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2024-12-13 Hampi, India

Publicado: 14.12.2024

Die nächsten Ziele sind Hampi und Mysore 


13.12.24 Margoa->Hampi, 330km, 8:30h. Heute geht es mit dem Zug nach Hosapete und weiter mit dem TukTuk nach Hampi. Ich binschon vor dem Wecker wach, weil auf dem Zimmer schon Aufbruchstimmung ist. So habe ich Zeit auf Gleis 1 zu frühstücken. Der Wagenstandsanzeiger schickt mich auf Gleis 2 Abschnitt 9. Mit einer halben Stunde Verspätung kommt der Zug aus Vasco und hält direkt vor mir. Ich habe das Sechser sleeper-abteil erstmal für mich alleine. Später belegen zwei junge Männer oben die Betten, und noch später werden sie von einem Pärchen abgelöst so dass ich immer viel Platz habe. Das ganze Tal hinauf, bis zum Wasserfall bummelt der Zug mit 30 km/h. Es ergeben sich vorher schon Blicke auf den Wasserfall und auch von der Brücke direkt darunter. Schade, dass der Zug hier nicht hält, es ist schon ein imposanter Fall. Auf der weiteren Strecke es Baustelle. Anscheinend werden die Bahnschwellen ausgetauscht. Auch hier wird wieder viel Handarbeit geleistet. Zwischendurch lege ich mich hin und lese. Die Bienenhüterin werde ich heute auslesen, mal sehen wo ich ein neues Buch herbekomme? Mit einer Stunde Verspätung kommen wir in Hosapete an. Gut zu wissen, dass sein Tuk Tuk 300Rs nach Hampi kostet, denn der Fahrer, der mich direkt am Zug abfängt, will 800 haben. Letztendlich bringt er mich für 350Rs zum Kiran Guesthouse. Mein Zimmer ist schön bunt mit großem Bad, hat aber leider kein Tageslicht. Von der Dachterrasse kann man auf den Fluss schauen. Dort gehe ich auch direkt hin. Überall in der Stadt sind weiß orange gekleidete Männer unterwegs. Es sind Festival Tage. Einige Baden im Bach und orangene Tücher werden auf dem Wasser ausgesetzt. Die umliegenden Felsen werden auch als Toilette benutzt und überall liegt Müll rum. Am Ufer ist eine Großbaustelle. Terrassen werden gebaut und die Straße neu gepflastert. Meilenweit ist die Trennscheibe zu hören. Eigentlich wollte ich noch zum Sonnenuntergangspunkt auf der anderen Fluss Seite, aber das lohnt sich wegen des Dunstes heute nicht. Ich setze mich auf einen hohen Felsen bis die Dämmerung einsetzt. Durch den Hintereingang betrete ich den Tempel. Hier wird noch laut gesungen und gerufen. Mehrere Leute sprechen mich an, und Jugendliche möchten fotografiert werden. Am Straßenstand, mit Blick auf dem beleuchteten Tempel, esse ich eine Kleinigkeit zu Abend. Dann geht es aufs Bett und das Moskitonetz., als ich ein paar Meter barfuß über den Flur laufe weil ich noch mal das Passwort für WLAN brauche, stoße ich mir den mittleren Zeh so heftig das eine 1 cm große offene Wunde entsteht. Ich schneide die aufgerissene Haut ab, und versorge den Zeh mit Betaisodona und einem Pflaster. Ich hoffe, das es ohne Entzündung heilt.

