2026 - 01 Deux corps – Épaves en route vers le bonheur – librement inspiré du Bateau de rêves
15.05. - Mercredi Aujourd'hui, la tournée de printemps devait co

Publié: 19.04.2026











16.04. -Donnerstag
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück packen wir zusammen.
Was sind das eigentlich für Wasserflecken unter dem Wohnmobil. Und warum tropft Wasser am Radkasten aus der Karosserie? Es hat zwar nachts geregnet, aber das ist lange vorbei und weggetrocknet.
Da wird doch wohl nicht …. DOCH. Der Schrank unter dem Küchenwaschbecken ist voller Wasser und die Ursache scheint der Wasserhahn zu sein. Da tropft es fleißig von oben herunter.
Anruf beim Caravan Händler im 6 km entfernten Moormerland. Wir können um 14 Uhr kommen. Der wissende Mitarbeiter kennt auch sofort den Grund für den defekten Wasserhahn – kaputt gefroren. Trotz Wasser ablassen und Hahn offen gelassen. Es bleibt immer ein kleiner Rest im Schlauch, der bei hohen Frosttemperaturen gefriert und die Verbindung zwischen Hahnanschluss und Schlauch platzen lässt.
Der Tipp für alle: Wasser ablassen, Wasserhahn auf, Luftballon aufblasen und über den Hahn stülpen, so kann dann alles Wasser rückwärts gedrückt werden.
Der Tipp kosten 170,- € Reparatur incl. neuer Wasserhahn und 3 Stunden Wartezeit.
Es gibt schlimmeres.
Die Wartezeit nutzen wir zu Auswahl des nächsten Ziels.
Dokkum in Friesland – nördlichste Stadt in den Niederlanden, Stellplatz direkt am Kanal mit Zugang zur Innenstadt. Also keine weiten Wege (gut für das Knie von S.).
Der Mitarbeiter im Caravan Center bekommt unsere Gedanken mit und bestätigt, dass Dokkum sehr schön ist und unbedingt besichtigt werden muss.
125 km werden wir auch mit dem Spätstart noch schaffen.
Gegen 17 Uhr erreichen wir den Ort, der als nördlichste Stadt der Niederlande mit Stadtrechten ausgestattet ist.
Die 13 000 Einwohner sind erst mal nicht zu sehen, alles ruhig und beschaulich.
Beim Lidl runter von der Hauptstraße und dann noch 500 m bis zum Stellplatz direkt an der Gracht. Die 10 Stellplätze sind zu 80 % belegt, wir bekommen den vorletzten Platz.
Es gibt sogar ein Sanitärgebäude mit Duschen, Toiletten und Entsorgung.
Dann mal los, die Stadt erkunden.
Typisch niederländische Häuser an der Straße, offener Blick in die Wohnstube, alles sehr aufgeräumt. In den Straßen hängen Leinen mit kleinen Fähnchen, die Stadt putzt sich überall heraus. Da findet doch irgendwas in naher Zukunft statt…..
Die Nationalfarbe Orange ist überall präsent, in den Schaufenstern werden orangene Shirts mit dem Stadtnamen und dem Zusatz „Kenningsdei“ ausgestellt. Die liegen auch in manchen Wohnzimmern demonstrativ auf dem Sessel.
Auf der zentralen Gracht an der Promenade wird ein Schwimmponton über die gesamte Wasserbreite installiert – was ist hier bloß los?
Ein Blick ins Internet – „Kenningsdei“ ist friesisch für Königstag, der in den Niederlanden Nationalfeiertag ist. Und zwar am 27. April, dem Geburtstag von König Wilhelm Alexander. Und der beehrt jedes Jahr eine andere Stadt mit seinem Erscheinen – dieses Jahr kommt die königliche Familie nach Dokkum, was die Stadt in helle Aufruhr versetzt.
Schade, das das erst in 10 Tagen ist.
Aber dann hätten wir sicher keinen Platz auf dem Stellplatz bekommen.
Dann setzen wir uns jetzt mal an die Promenade mit einem Bier in der Hand und stellen uns vor, wie es hier in 10 Tagen aussehen wird.
Leider haben die Geschäfte in der Stadt schon um 17.30 Uhr geschlossen, so dass wir außer Schaufensterbummel keine weiteren Shopping Erlebnisse haben.
Es zeigt sich aber bei den Geschäften, das selbst so kleine Städte einen ansprechenden Geschäfte – Mix in der City haben. Geht doch ….
Als wir im Womo die Bettruhe einläuten wollen, beginnt unweit eine Horde Jugendlicher mit lauter Bassmusik und lauten Gesprächen.
Die Empfindungen hierzu sind doch sehr unterschiedlich – Simone möchte sie töten, ich höre nicht hin.
Gegen 02.00 Uhr ist es wohl zu kalt draußen und Ruhe kehrt ein.
