<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"><channel><title><![CDATA[guidos-camino-052025]]></title><description><![CDATA[Bereits vor knapp acht Jahren wollte ich zum ersten Mal den Jakobsweg laufen.

Eine Freundin mit ihrer eigenen Planung, ein neuer Film und frei verfügbare Urlaubszeit, haben mich jetzt inspiriert, dass sehr kurzfristig zu tun.

Ich habe dabei keinen spirituellen Hintergrund, sondern einfach Lust auf das Laufen. Alle schönen Begegnungen sind mir Herzlich willkommen, und sollte in Santiago di Compostela doch irgendeine Erkenntnis erwachsen, so nehme ich diese dankend an.

Aber nach den ersten zwei Pannen oder lustigen Gegebenheiten, starte ich nun doch mit diesem ..]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025</link><image><url>https://img1.vakantio.de/uploads/ea140799a2959423b72ea4f3d72944ba_small.jpg</url><title>guidos-camino-052025</title><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025</link></image><generator>Vakantio RSS</generator><lastBuildDate>Thu, 06 Aug 2026 08:23:19 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://vakantio.de/vak-service/rss/guidos-camino-052025.rss" rel="self" type="application/rss+xml"/><language><![CDATA[de]]></language><item><title><![CDATA[Tag 10 und 11 - Adios y Gracias]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/cd611aa669bdb9c840c74176983f9b3a_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><p>Gestern Abend kam ich um kurz nach 21 Uhr in Finisterre an. Ich bezog recht schnell mein einfaches aber sauberes Zimmer und ging an die Promenade.</p><p>Da traf ich ein junges Paar, die mir bereits in Pondevedra und Padron begegnet sind,  bzw. wir waren jeweils in der selben Unterkunft.</p><p>Da es schon recht spät war, empfahlen sie mir ein Taxi zum Leuchtturm zu nehmen. Mit etwas Glück würde ich den Sonnenuntergang noch sehen .</p><p>Das war schließlich einer der Gründe, warum ich diesen kurzfristigen Trip gemacht habe.</p><p>Und tatsächlich, ich konnte ihn noch sehen, ein wahnsinniger Blick über den scheinbar endlosen Atlantik.</p><p>Das war wohl übrigens eine der Hauptgründe, warum die Römer, Finisterre als das Ende der Welt wähnten.</p><p>Übrigens gibt es hier auch einen inoffiziellen Jakobsweg von Santiago de Compostela, den viele am Ende ihrer Reise auch noch begehen.</p><p>Auf dem Weg nach unten, nahmen mich dann zwei andere Deutsche in ihren Privat-Taxi mit und lieferten mich im Ort wieder ab, bevor sie weiter nach Santiago de Compostela fuhren. Das sind dann die schönen Geschichten, die der Camino so schreibt!</p><p>Es ist ein warmer Morgen hier in Finisterre. Ich habe mein Frühstück mit Blick auf das Meer eingenommen und schlendere ruhig durch den Ort. Ein kurzer Moment der Ziellosigkeit, des Momentes!</p><p>An der Bushalteszelle treffe ich die beiden erneut. Lucy und Flo. Was ich einfach für ein hippes Paar hielt, sind ein 39 Jähriger Feuerwehrmann und seine 43 jährige Frau. Beide sehen 10 Jahre jünger aus und sind Eltern von drei Kindern mit 19,16,9 Jahren.</p><p>Das hätte ich wirklich nie gedacht. Flo, ein ziemlich durchtrainierter großer Mann, war in seiner Sprache unerwartet Achtsam. Der Familie wegen und um der Gefahr seines Berufes ein wenig zu trotzen, sind sie an den Bodensee gezogen um mehr vom Leben zu haben.</p><p>Gemeinsam fahren wir mit dem Flixbus nach Santiago de Compostela.</p><p>Es ist eine unglaubliche Panoramafahrt an der schönen galizischen Küste entlang, ein Foto aus dem Bus heraus belegt das ganze. </p><p>Während die beiden nach Porto weiterfahren, beziehe ich jetzt mein letztes Quartier hier in Santiago de Compostela.</p><p>Hier werde ich nachher noch flanieren, eventuell die Kathedrale erneut besuchen und schön zu Abend essen. Morgen am frühen Abend geht es im Flieger wieder nach Hause.</p><p>Update 28.05 / ab 21:00:</p><p>Man kann sich diese Menschenmassen in der Altstadt kaum vorstellen, gestern bei meiner Ankunft hier, war mir das alles noch zu viel aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, und es amüsiert mich.