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🇨🇴 Kolonialstadt, Karibikküste und Metropolen

Whakaputaina: 06.01.2017

Next Stopp Lima! Um 9:30 Uhr wartete unser Taxi.

Leider wurden wir, aus welchen Gründen auch immer, auf den nächsten Flug umgebucht. Dieser ging dann fast 3 Stunden später.

Bissl blöd für Eva, da sie nur diesen einen Tag in Lima hat. Also gab es nur noch eine kleine Shoppingtour um Geschenke zu besorgen.

Hierbei verschluckte der Automat leider meine Kreditkarte. Gut, dass ich mir vorher eine Zweite besorgt hatte. Leider war es das dann aber mit dem kostenlosen Geldabheben.

Danach wurde im Hostel noch der ein oder andere Pisco Sour bzw. Pisco-Maracuja getrunken, dabei Tischtennis gespielt und gekickert.

Eva musste um 7:30 Uhr los. Von daher erwachte auch ich um 7 kurz um sie zu verabschieden. Danach schnell wieder ab aufs Ohr gelegt. Aber nicht mehr lange, denn ich hatte noch ein wenig was vor.

Vielen Dank nochmal für die geile Zeit. War echt der Wahnsinn. Vor allem natürlich für unsere unvergesslichen Lachanfälle beim Inka-Trail :D


Ich fuhr mit dem "Metropolitano" von Miraflores in die Altstadt. Dies ist ein Bus, der einmal quer durch die Stadt geht und eine eigene Spur und ein aufwendiges System zum Ein- und Aussteigen hat. Bei dem extrem hohen Verkehrsaufkommen natürlich angenehm und verdammt günstig. (2,5 SOL pro Fahrt)

Mit dem Taxi hätte das vermutlich eine Stunde gedauert. Mit dem Bus nur eine halbe.

Ich schaute mir die Altstadt an und schlenderte ein wenig durch die Straßen. Ich traf auf sehr schöne Plätze und Straßen, die schon sehr Weihnachtlich geschmückt waren.


Ich fand einen Laden, der Churros verkaufte. Dies ist ein frittiertes Gebäck, dass in jedem südamerikanischen Land sehr beliebt ist.


Die Churros die ich aß waren keine gewöhnlichen, sondern gefüllt mit einer Art Pudding. Unglaublich lecker!!


Danach ging es zurück, denn ich wollte mich um 14 Uhr gemeinsam mit einer Deutschen, die ich in Santiago de Chile kennengelernt hatte und hier zufällig traf, auf den Weg zum Stadtstrand "Barranco" machen. Denn es stand ja noch ein Ziel auf meiner Liste. Und zwar das Bad im Pazifik. Dies war ja meine letzte Chance auf meinem Trip.

Wir wanderten 1 h bis wir an dem besagten Stand ankamen.

Das Stadtteil ist wohl eines, in dem sehr viele Wohlhabende leben und außerdem über eine sehr schöne Straßenkunst verfügt. Alles sehr bunt.


Wir lagen 1,5 Stunden am Strand. Und das Bad im Pazifik war nicht sooo kalt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Richtig angenehm.

Der Strand war nicht der allerschönste aber absolut okay. Stadtstrand halt!


Anschließend ging es per Metrobus zurück zum Hostel und kurze Zeit später zum Flughafen.

Das Kapitel Peru war hiermit beendet. Eine Wahnsinns gute Zeit, wenn auch etwas zu kurz für ein Land, in dem es noch so viel mehr zu sehen gibt.

Klar war Machu Picchu eine kleine Enttäuschung wegen des Wetters, aber trotzdem bleibt diese 4-tägige Tour immer in Erinnerung. Ebenso wie der Colca Canyon und der Titticaca-See!

Die Menschen waren allesamt sehr freundlich und immer bereit einem weiterzuhelfen, auch wenn die gesprochene Sprache nicht die selbe war.


Wenn ein Kapitel endet, startet bekanntlich ein Neues. In dem Fall Kolumbien 🇨🇴!

Zuerst sollte es in die Hauptstadt Bogota gehen.

Normalerweise gibt es von Flügen nicht viel zu berichten. Hier jedoch ganz anders.

Ich hatte über die Fluggesellschaft "Viva Columbia" schon einige skurrile Storys gehört.

Das Konzept und die Homepage der Gesellschaft ähnelt dem vom europäischen Billiganbieter aus Irland sowas von. Und tatsächlich stammt der Besitzer der Airline aus der Familie des Ryanair-Besitzers. Alles also kein Zufall.

Hier wurde beim Einchecken alles aber wirklich alles kontrolliert. Sogar mein Handgepäck wurde am Schalter gewogen.

Gut, dass Eva schon ein paar Sachen mit gen Heimat genommen hatte, sonst wäre es teuer geworden.

Soweit so gut! Eigentlich gab es keine besonderen Vorkommnisse bis ich auf meinem Platz saß.

Doch dann...Vorhang auf! Eine Durchsage, eine Person möge das Flugzeug bitte verlassen. Niemand tat dies. Dann kamen Sicherheitsbeamte und sprachen mit einer Person. Doch kein Einsehen.

Dieses Prozedere wiederholten in der folgenden Stunde mehrfach sowohl die Stewardessen, das Bodenpersonal der Airline, das Sicherheitspersonal des Flughafens sowie die Polizei. Mehrmals führten sie längere Dialoge, immer mit dem selben erfolglosen Ergebnis.

