2025-05-21 Vancouver Island Wwoof
Wwoof


Pubblicato: 29.05.2025







































































































28.05.25 Metchosin->China Beach, 64km 625hm. Ich habe noch mal ein ausgiebiges Frühstück mit Ei. Suzanne macht mir Sandwich zum mitnehmen. Das packen geht schnell und so starte ich nach dem Abschiedsfoto um 8:30h. Das erste Stück der Strecke kenne ich ja schon. Bei der Feuerwehr von Metchosin gibt es die Reste eines Flohmarktes. Leider gibt es keine Trinkflasche und auch keine Thermoskanne. Hier komme ich wieder auf den Galopping Goose Trail. Auf der Schotterpiste lässt sich gut fahren. Nur leider fehlen zweimal Brücken. An den Stellen geht der Trail steil runter und rauf. Vor Sooke verlasse ich den Trail und mache einen kurzen Stopp am Regionalmuseum. In Sooke kaufe ich für die ersten zwei Tage ein und fülle nebenan an der Tankstelle problemlos für 1$ die Benzinflasche. Nun führt mich der Navi auf einer Nebenstrecke auf und ab. Am Poirier Lake esse ich mit Blick auf Seerosen die Sandwich. Es geht weiter mit dem auf und ab, wobei die Steigungen etwas zunehmen und ich manchmal Zickzack fahren muss. An der West Coast Road ist direkt neben der Straße in den Vorgärten ein junges Reh unterwegs. Hoffentlich springt es nicht vor ein Auto. Das Hinterrad macht Schleifgeräusche. Als ich im Fahren danach schaue, komme ich von der Straße ab und Rutsche in den Graben. Zum Glück passiert weiter nichts. Das nächste Auto hält direkt an und erkundigt sich. Ich kann entwarnen. Dann sehe ich neben der Straße zwei Leute stehen, die eine richtig große Drohne ausprobieren. Ich schaue eine Weile zu und mache dann einen Abstecher zum Leuchtturm am Sheringham Point. Der Wind hat ordentlich zugenommen und bläst mich fast um. Am gemütlich aussehenden Ressort point no point fülle ich meine Wasserflasche auf. Nun kommen zwei Campingplätze. Am Jordan River gibt es doch einen freien Stellplatz direkt am Meer. Der ist mir aber zu windig und zu offen. Ich denke dass es haben China beach mehr Auswahl gibt. Dorthin geht es wieder kräftig nach oben. Für heute reicht es mir auch mit den kurzen Steigungen. Ich hatte gehofft, dass der Campingplatz auf einer Wiese liegt, aber er ist mitten im Wald und somit sehr schattig. Das gefällt mir nicht. Aber zurück oder weiter sind auch keine Optionen. Ich wähle Stellplatz 52 und baue das Zelt auf dem Schotter auf. Das Brett für den Rucksack ist ein Stück zerbrochen. Ich Binde es neu an. Ein Park auf der kommt vorbei und kassiert die stellgebühr, 20$. Ich kann sogar mit Karte bezahlen. Nun brate ich das Fleisch mit den Zwiebeln an und koche Reis Paprika und Tomaten. Zwischendurch lasse ich immer wieder an den Rosinen. Es wird mir kalt und ziehe zwei zusätzliche Lagen an. Zum Sonnenuntergang gehe ich zum Strand. Der 1km lange Weg führt über 252 Stufen. Die Sonne steht soweit nördlich, dass sie um 20:30h hinter Bäumen und nicht wie gehofft über dem Meer untergeht. Ich habe noch ein Bier, verwahre es aber für morgen. Mit den Nachbarn habe ich noch einen Smalltalk, als ich die geliehene Powerbank zurückgeben. Sie haben sich ein Feuerchen angemacht und spielen Rummycup. Ich bin müde und krieche ins Zelt. Wegen der Kälte setze ich ein Stirnband auf, mache den Schlafsack aber nicht zu.