</p><p>Allerdings findet heute an der Kathedrale auch ein kostenloses Konzert statt, weshalb vor allem viele junge Spanier hier sind.</p><p>Ausserdem reihen sich Souvenirläden und Restaurants aneinander. Es herrscht eine fröhliche und ausgelassene Stimmung.</p><p>Das ist  Tourismus pur, aber man wird immer fair behandelt. Das Essen ist immer gut und preislich auf einem tollem Niveau. Für einen vollen Teller Calamaris mit Patatas Bravas habe ich 16 € bezahlt. Mit Wasser,  Wein und Kaffee, sind es gerade mal 25 € und das in einer touristischen Hochburg.</p><p>Hier macht das Sein einfach Freude...</p><p>Abseits des Trubels, wird die Stadt von der untergehenden Sonne umschmeichelt...</p><p><br /></p><p>Update 29.05 / 12:20 Uhr:</p><p>Ein letzter Walk durch die Altstadt. Noch einmal die Lebendigkeit einatmen.</p><p>Gerne hätte ich mir die Atmosphäre der Messe angeschaut, aber eine Menschenschlange von 100 Meter, waren des Guten zu viel.</p><p>Ich staune weiter über die Vielfältigkeit der Menschenmassen. Über die Euphorie es geschafft zu haben.</p><p>Und ich wundere mich, wie die Bedienung, den Laden alleine am Laufen hält, mit einer erstaunlichen Ruhe und Professionalität.</p><p>Dabei gönne ich mir noch mal zwei Spezialitäten Spaniens, eine Tortilla de Patatas und eine Sangria.</p><p>Es ist heute heiß,  bis zu 31 Grad werden erwartet. Da kann ein wenig Abkühlung nicht schaden;-)</p><p><br /></p><p>Finale 29.05 / 14:25: </p><p>Das war es dann für mich </p><p>Adios Camino, Adios Galicia, Adios Santiago.</p><p>Gracias an meine Leser, die Beiträge wurden fast 800x gelesen.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ff61e4a8aa9fa8bc29d2073cf3fd7ce2_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e28c6cef7cf47607e4ca3c4268e650d9_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/47e96e2ea5c64fd427d7d445a31da6d2_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a5f687af23acefe3a426ef359920693e_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/dad74559b4541ff3f107aedfa5a6eb3e_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/21af089360a69c388172544f8a5c65e4_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/60edae2df930530e599c0a88d8b98ad5_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2466633b669706cc0ad1ba9a34aa2d73_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/47889695e43be4c7412a471f9b903bd4_large.jpg" /><figcaption>Tag 10 und 11 - Adios y Gracias</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-10-und-11-bonusmaterial</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-10-und-11-bonusmaterial</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Wed, 28 May 2025 07:49:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.8768606</geo:lat><geo:long>-8.5441729</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 9 - Santiago di Compostela]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/634fe91a020bd6faef488cccd6463b30_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><p>Nach einer erholsamen Nacht, viel Dehnübungen und einigen Tabletten, machte ich mich gegen 10: 00 Uhr auf den Weg.</p><p>Landschaftlich gab es nicht mehr viel attraktives. Die Landwege führten parallel zu den Hauptverkehrsadern.</p><p>Keiner der Pilger schien es eilig zu haben. Ich war vermutlich ohnehin der langsamste. Interessanterweise grüsste niemand mehr, alle schienen auf ihre Weise erschöpft!</p><p>Irgendwann erreichte ich dann  allmählich die Vororte von Santiago de Compostela.  Fast ohne Vorwarnung erreichte ich dann die Altstadt und die Menschen Massen nahmen zu.</p><p>Überall herrschte aufgeregte Stimmung, die dann irgendwann auch mich, allerdings nur ein wenig erfasste. Mitten in der Altstadt führten alle Wege zum Hauptplatz vor die Kathedrale, wo wirklich hunderte von Menschen standen, saßen, teilweise auch lagen.