标签11,5月5日,Ormiston Pound步道
早上6:00起床,做了一些晨练,然后在6:30开始了著名的7.5公里长的Ormiston Pound步道, reportedly是西麦克唐奈国家公园最美的短途徒步旅行....


已发布: 07.05.2026
Eins vorweg: Das Highlight des heutigen Tages war für mich klein und grün, nicht groß und rot!
Da meine Knochen und Muskeln müde waren, heute kein Frühsport, sondern bis um 6:00 ausgeschlafen. Um 6:45 ging es dann los. Golden leuchtete das Grass in den Ebenen unterhalb der MacDonnel Berge. Es ging zurück nach Alice Springs, nur 80km, aber wegen der schmalen, sich windenden Landstraße, und da wir gegen die Morgensonne fuhren, kamen wir erst um 8:00 dort an. Tanken, zum Woolworth, und um 9:00 wieder auf der Straße, der lange Weg zum Uluru, gut 400km.
Es ging nun durch offene Graslandschaft, mit wenigen Bäumen und Büschen. Nach gut einer Stunde Fahrt sah ich einen grünen Schwarm Vögel neben der Straße langfliegen. Schnell anhalten, Rückwärtsgang, langsam zurück: Würden sie neben der Straße in einem Baum sitzen, die Wellensittiche!
Und wir hatten unglaubliches Glück: Als ich nach wenigen Metern halten musst, sah ich auf der anderen Straßenseite eine Busch voller Zebrafinken, die sich hervorragend Fotografieren ließen. Und während ich damit beschäftigt war, landete auch ein Schwarm herrlich grüner Wellensittich in dem Strauch, weniger als 10m von mir entfernt. Ich konnte im Sucher der Kamera die leuchtend grünen Vögel, mit ihren gelben Gesichtern, gesprenkelt mit blauen Punkten, und den unten blauen Schwanz sehen und fotografieren. Immer wieder stiegen die Wellensittiche im Schwarm auf und kamen dann nach einiger Zeit zurück. Die Zebrafinken waren standfester.
Ich machte viele viele Fotos beider Arten. Als ich fertig war, stieg ich aus und lief rüber. Dort war unten im Graben ein Wasserloch, wo die Vögel tranken, welches ich vom Auto aus nicht hatte sehen können. Deshalb der rege Flugverkehr hier!
Etwas später, 140km vor Uluru, sahen wir einen großen roten Inselberg aus der Ebene aufsteigen. Wir hielten ihn schon für den Uluru, aber es war der Mount Conner, ebenfalls sehr beeindruckend!
In Alice Springs hatte es die letzten Tage Unruhen gegeben. Ein Verbrecher war aus dem Gefängnis freigekommen, hatte dann ein 5-jähriges Aborigine Mädchen entführt, vergewaltigt, und ermordet. Dieser Aborigine wurde schnell von der Polizei geschnappt, aber die Aborigine Gemeinde wollte ihn haben und lynchen.
Die meisten Aborigines vertragen keinen Alkohol, weil ihnen die Enzyme dazu fehlen, und werden durch ihn aggressiv. Im Northern Territory, wo über 25% der Bevölkerung Aborigines sind, ist der Verkauf stark reglementiert. In Alice Springs kann man montags und dienstags gar kein Bier einkaufen, an anderen Tagen erst ab 15:00 Uhr.
So war ich ohne Bier aus Alice Springs losgefahren. In dem Roadhouse Curtin Springs noch weit weg vom Uluru sollte es aber welches geben, wenn auch sehr teuer. Also dort rein. Wie immer in Australien, musste ich meinen Personalausweis zeigen. Die junge Dame hinter dem Tresen wollte dann aber auch noch Lindelanis ID sehen, welche diese im Auto holte.
Auf meine Frage, warum sie denn bitte auch ihren ID zeigen muss, meinte die Frau, sie sei je vielleicht eine Aborigine. Es entstand ein Wortgefecht mit mir: Ich wollte nicht einsehen, warum Lindelani ihren ID zeigen muss, wenn ich für mich ein Sixpack kaufe. Das ganze war sehr unangenehm. Aber am Ende kaufte ich das Bier, hatte aber klar gemacht, dass ich die Situation alles andere als akzeptabel fand.
Nun, kurz darauf sahen wir tatsächlich den Uluru am Horizont aufsteigen. Um 14:30 waren wir am Ayers Rock Campground in der Retortenstadt Yulara, nur für die Touristen errichtet. Aber es ist ganz ok, nicht zu touristisch und nicht zu schlimm.
Um 16:00 fuhren wir dann los. Yulara ist 25km vor dem Ayers Rock, wie die Engländer den bei den Aborigines unter dem Namen Uluru bekannten roten Gesteinsmonolith genannt haben. Die Fahrt dorthin war schon aufregend, die imposante Gestalt des Ulurus vor uns, die von Blickwinkel zu Blickwinkel ihre Form leicht änderte, immer rot strahlend. Kein Wunder, dass er ein heiliger Ort der Aborigines ist. Was aber leider bedeutet, dass man viele Stellen nicht besuchen darf, man den Berg nicht mehr besteigen darf, und einem ständig Hinweistafeln bitten, diese und jene Stelle des Berges nicht zu fotografieren, da sie heilig ist, und die Aborigines nicht wollen, dass diese Stellen außerhalb ihrer natürlichen Lage irgendwo gesehen werden.
Kultur, Tradition and Religion sind wichtig, weil sie Menschen Halt geben und Richtung, helfen, das Leben zu leben. Aber wo sie vor allem dazu dienen, auszugrenzen und gewisse Teile der Bevölkerung, meist die Jungen oder die Frauen, zu dominieren, da sollen sich Kultur, Tradition and Religion ändern, so dass sie den Menschen dienen, nicht diesen dominieren und beherrschen.
Wir machten den 2km langen Mala Walk am Uluru, benannt nach dem für die Einheimischen heiligen Hasenkänguru Mala, das hier einst häufig, inzwischen lokal ausgestorben ist. Es kommt nur noch auf zwei Inseln und in Gefangenschaft vor. Wir sahen den Uluru von verschiedenen Blickwinkelnd und kamen an mehreren, den Aborigines heiligen Städten vorbei. Es gab Felsüberhänge für junge Männer, für initiierte Männer, für alte Menschen, für Frauen, und den Kantju Gorge mit einem Wasserloch, das nicht besonders aussah.
Kurz nach 17:00 waren wir dann schon am Parkplatz, dem sunset viewing area, von wo man den besten Blick auf den Uluru beim Sonnenuntergang hat. Es ist eine Reihe von Parkplätzen, jeweils auf den Berg gerichtet, davor eine Art kleine Aussichtsrundweg. Von hier hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Uluru, wie er seine Farbe wechselte und schließlich im Abendlicht rot leuchtete, bevor die Sonne um 18:10 unterging und der Berg braun wurde.