14.12.24 Hampi, Achyutaraya Temple, Matanga Hill, Elefantenställe, Kamalapur, Vijaya Vittala Temple, Fluss, Radtour 19km. Zum Frühstücken gehe ich auf die Dachterrasse des ersten Restaurants mit Blick auf den Tempel. Heute will ich mir ein Fahrrad ausleihen. Die ersten die ich mir angucke sind nur Schrott. Habe am Ortsausgang finde ich dann eins, bei dem man den Sattel sogar auf die richtige Höhe machen kann. Es kostet 150Rs am Tag. Als erstes radlich zurück zum Zimmer und hole Flick- und Werkzeug. Dann fahre ich immer gleich aussehenden Säulen des Basars entlang und steige am Ende eine Treppe hoch. Auf der anderen Seite des Berges liegt langgezogen im Tal der Achyutaraya Temple Complex. Über ihm erhebt sich der Matanga Hill. Mit mir steigt deiner Gruppe junger Inder auf. Es sind Medizinstudenten. Wir fotografieren uns gegenseitig. Die Sicht von oben hält sich in Grenzen, weil es total dunstig ist. Das nächste Ziel, die Elefantenställe und der Palast, liegt 2 km weiter. Ich wundere mich, dass ich 600Rs Eintritt bezahlen muss. So viel gibt es hier gar nicht zu sehen. Interessant sind die Skulpturen, denen Arkaden ausgestellt sind. Bei jeder gibt es was zum Scannen, aber keine Jahreszahl. Hier sind auch viele große Gruppen mit Kindern unterwegs. Interessante ist auch eine große Echse, die zwischen Rasen und Hecke unterwegs ist. Ich radle nach Kamalapura und entdecke ein Familienrestaurant, das gut besucht ist. Hier isst man Thai von einem Bananenblatt für 120Rs. Sie kommen mit dem Reis gar nicht nach, und am Eingang stauen sich schon den nächsten hungrigen Gäste. Ulla ruft an. Wir tauschen aus, was für die Woche erlebt haben. Nach einer Weile sind ihr aber die Hintergrundgeräusche zu laut. Am Tor vor dem großen Vijaya Vittala Temple mache ich ein Selfie mit Fahrrad. Meine Eintrittskarte ist auch hier gültig. Es gibt reichlich verzierte Säulen zu bestaunen und hier steht auch der steinerne Wagen, der auf dem 50 Rs-Schein zu sehen ist. Ich setze das Gespräch mit Ulla fort. Ich freue mich über die Telefongespräche, aber Ulla vermisst darin die Nähe. Da weiß ich auch nicht, was ich tun kann. Am Fluss entlang radle ich zurück nach Hampi. Ich beobachte Vögel beim Fischen. Die Sonne steht schon tief und leuchtet orange. An einigen Stellen muss ich das Fahrrad durch die Felsen schieben. Ich gebe das Fahrrad ab und gehe ins Bamboo Dachterrassen Restaurant und esse mixed nudels. Ich lade noch die Bilder in den Blog und entscheide mich für den Ort Kochi an den Backwaters. Dazu buche ich auch direkt den passenden Bus und ein Quartier für zwei Nächte. Dann ist es auch schon wieder nach 22h.


15.12.24 Hampi, mit dem Rad auf die andere Seite 29km. Heute schlafe ich tatsächlich mal bis 7: 30 Uhr. Setze mich kurz auf die Dachterrasse und schaue den Affen zu. Nebenan bekomme ich ein super Frühstück mit Rührei, drei Toast und Müsli mit viel Obst. Heute möchte ich auch gerne meinen ausgelesenes Buch gegen ein neues tauschen. Hier im Kirvan haben sie leider kein deutschsprachiges. Beim Fahrradverleih bekomme ich das gleiche Rad wie gestern und fahre damit zur Fähre. Die letzten Meter über die Felsen sind mit dem Fahrrad gar nicht so einfach zu bewältigen. Für 70Rs kommen wir rüber. Dort sind zerstörte Häuser. Ob das die Reste der Hippie Siedlung sind? Vor der Hauptstraße steht das unterbrochene Aqueduct Bukka. Bei Sanapur gibt es ein paar Stromschnellen und der Fluss Löcher in die Felsen gewaschen. Man kann sich mit einer Nussschale auf den Staustufen dazwischen schiffen lassen. Auf der Kreuzung in Sanapur filme ich das bunte Treiben. Dann geht es rauf zum Stausee. Im Hostel vor der staumauer frage ich auch noch deutsche Sprache in Büchern. Negativ. Der Stausee ist eine schöne touristische Attraktion, im Teil dahinter wird das aber ruhiger. Hier gibt es Reisfelder in verschiedenen Stadien. Das kräftige, frische Grün ist schön anzusehen. Ziegen und Kühe werden dazwischen gehütet. Bei dem nächsten großen Gasthaus frage ich wieder nach Büchern und werdet tatsächlich fündig. So kehre ich hier auch gleich zum Land ein und bestelle mixt veg Curry mit Jeenreis. Jetzt könnte ich guter Nickerchen machen. Die Hauptstraße vor Anegundi ist mit orangenen Girlanden geschmückt. Vor dem Gagan Mahal ein großer hölzerner Wagen, der dem steinernen von gestern sehr ähnlich sieht. Ich kreuze von rechts nach links durch den Ort, kann aber nichts besonderes entdecken. In einem Seitental, schaue ich mir den Jayalakshmi Temple an. Auch hier gibt es wieder eine Geschichte mit einem weißen und dem Suchen nach dem rechten Weg. Vor dem Hanuman Tempel ist die Straße verstopft. Ich quetsche mich durch und tuschiere einen Roller, aber es passiert weiter nichts. Der Weg auf dem Berg ist richtig voll mit Menschen. Ich weiche aus und nehme den hinteren Weg, der erst am Kanal entlang führt. Hier kann ich endlich mein Nickerchen machen, bevor ich die 500 Stufen nach oben aufsteige. Rechts und links Berge von Müll. Das hat gar nichts von Heiligem Berg, sondern eher was von Müllkippe. Aber oben muss man dann wieder die Schuhe ausziehen! Und es gibt eine tolle Aussicht. Vor dem Tempel versuchen die Leute Ketten in Bäume zu schmeißen. An einer anderen Stelle werden Kokosnüsse aufgeschlagen und niedergelegt. Das Gestell der Glocke wird mit Blumen geschmückt. Nun mache ich mich an den Abstieg, weil schon die Dämmerung beginnt. Es ist schon dunkel als ich die Fähre erreiche. Sie hat allerdings vor einer halben Stunde ihren Dienst eingestellt. Was tun? Ich muss doch rüber! Zwei Männer sind noch dort und ich bekomme das Angebot, dass einer mich für 400Rs in der Nussschale übersetzt. Da bin ich aber froh! Ich schiebe die Stufen am Ufer hoch und bringe das Rad zurück. Nach dem Duschen esse ich noch die restlichen Bananen und wähle die Bilder für den Block aus.

