14. Tag 12 vers Aldeanueva del Camino
Je me suis réveillé à 5 heures et j'ai voulu rester éveillé, mais je me suis rendormi. Mon réveil a sonné à 5h40, mais je l'ai éteint tout de suite. Mon compagnon de marche dans...


Publié: 10.11.2024












Hier ist tatsächlich gestern noch ein paar ins Zimmer gekommen. Auch eine Frau. Insgesamt waren wir 7 Leute, inklusive mir. Es war ordentlich laut, aber man kann sich nicht beschweren, wenn man ein Mehrbettzimmer bucht. Ich bin dann relativ früh schlafen gegangen, da ich heute etwas früher aufbrechen wollte. Ich bin um 5 Uhr aufgewacht und dachte, warum nicht schon aufstehen. Gesagt, getan. Ich habe meine Sachen leise genommen. Leider wurde mein Regencape von anderen Leuten aufgehängt. Ich bin dann in die Küche, habe mich kurz umgezogen und im Kühlschrank geschaut. Man könnte sich für 2€ ein Frühstückspaket dazubestellen. Ich hatte keine großen Erwartungen und hatte dies eigentlich nur aufgrund des Kaffees gemacht, aber später erst gesehen, dass es auch einen Kaffeeautomaten gibt, wo man Kaffee für 80 Cent bekommt. In der Box war dann eine Kapsel Kaffeepulver, 2 Scheiben Toast, 3 Mal Marmelade, 3 Mal Margarine, ein Trinkpäckchen Milch und O-Saft. Außerdem noch 2 Prinzenrolle und 3 andere kleine Kuchen. Also, für 2€ kann man da echt nicht meckern, wenn man bedenkt, dass in Deutschland in Restaurants beim Frühstück eine Extramarmelade meist schon 1,50-2€ kostet. So habe ich in Ruhe mein Essen genossen. Ein anderer Pilger ist wach geworden und ist auch in die Küche. Ich habe mich verabschiedet und bin dann um 5:20 losgegangen. Das ist jetzt die früheste Zeit bisher, zu der ich gestartet bin. Es war auch nicht zu kalt, also okay. Nachdem man die Stadt verlassen hat, ist man auf eine Landstraße getroffen und die ist man dann 10 Kilometer entlang gelaufen. Generell wieder ein wenig gefährlich, aber in den ganzen 2 Stunden kamen 4 Autos vorbei, also war der Weg entspannt. Dann war ich schon im nächsten Ort, wo natürlich alles geschlossen hatte. Und nachdem ich über den Hauptplatz gegangen bin, habe ich den Ort wieder über eine Seitenstraße verlassen und dann ging es eine Stunde lang einen Hang hinauf. Der Weg war sehr steinig und man musste aufpassen, wo man hintritt. Es wurde langsam hell und ich habe ein paar Tiere auf dem Weg gesichtet. Das Wetter sah sehr bescheiden aus. Man konnte viele dunkle Wolken sehen und ich rechne damit, dass es bald regnen wird. Ich habe zwar nicht das Wetter im Internet gecheckt, weil es erstens ja eh nichts ändert und ich weitergehen werde und zweitens die Daten sowieso unzuverlässig sind. Aber so wie das Wetter war, war auch meine Stimmung. Irgendwie nicht die Beste. Also, ich habe gut geschlafen, aber irgendwie ist heute nicht so mein Tag. Hätte ich für den nächsten Ort nicht schon eine Unterkunft gebucht, würde ich wahrscheinlich im nächsten Ort etwas suchen. So ging es weiter, aber der Weg war wieder schön. Es ging über Felder und Waldwege und links und rechts hatte man immer die Aussicht auf Berge. Man hat 2,3 kleine Orte durchquert, die aber nicht einmal einen Supermarkt haben. Manchmal frage ich mich, ob in diesen Orten überhaupt jemand lebt, weil die Häuser meist so verlassen aussehen und oft mit einem 'Zu Verkaufen'-Schild geschmückt sind. Meine Stimmung wurde auch nicht besser, als ich mir einen Splitter