Was genau diskutiert wurde, konnte ich, A Aufgrund der Sprachbarriere und B wegen der räumlichen Entfernung zum Geschehen nicht verstehen.

Es sprach sich aber rum, dass der Passagier wohl beim Einsteigen einen kleinen Konflikt mit einer Stewardess hatte und er sich weigerte seinen richtigen Platz einzunehmen.

Die anderen Passagiere um ihn herum filmten die ganzen Dialoge und gesellten sich auf seine Seite. Es herrschte eine negative Grundstimmung gegen Polizei und Sicherheitskräfte. Nach ca. 1 3/4 Stunden ohne jegliches Ergebnis sprach dann der Kapitän zum "Täter".

Er forderte ihn auf das Flugzeug zu verlassen. Wenn er dies nicht tun würde, sollte der Flug gestrichen werden. 15 Minuten gab er ihm hierfür. Auch ein Grund war vermutlich die mittlerweile eh schon späte Uhrzeit von 23 Uhr.

Erst jetzt begann die ein oder andere Person auf ihn einzureden.

Höhepunkt des Ganzen, war ein älterer Herr, vermutlich zwischen 75 und 80 Jahre, der anfing das Ave Maria laut, ja wirklich richtig laut zu beten. Daraufhin schlossen sich 80 % der Insassen an und beteten Zeile für Zeile immer abwechselnd. Eine unglaubliche Aktion. Sehr beeindruckend! Hier konnte man sehen, wie gläubig die Lateinamerikaner sind.

Doch all das beten nutzte nichts. Er verließ wenige Minuten vor Ende der Frist das Flugzeug. Wir konnten ohne weitere Vorkommnisse Bogota ansteuern. Ankunft war somit ca. 1:30 Uhr. Anschließend noch eine gefühlte Ewigkeit für die Abwicklung der Einreiseformularien angestanden.

Fast 3 Uhr schlug es, als mich mein Taxi in meinem Hostel im Stadtteil La Candelaria absetzte. Endlich!


Bogota, bekanntlich ja die Hauptstadt Kolumbiens liegt auf 2640 m und ist mit knapp 7 Mio Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Südamerika.

Eigentlich wollte ich den ersten Tag ruhig angehen und im Hostel auf Gil warten, der am Nachmittag aus Luxemburg ankommen sollte.

Doch ich ließ mich zu einer Erkundung Bogotás mit dem Fahrrad überreden. Der Touranbieter war gleich um die Ecke.

Ca. 25 Leute sollten dran teilhaben. Diese Gruppe wurde zum Glück aber noch nach dem ersten Stopp in 2 Gruppen gesplittet.

Zuerst steuerten wir touristische Ziele wie den "Plaza Bolivar" an.


Wir durchfuhren die Haupteinkaufsstraße "Carrera Séptima", in der ein reges Treiben herrschte. Zahlreiche Straßenhändler, Verkäufer, Künstler, Artisten, Bettler, Zauberer...machten sich hier breit. Die Straße war eigentlich zu voll, um sie mit dem Fahrrad zu durchfahren. Irgendwie schafften wir es dann aber doch.

Nächster Halt war ein Markt, auf dem wir allerlei Früchte probieren durfte.

Der ein oder andere dürfte wissen, dass ich auf ausgefallene Früchte stehe, weshalb dies für mich unglaublich interessant war. Wer weiß ob ich sonst jemals eine "Lulo", "Granadilla" oder die süße "Baumtomate"gegessen hätte.

Früchte sind in Kolumbien sehr günstig. Egal ob Maracuja, Mango, Lulo, Avocado oder auch bei uns wachsende Früchte.

Lulo sollte ich mir in den nächsten Wochen regelmäßig im Supermarkt besorgen, denn sie avancierte zu meiner neuen Lieblingsfrucht.

Danach ging es in eine Art Spielhalle. Ein Volkssport in Bogota heißt "Tejo". Dies ist ähnlich wie bei uns "Cornhole". Nur mit dem Unterschied, dass hier kein Sandsack sondern ein zylinderförmiges Wurfgeschoss aus Metall verwendet wird. Das Ziel hat hier kein Loch in der Mitte sondern ein nachgebildeter Kreis, der aus kleinen Papiertaschen besteht, die mit Schwarzpulver gefüllt sind. Wer eines der Teile trifft erzeugt so einen gewaltigen Knall, genauso laut wie Silvesterböller in der Heimat.

Das Spiel muss laut Guide mit einem Bier gespielt werden, weshalb er erstmal einen Kasten ordert.

Wir durfen uns eine Zeit lang austoben bevor es weiter geht. Eine spaßige Angelegenheit.


Wir besuchen einen Mann in seinem Haus. Kein gewöhnliches Haus. Denn dieser "Hippie" verwertet ausschließlich Abfälle. Eine "Garbage Culture" wie er sie bezeichnet. Egal ob Möbel oder Küchengeräte, alles ist aus irgendeinem Müll konstruiert. Ein richtiger Freak.

Danach geht's nochmal quer durch die Stadt, vorbei an zahlreichen Graffitis, Hochhäusern und vielen grünen Plätzen.

Letzter Stop ist ein Kaffeeladen, der seinen Kaffee selber herstellt. Wir wagen einen Blick in die Produktionsräume und probieren anschließend den leckeren Kaffee.

Manch einer deckt sich hier mit Kaffeebohnen für den Eigenbedarf oder auch als Geschenk ein.

