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2025-03-29 Tongariro, Timber Trail and ...

Pubblicato: 01.04.2025

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29.3.25 Whakapapa Village -> Tongariro -> Ōwhango, Rad 60km,+400 -1200hm, Fuß 18,5km -+850hm. Ich werde um 5 Uhr wach, das ist auch gut so, denn ich habe vergessen den Wecker einzuschalten. Sven ist vor mir fertig und wir starten um kurz nach 6h. Im dunklen folge ich Sven die 48 hinunter. Auf der 47 ist schon viel Verkehr und uns wird warm. Dann geht es sechs Kilometer die Schotterpiste hinauf in den Sonnenaufgang bis zum Parkplatz. Hier sind inzwischen schon viele Shuttle Busse angekommen. Und Sven ist vorgefahren und kocht einen Kaffee. Kurz nach 8 starten wir in einer Lücke, aber schon bald überholt uns der nächste Schwung an Leuten, die heute den Tongariro überqueren wollen. Das erste Stück bis zum Wasserfall ist flach und teilweise mit Stegen ausgebaut. Nach dem ersten steilen Anstiegt erreicht man eine Ebene, die vielleicht auch mal ein Krater war. Dann geht es wieder steil hinauf bis zum Grad. Hier kann man in den roten Krater gucken, der mit schwarz abgesetzt ist und eine Laverhöhle hat. Ein Stück weiter vom höchsten Punkt kann man drei Seen sehen. Den dunkelblauen blue Lake und die Emerald Lakes. Einer hellblau der andere grün mit gelben Rand. Sie leuchten wunderschön in der Sonne. Wir steigen noch den steilen Weg hinunter zu den Seen mach an dort eine Pause und gehen dann gegen den Strom der Menschen zurück. Nachdem wir den höchsten Punkt erreicht haben, kommen uns kaum noch Leute entgegen. Wir genießen die Ruhe des Rückweges. Nach einem Stopp am Wasserfall fängt es leider an zu regnen. Triefend nass erreichen wir den Unterstand am Startpunkt, beladen die Fahrräder und warten, dass es aufhört zu regnen. Nach 16h sausen wir die Schotterpiste hinunter zum Highway. Ich habe immer noch wieder Regentropfen auf der Brille und hoffe, dass ich kein Schlagloch erwische. Nun geht zurück bis zur Tankstelle und dem Supermarkt am HW 48. Bis zu dem kostenlosen Campingplatz in Ōwhango, denn Sven ansteuern möchte, sind es noch 25 km. Es geht die meiste Zeit herunter, aber bei den kleinen Gegenanstiegen merke ich meine Beine sehr und fahre Sven hinterher. Den Zeltplatz erreichen wir nach einer langen Abfahrt zum Fluss in der untergehenden Sonne. Jeder kocht für sich, ich mit Nudeln, Sven mit Reis. Essen tun wir gemeinsam schon im Dunkeln. Um 21Uhr gehen wir ins Zelt.
30.3.25 Ōwhango-> Start-Timper Trail, 54km 500hm. Kurz nach 6h werde ich wach und direkt meldet sich mein Darm. Danach kuschel ich mich aber noch mal wieder in den Schlafsack und schreibe dem Blog. Laden kann ich das ganze nicht, weil kein Netz. Um 8 Uhr setze ich mich an den Tisch. Ich schaue mir den kaputten Schlauch an. Das Loch ist leider am Ventil. Ich beginne zu frühstücken und wecke Sven. Die Sonne kommt über den Berg und ich genieße die Wärme. Um 10h geht es vom Fluss wieder hinauf nach Ōwhango. Wir füllen das Wasser auf und fahren auf der Nebenstrecke über Hikumutu nach Taumarunui. Anfangs geht's bergauf und dann gibt es eine lange schöne Schotter-Abfahrt. Auf der ganzen Strecke begegnet uns kein Auto. Nach 25 km überholen wir den Wanderer, der mit uns auf dem Zeltplatz war. In Taumarunui kaufen wir ein, füllen das Benzin auf, und machen auf dem Spielplatz Pause. Das neueste Spielzeug sind kleine Motorräder, mit denen man durch die Senke fahren kann. Leichter Nieselregen beendet unsere Brotzeit. Auf Schotter geht es weiter parallel der Eisenbahn. Bei den Anstiegen ist Sven deutlich schneller, aber er wartet immer wieder auf mich. Um 16 Uhr erreichen wir den kostenlosen, gut gepflegten Campingplatz. Auf der anderen Bachseite ist der Zugang zum Singletrail TTT, den wir morgen fahren wollen. Zum Waschen fahren wir noch mal 1,7 km zurück zum Fluss. Unter der Brücke können wir schwimmen. Der Einstieg ist zwar etwas schlammig, aber das Wasser ist tief genug und erfrischend. Zum Kochen setzen wir uns an den Tisch zu zwei jungen Frauen aus München. Die Kartoffeln passen noch knapp in den Topf. Sven kocht Rosenkohl und macht Rührei. Ich hole das kaltgestellte Bier zu unserem leckeren Essen. Die Sonne geht unter und uns geht's gut.
