Mini-Primaten und Mini-Wanderung <3 (Tag 152 der Weltreise)

Ku kandziyisiwile: 03.02.2020

03.02.2020


Da wir gestern schon recht früh zurück waren, wollten wir heute ausschlafen und dann ein bisschen später los ohne den Wecker zu stellen.

Um angenehme 6:00 Uhr waren wir dann beide hellwach :p :D :D

Bis 9:00 Uhr lungerten wir dann aber noch herum und dann ging es los zum Busbahnhof. Da dort sowohl Jeepneys als auch Busse fahren und die Jeepneys zuerst kamen, fragten wir auch dort zuerst, ob sie nach Sikatuna fahren.

Wer den Blog von gestern gelesen hat, weiß, dass es gar nicht soo leicht ist, nach Sikatuna zu kommen, wenn man nicht vorher genau nachfragt^^

Der erste Jeepney-Fahrer, den wir fragte, schüttelte den Kopf, bot uns dann aber eine Private Tour an. Nach dem Preis fragten wir gar nicht erst, da er für uns sicherlich nicht infrage gekommen wäre ;-) Immerhin zeigte er dann in die Richtung, wo wir es versuchen könnten.

Wir fragten also in der Seitenstraße einen zweiten Jeepney-Fahrer und dieser nickte. „Sikatuna“, bestätigte er und wir freuten uns und stiegen ein. Yay! :)

Ein paar Augenblicke später, drehte sich der Fahrer zu uns um und wiederholte „Sikatuna“, zeigte dabei aber auf den Jeepney vor ihm^^ Ups :D

So stiegen wir aus, gingen weiter und weiter und fanden schließlich einen dritten Jeepney. Auch hier fragten wir nach Sikatuna und der Fahrer nickte. „Tarsier Sanctuary?“ fragte er. Perfekt! Er wusste direkt, wo wir hinwollten und würde uns somit informieren, wenn wir da sind :)

Da wir aber die ersten waren, die einstiegen, dauerte es wieder vielleicht zwanzig Minuten oder so bis wir losfuhren – dann immerhin mit fünf Fahrgästen ;-)

Die Fahrt dauerte knapp eine halbe Stunde und dann wurden wir wie erhofft am richtigen Ort rausgelassen, bedankten uns und gingen die restlichen 5 Minuten zu Fuß die Seitenstraße hoch.

Wie Jonas richtig feststellte, ist es auf den Philippinen bisher wohl am einfachsten, von A nach B zu kommen. Solange man an der Hauptstraße steht, kann man auch ohne feste Haltestelle jeden vorbeifahrenden Jeepney oder Bus heranwinken. Wenn man in eine der Seitenstraßen muss, wird es schwieriger aber wenn dort etwas Interessantes ist, gibt es in der Regel Habal-Habal Fahrer an der Abbiegung, die direkt bereit stehen^^

Naja. So kamen wir dann schließlich nach dem gescheiterten Versuch gestern heute Vormittag im Tarsier Sanctuary an. Es gab einige Hinweisschilder, die teilweise echt niedlich waren aber sicherlich auch notwendig ;-)

Tarsiere sind die kleinsten Primaten der Welt und können ausgewachsen gerade einmal 8-16 Zentimeter groß werden :O Die Babys sind bei der Geburt gerade einmal so groß wie ein menschlicher Daumen <3

Tarsier haben riesige Augen. Ein Auge allein ist größer als das Gehirn! Außerdem sind die Tiere nachtaktiv und sehr scheu. Wenn sie sich erschrecken, begehen sie Selbstmord :O

Auf all diese Fakten, also vor allem darauf, dass man leise sein soll, machten diese Schilder aufmerksam und dann gab es auch noch ein verpflichtendes „Briefing“. Dort wurden dann noch einmal die Hinweise wiederholt und dann durften wir schließlich in den kleinen Park.