Danach durchfahren wir dann noch eine "Hippiestraße", in der es zahlreiche Läden für den Konsum von etlichen Drogen gibt. Pfeifen, Longpaper,.... Haschcookies werden einem hier ebenso direkt auf der Straße angeboten, wie Weed oder auch Koks. Hier scheint das Ganze mehr oder weniger geduldet zu sein.


Dann erreichen wir nach insgesamt 3 h und etwa 15 gefahrenen Kilometern den Ausgangspunkt der Tour.

Ich begebe mich direkt ins Hostel, denn Gil wartete hier schon.

Natürlich wird dies erstmal mit einem "Club Columbia" begossen.

Wir lassen den Tag gemütlich ausklingen und verlassen das Hostel nur noch um was zu essen.

Da Gil vom langen Flug sehr müde ist endet der Abend frühzeitig in der Koje.

Nachdem wir dann ausgeschlafen hatten, starteten wir auf eigene Faust einen Stadtrundgang. Zuerst fuhren wir mit einer Seilbahn dem "Teleférico de Monserrate" hoch zum "Cerro Monserrate" auf 3152 m. Hier befindet sich eine kleine Kirche, zahlreiche Verkaufsstände und Restaurants. Außerdem ist der Ort ein beliebter Wallfahrtsort bei Kolumbianern.

Wir sind natürlich wegen atemberaubenden der Sicht über die Stadt hier. Unglaublich weit reicht diese riesige Stadt.

Zahlreiche Fotos später ging es wieder runter.


Unten angekommen gab es erstmal eine Kaffee. Die Qualität des Kaffees in den letzten Wochen lies leider zu wünschen übrig. Fast ausschließlich Instantkaffees hatte ich bisher in den anderen Ländern bekommen. Da erwarte ich von DEM Land des Kaffees auf jeden Fall mehr.

Wir tranken diesen im Café "Juan Valdez". Dies ist eine Kette ähnlich wie der bekannte Amiladen, der es auch in Deutschland gibt.

In Kolumbien ist es so, dass es wenig guter Kaffee zu kaufen gibt. Die größte Menge an "High-Quality"-Kaffee wird Exportiert.

Hier jedoch gibt es sehr guten Kaffee. Einige Kolumbianischen Pesos sollte ich in den nächste Wochen in den Filialen lassen.

Ausgeruht liefen wir quer durch die Stadt. Vorbei an sämtlichen Gebäuden der Ministerien, der Regierung und an zahlreichen Museen.


Ein Museeum betraten wir. Eigentlich bin ich kein Musseumsfan, aber hier wurde mal eine Ausnahme gemacht. Das "Museo Botero" ist ein Museum, dass dem bekanntesten Künstler Südamerikas Fernando Botero gewidmet ist. Dieser ist bekannt dafür fettleibige Menschen abzubilden. Mal was anderes.

Bevor es am Nachmittag zurück ins Hostel ging, aßen wir noch bei unserem neuen Lieblings-Empanadaverkäufer. Riesig war die Auswahl. Denn es gab 13 verschiedene Füllungen. Richtig lecker.


Den Tag ließen wir anschließend im Hostel gemütlich ausklingen.

Für den kommenden Morgen hatten wir vor eine "Graffiti-Street-Art-Tour" zu machen. Dies war wieder eine Free-Tour, bei der man im Nachhinein selber entscheiden kann, wieviel einem die Tour wert war.

Unser weiblicher Guide konnte uns wieder sehr viel über die zahlreichen Graffitis erzählen, wenn auch nicht zu 100 % in perfektem Englisch!

Die Zahl der Graffitis war nicht so hoch wie in Valparaiso, aber zahlreiche, richtig kunstvolle Tags sahen wir trotzdem.


Beeindruckend war, dass sich an einer großen Wand Porträts von mehreren Menschen befanden und einer der abgebildeten Personen gerade dort anwesend war. Dieser war merklich Stolz darauf, dass er hier abgebildet ist.


Wiedermal eine sehr gelungene Tour.

Jetzt verbrachten wir noch wenige Stunden im Hostel, bevor es zum Flughafen ging.

Wieder mit der kolumbianischen Billigairline ging es nach Cartagena. Wieder mit 2 Stunden Verspätung. Diesmal aber nicht so spektakulär wie beim letzten Flug. "Nur" ein kleiner Defekt, der behoben werden konnte.

Cartagena de Indias also! Die vermeintlich schönste Stadt Südamerikas, wie sie oftmals betitelt wird. Die Stadt hat 1 Mio. Einwohner und ist eine alte Kolonialstadt, die 1533 gegründet wurde.

Endlich erreichte ich die Karibikküste, die ich jetzt bis zum Ende meines Trips des Öfteren bereisen werde.

Wir quartieren uns im Hostel "El Viajero" im Stadtteil "San Diego" ein. Dem historischen Teil Cartagenas. Dieser Teil ist umgeben von einer alten Stadtmauer.

Angekommen geht es erstmal zum "Plaza de los Coches", wo sich die wunderschöne Kirche "Baluarte San Juan Evangelista" befindet. Diese Kirche ist ebenso wie die angrenzenden Plätze "Plaza de la Aduana" und "Plaza Cervantes" bunt und weihnachtlich beleuchtet.


Wir verbringen den Abend mit dem ein oder anderen Bier in einer Rooftopbar. Für die Unwissenden unter euch, eine Bar auf einer Dachterasse mit einer Top Aussicht.

