PeruGirl - Ein halbes Jahr unter Lamas
PeruGirl - Ein halbes Jahr unter Lamas
vakantio.de/perugirl-einhalbesjahrunterlamas

Weihnachten & Silvester in Cusco

Publicatu: 20.01.2017

Und da wir nun das Jahr 2017 schreiben und ich noch immer hier bin, ist es vermutlich logisch, dass ich auch Weihnachten und Silvester hier in Peru verbracht habe :D Trotzdem wurde meine Familie zuhause doch des Öfteren gefragt, ob ich denn nicht für Weihnachten nach Hause kommen würde. Alle, die das gefragt haben, muss ich leider enttäuschen - den Geldesel dafür habe ich leider noch nicht gefunden ;) Zudem glaube ich aber auch, dass es verdammt hart gewesen wäre, mich danach wieder auf den Weg zu machen - ganz egal, wie gut es mir hier auch gefällt. Wie auch immer: Das war sowieso nie eine Frage^^ Dennoch muss ich sagen, dass ein Weihnachtsfest ohne die Familie einfach nicht richtig Weihnachten ist. Weihnachten besteht eben nun mal aus vielen Familientraditionen und wenn die fehlen, dann kam zumindest bei mir auch bis zum Schluss keine Weihnachtsstimmung auf - auch nicht mit einem super kitschigen Plastikweihnachtsbaum und einem selbstgebastelten Adventskranz aus vier Teelichtern und einer grünen Luftschlange.^^ Was vielleicht aber auch keine schlechte Sache war, denn so hatte ich zumindest kaum Heimweh ;) Doch so haben wir Weihnachten sehr ruhig verbracht und haben uns eine Massage von den vielen Frauen, die am Straßenrand laut "Massage" schreien und einem eigentlich immer irgendwas andrehen wollen (was wir normalerweise ablehnen^^), gegönnt und waren an Heiligabend lecker italienisch essen. Der ursprüngliche Plan war auch, am 25., dem eigentlichen Weihnachtstag hier, einen Gottesdienst zu besuchen, doch da mir dann schon zu späterer Stunde am Heiligen Abend erzählt wurde, dass ich doch am nächsten Tag um halb acht Uhr morgens in einen Gottesdienst in Quechua gehen könnte, hat mich dann doch die Motivation verlassen :D Irgendwann steht das jedoch dennoch auf meiner To-Do-Liste!

Das absolut Überraschenste an Heiligabend selbst war jedoch, dass ich kurz vor zwölf erfahren habe, dass es hier in Peru am 24. üblich ist, um Mitternacht ein Feuerwerk in der ganzen Stadt zu starten. Und ich muss zugeben: Ganz kurz hat es tatsächlich den Anschein gemacht, als ob Silvester vielleicht doch um eine Woche vorverlegt wurde :D Dieser Gedanke wurde aber spätestens am 31. Dezember wirklich widerlegt. Auch wenn ich zugeben muss, dass mein Silvesterabend nicht der beste Abend aller Zeiten war, so war der Zeitpunkt um Mitternacht doch irgendwie besonders. Eine Freundin und ich hatten uns dazu entschieden, das Feuerwerk nicht wie alle anderen auf dem Hauptplatz zu verbringen (der zur Eskalationsprävention total abgesichert war: hauptsächlich wegen Feuerwerk und Alkohol, aber laut Erzählungen rennen auch hin und wieder nackte Touristen an Silvester auf dem Platz durch die Gegend^^) und haben uns gegen den Strom auf den Weg zu einem Aussichtspunkt gemacht - Defintiv die beste Entscheidung, die wir treffen konnten! Und so haben wir uns ganz entspannt die vielen Raketen angeschaut, von denen die meisten in Europa sicher niemals erlaubt wären :D Eine Flasche Sekt durfte natürlich auch nicht fehlen, doch da der Sekt so unglaublich eklig war, haben wir dem Polizisten, der uns auf dem Hauptplatz die Flasche abnehmen wollte, den Sekt quasi hinterhergeworfen. Vielleicht hat sie ja ihm wenigstens geschmeckt :D Die Stadt war jedenfalls so überfüllt, dass man es kaum noch genießen konnte. Doch inzwischen ist bereits fast Ende Januar und somit ist auch Silvester schon fast wieder vergessen ;)

Rispondi