</p><p>Ich war natürlich froh dort zu sein, aber eine besondere Stimmung erfasste mich nicht, eher eine Leere.</p><p>Nun war ich also da, und nun? Ich holte also erstmal meinen Pilgerbrief ab, den sogenannten Compostela, den ihr oben im Bild sehen könnt und begann dann, durch die Stadt zu schlendern. </p><p>Ich kehrte erst einmal in ein Pilger-home ein, um mein Handy zu laden und mich erstmal hinzusetzen.</p><p>Ein Angebot für alle Menschen, ein Ort der Reflektion oder einfach eine Anlaufstation für Hilfe.</p><p>Ich saß so eine ganze Weile, bis ich ins Gespräch kam, erstaunlicherweise wieder mit einer Kalifornierin, die in Santiago lebt, um in diesem Pilgerhort zu arbeiten.</p><p>Wir hatten einen netten Austausch und sie meinte, ich sei mit dem Gefühl der Leere nicht alleine, sondern in guter Gesellschaft. Das deutsche Formblatt für eine mögliche Reflexion, habe ich noch in meiner Hosentasche.  Während meiner 2,5 stündigen Busfahrt, kann ich mir das einmal einmal genauer anschauen. Denn ich habe mich entschieden, statt in Santiago zu übernachten, nach Finistere zu fahren, um das Ende der Welt zu sehen! So zumindest wähnten es die Römer.</p><p>https://www.turismo.gal/que-visitar/destacados/cabo-fisterra?langId=de_DE</p><p>Mal schauen ob der Sonnenuntergang das hält, was er verspricht. Morgen fahre ich mit dem Bus dann zurück nach Santiago, denn ich hatte ursprünglich ohnehin eine Reservierung vom 28 auf dem 29.05.</p><p>UPDATE SONNENUNTERGANG: </p><p>Als ich durch den Ort schlendere, treffe ich ein Pärchen das ist schon zweimal auf meiner Reise gesehen habe. Sie geben mir den Tipp, mit dem Taxi zum Leuchtturm zu fahren um den Sonnenuntergang noch zu sehen, und es hat tatsächlich geklappt!</p><p>Das sind die schönen Geschichten, dieses Caminos :-)</p><p>FAZIT SANTIAGO DI COMPOSTELO:</p><p>Man scheint zwischen herrlichen Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten,  in einer Zeitschleife gefangen zu sein. Man kann wirklich stundenlang rumlaufen oder sich nur auf eine Treppe setzen, und dem Strömen der Menschen zuschauen.</p><p>In der Kathedrale kann das Grab des Heiligen Jakobus besucht werden, aber die Schlange war mir definitiv zu lang. Überrascht hat mich, die große Traube vor allem junger Menschen, die dort auch beichteten. Diese Stadt, diese Atmosphäre ist definitiv eine Reise wert!</p><p><br /></p><p>Was bleibt also jetzt von der Reise?</p><p>Da ich ohne einen inneren spirituellen Auftrag gestartet bin, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen. Vielleicht ein paar Antworten, die ich gerne auf meine eigenen Fragen gehabt hätte.</p><p>Was in jedem Fall zurückbleibt, ist eine Wunderschöne Wanderung über 120 KM.  Fantastische Landschaften, freundliche Menschen, schöne Begegnungen, sehr viel Bewegung, den Glauben daran, dass ich auf jeden Fall ein Bett bekomme;-)</p><p>Erwähnt sei auch, dass es nicht ein einziges Mal geregnet hat bisher.</p><p>Zudem bin ich endlich einen Teil des  Jakobswegs gegangen, was ich schon seit langer Zeit wollte, und ich bin letztlich glücklich, es getan zu haben.</p><p>663 km stehen mir dafür auch noch zur Verfügung. Ich kann mir gut vorstellen, auch andere Strecken zu laufen.</p><p><br /></p><p><br /></p><p>Ein paar Zahlen:</p><p>Gelaufen 120 KM + Erkundigungen der Ortschaften, ca 150 KM Gesamt</p><p>Ich bin 7 Tage lang ca. 5 Netto Stunden am Tag gewandert. Das entspricht einer Last-Gewicht Leistung von 262 KG/Stunden.