Am anderen Morgen geht es nach dem Frühstück und einem kurzen Spaziergang durch die Gassen von "Getsemani" zum Stadtstrand "Bocagrande". Dies ist ein Stadtteil in dem sich fast ausschließlich Hotels befinden. Der Strand ist nichts außergewöhnliches oder wunderschönes, reicht uns aber aus, um ein wenig auszuruhen, die hohen Temperaturen erträglich zu gestalten und im gut temperierten karibischen Meer zu planschen.


Die Anzahl der nervigen Verkäufer hält sich hier zudem in Grenzen. Gil kommt kurzzeitig in den Genuss ein "Geschäft" zu übernehmen. Eine Verkäuferin überlässt ihm seine Ware, da sie sich etwas länger auf die Suche nach Wechselgeld begibt. Verdutzte Blicke, als wir Gringos andere Leute und auch andere Verkäufer fragen ob sie was möchten :D


Den Abend verbringen wir am "Plaza de San Diego". Jetzt sind die Temperaturen in den Gassen auch erträglich. Hier Speisen wir und sehen eine ganze Weile dem Spektakel zu, dass sich hier abspielt.

Der Platz ist quasi eine Bühne für zahlreiche Künstler. Etwa im 10-Minutentakt wechseln diese. Mal ein tanzende Frau, mal eine Freestylegruppe oder auch "nur" eine Band.


Für den nächsten Tag beschlossen wir einen Strand anzusteuern, der "karibischer" ist als der Stadtstrand.

Über das Hostel buchten wir einen Transfer zur Halbinsel "Barú", genauer gesagt zum Playa Blanca.

Wir fahren 45 Minuten dort hin. Angekommen wirkte der Strand anfänglich sehr überlaufen und voll mit hässlichen Liegeplätzen und Essensständen.

Doch wer sich nur 500 m weiter bewegt, erlebt einen super ruhigen und karibischen blauen Strand.


Teilweise befinden sich hier sogar coole Hostels, die aus Stroh gebaut sind und das schöne Bild nicht zerstören. Hängematten ersetzen dort die Betten.

Wir verbringen hier am Strand einen super Tag gemeinsam mit Fabricio aus Brasilien und Mara aus Lima, die im selben Bus saßen.


Das Club Columbia und die leckeren Früchte besiegeln einen schönen Tag.

Den Abend lassen wir alle gemeinsam im Hostel ausklingen. Da die Hostelbar aber Mitternacht schließt, geht es für uns trotzdem recht früh ins Bett.


Der nächste Tag wird dann hauptsächlich zum Reisetag. Anstatt den angegebenen 4 Stunden benötigen wir 6 Stunden mit dem Kleinbus um nach Santa Marta zu gelangen.

Die Fahrt wurde trotzdem recht lustig, da ein paar Chilenen den Bus unterhalten. Bei Pausen wurde sich mit Kokosnüssen eingedeckt. Die Chilenen füllten ihre mit Malibu oder Rum.

Santa Marta ist Hauptstadt der Provinz Magdalena und hat ca. eine halbe Million Einwohner. Die Stadt hat wie Cartagena eine historische Altstadt, die aber nicht ganz so beeindruckend ist.

Unser Hostel "The Dreamer" war richtig schön und hatte auch einen Pool. Die Lage des Hostels ist perfekt für Ausflüge ins Umland. Die Stadt selber hat nämlich nicht so wirklich viel zu bieten.

Für den folgenden Tag hatten wir uns direkt für einen Ausflug entschieden.

Wir steuerten den Ort Minca an. Ein Dorf, dass nur aus wenigen Straßen besteht. Er dient als Ausgangspunkt zum nahegelegenen Wasserfall und der Kaffeefarm "La Victoria".


Wir starteten mit unserem Fahrer zuerst in Richtung Kaffeefarm. Die Fahrt war sehr rau, da der Weg, der durch den Wald hoch auf 900 m führt, nur aus großen Schlag- und Schlammlöchern bestand.

Des öfteren mussten wir das Auto verlassen, da wir sonst aufgesetzt hätten.

Sinnvoller wäre es gewesen auf einem Geländewagen oder einem Motorrad dort hin zu fahren.


Angekommen, schlossen wir uns einer Gruppe an und erhielten eine interessante Exkursion durch das Gelände und die Produktionsstätte. Sehr detailliert erfuhren wir, wie die Kaffeebohnen sortiert, bearbeitet und geröstet werden.



Die Farm wurde ursprünglich von Engländern gegründet, ist jetzt aber in der Hand einer deutschen Familie.

Nach dem Rundgang probierten wir den Kaffee noch. Sehr lecker.


Natürlich konnte man sich hier noch mit Kaffee für den Eigenbedarf oder als Weihnachtsgeschenk eindecken.

Weiter ging es wieder den selben Weg zurück, bis etwa zur Hälfte, von wo wir eine halbe Stunde zu dem Wasserfall "Pozo Azul" liefen. Dort angekommen ging es direkt in das eiskalte, aber bei Temperaturen um die 30-35 Grad, erfrischende Wasser.



Wir hatten Zeit zu baden und auf eine höher gelegenes Becken zu klettern.

Nachdem wir den Weg wieder zurück gewandert waren ging es den Rest der Buckelpiste bergab, bis in den Ort, wo wir uns diesen noch kurz ansahen. Zahlreiche Künstler, die allerlei Krimskrams anbieten, vegane Restaurants und eine kleine Kirche bekommen wir zu Gesicht.