31.3.25 Timber Trail, Ongarue-> Harrison Creek, 54km, 1050hm. Sven und ich steht um 7 Uhr auf und sind kurz vor 8 habt vorbereitet. Der Zugang zum 85 km langen Timber Trail hat eine Sperre, über die ich das Fahrrad mit dem Gepäck heben muss. Zu zweit geht das leichter. Das erste Stück ist ein Single Track der dem Fluss folgt. Wir fahren durch den Nebel. Nach sechs Kilometern kommen wir auf die alte Bahntrasse. Am Ongarue Spiral geht der Trail über eine Brücke, durch einen Tunnel und in einer 360 Grad Schleife nach oben. Am Shelter machen wir eine Pause. Ich mache den Sonnengruß und der Nebel verzieht sich langsam. Sven fährt immer voraus, wartet dann aber auf mich an der nächsten Sperre, oder schönen Aussichten. Nach 30 Kilometern machen wir an einem Picknick Platz Mittagspause. Sven zieht es nun doch schneller weiter. Er will heute noch den ganzen Track fahren. Ich verabschiede mich und bedanke mich für die drei gemeinsamen Tage! Um 15 Uhr erreiche ich Piropiro Campsite. Es ist ein sehr großer Campingplatz mit mehreren Wiesen. Auf jeder steht schon ein Camper mit Wohnwagen. Ich finde es ungemütlich. Nachdem ich etwas Obst gegessen und das Wasser aufgefüllt habe, beschließe ich bis zum nächsten Shelter in 14 Kilometer weiter zu fahren. Leider endet bald die Bahntrasse und der Trail wird viel steiler. Nach einer längeren Abfahrt, stehe ich plötzlich vor einem Gatter. Hier ist die Durchfahrt verboten. Ich habe einen Abzweig verpasst! Also einen Kilometer zurück und den Berg hinauf. Dreimal bleibe ich zwischen Kilometer 31 und 28 schnaufend an einer steilen Stelle stehen. Ich schaffe es sie hochzufahren, aber es war grenzwertig. Um 17:25h erreiche ich den Shelter vor der Harrison Creek Hängebrücke. Ich baue das Zelt auf, koche am Picknicktisch und gehe noch zum Fluss mich waschen. Als es um 20 Uhr dunkel wird, freue ich mich auf die Liegematte.