16.12.24 Hampi ohne Ziel, 10km, Nachtbus ->Mysore. Ich habe schlecht geschlafen. Yoga auf der Dachterrasse danach packe ich meinen Rucksack und sortiere die Halbschuhe, ein T-Shirt, ein Hemd und Kleinkram aus. Zum Frühstück gehe ich wieder ins Chillout und direkt neben dem Hostel. Ich schaue mir den Tempelkomplex noch mal etwas genauer an. Heute ist es da nicht so voll und ich kann ein paar schöne Bilder von Leuten machen. Dann laufe ich den ganzen alten Basar entlang, über den kleinen Hügel, am Achyutaraya Temple vorbei zum Fluss. Auch hier sind überall kleinere Tempel angelegt worden. Auf dem Fluss sind wieder die Nussschalen unterwegs. Weiter unterhalb ist ein kleiner Imbiss. Hier esse ich eine Kleinigkeit, die mir eine Gruppe Inder bezahlen. Ich kann mich leider bei ihnen gar nicht richtig bedanken, weil gleichzeitig Manni anruft. Wir sprechen noch mal über seine Entscheidung, nun doch nicht nach Neuseeland zu kommen. Er hat gemerkt, dass ihn das alles zu sehr aufregt und anstrengt. Ich wandere die Felsen hinauf und lege mich für ein Nickerchen in den Schatten. Zum Sonnenuntergang setze ich mich an den Matanga Hill. Die Affen warten schon auf die Touristen sind sehr aufdringlich. In meinem Rücken begrapschen sie den Rucksack. Ich muss ihn nach vorne holen und verteidigen. Immer wieder klauen sie Wasserflaschen. Mit der untergehenden Sonne verlasse ich den Berg und gehe noch rüber zum Hemakuta. Der Himmel glüht wunderschön nach. Leider wird das Tor von unten schon abgeschlossen, so dass ich umdrehen muss und über die Straße nach Hampi zurücklaufe. Ich hole meinen großen Rucksack und warte eine Stunde auf einem Bus nach Kamalapur. Es kommt aber nur einer nach Hosapete, so dass ich für die vier Kilometer doch noch ein Tuk Tuk nehme. 150Rs. Ich esse Reis mit Pilzen zu Abend im Family Restaurant und benutze noch zweimal die Toilette. Das ist immer meine größte Sorge auf den langen Busfahrten, wie ich das mit der Toilette hinbekomme. Im Weinshop kaufe ich mir noch einen kleinen Whisky und warte dann auf den Bus, nachdem ich mich durch gefragt habe, wo er denn nun genau hält. Zweimal komme ich Anrufe, verstehe aber nicht worum es geht. Ich reiche das Handy an einen Inder weiter. Sie wollen mir mitteilen, dass der Bus 10 Minuten Verspätung hat. Ich bin der einzige der hier zusteigt. Meine großen Rucksack kann ich hinten ins Gepäckfach tun und bekomme meine Einzelliege zugewiesen. Ich kann auch etwas schlafen, werde aber immer wieder vom kalten Luftzug wach, weil das Fenster sich von alleine öffnet. Der Bus fährt über Bengaluru. Hier muss ich mit einigen anderen in einen anderen Bus umsteigen. Das Gepäck muss ich mit reinnehmen und bekomme eine Doppelliege. Es wird schon langsam hell und ich kann nicht mehr einschlafen.


