Es begann… natürlich viel zu früh. Mitten in der Nacht. Oder zumindest fühlte es sich so an. Der Wecker klingelte zu einer Uhrzeit, zu der normale Menschen noch nicht mal darüber nachdenken aufzustehen. Ziel: Frankfurt Flughafen. Mission: Überleben. Am Flughafen angekommen hatten wir vor allem eins – Zeit. Sehr viel Zeit. Zeit für das obligatorische Gruppenfoto. Zeit dafür, dass Herr Frattolino jemanden ansprach, der so sehr genuschelt hat, dass selbst Google Translate aufgegeben hätte. Und dann: endlich Ankunft. Irland. Wir waren da. Am ersten richtigen Tag trafen wir uns in der Stadt. Frau Siemen hatte ihren Reiseführer im Anschlag wie andere Leute ihr Handy. Sie wusste ALLES. Wirklich alles. Die meisten von uns wussten… eher nicht mehr so viel davon, weil wir nur so halb zugehört haben. Abends ging es ins „The Winding Stairs“. Klingt fancy. War es auch. Leider geschmacklich nicht für jeden. Fazit des Abends: Pommes und Kartoffelpüree retten Leben. Als dann auch noch das Trinkgeld schon auf der Rechnung stand, zahlten wir selbstverständlich auf den Cent genau. Man muss ja Prinzipien haben. Der Abend endete in einem Pub. Es verschwanden Gläser. Mehr sagen wir dazu nicht. Am nächsten Tag: eine epische Anreise zum ADC College – die man sich rückblickend auch hätte sparen können. Uns wurde erzählt, was wir eh schon wussten. Kritische Fragen? Existierten scheinbar nicht. Hilfestellung? Auch eher optional. Aber: Das indische Essen hat den Tag gerettet. Ein Hoch auf Curry.Samstag: Guinness Storehouse. Wir waren überall – nur nicht gemeinsam. Vor dem Eingang merkten wir, dass Menschen fehlten. Herr Frattolino sprintete im Volltempo heran – mit Frau Siemens Handy und den Tickets. Problem: Passwort unbekannt. Sogar Frau Siemen wusste es nicht. Also warteten wir. Dann der große Moment: Herr Frattolino entdeckt Theresa, lehnt sich heldenhaft über den Absperrzaun – und reißt ihn einfach um. Niemand half. Alle lachten. Drinnen angekommen erreichten wir das kostenlose Bier-Tasting. Kleine Gläser. Große Motivation. Wir lernten:• Man sagt „Sláinte“ in Irland.• Es heißt nicht „Sanchez“.Herr Frattolino schrie trotzdem mehrfach begeistert „SANCHEZ!“ Niemand korrigierte ihn. Viele hatten ihr Guinness leer, bevor die Anleitung überhaupt begann. Dann kam die brillante Idee: „Wir stellen uns nochmal an.“ Und nochmal. Und nochmal. Nach der dritten Runde entschieden wir uns großzügig, der nächsten Gruppe auch noch etwas übrig zu lassen. Die Mitarbeiterin fragte sogar, ob wir eine vierte wollten. Charakterstark lehnten wir ab. Oben in der Rooftop-Bar holten wir uns unser offizielles Pint – das hat nicht wirklich gut geschmeckt. Und dann kamen sie ins Spiel: Die legendären Wegbiere. Ab diesem Moment hieß Herr Frattolino nur noch: Herr Sanchez. Und die Vape war nicht mehr sicher vor ihm.Am nächsten Morgen: Busfahrt zu den Cliffs of Moher. Sehr schöne Klippen. Sehr stickiger Bus. Sehr fragiler Kreislauf (zumindest bei manchen). Zwischen „Ich genieße die Aussicht“ und „Ich kollabiere gleich“ war alles dabei. Aber: Es war ein würdiger Abschluss. Wir waren uns einig – jetzt könnten wir eigentlich heim. Natürlich kam erst noch eine komplette Arbeitswoche. Die ging für die einen schneller rum und für die anderen weniger schnell.Das Wichtigste war: Letzter Abend. Mission: Eskalation mit Stil. Vorher schnell zu unserem guten alten Spar. Tyskie für 2,90 €. Man muss das Preis-Leistungs-Verhältnis respektieren. In der Karaoke-Bar angekommen war es laut. Sehr laut. Herr Sanchez schaffte es erneut, einen Zaun umzuwerfen. Und es war voll. Sehr voll. Konsequenz: Tisch für zwölf Personen war machbar, aber auch nicht optional wie wir es wollten. Also in die nächste Bar. Wir lernten, wie man Songs wünscht – und plötzlich rief der DJ gefühlt bei jedem zweiten Lied: „Herr Sanchez!“ Er sang. Er widmete. Er performte „Let It Be“ mit emotionalen Grüßen an Vera. Er forderte die Vapes ein. Wir boten auch Vapes an. Er nahm an. Jedes Mal. Es wurde gesungen, gelacht, angestoßen. Irgendwann machten wir uns ernsthaft Sorgen, ob unser Lehrer sein Hotel findet. Er sollte uns ein Daumen-hoch schicken. Er tat es. Er lebte.Sehr spät im Bett. Sehr früh wieder aufstehen. Verabschiedung von den Gastfamilien. Flughafen. Warten. Zug. Noch mehr Warten. In Kassel angekommen verabschiedeten wir uns herzlich – und waren uns einig: Sechs Wochen Pause voneinander klingen eigentlich ganz gut.FazitWir kamen für Arbeit. Wir gingen mit Insider-Witzen, Guinness-Erfahrung, Zaun-Geschichten und einem neuen Namen für unseren Lehrer. Danke auch an Lena – unsere inoffizielle TikTok-Reporterin – die uns und die Welt immer auf dem Laufenden hielt. Irland, du warst wild. Herr Sanchez, du warst wilder.
De un vistazo
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Acompañamiento
En el grupo
Ánimo
CulturalCulinarioFuera de los caminos trillados
Reflejos
Guinness Storehouse mit mehrfachen Bier-Tastings
Cliffs of Moher
The Winding Stairs
Karaoke-Bar-Abend
Rückreise über Flughafen, Zug und Kassel
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CiudadComerTránsitoCultura
Costo
Tyskie3 €
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