

Pubblicato: 30.03.2026
Tag drei sollte mit einer knapp 20 km langen Etappe aufwarten. Dabei war uns klar, dass die ersten 16 km eher flach und wenig aufregend sein würden. So war es auch, wenig schöne Dörfer, der Weg führte durchs Tal, fast ausschließlich durch besiedeltes Gebiet. Dann kam Spolito. Hier sollte der Aufstieg nach Monteluco beginnen mit Steigungen von über 30 Prozent. Wir beschlossen dann vielleicht doch den Bus zu nehmen, da wir doch schon leicht angeschlagen waren. So liefen wir durch die Stadt, einen Laden für Bustickets zu finden - erfolglos, was sich im Nachhinein als Glücksfall entpuppte, denn nachdem Nobby dann einen Busfahrer gestoppt und nach der Busverbindung gefragt hatte, mussten wir feststellen, dass nur im Sommer Busse auf den Berg fahren.
Also beschlossen wir schweren Herzens und mit schweren Beinen den Fußweg zunächst auf der Fahrstraße zurück zu legen, um ggf. Autos anzuhalten, die uns dann auf den Berg mitnehmen konnten. Es kamen aber keine. Also die Ochsentour auf direktem Weg, schien die unausweichliche Option. Das war schon echt steil, aber eben 7 km kürzer.
Dann endlich am letzten möglichen Punkt, an dem die Straße den Wanderweg kreuzte, hielt, als wir eine letzte Pause vor dem Gipfel machten, ein Auto an und eine Frau lud uns ein, mit nach oben zu fahren. Hätten wir dieses Angebot doch schon eine Stunde eher gehabt.
Aber dann kamen wir doch noch müde und kaputt in unserem Hotel, ein Hotel in Stil der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert (innen wie außen), an.
Füße hoch und gleich was essen.
Unser Gastgeber überraschte uns dann mit einem wunderbaren Vorspeisenteller, der keine Wünsche offen ließ. Die Nacht war dann im Unterschied zum Tag sehr verregnet.