17.12.24 Mysore mit Tuk-Tuk, 115km.

Da ich nach dem Umstieg nicht mehr schlafen kann, bearbeite ich meinen Blog. Dann sind wir auch schon in Mysore und da ich nicht an der Endstelle aussteige, muss ich mich etwas beeilen. Dabei verliere ich wohl meine Kappe, zumindest ist sie nicht mehr aufzufinden, nachdem ich im Hotel am Busbahnhof gefrühstückt habe. Bis zum Hotel sind es 1,8km, die ich laufe. Schon vermisse ich meine Kappe, finde aber nicht direkt eine zu kaufen. Obwohl ich so früh da bin kann ich mein Zimmer schon beziehen. Einmal duschen und sortieren. Dann schlendere ich den Weg mehr oder weniger wieder zurück, um den Palast zu besuchen. Dabei gibt es so manche Entdeckung. Mandalas werden vor die Haustür gemalt, der Metzger steht mit dem Hackebeil an einem riesigen Baumstamm, die Figuren an den Tempeln sind jetzt bunt gemalt, Steinmetze bearbeiten religiöse Figuren. Ich kann mir eine neue Kappe kaufen und finde einen Laden indem ich einen Schutz für das Display meiner Kamera bekomme. Hier sprechen mich Aslam an. Er erklärt, das am Vormittag der Palast geschlossen ist, er mich aber für 30 Rupien zu einer schönen katholischen Kirche fahren können. Für 200 würde er mir auch die interessanten Ecken in der Stadt zeigen. Darauf lasse ich mich ein. Die Kirche von 1936 hatte den Kölner Dom zum Vorbild. Ein Stück weiter, auf der anderen Straßenseite, geht eine leuchtende Moschee. Sie ist weiß angestrichen und mit grün und gold abgesetzt. Aslam zeigt mir ein Haus, in dem Räucherstäbchen von Hand hergestellt werden. Und es gibt verschiedene Öle zu kaufen, unter anderem water lily, das die Moskitos fernhalten soll. Mehrfach habe ich jetzt schon gehört, dass es in Koci viele Moskitos gibt. So kaufe ich ein kleines Fläschchen. Nun schlägt Aslam vor mich für 1.5 zu einem schönen alten Tempel außerhalb der Stadt zu fahren. Auch darauf lasse ich mich ein, weil ich ja den Palast morgen noch angucken kann. Unterwegs trinken wir Chai, halten an einem Fischstand und ich fotografiere alte Busse, die unseren Hanomax aus den 60er Jahren sehr ähnlich sehen. Am Tempel gibt es keinen Verkauf von Eintrittskarten. Man muss das Ticket online kaufen. Aslan bittet einen Kunsthändler um Hilfe, dafür muss ich dann später sein Laden besuchen und dort das Ticket bezahlen. Der Tempel ist entweder aus dunklen Steinen gebaut oder über die Jahrhunderte so gedunkelt. Außen gibt es mehrere Reihen von Figuren, die alle wieder sehr schön anzusehen sind. Die Platten um den Tempel sind schon so heiß, ich suche bewusst den Schatten. Das nächste Ziel, Daria Daulat Bagh Palast etwas weiter nördlich. Auch hier wird wieder ein Online-Ticket besorgt. Das Besondere an dem Palast sind seine unzähligen Gemälde auf der Außenfassade. Alle staatswichtigen Ereignisse sind hier festgehalten worden, Schlachten, Friedensschlüsse, Jagdszenen und Empfänge. Auch die Innenräume sind mit großen Ornamenten im dunklen Farbtönen bemalt. Nachdem Aslam das TukTuk mit Gas betankt hat, geht es zum Sri Ranganatha Swamy Temple. Ich hatte gehofft von hier aus den Sonnenuntergang beobachten zu können, stattdessen werde ich mit den Massen, durch endlose Absperrgitter, ins Dunkle Innere des Tempels geführt, um dort einen kurzen Blick auf den hier ansässigen Gott werfen zu können. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Jetzt bringt mich Aslam noch zum Brindavan Garten, Dennis startet um 19h Uhr eine Lichtershow mit Wasserspielen. Die Fontänen sind gut auf die Musik abgestimmt und das Farbspiel kräftig. Wieder am Hotel, kommt dann die große Rechnung von Aslam. Es stellt sich heraus dass ich unter 1.5 150Rs verstanden habe, er aber 1500Rs meinte. Ich unterstelle ihm, dass er bewusst für dieses Missverständnis gesorgt hat. 4500Rs will er von mir haben, und ist nicht bereit davon abzurücken. Ich bleibe an der Stelle auch Spur und gebe ihm letztendlich 3500Rs. Das ist meiner Meinung nach immer noch zu viel, wenn man es mit meinem Kamelritt in der Wüste für 3000 vergleicht. Am meisten ärgere ich mich über mich selber, dass ich mich darauf eingelassen und nicht mehr nachgefragt habe. Das Thema beschäftigt mich den Abend über stimmungsmäßig noch, ich nehme es aber nicht mit in den Schlaf.