1.4.25 Timber Trail 2.Tag ->Whakamaru, 57 km, +590hm -980hm. Heute morgen ist das Zelt wieder richtig nass, aber der Himmel ist blau. Ich schöpfe Wasser aus dem Bach und mache mich auf den weiteren Aufstieg auf dem Timbertrail. Zwischen den tollen Hängebrücken gibt es wieder zwei Stellen die super steil sind. Eine schiebe ich auch heute, weil meine Muskeln noch nicht so recht wollen. Um 9:30 Uhr mache ich Pause bei Kilometer 22 vor der Bog Inn Bridge. Da kommen auch die beiden Schwestern aus München über die Brücke und wir frühstücken gemeinsam. Das hat ja genau gepasst. Der weitere Weg windet sich in Kehren zum höchsten Punkt, auf 971 m. Ein Arbeiter ist mit dem Quad und einer streukiste unterwegs. Er bringt neuen Schotter auf den Weg. Die Abfahrt ist dann wunderbar. Ich kann viel rollen lassen, muss aber in den engen Kurven aufpassen. Hin und wieder kommen auch Radfahrer entgegen, doch ich sehe sie immer rechtzeitig und denke auch daran Links zu fahren. Bei km 8 gibt es wieder Handyempfang und ich mache Mittagspause. Die weitere Abfahrt ist wirklich eine Freude. Der Weg ist super toll angelegt. Unten auf der Straße will ich in der gleichen Richtung weiterfahren, guck aber zum Glück noch mal aufs Handy, um festzustellen, dass es nach Whakamaru im spitzen Winkel zurückgeht. Ich folge dem HM 30. Hier gibt es jetzt auch wieder Fernblick und es geht viel bergab. Ich überquere den Mangakino Stream und kaufe im Whakamaru Store für zwei Tage ein. Die Auswahl ist nicht so groß. Aber das Wichtigste, ein neues Feuerzeug, bekomme ich hier. Leider kein Bier :( . Ich folge den sechs Reihen Strommasten zum zum Staudamm und fahre direkt auf der anderen Flussseite zum Campingplatz. Eigentlich wollte ich noch 10 km weiter, aber meine Beine sind so schwer. Der Campingplatz ist weit und staubig. Vermutlich wird er im Frühjahr überschwemmt. Es gibt eine gute Badestelle und eine warme Dusche die ich nutze. Die Nachbarn im Wohnwagen laden mir die Powerbank. Zum Kochen gehe ich an die Tischgruppe. Im Zelt esse sich noch eine ganze Tafel Schokolade und nippe dabei am Whisky. Lecker! Als um 21:30h die Powerbank gebracht wird, war ich schon eingeschlafen. Nun lade ich noch die Bilder aufs Handy und schlafe dann weiter.


2.4.25 Whakamaru->Waikite Valley Pool, 63km,600hm. Der Sonnenaufgang über dem See verspricht, dass es ein schöner Tag wird. Leider gelogen. Die Sonne wird sich heute nicht zeigen. Nach dem Sonnengruß starte ich auf dem River Trail. Der ist mir aber schnell zur anstrengend. Sobald es einen Zugang zur Straße gibt, fahre ich dort weiter. Hier ist auch kaum Verkehr. Am ersten Bach fülle ich meine Wasserflasche auf. Der Campingplatz hatte zwar eine heiße Dusche, aber keine Waschbecken. Die Straße entfernt sich vom Bach und es geht geradeaus durch Weideland. Ludwig meldet sich und wir telefonieren. Dazu muss ich aber stehen bleiben, weil sonst die Verbindung abreißt. An der Kreuzung zum HW1 gibt es einen alten Brückenkopf. Dort esse ich im Gehen mein Müsli und schaue mich dabei um. Die Hauptstraße es ist irgendwo gesperrt und dadurch kommen nur wenig Autos. Erst nachdem ich auf der 30 abbiege, ist wieder mehr Verkehr. Besonders viele große LKWs mit Anhänger sind unterwegs. Bei der Bar Bull Ring kann ich eine Flasche Bier kaufen. Noch etwas früh am Morgen , aber schon die letzte Gelegenheit für heute. Die Kette quietscht, meine Beine sind müde und Regen zieht auf. Ich flüchte unter einen Baum und packe alles in Plastik. Aber da hat es auch schon wieder aufgehört und ich kann den Poncho ausziehen. Bei der Aktion habe ich mir wohl einen Platten eingefahren. An der Bushaltestelle zur Nicholson Street kann ich flicken. Die ganze Bude wackelt wenn die schweren LKWs vorbei brausen. Die Nebenstraße ist ganz ruhig. Es geht auf und ab durch runde Hügel. Ab und an habe ich nun Gegenwind und ich zähle die Kilometer runter. An einem Unterstand mit Aussicht mache ich Mittagspause. Nun geht es das Tal hinauf. Die Kühe gehen schon zurück zum Stall, mal unter mir, mal über mir. Ein Autofahrer bietet mir an, mich dem Berg hoch zu fahren. Da es aber trocken ist, will ich den Rest noch selber fahren. Kaum ist der weg, fängt es an zu tröpfeln. Nach weiteren 7km sehe ich den Dampf über den hot Pools. Spontan bleibe ich hier, obwohl es 60 Dollar kostet. Ich baue das Zelt auf und gehe dann in Badehose den Weg bis zur heißen Quelle. Sie hat 99 Grad. Das Wasser wird über Leitungen in die Pools geführt. Ich probiere mehrere aus. Das warme Wasser macht müde, aber der Hunger ist größer. So koche ich und setze mich zu einer Engländerin, die bei Sherwood Forest auf einem Hausboot lebt und Schriftstellerin ist. Als es weder anfängt zu regnen müssen wir umziehen. Ich könnte jetzt noch schnell bis um 20 h ins Wasser, entscheide mich aber für die Luftmatratze im Zelt.


