

Publié: 25.09.2025
Nach einem Streifzug durch Theth, einem ehemals kleinen Bergdorf, das inzwischen in jeder Saison einige neue Hotels, guesthouses und Campings bekommt, stellen wir wieder fest, wie entschlossen die Verantwortlichen in Albanien an der Verbesserung der (touristischen) Infrastruktur arbeiten. Bedenkt man die jahrzehntelange Isolation Albaniens, kann man erahnen, wie herausfordernd dieser Weg ist.
Schafe, Ziegen und Kühe treffen wir übrigens nicht nur auf der Straße, sondern manchmal auch in Cafes.😄
Erstaunt waren wir über die Vielzahl der Katholik*innen im Norden Albaniens. Mutter Theresa, die als "Engel von Kalkutta" berühmt wurde und deren Werk später doch eher kritisch betrachtet wurde, wird als eine der bekanntesten Albanerinnen offensichtlich sehr verehrt.
Anschließend werden wir mit einem Jeep zum Campingplatz in Skodera zurück gebracht. Der Zustand des Wagens ( Sicherheitsgurte nicht mehr zu benutzen, keine Kopflehnen, kaputte Türen) ist gewöhnungsbedürftig, aber der Fahrer ist freundlich und beherrscht seinen Job.
Leider sprechen in Albanien meistens nur die jungen Menschen englisch. Und albanisch verstehen wir -anders als z. B. italienisch oder spanisch- auch nicht ansatzweise. Bei der sehr emotionalen Unterhaltung unseres Fahrers mit seinem Beifahrer waren wir auf die Deutung von Gestik und Mimik angewiesen. Wir hatten aber letztlich keine Ahnung, warum der eine den anderen so eindringlich ansprach.
Unterwegs wurden wir von zwei Stopps überrascht. Beim ersten wurde in einem 20 Liter-Behälter und vielen Flaschen Wasser aus einer Quelle in den Bergen entnommen, da das Leitungswasser keine Trinkwasserqualität hat. Beim zweiten Stopp in einem Cafe am Straßenrand ist es uns nicht gelungen, die beiden auf einen Kaffee einzuladen, stattdessen wurden unsere Kaffees bezahlt, die in dem schmucklosen Cafe ausgesprochen gut schmeckten, nicht nur, weil sie für uns kostenlos waren.🤣