in die Haut rammte. Im nächsten Ort machte ich eine Pause und zog mit einer Pinzette den Splitter aus meinem Finger. Und ich habe es geschafft, den Splitter herauszuziehen. Das hat mich positiv gestimmt und so war ich für den weiteren Weg gut gelaunt. Ich habe noch ein kleines Stück Kuchen gegessen und den O-Saft getrunken und bin dann weitergegangen. Ich dachte mir, vielleicht gibt es in dem Ort irgendeinen Laden, wo ich Wasser oder etwas anderes Kleines holen kann, aber Pustekuchen. Es gab eine Bar, die natürlich geschlossen hatte. So bin ich weiter zum nächsten Ort, der 3 Kilometer entfernt war. Und auf dem Weg dorthin begann auch der Regen. Aber in der Pause habe ich den Regenschutz um meinen Rucksack gelegt und jetzt empfinde ich den Regen nicht mehr so schlimm, auch, weil ich nur noch 10 Kilometer vor mir habe. Im nächsten Ort gab es natürlich auch nichts, aber damit habe ich schon gerechnet. So bin ich weitergegangen, es ging über Waldpfade in den nächsten Ort, wo auch meine Herberge ist. Der Regen hörte unterwegs auch einmal auf. Und natürlich begann es wieder zu regnen, kurz bevor ich die Herberge erreichte. Der Ort und die Herberge sollen etwas Besonderes sein. Sie laufen auf Spendenbasis und die Besitzer betreiben sie mit vollem Einsatz. Später um 20 Uhr gibt es ein gemeinsames Essen und auch Frühstück wird angeboten. Im Ort gibt es einen Supermarkt, der 'Peregrino', also auf Deutsch Pilger heißt, der leider geschlossen hat. In der Unterkunft angekommen, begrüßte mich ein älterer Mann, der stark nach Alkohol roch. Er erklärte mir alles. Außerdem sagte er, dass er später, wenn alle Pilger da sind, fragt, ob wir etwas aus dem Supermarkt benötigen und würde es holen, obwohl der Laden ja eigentlich geschlossen ist. Das finde ich wirklich eine großartige Aktion. Das Zimmer ist natürlich schon in die Jahre gekommen. Es gibt einen Raum mit 8 Doppelbetten, aber dafür ist der Raum richtig warm. Der Ofen ist auf voller Stufe und alles ist richtig urgemütlich eingerichtet. Die Betten sind durchgelegen, aber ich finde es super hier. Ich gehe kurz duschen und dann entspanne ich im Bett. Noch ist kein anderer Pilger da, aber das wird sich sicher ändern. Ich bin sehr zufrieden und schaue mir jetzt die Etappen der nächsten 1-2 Tage an.
Update: Nachdem ich mich ausgeruht habe, habe ich noch ein wenig die Umgebung erkundet. In meinem Zimmer ist nur ein Italiener und in einem anderen Raum sind zwei Frauen und das Lustige ist, dass eine Frau Matteo kennt, den ich kennengelernt habe und Matteo hat sie gestern und heute immer gefragt, ob sie einem Ted aus Deutschland begegnet ist. Und jetzt sitzen wir zusammen am Tisch und essen zu Abend. Die beiden Besitzer kamen vorbei. Sie sind mega freundlich und haben alles erklärt. Auch der Italiener hat schon viel Pilgererfahrung. Er geht diesen Weg zum siebten Mal und hat vorher auch Wege von mehreren 1000 Kilometern zurückgelegt. Ein echter Veteran. Zu essen gab es Nudeln, Brot und Salat. Alles top. Für das Frühstück muss man leider bis 7 Uhr warten, aber sie haben mir alles gezeigt und ich kann mich an allem bedienen. So eine Gastfreundschaft erlebt man nur auf dem Jakobsweg. Wir haben noch ein wenig gequatscht und gegen 22 Uhr bin ich ins Zimmer. Kurz Zähne geputzt und dann ins Bett gelegt. Und dann gleich ins Bett. Es war ein schöner Tag. Bis morgen.