29.05.25 China Beach->Port Renfrew, 40km, 590hm. Als ich mit den Vögeln um kurz nach 5h aufwache, ist es am regnen. Ich schreibe für den Blog, und schlafe danach noch mal wieder ein. Als ich wieder aufwache, ist es schon kurz nach 8h. Es regnet immer noch. Ich mache mir ein paar Brote zum Frühstück und das Müsli zum Mitnehmen. Der ganze Zeltboden ist nass. Vermutlich war ich unachtsam und habe die Bodenplane überstehen lassen. Jetzt hört der Regen auf und ich starte um 9:40h. Gefühlt geht die Straße heute nur bergauf, vermutlich weil ich Gegenwind habe. Ich fahre die meiste Zeit durch Wald, nur ein wenigen Stellen kann ich aufs Meer blicken. Eine Küstenstraße habe ich mir anders vorgestellt. Eine Stunde lang halte ich ausschauen noch einem schönen Platz für den Sonnengruß. Leichte Kopfschmerzen melden sich. Um 12h mache ich auf dem Rastplatz oberhalb des Sombreo River Müsli Pause. Zwei Frauen winkt mich an ihren Tisch und stellen sich als Keslin vor. Sie sind unterwegs um die Backet Liste abzuarbeiten. Heute waren Sie unten am Sombio Strand. Das machen sie ohne ihre Männer, um sich in Ruhe umsehen zu können. Eine halbe Stunde führt die Straße noch weiter bergauf um dann steil, 12%, nach Port Renfrew abzufallen. An der Kreuzung ist eine Post und ich habe freies WLAN. Linda hat zum Vatertag gratuliert und ich rufe sie an. Anschließend lade ich die Bilder in den Blog. Nun weiche ich von meinem Plan ab, und fahre nicht zum Lake Lizard. Ich möchte noch was von der Küste mitbekommen und hier übernachten. Zumal meine Kopfschmerzen zugenommen haben und ich mich nicht weiter anstrengen möchte. Nach einem Stopp am Hafen fahre ich Richtung Westen. Hier sehe ich kurz den ersten schwarzen Bären. Oberhalb der Cerantes Road ist ein Campingplatz eingezeichnet. An der Straße finde ich aber keinen Hinweis. Ich lasse das Fahrrad stehen und gehe zu Fuß die steile Einfahrt hinauf. Wie auf einer Terrasse steht ein schönes Haus und es gäbe mehrere stellen das Zelt aufzubauen, aber keinen Campingplatz. Aber leider treffe ich niemanden an um zu fragen. Ich gehe auf der Höhe weiter und komme zu einem nächsten Haus. Eine Frau fühlt gerade Wasser ab und sie schreckt sich, als ich sie grüße. Ich könne gerne bleiben, aber Sie müssen noch mit ihrem Mann sprechen, der jeden Augenblick zurückkommen müsse. Auf dem Gelände gibt es ein kleines Haus für die Waschmaschine, eine Nähstube und eine große Garage. Dort stehen viele Motorräder. Mit einem sind sie bis Südamerika gefahren, mit einem anderen hat der Mann die Welt umrundet. Der Mann kommt mit Enkelkind zurück und zeigt mir wo ich das Zelt aufbauen kann. Die Stelle ist feucht und ohne Aussicht. Ich frage ob ich auch neben der Nähstube stehen kann. Kein Problem. Ich hole das Fahrrad und nun bietet mir der Hubschrauber Pilot auch die Sauna zum Übernachten an. Sie hat ein Panorama Fenster mit Blick auf dem Fjord und davor Tisch und Bank. Super! Ich trockne das Zelt und richte das Lager. Gemeinsam schrauben wir in seiner Werkstatt an meinem Fahrrad. Dann mache ich mir mein Essen warm, nehme eine Kopfschmerztablette und fahre ohne Gepäck zum Sonnenuntergang zum Botanical Beach. Auf dem Weg dorthin frisst ein Schwarzbär direkt am Straßenrand. Ein Auto hat schon gehalten und ich fahre in seiner Deckung am Bär vorbei. Als sich noch ein paar Fotos machen möchte, kommt dein lautes Motorrad und der Bär verschwindet. Am Strand setze ich mich auf die warmen dunklen Felsen. Große Wellen brechen sich schäumend in den Felsen. Ich bleibe bis die Sonne hinter Bäumen verschwindet. Wieder zurück sitze ich noch kurz vor der Sauna und sortiere die Bilder, dann lege ich mich auf die Saunabank und schlafe schnell ein.