</p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e6689821f5dda8cd3f24bd77092cc885_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/79a4f06ee81f5958cdeac44005fd436c_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/67f9d24463412ec0dfc1b09e978a5313_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/b521f345a358012a11b1b631aaca7543_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/03c36bb16557dcbd2af7a3d9b74bf08c_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/bbda946265728ac125f79e672f73159f_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/81d1de3c8c005783781e48fa9064802f_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e6cad72cec68c45dd1f6e573d0b370ea_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4e042127d96e3327a3a08e9f9eaffd49_large.jpg" /><figcaption>Tag 9 - Santiago di Compostela</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-9-santiago-di-compostela</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-9-santiago-di-compostela</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Tue, 27 May 2025 10:39:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.9078005</geo:lat><geo:long>-9.2650315</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 8 - Padron bis Milladoiro]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e1545bf24356c1ee3645cd23ad8b8fba_large.jpg" /><figcaption>Tag 8 - Padron bis Milladoiro</figcaption></figure><p>Ich habe es getan!</p><p>Nach einer sehr angenehmen Nacht in einem fantastischen Bett, habe ich mich seit einem Jahrzehnt, das erste mal wieder glatt rasiert. Meine Bart Stoppeln waren mittlerweile, ob des fehlenden Rasierapparates, doch sehr ungleichmässig. Zumindest können jetzt in den nächsten Tagen,  die etwas helleren Stellen auch von der Sonne nachgedunkelt werden.</p><p>Nach einem Frühstück auf der Terrasse der Villa Gallizia habe ich mich im Grunde schon entschieden, heute nicht bis Santiago durch zu laufen.</p><p>Der Muskelkater in den Schienbeinen und auch in meinen Waden fordert seinen Tribut! Die Idee ist es, jetzt nach Milladoiro zu laufen, das sind zwar nur 16 km  aber bei dem Zustand meines Körpers, muss ich das erstmal hinbekommen.</p><p>Für Morgen würde das bedeuten, nach lockeren 7 km triumphal in Santiago einzulaufen.</p><p>Allerdings bin ich überzeugt, dass das triumphale Gefühl es geschafft zu haben, sich nur mit Müdigkeit und großen Entbehrungen einstellt. Ich vermute, dass wird mir dann morgen nicht so gehen.</p><p>Egal, Hauptsache ich erreiche das Ziel. So, ich werde mich noch ein bisschen erholen und vorbereiten und dann ca. in einer Stunde starten.</p><p>Es ist dann eher ist ein bedächtiger walk, der über kleine spanische Dörfer führt, die mich teilweise an meine italienische Heimat erinnern. Ich komme ganz bewusst sehr langsam voran, um die krampfartigen Attacken im  Schienbein auf einem Minimum zu reduzieren. Das ganze nennt sich wohl shin splint oder Schienbeinkantensyndrom, und eigentlich ist Ruhe angesagt.</p><p>Bei einem Tortilla Brötchen und einem Glas Weißwein, kühle ich mein Schienbein in der Hoffnung  dass es ein wenig Linderung bringt.</p><p>Hilft aber alles nichts, ich habe noch 8 km vor mir bis zum Hotel.</p><p>Gegen 15 Uhr und nach 12 km, gebe ich auf. Die Schmerzen sind zu stark, bevor mein Schienbein kollabiert, suche ich mir öffentliche Verkehrsmittel. Mit Hilfe meines brüchigen Spanisch hilft mir ein  älterer Herr weiter. Ich habe zumindest verstanden, dass ich an der richtigen Bushaltestelle bin. Die Fahrzeit laut Google stimmt seiner Meinung nach nicht, aber ist mir egal. Ich warte jetzt auf dem Bus, genug ist genug!</p><p>Der Bus kommt aber. Der Fahrer macht sich  auf Spanisch ein wenig über mich lustig und meint den anderen Fahrgästen gegenüber:  Da wollen sie Pilgern, fahren aber mit dem Bus. Er hat wohl nicht damit gerechnet,  dass ich ihn verstehe! Entsprechend weisse ich ihn auf meine Schmerzen hin. Aber ist mir eigentlich auch egal, was er denkt.</p><p>Was mir gerade noch so in den Sinn kommt: Das einzige Klischee heute auf dem Weg war ich. Der typische Tourist, der sich übernommen hat. Interessanterweise haben mich heute die Schmerzen im rechten Spann nicht gequält, es hat sich diesmal alles auf links verlagert. Alles im Leben gleicht sich irgendwie aus ;-)</p><p>Anmerkung:</p><p>Um seinen Pilgerbrief in Santiago de Compostela zu erhalten, muss man in seinem Pilgerbuch jeden Tag mindestens zwei Stempel haben. Diese Stempel erhält man in allen Bars, Hotels, Restaurants und zuweilen unterwegs an Pilgertischen. Hier darf man sich dann auch nicht wundern, wenn plötzlich jemand so eine Art Dudelsack spielt.