Zurück im Hostel wird der Rest des Tages am Pool gechillt.

Am kommenden Tag entschieden wir uns mal wieder für einen Strandbesuch.

Es ging per Taxi ins benachbarte, mit Hotels gesäumte Städtchen El Rodadero wo wir am wenig einladenden Strand ein Boot nehmen, welches uns in 20 Minuten an den Strand "Playa Blanca" beförderte.


Der Strand war ganz okay, konnte aber mit dem "Playa Blanca" in Barú nicht mithalten. Der Sand war hier grobkörniger und unschöne "Sonnenschutzhütten" verunstalteten den ansonsten schönen Strand.


Wir verbrachten hier einige Stunden und genießten den sonnig, heißen Tag am und im Meer.

Zurück im Hostel duschten wir und fuhren dann ins Stadtzentrum. Genauer gesagt zum "Estadio Eduardo Santos", der Heimat des Clubs "Union Magdalena Santa Marta". Kaum vorstellbar, dass in dieser urigen Bruchbude noch gekickt wird.


Hauptgrund für den Besuch, ist die vor dem Stadion befindliche Statue des ehemaligen kolumbianischen Fußballers Carlos Alberto Valderama, bekannt für seine prägnante Lockenmähne. Das Idol der Kolumbianer ist in Santa Marta geboren und spielte natürlich in der Jugend für den heimischen Verein.

Die Statue ist fast 7 Meter groß und wurde "El Pibe" ("Der Junge"), wie er in Kolumbien nur genannt wird, im Jahr 2002 nach seinem Karriereende gewidmet. Verrückte Fußballer wie Carlos Valderama gibt es seit ihm, Chilavert, Gascoigne, Best oder auch Effenberg leider viel zu wenige.


Am nächsten Tag sollte es dann zum Parque Tayrona gehen!

Der Park östlich von Santa Marta ist 15.000 Hektar groß und erstreckt sich auf 35 Km breite zwischen der Karibikküste und der Sierra Nevada. Weite Teile des Parks sind unberührt.

Wir starteten mit einem Bus zu einem der Eingänge des Parks in El Zaino. Hier mussten wir uns einen Film anschauen, in dem gezeigt wurde, an welchen Stränden man baden darf und wie man sich zu verhalten hat. Zum Beispiel nicht vom Weg abzukommen und bei Flussüberquerungen vorsichtig zu sein, da sich auch schonmal Krokodile blicken lassen.

Anschließend ging es im Park nach dem bezahlen des Eintritts (42.000 COL) (1 € = 3150 COL) nochmal für 10 Minuten mit dem Kleinbus weiter.

Dann starteten wir unsere Wanderung durch den Park.


Der tropische Regenwald hat hier einiges zu bieten. Eine wunderschöner Park, in dem wir überall vielen Bäumen mit riesigen Wurzeln, zahlreichen Lianen, Bananenbäumen und vielen anderen grünen Pflanzen begegneten.

Bis wir den ersten Strand "Canaveral" zu Gesicht bekamen wanderten wir etwa eine Stunde. Aber es lohnte sich absolut. Wir wurden mit einer super Sicht belohnt. Viele Felsen befanden sich am Ende der Buchten. Die Strände wirkten hier unberührt, da sich hier niemand länger aufhält, da die Strömung zu stark war um zu schwimmen.


Die Felsen, zahlreiche Kokospalmen und Riesenkakteen ergaben ein unglaubliches Bild.

Von hier wanderten wir noch einmal 1 Stunde, bis wir den wunderschönen Strand "Arrecifes" erreichten. Da man hier auch schwimmen kann, entschieden wir uns eine Pause einzulegen und hier zu baden.


Wir genießten die Kombi aus super Wetter und überragendem Strand in vollen Zügen, bevor wird uns auf den Weg machten auf die letzte halbe Stunde.


Wir erreichten unser Ziel "El Cabo San Juan de Guía" und checkten hier ein in unsere "Unterkunft" die uns 20.000 COL kostete.

Dies war eine Überdachung mit ca. 40 Hängematten etwa 50 Meter vom Wasser entfernt.



Zwischen den beiden Buchten, die sich hier befinden, erhebt sich ein kleiner Hügel, auf dem sich eine kleine Hütte mit nochmal 20 Hängematten befanden. Diese waren aber bereits alle vergriffen. Hiervon wurde uns vorher aber auch abgeraten, da es hier mit langen Klamotten alleine wohl nicht getan war. Richtig kalt wurde der Wind hier wohl nachts.

Außerdem konnte man im Park auch eines der aufgebauten oder sein eigenes Zelt nutzen.

Nach unserem "Check-In" genossen wir nochmal die unglaubliche karibische Atmosphäre.


Am Abend konnte man in einem Restaurant essen, dass sich zwischen unseren Hängematten und dem Meer befand.

Außerdem war hier noch ein kleiner Shop in dem es recht günstig Bier, Kaffee und ähnliche Lebensmittel gab, die man zum überleben genötigt.

Im Restaurant verbrachten wir noch mehrere Stunden mit ein paar Club Columbia. Ab und an schaute zwischen unseren Beinen mal ein Frosch, Krebs oder auch mehrere kleinere Wesen vorbei.

Die Nacht war recht angenehm, wenn auch ein wenig frisch.

Am anderen Morgen gab es Frühstück bevor wir uns für den Rest des Vormittags an den Strand gesellten und einfach nur diesen super geilen karibischen Strand und die Sonne genossen.