3.4.25 Waikite Valley Pools->Lady Knox->Kerosene Creek->Lake Okaro, 28km, 300hm. Ich habe eine Eintrittskarte für den Thermalpark und den Geysir Lady Knox gebucht (33$), der um 10:15h aktiviert wird. So habe ich heute morgen mir einen Zeitplan zurechtgelegt. Blog bearbeiten, 7 Uhr in den warmen Pool, anschließend packen, 8:30 Uhr Abfahrt. Im Pool bin ich der erste unter Palmen und grauem Himmel. Während ich packe und losfahre telefoniere ich mit Linda, bis ich an den steilen Berg komme. Für die 100 hm brauche ich meinen ganzen Atem. Als ich über dem Berg bin, gucke ich in eine Kraterebene, in der überall weiße Dampf Wolken aufsteigen. Die Strecke ging schneller als ich dachte. Die Zufahrt zum Geysir ist noch gesperrt, aber fast gleichzeitig kommen die Ordnungskräfte und schließen auf. Ich setze mich auf die Tribüne und frühstücke mit Blick auf den weißen Minivulkan. Nach und nach fühlen sich die Reihen und ich entdecke die englische Schriftstellerin von gestern Abend und setze mich zu ihr. Eine Frau begrüßt uns über Mikro und sorgt für Stimmung. Es ist eine kleine Zeremonie: sie singt, und ein anderer Mann kommt mit einer braunen Papiertüte und schüttet den Inhalt in den Schlund des Geysirs. Es könnte etwas wie Waschpulver gewesen sein, denn als erstes zeigt sich nun Schaum, der zu blubbern anfängt. Ein paar Seifenblasen steigen auch auf und dann entwickelt sich ein großer Strahl, bestimmt zehn Meter hoch. Das Schauspiel dauert leider nur zwei Minuten, dann bricht der Strahlt wieder ab und nur noch weißer Dampf kommt aus dem Geysir. Alle Leute bewegen sich nun zum Parkeingang. Ich muss mir einen Stempel abholen und gehe dann mit den anderen Leuten den Rundgang. Der besteht aus zwei Kreisen und zwei Sackgassen. Überall spürt man die Wärme und kann es blubbern hören. Leider ist der Himmel grau und es nieselt zwischendurch, so dass die Farben nicht wirklich herauskommen. Ich laufe bis zum Lake Ngoakora an blubbernem Schlamm, dampfenden Wasserfällen und den Aluminiumcliffs vorbei. Über dem Champagner Pool liegt dichter Dampf. Ich kann nur an einer Stelle aufsteigende Kohlensäure entdecken. Die kräftigsten Farben sind am Devil's Bath: das Wasser ist türkis grün und am Rand sind gelb orangene Schwefel Ablagerung. Ich verlasse den Park und will durch den Wald zum Kerosene Creek. Doch zweimal nehme ich den falschen Weg und muss am Ende feststellen, dass der Weg gesperrt ist. Also alles wieder zurück in leichtem Regen. Auf dem Highway ist richtig viel Verkehr und die LKWs spritzen mich nass. Inzwischen ist es schon nach 14h. Wenn ich noch einkaufen und bis zu dem abgelegenen Campingplatz am See fahren will wird das alles sehr spät. Wenn ich mir jetzt hier Zeit lasse und nur bis zum nächsten See fahre, kann ich nicht einkaufen und ich muss mit schmalem Essen auskommen. Ich steige erstmal in den dampfenden Fluss, der tatsächlich etwas nach Kerosin riecht und eine weiche, ölige Spur auf der Haut hinterlässt. Einige Leute chillen und eine Familie mit zwei Mädchen spielen am Wasserfall. Eine große Gruppe Jugendlicher verweilt nur kurz. Auch hier fehlt etwas die Sonne, aber ich kann trotzdem genießen. Für den weiteren Weg