die Rambla bereits gesehen hat und Lust auf eine etwas ruhigere, weniger touristische Seite der Stadt verspürt, sollte meine Route hier vielleicht einmal ausprobieren. Sie führt bewusst abseits der überlaufenen Sehenswürdigkeiten und zeigt eine entspannte, authentischere Perspektive auf Barcelona.
Am besten beginnt ihr die Tour mit einer Busfahrt zum Castell de Montjuïc. Die ehemalige Militärfestung thront auf einem Hügel und bietet einen spektakulären Blick über die Stadt. Wer möchte, kann von hier verschiedene Seilbahnen nutzen – unsere Route ist jedoch auf Fußgänger ausgelegt. Gebt bei Google Maps startend beim Castell de Montjuïc als Ziel die Casa Batlló ein (Pg. de Gràcia 43, L’Eixample, 08007 Barcelona) – das sorgt für eine schöne, stetig bergab führende Strecke in die Stadt.
Anfangs führt der Weg durch parkähnliche, teils fast waldartige Gebiete. Immer wieder eröffnen sich tolle Ausblicke über Barcelona. Allmählich wird die Umgebung urbaner – und genau hier erwartet euch eine kleine Entdeckung: Eine unscheinbare, offenstehende Tür zur Snackbar Salts. Tritt man hindurch, eröffnet sich ein überraschender Blick auf Terrassen mit Sitzplätzen und das Schwimmbad Piscina Municipal de Montjuïc. Es wurde 1929 erbaut, mehrfach renoviert und sogar während der Olympischen Spiele 1992 genutzt. Im Sommer kann man hier schwimmen – doch auch in der Nebensaison lädt die Bar mit ihren Terrassen zum Verweilen ein. Wir waren Anfang April dort, an einem sonnigen Tag – wunderbar! Im Becken schwammen allerdings nur Möwen.
Rechts neben dem Schwimmbad geht es dann über steile Treppen weiter nach unten – dieser Abschnitt ist leider etwas vermüllt, doch bald schon erreicht man angenehmere Straßen Barcelonas. Der Weg führt auch an der Universität vorbei. Erst an der Passeig de Gràcia, dem berühmten Prachtboulevard, begegneten wir wieder größeren Touristengruppen.
Die Passeig de Gràcia selbst ist absolut sehenswert: Allein die kunstvollen Straßenlaternen mit integrierten Sitzgelegenheiten sind einen Blick wert. Hier finden sich auch mehrere Gebäude Gaudís.Wir entschieden uns spontan für einen Besuch der Casa Batlló. Der Eintritt ist zwar nicht günstig, aber das Erlebnis lohnt sich.
Zum Schluss noch ein Tipp: Werft einen Blick auf meine Fotos – sie sagen mehr als tausend Worte. Und wie so oft gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel.
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