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/337d5f5e7031bbd3d5282cd1337e800a_large.jpg" /><figcaption>Tag 8 - Padron bis Milladoiro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/417416da3b29d2f955bff7af3d253950_large.jpg" /><figcaption>Garten Villa Galzia</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/821cb053dc472b1ca93cccda69fa5409_large.jpg" /><figcaption>Tag 8 - Padron bis Milladoiro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ed7c58d8dcedc2c6e757813eeeafe1c6_large.jpg" /><figcaption>Canino KM Marke bis Santiago</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/519a291039b80f7968413f3ee19fce64_large.jpg" /><figcaption>Tag 8 - Padron bis Milladoiro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2cff72f0ee29e4ed6d0057961d781187_large.jpg" /><figcaption>Pilgerpass</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-8-padron-bis-milladoiro</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-8-padron-bis-milladoiro</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Mon, 26 May 2025 07:29:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.8492543</geo:lat><geo:long>-8.5831906</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 7 - Briallos nach Padron]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/68d29e2104a077000992c3b26224698e_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><p>Puh, was für eine Nacht! </p><p>Die Herberge war natürlich nicht im mindestens vergleichbar, mit dem Top gestylten Hostal in Pontevedra.</p><p>Sie war sauber, hatte einen großen Garten und noch eine angeschlossene Bar, soweit alles in Ordnung. Aber die zwei miteinander verbundenen Schlafsäle hatten heute Nacht ein Problem. Im rechten Schlafsaal  indem ich lag, sägte ein Schnarcher unentwegt.  Offensichtlich meinte er, den Auftrag für ein Kammerorchester bekommen zu haben, Das hat ganz offenkundig eine Person im Schlafsaal  motiviert mitzumachen, und so ging es im Duett abwechselnd, von links nach rechts. Trotz meiner Ohropax, war immer noch zu viel zu hören. Ich habe irgendwann verzweifelt aufgegeben zu schlafen, habe eine Schlaftablette genommen und solange eine Serie geschaut, bis ich einschlafen konnte. Dennoch war die Nacht heute Morgen um 7 Uhr vorbei, also viel zu kurz! Zu allem Überfluss, hat mir jemand noch meine Wasserflasche mitgenommen, und hier konnte man morgens jetzt auch nichts mehr kaufen. Also ein echter Kaltstart, den ich mit einer  Katzenwäsche noch perfektionierte.  Zum Glück gab es vor dem Haus ein Brunnen, so musste ich zumindest nicht verdursten. Um 8:10 Uhr war ich entsprechend schon auf der Straße, nicht unbedingt missmutig, aber auch nicht bestens gelaunt. </p><p>Einsam ging ich meine Wege, von Pilgern weit und breit noch nicht zu sehen. Diese starten ab den Knotenpunkt Caldas dei Reis, dass ich ja gestern ausgelassen habe. Es dauert ca zwei bis drei km, bis ich den ersten Pilger sehe und auf ein Cafe stoße.</p><p>Der etwas barsche Wirt, kann mir zwar keinen frischen Orangensaft anbieten aber wenigstens einen Kaffee und Toast mit Marmelade und Schinken.</p><p>Mein Überlebensmechanismus hat sich schon lange zu Wort gemeldet, ich brauche dringend Energie, spüre eine gewisse Erschöpfung, dabei ist es doch noch so früh am Morgen.</p><p>Ab Caldas dei Reis nehmen die Pilgermassen zu. Außerdem nutze ich die Chance an einer Bäckerei zu halten um mir ein dickes schokoladiges Croissant zu gönnen. Solche Dinge nehme ich daheim eher weniger zu mir , aber bei diesem Energieverlust ist ein ständiges nachfüllen erforderlich.</p><p>Es ist genug Platz für alle Pilger,  wir laufen einsame Pfade, schöne Waldwege, teilweise unter Eisenbahnbrücken. Auch Pitoreske Zäune und Mauern säumen den Weg.