Nach ein paar Stunden wanderte ich noch ein wenig durch den Park zum nächsten Strand. Wieder einmal mitten durch eine unglaublich grüne Landschaft.


Da der Strand nicht zum baden geeignet war, befanden sich hier kaum Menschen. Ich genoss noch ein wenig diesen unberührten Strand und wanderte in kürzester Zeit zurück.

Nochmal ein paar Stunden, die wir hier verbrachten, bevor es per Boot zurück ging.


Dies war eine verdammt unangenehme Sache. Mehrere Leute, die kurz davor standen sich zu übergeben. Mit Vollgas ging es in einem randvoll gefüllten Speedboat nach Taganga, einem Ort nicht weit von Santa Marta.

Ich bin schon des Öfteren mit solchen Booten gefahren, aber diese Fahrt war wirklich nicht ungefährlich und hatte es echt in sich.

Nach etwa 1 Stunde erreichten wir endlich Taganga. Von dort ging es zurück ins Hostel.


Da Gil seinen letzten Abend hatte, tranken wir noch gemütlich 1-2 Bier bevor wir uns schlafen legten.

Auch wenn es nicht für sehr lange war, wir hatten eine richtig geile Zeit. Danke Junge, war sicher nicht das letzte Mal!!

Am anderen Tag erstmal ausschlafen und gemütlich Frühstücken, was man hier im "The Dreamer" Hostel super kann. Anschließend schaute ich mir das Spiel an, auf das ich schon seit Wochen hin gefiebert hatte. Bayern gegen RB. Das absolute Saisonhighlight. In der 2. Halbzeit dann schnell umgeschaltete aufs Derby.

Schon bemerkenswert, dass die hier alle deutschen BuLi-Spiele live zeigen. Ingolstadt gegen Augsburg erregt hier wohl unglaubliches Aufsehen. 😉

Vor dem Fernseher lernte ich Milos kennen. Ein Hannoveraner, mit dem ich auch in den nächsten Tagen viel unternahm.

Der Rest des Tages chillte ich am Pool.

Dieses Hostel ist echt ein Traum. Kann ich jedem nur ans Herzen legen, der nach Santa Marta reist.

Ich hatte hier noch 2 weitere Nächte.

Ein bissl Abwechslung tat hier mal gut, was das Abendessen anging. Wir kochten die nächsten beiden Tage mit mehreren Leuten. Wir kauften uns u.a. einen richtig großen Lachs. Außerdem natürlich immer wieder Unmengen an leckeren Früchten.



Außerdem fuhr ich mit Milos noch nach "Bahia Concha". Dieser Strand befindet sich auch im Parque Tayrona. Aber am Rande des Park und als einer der wenigen Strände mit dem Auto zu erreichen. Ein richtig schöner Strand, natürlich aber nicht so atemberaubend schön wie die zuletzt besuchten Strände im Parque Tayrona.


Wir hatten einen angenehmen Tag, ruhten uns aus und kühlten uns ab und an ab. Außerdem aßen wir hier auch zu Mittag. Frischer Fisch stand hier ausschließlich auf dem Programm. Für kolumbianische Verhältnisse recht teuer, aber dafür richtig lecker.

Als letzte Station in Kolumbien sollte es dann für mich noch nach Medellin gehen.

Weihnachten mal anders!!

Ich flog von Santa Marta für nur umgerechnet 35 € nach Medellin. 


Vom Flughafen fährt man dann nochmal eine Stunde ins Zentrum. Der Flughafen ist etwa 600 m über der Stadt gelegen, weshalb man teilweise eine super Aussicht hat auf dem Weg in die im Aburrá-Tal gelegene Stadt.

Medellin ist mit 2,4 Mio Einwohnern 2. größte Stadt Kolumbiens.

Die Stadt wird als Stadt des ewigen Frühlings bezeichnet. Selten steigen die Temperaturen hier über 30 Grad, fallen aber ebenso selten unter 20.

Bekannt wurde die Stadt vor allem durch den Drogenbaron Pablo Emil Escobar, auch "El Patron" genannt. Ein Drogenschmuggler der Skrupelloser nicht sein konnte. Dazu aber später mehr.

Anfang der 90er galt Medellin als einer der gefährlichsten Städte Südamerikas mit einer unglaublich hohen Mordrate. 15 Jahre später lag diese dann deutlich unter dem Durchschnitt lateinamerikanischer Großstädte, da in den Jahren zuvor paramilitärische Milizen vertrieben wurden. Zwar stieg die Rate in den letzten Jahren nochmal ein wenig an, trotzdem gilt die Stadt mittlerweile als sicher.

2013 wurde die Stadt sogar zur "innovativsten Stadt der Welt" gewählt.

Ich hatte mir im Bezirk "El Poblado" ein Hostel gebucht. Dies ist der beliebteste Ort bei Backpackern.

Zahlreiche Partyhostel, Bars, Restaurants und Discotheken befinden sich hier. Aber trotzdem ist es hier überall sehr grün. Auch Palmen und Flüsse gibt es hier.


Ich wählte mir aber ein eher ruhigeres Hostel aus, dass vor allem super sauber und modern gestaltet ist.

Am ersten Abend lief ich nur noch ein wenig durch die Straßen von El Poblado. Zahlreiche Geschäfte befinden sich hier, in denen junge Leute Schmuck, Handwerkskunst, Kaffee, veganes Essen oder Bioprodukte anbieten.