18.12.24 Mysore zu Fuß zum Chamundi Hill und Palast, 16km. Ich habe gut geschlafen, aber trotzdem bin ich heute schlapp. Ich schlender durch das Viertel Mandi Mohalla frühstücke und kaufe mir eine neue Speicherkarte fürs Handy. Der Eingang zum Palast ist von dieser Seite zu. So beschließe ich mit dem Bus an den Chamundi Hill zu fahren, und die 1008 Stufen hochzulaufen. Ich treffe einen Inder, der das im Dezember nun schon zum 20 Mal macht. Die meiste Zeit gehen wir schweigend nebeneinander. Oben wird es dann wieder laut. Der Berg ist gut besucht und alles drängt in den Tempel. Eine schöne Aussicht gibt es hier leider nicht, so gehe ich nach einer Pause wieder runter. Wenn man weiß, wohin die Busse fahren, dann kann man sie auch wunderbar nutzen. Für 5Rs bringt er mich 2 km zum Palasteingang. Hier wollen sie von betuchten Touristen gleich 1000Rs Eintrittsgeld. Mehrere große Gruppen in Schuluniform drängen gleichzeitig in den Palast. Ich stelle mich etwas gegen den Strom und versuche trotzdem alles in Ruhe anzuschauen. 17 Jahre, bis 1912, hat man gebraucht, um ihn fertig zu stellen. Er ist der letzte Palast der für eine Maharadscha gebaut wurde. Die große Halle und der Saal sind prunkvoll geschmückt. Interessant finde ich auch das zum Vorplatz offene Theater mit den Logen. Nun muss ich mein Gepäck aus dem Hotel holen. Das sind 1, 5 km und dann noch mal die gleiche Strecke mit dem Gepäck zum Busbahnhof. Die fallen mir echt schwer, das linke Knie und der Mittelfuß beschweren sich. Dann sitze ich unruhig auf dem Busbahnhof, weil mir nicht ganz klar ist, von welchem Bahnsteig mein Bus abfährt. Die Abfahrtszeit rückt immer näher und alle Busse die hier stehen fahren in andere Richtung. Ich spreche einen anderen jungen Reisenden an, und wir finden meinen Bus, der sich verspätet hat. Ich muss den großen Rucksack mit reinnehmen und bekomme ihn nur mit Mühe in die Gepäckablage gequetscht. Außer dass man die Sitzlehne verstellen kann, hat der Bus keinen Komfort. Auf meinem Fensterplatz hat sich eine Familie gesetzt, die ich auch nicht auseinander bringen will. So nehme ich den frei gebliebenen Platz am Gang, mit dem großen Nachteil, dass ich meinen Kopf nicht anlegen kann. Mit 40 Minuten Verspätung geht es endlich los.


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