</p><p>Allerdings schmerzt mein rechter Fuß noch immer, aber in meinem letzten Zwiegespräch mit ihm, habe ich ihn deutlich zurechtgewiesen und ihm erklärt, dass ich die Schmerzen ignorieren werde. Aber gut, möglicherweise liegt es auch eher an der 600er Ibu.</p><p>Überhaupt sind Schmerzen ein neues Thema, es ist spannend was man für Muskeln spürt und fühlt, die sich vorher nie gemeldet haben.</p><p>Muskelkater im Schienbein? Eine ganz neue Erfahrung.</p><p>Trotz aller Unzulänglichkeiten und der kurzen Nacht, bin ich heute schon über 15 km gelaufen. Ich habe überhaupt keinen klaren Plan, und weiß auch noch nicht wo ich übernachten werde.  Wenn ich wollte, könnte ich morgen Abend schon in Santiago sein. Allerdings habe ich meinen Rückflug erst für Donnerstag gebucht, das heißt ich muss mal schauen, wie ich damit umgehe.</p><p>Da unterwegs keine andere Unterkunft als einer Herberge zu ergattern war, entschied ich mich dann doch zum Knotenpunkt Padron zu laufen.</p><p>Die letzten Kilometer führten dann allerdings über Dörfer und Straßen. Es ging dann allerdings nur noch darum, es irgendwie zu schaffen, so viel Rest Ehrgeiz steckte noch im mir. Am Ende waren es doch 23 Km.</p><p>Als ich im Padron ankam, war ich über den Papier und Karton Abfall auf den Straßen irritiert.</p><p>10 Minuten vorher buchte ich noch ein schönes Hotel mitten im Ort. Als ich mich schon fragte, wo ich eigentlich gelandet sein, sah ich  auf dem Marktplatz schon das Aufräumkommando,  offensichtlich war heute Markttag.</p><p>Nun liege ich hier im Garten und schreibe diese Zeilen. Jetzt ist Erholung angesagt. Heute Abend werde ich den kleinen Ort erkunden und etwas schönes Essen.</p><p><br /></p><p>P.S.</p><p>Was ich ganz vergessen habe: Auf dem Camino grüßen sich alle Menschen mit der Aussage "Buon Camino".</p><p>Das kann dann im Laufe der Reise, auch einige Hunderte oder sogar tausende mal sein.</p><p>Es nicht zu tun, fühlt sich für mich aber unfreundlich an, daher sage ich immer brav diese zwei Wörter...</p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/261175dbb2da508d619e1836d1abba13_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f8c0f99f7bcee9e37797b62df405d77d_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e9a68964575cca2132983774416e450a_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/27f9745ac80cd77c20e06d0e9321f79a_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/b713203a4ab61061b6cfccf5623c765c_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/851763b0cd9e3e63026db44cd7d6fa89_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c74387fba151a17973ffd819c88a16ad_large.jpg" /><figcaption>Tag 7 - Briallos nach Padron</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-7-briallos-nach</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-7-briallos-nach</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Sun, 25 May 2025 10:50:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.56682849999999</geo:lat><geo:long>-8.6413317</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 6 - Pondevedra bis Briallos]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ff46d5fa4f9f59e1402ae176a31534c8_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><p>Nach dem gestrigen schönen Abend mit Menschen aus ganz Europa auf der Terrasse des Hostals, bin ich heute Morgen sehr gut erwacht. Ich habe in der modernen Unterkunft wirklich gut geschlafen, Obwohl  recht viele Leute dort sind, scheint es so, als würde man sich nie die Quere kommen.</p><p>Ich spüre auch, dass ich heute ruhiger bin bzw ruhiger sein möchte. Ich bin viel zu schnell unterwegs, aber ich werde meinen Weg nun langsamer gehen, mit mehr Pausen, um auch meinen Gedanken freien Raum zu lassen.</p><p>Auch heute morgen werde ich von einer Freundin, mit folgendem Zitat auf dem Weg begleitet:</p><p>„Die Vergangenheit kann dich nur zurückziehen, wenn du dich dafür entscheidest, sie mit in die Gegenwart zu nehmen.“ – Marianne Williamson</p><p>Mit diesem wirklich schönem Gedanken, starte ich nach einem Katzenfrühstück meine Tour.