Ich aß was und trank anschließend noch was in der Hostelbar. Ich stellte fest, dass ich hier der Einzige war, dessen Muttersprache nicht Englisch war. Aber irgendwie logisch, dass Amis, Briten und Aussies nicht weit weg sind, wenn es ums feiern geht.


Ich wollte meinen einzigen kompletten Tag in Medellin für einen Ausflug nutzen. Ich entschied mich für eine Tour zu Pablo Escobars früheren Anwesen in der Provinz Antioquia um mehr über die Geschichte zu erfahren. Außerdem enthielt die Tour 2 Stunden Paintball in seinem alten Gästehaus, eine Fahrt mit dem Boot von dort im Stausee nach Guatape und die Besteigung des Felsens "El Peñol".

Wir starteten in der Früh mit 13 Personen im Kleinbus. Überwiegend Neuseeländer, Aussies und Amis, aber auch ein Serbe. Wir fuhren ca. 2 Stunden bis wir das Anwesen erreichten. Wunderschön gelegen, in mitten des Stausees.


Unser Guide, ein verrückter Typ, erzählte uns einiges über Escobars Vergangenheit.

Das Anwesen besteht aus dem Haus seiner Schwester, seines Bruders, seiner Mutter, einem Gästehaus, einem Partyhaus und seinem Haus. Sein Haus ist quasi eine Ruine und gammelt vor sich hin. Es wurde durch Bomben zerstört.


Für die, die mit dem Namen Pablo Esdobar nichts anfangen können. Er war hauptsächlich in den 80ern der größte Drogenschmuggeler, den es je gegeben hat. Durch den Schmuggel wurde er zu einer der reichsten Menschen der Welt. 1989 wurde sein Vermögen auf 2,7 Milliarden Dollar geschätzt. Experten gehen aber gar von einem Vermögen von 30 Milliarden Dollar aus.

Escobar war so skrupellos, dass er jeden aus dem Weg räumte, der ihm nicht passte. U.a. tötete er bzw. lies er ca. 450 Polizisten und 30 Richter töten.

Er wurde nie verklagt bzw. es kam nie zu einem Prozess gegen ihn, obwohl er mal mit 11 Kilo Kokain erwischt wurde.

Den größten Gewinn erzielte er mit dem Schmuggel in die USA, genauer gesagt nach Miami. Er lies eine Boeing 727 umbauen, in der er 10 Tonnen Kokain transportieren konnte.

Der Preis eines Kilos lag in den USA bei 30.000 Dollar. Da er das Koks streckte und es nur aus 30 % reinem Koks bestand gar bei 90.000 Dollar.

Größtenteils sind die Kolumbianer heutzutage nicht gut auf den Namen Escobar zu sprechen.

Teilweise ist er aber beliebt, da er sich damals sehr für die ärmeren Menschen einsetzte und ganze Wohnblöcke baute, die er an die Armen verschenkte. Außerdem lies er auch Krankenhäuser, Schulen und Fußballstadien errichten.

Er lies es sich selber natürlich aber auch sehr gut gehen. Auf seinem riesigen Anwesen gab es sogar einen Privatzoo, zu dem er sich Tiere aus der ganzen Welt bringen lies. Total absurd.

Außerdem fuhr er teure Autos und Motorräder. Sein Anwesen hatte u.a. einen Hubschrauberlandeplatz, mehrere Swimmingpools, Dinosaurierstatuen für seinen Sohn und eine Stierkampfarena.

2007 wurde auf dem Gelände der Nationalpark „Parque Temático Hacienda Nápoles" errichtet. Die Flusspferde, die er sich damals zugelegt hatten, leben noch heute dort und haben sich zahlreich vermehrt.

1993 wurde er im Alter von 44 Jahren von einer Spezialeinheit in Medellin erschossen. Er wurde zuvor gemeinsam von den US-Eliteeinheiten CIA und DEA, der kolumbianischen Armee, der Polizei und sogar vom konkurrierenden Calli Kartell und den Paramilitärs, die sich verbündet hatten, gejagt.

An seiner Beerdigung nahmen über 20.000 Menschen teil.

Seine Frau und seine 2 Söhne wollten damals kurz vor seinem Tod nach Deutschland fliehen bzw. auswandern, wurden aber an der Grenze abgewiesen. Sie fanden schließlich in Argentinien ein neues Zuhause, wo sie noch heute mit geänderten Namen teilweise anonym leben.

Die Amis produzierten aus dieser Story eine Serie mit dem Namen "Narcos". Vor kurzem wurde die zweite Staffel veröffentlicht. Ich traf keinen Ami, der nicht schon die komplette 2. Staffel gesehen hatte.

Auch ich, der mit Serien normal nichts am Hut hat, startete in Kolumbien die Serie zu schauen. Sehr interessant! Ich werde sie in Deutschland definitiv weiter schauen.


In seinem Gästehaus, welches 1991 vom konkurrierenden Calli Kartell teilweise durch eine Bombe zerstört wurde, sollten wir uns dann für 2 h austoben.

Hier war nun Paintball angesagt. 2 Teams wurden gebildet und los ging es. Wir hatten reichlich Spaß, aber aufgrund des höheren Drucks der Markierer als in Deutschland, anschließend auch zahlreiche blaue Flecken. Trotzdem machte es sehr viel Spaß.


Hier gab es dann noch ein Mittagessen, bevor wir uns auf den Weg machten nach Guatape. Per Boot ging es in einer halben Stunde über den Stausee.