Richtung Rotorua wähle ich die Nebenstrecke, die am Lake Okaro vorbeiführt. Um 16 Uhr beschließe ich hier zu bleiben. Das Toilettenhaus ist nagelneu und sogar beleuchtet. Leider gibt es keine Steckdose. Für 10$ kann ich online einchecken. Ich baue es Zelt auf, esse Mittags Brot und lese auf der Bank bis mir kalt wird. Dann wandere ich einmal um den See. Der Weg ist länger als ich dachte. Um kurz nach 18h bin ich zurück und koche Nudeln mit Öl und Knoblauch. Zum Nachtisch gibt es noch einige Stücke Schokolade. Es fängt wieder an zu regnen und ich krieche ins Zelt, sortiere die Bilder und telefoniere mit Berni.


4.4.25 Lake Okaro-> Rotorua, 38km,350hm. Heute wird es ein richtiger Regentag und ich lasse mir mit dem Aufbruch Zeit. Ich buche in Rotorua ein Hostel, lese und frühstücke im Zelt. Dann präpariere ich den Poncho am Rücken. An der undichten Stelle klebe ich noch eine Plastiktüte ein. Und auch über die Sandalen ziehe ich Plastiktüten. Nun warte ich eine Phase ab, in der der Regen etwas nachlässt und baue das Zelt ab. Auf der Nebenstrecke geht es gegen den Wind bergauf, da wird mir schnell warm. Weiter geht es auf einem Radweg parallel zum Highway 5. Dann biege ich ab auf den Waldweg zum grünen See. Der See versteckt sich hinter hohen Bäumen und zeigt seine schöne Farbe heute nicht. Die Strecke ist für einen Wettkampf ausgeschildert. Bei einer holprigen Abfahrt löst sich das Zelt und fällt runter. Alles irgendwie schwieriger in strömenden Regen. Am Ausguck zwischen grünen und blauen See halte ich trotzdem an und stelle mich in den stürmischen Wind. Ich würde sagen, der grüne See ist heute etwas heller grau als der blaue. Zwischen den beiden Armen sammelt sich Wasser im Poncho. Schönes weiches Trinkwasser. Am Stadtrand muss ich das Handy wieder rauskramen, damit ich den Weg zum Hostel finde. Inzwischen bin ich richtig nass und mir wird auch langsam kalt. Trotzdem gehe ich noch einkaufen. Das wird ein großer Einkauf, weil ich gar nichts mehr habe außer drei Knoblauchzehen und ein paar Gewürzen. Ich komme auch an einem Fahrradladen vorbei und kann einen neuen Schlauch kaufen. Das Rock Solid Hostel ist ohne Treppen mit Rampen gebaut. Ich kann das Fahrrad bis in die erste Etage schieben und danach im Gepäckraum abstellen. Im Sechserzimmer sind leider nur noch oben Betten frei. Zuerst mal unter die warme Dusche. Dann esse ich etwas und ruhe mich auf dem Bett aus. Wie kann meine Reise weitergehen? Und wie kann ich Ute vielleicht doch noch treffen? Ich rufe sie an und wir verabreden uns für morgen Abend. Bis nach Hamilton sind es 110 Kilometer. Der Wetterbericht sagt Gegenwind voraus. So beschließe ich, mit dem Bus hinzufahren und versuche ein Ticket zu buchen. Das scheitert aber daran, dass sich das Häkchen nicht bei dem allgemeinen Geschäftsbedingungen machen kann. Nachdem ich mit Johanna telefoniert und Abendessen gekocht habe, probiere ich es zum x-ten mal. Dabei verrutscht mein gesetztes Häkchen und ich sehe, wenn ich die Seite nach oben scrolle noch ein weiteres Feld,das ich anklicken muss, das aber immer sofort wieder verschwindet, bis ich schnell genug bin und es anklicken kann. Schon habe ich meinen Busticket!