</p><p>Da ich mich nie auf die Wege vorbereite, weiß ich auch nicht was mich wirklich erwartet. Ich mache das ganz bewusst so, um allen gegenüber offen zu bleiben.</p><p>Die Sonne scheint schon wieder recht angenehm, und haucht einem Leben ein.</p><p>Die Straßen sind noch ruhig, leer und unaufgeregt. </p><p>Es ist das reinste Vergnügen, noch einmal in dieser Stille, durch diese wunderschöne spanische Stadt zu laufen. Nach einer Weile finden sich immer mehr Pilger, auf der Strecke in Richtung Caldas dei Reis, ein.</p><p>Es sind wiederum wahnsinnig schöne landschaftliche Wege, weitestgehend außerhalb der Straßen, auf alten Pfaden oder Waldwegen. Es scheint mir heute, eine mehr ruhige und besinnliche Atmosphäre zu sein.</p><p>Und tatsächlich bleibe ich bei meinem Vorhaben, langsam zu laufen. Es ist jetzt 13:30 Uhr und schon meine zweite Rast. Ich habe mir jetzt ein schönes Pilger-Menü mit einem Glas Weißwein bestellt, und lasse die Dinge an mir vorbeiziehen.</p><p>Bei meiner heute so erzwungenen Achtsamkeit, habe ich natürlich jetzt nicht damit gerechnet, dass man mich vergisst. Ich habe das eher mit der spanischen Geduld begründet, musste da jetzt doch noch mal nachfragen.</p><p>Fun fact: Auch auf dieser Reise bleiben einem britische Klischee nicht so ganz erspart, denn einige Damen in ihren 40 und 50 Jahren, patronieren in Shorts und Tops auf dem Camino herum. Krebsrot verbrannt, selbstredent. </p><p>Es ist heute wirklich sehr heiß, so sehr sogar, dass ich den Hut freiwillig aufsetze. Ich mag Hüte eigentlich überhaupt nicht, aber dank einer lieben Freundin, die mich bei der Planung dieser Reise unterstützt hat, habe ich ihn doch dabei.</p><p>Gegen 16 Uhr ist für mich Schluss und ich komme in Briallos in einer Pellegrino Unterkunft unter, das ist eine Herberge der Pilgervereinigung.</p><p>Im Grunde hatte ich keine andere Wahl, denn es gibt hier weit und Breit kein Hotel bzw. Ich hätte noch einige Kilometer laufen müssen, das wollte ich heute aber nicht. Es bleibt entsprechend heute wie angekündigt bei einem doch eher ruhigem Tag!</p><p>Aber immerhin gibt's für 10 €, die Nacht Papierbettwäsche und eine kostenlose Waschmaschine, wenn das mal nichts ist!</p><p>Ob es heute noch ein Update gibt, ist  eher unwahrscheinlich. Aber vielleicht mache ich noch ein Spaziergang zu den Wasserfällen, wenn die Hitze ein wenig nachgelassen hat.</p><p>Immerhin habe ich mein Vorhaben eingehalten, ein bisschen langsamer zu machen. Es waren am Ende nur ca. 16 KM. Mir bleiben nur noch 45 km bis Santiago, dass will aufgeteilt werden...</p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4330b01437761c7a3fbe7a3352518eb5_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c6c0d29c0789336839229674088e5963_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/58eee6370172feb893b53a2abd5e187b_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0f696e53e101aa79f20f1e9e14d479ea_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0423a74589b9d2f23729662c258815e8_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/501ec9defb6173ffac93f059a0276d41_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e42d615efe501bfd777ec102a03e4a36_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/8be082570e9e2c227dd972feaa1c9dd9_large.jpg" /><figcaption>Tag 6 - Pondevedra bis Briallos</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-6-pondevedra-bis</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-6-pondevedra-bis</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Sat, 24 May 2025 10:27:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.4298846</geo:lat><geo:long>-8.6446202</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 5 - Redondela bis Pondevedra]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/067d3af33f1e70b49709e4fa15875f24_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><p>Der Toilettendeckel steht offen, ich hasse es, wenn er offen steht! Und auch, wenn mich meine weibliche Leserschaft, jetzt scharf kritisieren mag, es waren zuletzt immer die Damen, die den Toilettendeckel offen stehen ließen. Ich hasse das und frage mich warum das so ist? Sehen Sie ihn einfach nicht, wenn sie sich nach vorne aufrichten?