穿越云海
今天从早到晚都在下雨。这是我们预料之中的。因此我们先好好睡了一觉,谁知道我们的人都知道这意味着什么:我们在别人午睡时才起床。 在一个早上的下午,我们出发前往莫雷利亚。我的心情有些沉重,因为这近50公里应该是我们整个旅行中最美丽的一段。然而,不久之后情绪就好了起来。也许是因为

已发布: 20.10.2026












Morella ist ein kleines Schmuckstück. Wir sind heute viele Stunden durch dieses Städtchen gezogen, das eine ganz besondere Aura umgibt. Ich sitze hier bei einem Kaffee und grüble darüber, woran das liegen mag. Ein Grund dafür ist sicher der tadellose Zustand der architektonischen Erbstücke, die Iberer, Kelten, Griechen, Römer, Karthager und Araber hier hinterlassen haben. Man kann in dieser Stadt nicht einfach eine Sehenswürdigkeit besuchen, die ganze Stadt ist eine Besonderheit. Die gepflasterten Straßen, die alten Mauern – der gesamte Ort wird von einem 2,5 Kilometer langen Festungswall mit 14 Türmen und sechs Toren eingefasst –, die Villen und die vielen kleinen, liebevoll eingerichteten Läden verströmen eine einzigartige Atmosphäre, in der man sich einfach wohlfühlen muss. Und dann ist da noch das Castillo de Morella, das auf einem riesigen Felsen über der Stadt thront und die wir am Mittwoch unbedingt besuchen wollen.
Wir haben gestern auf einem Parkplatz neben einer großen Schule übernachtet. Wegen des Regens haben wir beschlossen, einen Tag länger hier zu bleiben, weil wir Morella unbedingt bei Sonnenschein erkunden wollen. Wir hätten auf dem Platz stehen bleiben dürfen, doch als ich heute Morgen unsere Aufbaubatterie kontrolliert habe, musste ich feststellen, dass wir schon im roten Bereich waren und unbedingt Landstrom benötigten. So sind wir gegen Abend auf den nahegelegenen Stellplatz umgezogen, der für die nächsten zwei Tage unser Ankerpunkt sein wird.
Wir haben heute auch ein tolles Mittagsmenü genossen. Fast jedes Restaurant in Spanien bietet ein „Menú del día“ an, einen Teller des Tages, der aus Vor-, Haupt- und Nachspeise besteht. Wir saßen neben einem jungen spanischen Pärchen, mit dem wir eingangs ein paar Worte gewechselt hatten. Plötzlich sprang die Frau auf und schrie, als hätte sie ein Gespenst gesehen. Sie klopfte sich auf den Oberschenkel und plärrte, was ihre Lunge hergab. Uns fuhr ein Schreck in die Glieder. Wir wussten ebenso wenig wie die anderen vier Gäste in dem Raum, was wir tun sollten, da der Begleiter der Frau ruhig auf seinem Platz sitzen blieb. Schnell kam auch die Bedienung hinzu, und bald wurde klar, was passiert war: Eine große Biene war im Hosenbein der Frau den Schenkel bis ans Knie hochgekrabbelt und hatte die Frau gestochen. Sie war allergisch gegen Bienenstiche, zum Glück aber nur leicht. Sie hatte eine Kortisonsalbe dabei, und bald war die Situation unter Kontrolle. Allerdings nahm sie ihr Dessert im Stehen ein – man weiß ja nie …
