Etiqueta 6 - ¿Pontevedra otra vez?
Después de una hermosa noche de ayer con personas de toda Europa en la terraza del albergue, me he despertado muy bien esta mañana. Realmente dormí bien en el alojamiento...

Publicado: 25.05.2025
Puh, was für eine Nacht!
Die Herberge war natürlich nicht im mindestens vergleichbar, mit dem Top gestylten Hostal in Pontevedra.
Sie war sauber, hatte einen großen Garten und noch eine angeschlossene Bar, soweit alles in Ordnung. Aber die zwei miteinander verbundenen Schlafsäle hatten heute Nacht ein Problem. Im rechten Schlafsaal indem ich lag, sägte ein Schnarcher unentwegt. Offensichtlich meinte er, den Auftrag für ein Kammerorchester bekommen zu haben, Das hat ganz offenkundig eine Person im Schlafsaal motiviert mitzumachen, und so ging es im Duett abwechselnd, von links nach rechts. Trotz meiner Ohropax, war immer noch zu viel zu hören. Ich habe irgendwann verzweifelt aufgegeben zu schlafen, habe eine Schlaftablette genommen und solange eine Serie geschaut, bis ich einschlafen konnte. Dennoch war die Nacht heute Morgen um 7 Uhr vorbei, also viel zu kurz! Zu allem Überfluss, hat mir jemand noch meine Wasserflasche mitgenommen, und hier konnte man morgens jetzt auch nichts mehr kaufen. Also ein echter Kaltstart, den ich mit einer Katzenwäsche noch perfektionierte. Zum Glück gab es vor dem Haus ein Brunnen, so musste ich zumindest nicht verdursten. Um 8:10 Uhr war ich entsprechend schon auf der Straße, nicht unbedingt missmutig, aber auch nicht bestens gelaunt.
Einsam ging ich meine Wege, von Pilgern weit und breit noch nicht zu sehen. Diese starten ab den Knotenpunkt Caldas dei Reis, dass ich ja gestern ausgelassen habe. Es dauert ca zwei bis drei km, bis ich den ersten Pilger sehe und auf ein Cafe stoße.
Der etwas barsche Wirt, kann mir zwar keinen frischen Orangensaft anbieten aber wenigstens einen Kaffee und Toast mit Marmelade und Schinken.
Mein Überlebensmechanismus hat sich schon lange zu Wort gemeldet, ich brauche dringend Energie, spüre eine gewisse Erschöpfung, dabei ist es doch noch so früh am Morgen.
Ab Caldas dei Reis nehmen die Pilgermassen zu. Außerdem nutze ich die Chance an einer Bäckerei zu halten um mir ein dickes schokoladiges Croissant zu gönnen. Solche Dinge nehme ich daheim eher weniger zu mir , aber bei diesem Energieverlust ist ein ständiges nachfüllen erforderlich.
Es ist genug Platz für alle Pilger, wir laufen einsame Pfade, schöne Waldwege, teilweise unter Eisenbahnbrücken. Auch Pitoreske Zäune und Mauern säumen den Weg.
Allerdings schmerzt mein rechter Fuß noch immer, aber in meinem letzten Zwiegespräch mit ihm, habe ich ihn deutlich zurechtgewiesen und ihm erklärt, dass ich die Schmerzen ignorieren werde. Aber gut, möglicherweise liegt es auch eher an der 600er Ibu.
Überhaupt sind Schmerzen ein neues Thema, es ist spannend was man für Muskeln spürt und fühlt, die sich vorher nie gemeldet haben.
Muskelkater im Schienbein? Eine ganz neue Erfahrung.
Trotz aller Unzulänglichkeiten und der kurzen Nacht, bin ich heute schon über 15 km gelaufen. Ich habe überhaupt keinen klaren Plan, und weiß auch noch nicht wo ich übernachten werde. Wenn ich wollte, könnte ich morgen Abend schon in Santiago sein. Allerdings habe ich meinen Rückflug erst für Donnerstag gebucht, das heißt ich muss mal schauen, wie ich damit umgehe.
Da unterwegs keine andere Unterkunft als einer Herberge zu ergattern war, entschied ich mich dann doch zum Knotenpunkt Padron zu laufen.
Die letzten Kilometer führten dann allerdings über Dörfer und Straßen. Es ging dann allerdings nur noch darum, es irgendwie zu schaffen, so viel Rest Ehrgeiz steckte noch im mir. Am Ende waren es doch 23 Km.
Als ich im Padron ankam, war ich über den Papier und Karton Abfall auf den Straßen irritiert.
10 Minuten vorher buchte ich noch ein schönes Hotel mitten im Ort. Als ich mich schon fragte, wo ich eigentlich gelandet sein, sah ich auf dem Marktplatz schon das Aufräumkommando, offensichtlich war heute Markttag.
Nun liege ich hier im Garten und schreibe diese Zeilen. Jetzt ist Erholung angesagt. Heute Abend werde ich den kleinen Ort erkunden und etwas schönes Essen.
P.S.
Was ich ganz vergessen habe: Auf dem Camino grüßen sich alle Menschen mit der Aussage "Buon Camino".
Das kann dann im Laufe der Reise, auch einige Hunderte oder sogar tausende mal sein.
Es nicht zu tun, fühlt sich für mich aber unfreundlich an, daher sage ich immer brav diese zwei Wörter...