Unweit des Anwesens von Pablo Escobar befand sich auch das Ferienhaus von James Rodriguez, dem Star der kolumbianischen Nationalmannschaft, welches wir vom See aus sahen. Natürlich ein protziges aber richtig schönes Haus.


Guatape ist ein kleines buntes Örtchen. Sehr touristisch aber mit vielen farbigen Gemälden und Regenschirmen gestaltet. Die Sockel der Hausfassaden sind hier allesamt kunstvoll, bunt bemalt.


Wir hatten hier Zeit, uns die Gassen des Ortes genauer anzuschauen.

Wenn man länger Zeit hat und nicht so "schnell" reist wie ich, bietet sich hier auf jeden Fall eine Übernachtung an.

Von hier fuhren wir ca 15 Minuten zum "La Piedra del Peñon" oder auch "El Peñon de Guatape" (Stein von Guatape). Der schwarze Felsen ist ein 220 m hoher freistehender Monolith. Den Felsen besteigen wir in ca. 15 Minuten - 740 Stufen bis zur Aussichtsplattform. 


Hier oben genießt man eine unglaubliche Aussicht auf die ganze Region mit seiner unglaublichen Seenlandschaft. Von hier oben sieht man auch die zahlreichen Villen und Ferienhäuser, die sich rund um den See und auf den zahlreichen Inseln befinden.

Wir verweilen hier ein wenig, schießen Fotos und genießen einfach nur die Aussicht.


Danach geht's wieder runter.

Hier endet die Tour und es geht wieder zurück Richtung Medellin. Ca. 2,5 Stunden brauchen wir, bis wir wieder dort sind.

Ein absolut gelungener Tag. Die Tour kann ich jedem nur empfehlen. Und natürlich gibt es sie auch ohne Paintball zu spielen.

Den Abend wollten wir dann mit in paar Leuten, die mit auf der Tour waren, gemeinsam in einem Restaurant verbringen, denn es war ja nebenbei erwähnt Heiligabend.

Doch das war garnicht so einfach. El Poblado hat gefühlte 1000 Restaurants, doch an diesem Abend eins zu finden, dass geöffnet war, erschien uns als unmöglich.

Nach einer längeren Suche endeten wir dann bei einem Griechen. Zwar nicht ganz günstig, dafür aber super lecker. An Heiligabend darf man sich schonmal was gönnen.

Danach ging es noch ins gegenüber gelegene Partyhostel "Happy Buddha". Aber mehr wie 2 Maracuja-Mojito sollten es an diesem Abend nicht werden.

Medellin ist übrigens die Stadt mit der größten bzw. zahlenmäßig umfangreichsten Weihnachtsbeleuchtung bzw. -lichter. Übermäßig viel kam es mir aber nicht vor.

Trotz der Weihnachtsbeleuchtung kam aber irgendwie keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Weihnachten ging so schnell und unbemerkt wie noch nie zuvor an mir vorüber.

Das erste Weihnachtslied hörte ich übrigens an meinem Abreisetag aus Santa Marta im Hostel. Ihr werdet es mir nicht glauben, aber es gibt sogar eine "Last Christmas"- freie Zone, denn dieses Lied habe ich nur ein einziges Mal gehört. Und das nur zu ehren George Michaels einen Tag nach seinem Tod.

Den Abreisetag nutze ich nochmal, um mir die Innenstadt genauer anzuschauen. Ich fuhr mit der Metro ins Zentrum und lief ein wenig umher. Am "Plaza Botero" befinden sich zahlreiche Statuen. Genauer gesagt sind dies Figuren, die der Künstler Fernando Botero entworfen hat. Ein ihm gewidmetes Museum hatte ich mit Gil ja bereits in Bogota besucht.

Teilweise sehr lustige und seltsame Figuren.


Nach der kleinen Wanderung fuhr ich noch zum Cerro Nutibara, von wo man eine perfekte Aussicht auf die Stadt hat. Sehr imposant.

Ich hielt mich aber nicht lange hier auf, da ich mich auf den Weg zum Flughafen begeben musste.



Ich empfehle jedem der Kolumbien bereist hier einen längeren Stop einzulegen. 2 Nächte waren sehr knapp bemessen. Es gibt hier noch viele weitere schöne Orte.

Unweit von Medellin befindet sich z.B. die Zona Cafetera, der man laut Erzählungen anderer Reisenden unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Dies ist quasi ein riesiges Kaffee-Anbaugebiet in Kolumbien. Hier gibt es eine schöne Tropenlandschaft, idyllische Bauerndörfer und zahlreiche Kaffeeplantagen.

Somit war das Kapitel Kolumbien beendet. Ein traumhaftes Land! So viele verschiedene Sachen, die es hier zu sehen gibt. Traumhafte Karibikstrände, wunderschöne Kolonialstädte, Kaffeefarmen, Metropolen und grüne Landschaften.

Keinen einzigen Moment, in dem ich mich unwohl fühlte.

Bestätigen können dies natürlich auch die Friedensverträge und die Tatsache, dass die ca. 6000 FARC-Kämpfer ihr Waffen nieder legen wollen.

Ich kann jedem nur raten, die Scheuklappen und Vorurteile gegenüber diesem Land abzulegen, dass sich in einer Aufbruchstimmung befindet!

So ging es die schöne Route zum Flughafen wieder zurück und ab Richtung Panama 🇵🇦 

Whakautu

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