30.5.25 Port Renfrew-> Lake Cowichan, 62km, 722hm. Die Sonne scheint und ich frühstücke vor der Sauna. Ich nutze das Plumpsklo, das abseits des Hause steht. Im Haus ist es noch ruhig. Ich will nicht fahren, ohne mich zu verabschieden. So lese ich und mache den Sonnengruß, da kommt Dug mit einer Kaffeetasse. Wir plaudern noch ein Weilchen und er gibt mir seine E-Mail-Adresse. Ich mache noch ein Foto von den beiden und fahre zur Post. Hier nutze ich das freie WLAN für den Blog und zum Telefonieren. Unterhalb der Kreuzung gibt es auch noch eine Siedlung mit Kirche. An einem Haus sehe ich große Plastiksäcke mit Dosen. Wie das hier mit dem Dosenpfand funktioniert, weiß ich noch nicht. Es liegen auch immer Dosen am Straßenrand. Wenn ich wüsste, wo ich sie abgeben kann, könnte ich sie ja aufsammeln. Auf einer langen Brücke geht es über den San Juan River. Die Strände dahinter, sollen ganz schön sein. Ich lasse sie aber links liegen. Auf der kleinen, wenig befahrenen Straße geht es nun das Tal hinauf, am Lake Fairy vorbei. Kurz vor 12h erreiche ich den Lake Lizard und gehe erst mal schwimmen. Es gibt schöne Stellplätze mit Blick auf den See, aber jetzt hier schon zu bleiben, ist es mir zu früh. Es geht noch 18 Kilometer bergauf. Die Steigung ist dabei eher moderat. Ich halte nach einem Picknickplatz ausschau, und entdecke eine hübsch mit Blumen angelegte Gedenkstätte. Die Initialen DD stehen für zwei Söhne einer Familie, derer hier gedacht wird. Als ich weiter fahren will, ist mein Fahrrad umgekippt. Der Grund dafür ist ein Platten. Im Schlauch ist auf der Innenseite ein Riss, vermutlich war hier der Schlauch eingeklemmt. Nach einer halben Stunde ist der Schlauch geflickt und das Gepäck wieder aufgeladen. Das letzte Stück zum Pass ist etwas steiler, der Gegenverkehr winkt mir aufmunternd zu. Bei der Abfahrt habe ich wieder Gegenwind und der bremst mich aus. Auf der South Shore Road ist nun deutlich mehr Verkehr. Nach 5km kann ich zum Campingplatz abbiegen. Obwohl es ein städtischer Platz ist, verlangen sie auch 31$ für den Stellplatz. Kurz vorher hatte ich einen anderen Radfahrer getroffen, es aber versäumt, ihn zu fragen, ob wir uns einen Platz teilen. Ich baue das Zelt auf und gehe erst mal duschen. Dann gehe ich mit den Kochsachen zu einer Picknickbank an den Strand. Nach dem Essen lese ich noch und schaue den Kindern beim Baden zu. Wie lange sie es im doch kalten Wasser aushalten! Zwei Jet Stream Boote fahren lärmend über den See. Leider verschwindet die Sonne hinter den Wolken. Ich bleibe aber trotzdem bis nach 21h sitzen. Am Nachbarzelt haben die jungen Leute einen Streit. Die junge Frau läuft weg, der Mann hinterher. Sie kommen gemeinsam zurück, doch der Streit eskaliert wieder. Ein Mann vom Campingplatz bittet um Ruhe und ruft die Polizei, die auch umgehend kommt. Danach kehrt tatsächlich Ruhe ein.