Es ist eher eine Art Park anstatt Wald und insgesamt sahen wir vier Tarsiere, die irgendwo auf einem Baum schliefen. Jeder von ihnen hatte einen eigenen (menschlichen) Guide danebenstehen, der den Touristen zeigte, wo genau das Tierchen sitzt und der darauf achtete, dass ihn keiner anfasst :)

Für etwas mehr als 1 € Eintritt war ich voll zufrieden. Wir hatten Tarsiere gesehen!!! <33 Zwar waren es nur vier Stück aber das sind vier mehr, als ich bisher gesehen hatte ;-)

Das einzige, was echt schade war, war, dass es nicht so wirkte, als hätten die Tiere hier mehr Freiraum als in dem anderen Tarsier-Zoo… Denn, es ist ja schon ein komischer Zufall, dass die Tarsiere genau dort einen Schlafplatz suchen, wo man sie von unten aus sehen kann. Vielleicht werden auch hier die Tiere absichtlich an diese Plätze gesetzt :(

Aber das wissen wir natürlich nicht genau. Im besten Fall war es Zufall :p

Da die Anlage so klein war, waren wir insgesamt vielleicht eine halbe Stunde dort und es war dann gerade einmal 11:00 Uhr…

Es gab eine kurze Diskrepanz zwischen Jonas und mir, was wir jetzt mit dem Rest des Tages anfangen wollen :p

Schließlich fand Jonas aber einen Wasserfall, der 3km von Loboc entfernt ist (wo wir gestern gestrandet waren) und obwohl wir keine Badesachen dabei hatten, wollten wir uns den mal anschauen :)

Von der sonst toten Hauptstraße kann man entweder zurück nach Tagbilaran oder eben nach Loboc fahren und so suchten wir uns einen Schattenplatz, um auf das nächste Fahrzeug (Jeepney oder Bus) in Richtung Loboc zu warten^^

Natürlich kamen auf der Gegenseite drei oder vier Fahrzeuge, während bei uns nur Roller oder kleine Laster vorbeifuhren :D :D

Wenn es aber eins ist, das wir hier haben, ist es Zeit :p :D

So warteten wir insgesamt vielleicht eine halbe Stunde bis schließlich ein Bus auftauchte. Wir stiegen ein und schauten interessiert aus dem Fenster, wie wir durch das Dorf Sikatuna fuhren und wie Schulkinder uns begeistert zuwinkten :D Weiße Touris sind auf den Dörfern ja immer eine tolle Attraktion ;-)

In Loboc angekommen stiegen wir zusammen mit einer Einheimischen aus und sie fragte uns, wo wir hinwollten. Wir kannten den Namen des Wasserfalls nicht, da er in Maps.Me nicht benannt ist aber die Dame wusste, dass es einen Wasserfall gibt und deutete in die gleiche Richtung, die unsere Karte vorgab. Perfekt!^^

Wie schon gestern fuhren diese Mississippi-Dampfer den Fluss entlang und unser („Wander“-) Weg führte direkt neben dem Fluss entlang – mal als reiner Trampelpfad und mal sogar betoniert. Ab und zu stehen dort nämlich kleine Holz-/Bambushütten, wo Leute wohnen ;-)

Der Blick auf den Fluss war mega schön, weil das Wasser so klar und türkis aussieht und zu der anderen Seite sahen wir neben Wald und Hühnern auch wieder echt tolle Reisfelder!

Immer wenn das Ufer nicht so stark bewachsen war und man aufs Wasser schauen konnte, winkten uns die Leute von den Booten zu^^ Jonas und ich fragten uns, ob die sich wohl fragen, wie wir dorthinkommen denn außer uns war niemand zu Fuß unterwegs :p

Nach vielleicht 45 Minuten den coolen Weg entlang erreichten wir dann eine Sackgasse. Der Weg führte nicht mehr weiter (maximal DURCH das Wasser) aber es war wie schon zuvor eine schöne Aussicht, also ein perfekter Spot für ein Picknick <33