5.4.25 Rotorua in der Stadt und Busfahrt nach Hamilton. Im 6-Bettzimmer war es ruhig, trotzdem habe ich nicht gut geschlafen. Um 7h schleiche ich mich aus dem Zimmer und frühstücke. Die Sonne scheint unter den Wolken durchs Fenster. Ich packe alles ein und stelle es in den Gepäckraum. Mit dem Tagesrucksack auf dem Fahrrad fahre ich zur Information. Dort melden Sie beim Busunternehmen telefonisch mein Fahrrad an. Ich radle an heißen Quellen vorbei, die wenig spektakulär sind. Mein nächstes Ziel ist der Supermarkt new world. Ich hatte in Erinnerung, dass ich hier meine Bonbons gekauft habe, finde sie aber nicht. Auf dem Weg dorthin bin ich an einem Einkaufszentrum vorbeigekommen. Dort schaue ich in vier Läden, um einen neuen Tagesrucksack zu kaufen. Mein jetziger ist leider an verschiedenen Nähten geplatzt. In The Warehouse finde ich einen für 50 $, der an der Kasse dann sogar nur 35 kostet. Ich hoffe er wird mindestens so lange wie der alte halten. Im Kurpark esse sich Brot und den Rest vom Kotelett, dann fahre ich zur St. Faithskirche an die Küste. Sie ist leider zu. Hier gibt es auch den Muruika Soldiers’ Cemetery. Die Gräber sind oberirdisch, weil überall Thermalgebiet ist. Inzwischen ist es richtig warm geworden und ich kaufe mir ein Eis, dass ich an der Promenade esse. Plötzlich muss ich mich beeilen. Ich hole den Rucksack aus dem Hostel und fahre damit zum Bus. Es steigen nur wenige Leute ein und ich frage den Busfahrer, wie klein ich mein Fahrrad machen soll. Er sagt für 10 Dollar könnte ich so reinstellen. Da spare ich mir eine Menge Arbeit. Dann die Überraschung: im Bus sitzen auch Heinz und Claudia. Die beiden hatte zuletzt Sven getroffen und ich bin mit ihnen im Windschatten am Wanaka Lake bis zu meinem ersten Wwoofing geradelt. Sie fahren zurück zu ihren Fahrrädern in Matamata. Wir haben uns einiges zu erzählen und die Fahrt vergeht ruckzuck. Unterwegs sieht es aus wie Hobbit-land, und tatsächlich ist hier in der Nähe der Filmset. In Hamilton sind es noch fünf Kilometer vom Busbahnhof bis zu Ute. Auf dem Wege kaufe ich noch Bier, Milch und Obst. Um 18:30h erreiche ich das Haus in der Gretastraße. Wir kochen gemeinsam und tauschen uns beim Essen über unsere Reisen aus. Ich habe leichte Kopfschmerzen, vermutlich von der kalten Regenfahrt gestern. Sie vergehen zum Glück aber von alleine.

In sintesi

Estratto automaticamente dal post
Tempo atmosferico
Autunno
Accompagnamento
Solo
AvventurosoFuori dai sentieri battutiRilassante
  • Besuch des Geysir- und Thermalgebiets mit Ausbruch
  • Zelten am Lake Okaro im Regen
  • Fahrt mit dem Bus nach Hamilton
  • Kochen und Essen mit Ute in Hamilton
PonchoSandalenZeltFahrradTagesrucksack
NaturaTransitoViaggio in autoMangiareAvventura
  • Camping am Lake Okaro10 NZ$
  • Tagesrucksack35 NZ$
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