1.6.25 Saltair->Nanaimo->Fähre->....36+...km. Kurz vor fünf bin ich schon wach drehe mich aber noch mal rum bis um 5:30h. Ich starte kurz nach 6 nutze bei MC Doof das intelligente WiFi um Geburtstagsgrüße zu schicken. Das ist der Nachteil, wenn ich keine SIM-Karte habe, muss ich freies WLAN finden und dafür tagsüber Zeit aufwenden. Ein Stück weiter in der nächsten Siedlung finde ich eine sonnige Bank und frühstücke. Um die Bucht herum muss ich auf dem HW radeln. Dann geht es wieder im auf und ab über die Ceder Rd. Den nächsten Stopp mache ich bei einem Baseballspiel von Jugendlichen Mädchen. Die Schlägerinnen treffen nur selten den Ball. Meistens kann die fängerin den Ball direkt fangen, so dass es keine Chance auf einen Lauf gibt. Der Wind bläst heute Vormittag wieder kräftig von vorne und ich muss mich anstrengen. Um zehn erinnert mich der Wecker an den Sonnengruß. Ich mache ihn in einem Park, indem es tolle Wasserspritzen gibt. Im Hafen von Nanaimo kaufe ich ein und erfahre, dass es zur Fähre noch vier Kilometer nach Norden geht. Diesmal muss ich das Ticket im Terminal kaufen, 20,50$. Die Fähre geht in einer Stunde. Diesmal sind die Wege für mich einfacher und ich kann mit den ersten Fußgängern an Bord gehen. Ich lasse die powerbank an einer Steckdose unter Deck und gehe selber aufs Deck. Beim ablegen sehe ich, das ist weiter im Norden auf Vancouver Island auch Schnee bedeckte Berge gegeben hätte. Nachdem wir die in der verlassen haben esse ich Müsli und lese etwas bis die Hochhäuser von Vancouver in Sicht kommen. Ich könnte die Fähre als erstes verlassen, passe mit meinem dicken Rucksack aber nicht an den parkenden Autos vorbei. So muss ich warten bis sie alle rausgefahren sind. Im Ort mache ich kurz am Terminal Stopp und Nutzer noch mal das WiFi für den Blog. Nun geht es teil aus dem Ort erst in die gegenrichtung bis zum Kreisverkehr und dann über den Highway 99 an der Küste entlang. Ein anderes Radfahrer Pärchen überholt mich. Sie kommen zügig voran. Immerhin habe ich jetzt teilweise sogar Rückenwind. Der Verkehr es ist enorm, aber es gibt immer einen breiten Seitenstreifen. An einer Ausfahrt zu einer privaten Straße mache ich kurze Pause und stille meinen Hunger mit Banane und Brot mit Ketchup. Ich kann die ganze Zeit in der Sonne fahren und habe immer wieder schöne Ausblicke auf den Montagu Channel. Dann kann ich zum Porteau Cove Provincial Park links abbiegen. Der Park befindet sich in einem langen Streifen zwischen Strand und Eisenbahn. Die Parkwächter sagen mir, das seit einem Monat alles ausgebucht ist. Zehn Minuten weiter wäre der nächste große Campingplatz. Nur das für mich zehn Auto Minuten zwei Stunden Fahrrad fahren bedeuten. Ich radle über den Platz und spreche am Ende einem Mann aus Südkorea an, ob es möglich ist den Platz zu teilen. Er lässt sich aber nicht drauf ein. Ich treffe den Wärter und der sagt mir, dass sie nun doch eine Platz für mich haben. Er kostet allerdings 43$ inklusive Elektrik. Ganz schön teuer, aber schön dass ich bleiben kann. Ich baue das Zelt auf, lese etwas und gehe duschen. Dann packe ich meine Kochsachen fahre an die Picknicktische am Steg, denn mein Platz liegt im Schatten. Am Strand haben sich viele Leute versammelt und ich bekomme mit, dass im Meer immer wieder ein Wal auftaucht. Mal kann ich seinen Rücken und die Schwanzflotte sehen und dann beobachten wie er bläst. Nach Sonnenuntergang setze ich mich noch mal auf die Holzstämme am Strand, genieße die Ruhe mit schönem Abendhimmel und schneidet die Videos. Wenn ich erst auf der Matratze liege, fallen mir gleich die Augen zu.