An dieser Stelle wendeten auch die großen Boote und um die Ecke konnte man erahnen, dass dort vielleicht der Wasserfall ist. Jonas und ich checkten das aber nicht aus, weil wir wie gesagt keine Badesachen dabei hatten :( Und dabei sah das Wasser so einladen aus! :O

In der Luft sah man dann auch noch Ziplines sowie eine Seilbahn, die oben vom Hügel über den Fluss führen. Da die Boote bei ihrer Wendung gute Sicht nach dort oben hatten, fragten wir uns, ob die wohl eine Kooperation haben :D

Zwei junge Locals kamen irgendwann auch vorbei und rauchten (heimlich?) eine Zigarette, schwangen ein bisschen an dem Seil über dem Fluss und ließen uns dann wieder alleine^^

Nachdem wir uns genug mit Erdnüssen vollgestopft hatten, machten wir uns auf den Rückweg.

Eigentlich war die Idee, direkt zurück zum Bus zu gehen aber dann kamen wir wieder an dem Schild vorbei, das zu einem Pfad den Hügel hinauf zeigte. Auf dem Hinweg hatten wir das Schild ignoriert aber spontan gaben wir ihm dann doch eine Chance :p

Wir vermuteten, dass der Pfad vielleicht einfach hoch zu der Plattform führt, von wo aus man das Ziplining macht aber das würden wir ja nur herausfinden, wenn wir es ausprobieren ;-)

„Wenn wir keine Lust mehr haben, drehen wir einfach um,“ vereinbarten wir aber als es dann steil nach oben ging und ich mir überlegte, dass wir das nicht unbedingt machen müssten, war Jonas schon im Modus :D :D Und so ging es natürlich weiter nach oben^^

Ab und zu kam mal eine kleine Hütte und als wir fast oben waren, war dort ein kleines Dorf und auch die Plattform für das Ziplining war in Sichtweite. Ha!

Für den Rückweg standen dann zwei Optionen an: entweder den gleichen Weg zurück oder eine Art Rundweg gehen und dann auf der anderen Seite des Hügels zurück nach Loboc zu wandern.

Wir entschieden uns für die zweite Option, wollten uns aber die Höhle sparen, die noch auf Maps.Me eingezeichnet war, da sie eine separate Abzweigung war und die Wanderung ja nicht „ausarten“ sollte :D :D

Dann kamen uns aber zwei andere Pärchen entgegen (Touris), die uns fragten, ob wir die Höhle gefunden hätten. Sie hatten sie gesucht aber nicht gefunden :(

Tja. Das motivierte Jonas dann natürlich. Er wollte die Challenge annehmen und mit dem GPS diese Höhle finden :D :D

So ging es also einen schmaleren Pfad entlang und dann einen eher wilden Trampelpfad hoch. Jonas suchte und suchte aber auch wir konnten diese Höhle nicht finden! :O

Entweder ist sie falsch eingezeichnet oder ist halt sehr gut versteckt.

Nach ein bisschen Suche gaben auch wir auf und liefen weiter den Rundweg. Es war zwar heiß aber die Strecke ging die meiste Zeit geradeaus und war auch hauptsächlich im Schatten, sodass das Laufen eigentlich super angenehm war!

Vor allem, es gab auch immer wieder echt tolle Ausblicke auf die anderen Hügel oder unten auf den Fluss <33

Insgesamt waren wir fast 1,5 Stunden gewandert, als wir schließlich zurück in Loboc ankamen. Zur Belohnung gab es dann ein Eis von 7-Eleven!!

Die Rückfahrt im Jeepney nach Tagbilaran war dann recht ruppig^^ Auf einer Skala von 1 bis 10 hätte Jonas dem Fahrer wohl eine 3 gegeben :p Dafür ging es danach wieder in die Mall für das leckere Abendessen und wieder mit Dessert <33

Morgen ist unser letzter ganzer Tag auf Bohol. Übermorgen geht es zurück nach Cebu, weil wir dort in drei Tagen weiterfliegen :O

Es ist krass, wie schnell die Zeit rumgeht :)

Nhlamulo

Philippines
Swiviko swa maendzo Philippines