</p><p>Der Badboden ist mit Wasser übersät. Einige Menschen nehmen leider überhaupt keine Rücksicht auf andere. Auch wenn ich ganz gut geschlafen habe, das ist schon mal meine Erfahrung aus meiner ersten und vielleicht auch letzten Herbergs Übernachtung.</p><p>Mein Schmerz im  Körper braucht Stärkung, ich habe ziemlich Muskelkater und mein rechter Fuß quält mich leider weiter.  Ich finde ein  Café. Die gut geölte spanische Gastronomie zaubert mir innerhalb von wenigen Minuten, mit drei verschiedenen Bediensteten, alles Nötige auf den Tisch. Heute gibt es mal Spiegeleier, mein Körper schreit nach Proteinen.</p><p>Und schon bin ich wieder im Lot :-) Wohlgemut mache ich mich auf den Weg nach Arcade, bin mir noch nicht sicher wie lange ich heute laufen will. Aber recht schnell wird klar, dass es heute ein sehr ansteigender Weg ist .Vor mir doch recht viele Pilger. Allerdings jetzt auch sehr schöne Waldwege, die aber stets steiler werden.  Meinem Gefühl nach, legen wir schon mehrere hundert Höhenmeter zurück. Immerhin ist es ein ziemlich gutes Training für meine Alpen Tour im Juni.</p><p>Seit Vigo sind die Jacobsmuscheln mit der entsprechenden Pfeilrichtung überall zu sehen. Fast an  jeder Straßenecke. Überall auf der Strecke gibt es immer wieder kleine Tische, an denen dem Jakobsketten verkauft werden oder kostenlos Obst verteilt wird. Der Jakobsweg scheint auch eine sehr wichtige Einnahmequelle für dieses Galizien zu sein, allzu viel an Industrie, ist außerhalb von Vigo nicht zu beobachten. Alle Menschen sind fröhlich und gut gelaunt und ich stelle plötzlich erstaunt fest, dass ich bereits gegen 11:30 Uhr in Arcade bin. Was mich echt überrascht, irgendwie habe ich meine Schmerzen wohl ausblenden können. </p><p>In Arcade angekommen, wähle ich gleich das erste Café auf der linken Straßenseite und bekomme für 2,50 € einen Kaffee Americano und ein Wasser. Auf der  Terrasse lerne ich Paula aus Holland kennen, die den Küstenweg ab Porto läuft.</p><p>Paula erinnert mich auch daran, dass ich besser eine  Unterkunft für Pondevedra suchen sollte, da die Unterkünfte dort sehr teuer seien.</p><p>Und in der Tat finde ich bis 100 € kein einziges Zimmer mit eigenem Bad, daher beschließe ich noch einmal in einem Hostal Unterkunft zu suchen.</p><p>Das immerhin hat gute Bewertungen und scheint ausreichend Toiletten und Duschen zu haben. Anmerkung: Wie sich später herausstellt, ist das Hostal Top Modern und toll gestylt.</p><p>https://www.booking.com/Share-iWrybH</p><p>Ich werde nun auch den Weg nach Pondevedra  gehen, da  ich noch ausreichend Zeit habe. </p><p>Eigentlich bin ich doch viel zu schnell unterwegs. Ich kann mich nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal so fit war. Allerdings sollte ich mir eigentlich doch mehr Zeit lassen, denn ich bin meinem Zeitplan wirklich voraus.</p><p>Hinter Arcade geht es noch steiler zu, Kilometer lange steile Waldwege in wirklich schöner Umgebung. Und die Sonne brennt, es ist heute richtig warm und unterwegs gibt es gar nicht so viele Einkehrmöglichkeiten, so dass meine Energie langsam zu Neige geht.</p><p>Mitten in einer Waldlichtung hat ein findiger Spanier dann ein kleines Bistro aufgebaut. Doch es tummeln sich so viele Menschen an der Bestellung, dass ich nicht warten möchte und lauf einfach weiter. Das war in diesem Moment zumindest ein Fehler! Denn es dauerte tatsächlich noch eine Stunde, bis ich unterwegs eine typische spanische Bar fand. Freitag ab 14 Uhr, ist da schon richtig was los.  Die Spanier wissen auch wie man lebt.</p><p>Nach einer Stärkung laufe ich weiter, aber mein Rücken und auch  mein Fuß machen wir weiter zu schaffen. Aber es gibt keine Alternative als weiterlaufen. Als Google mir schon sagte dass es immer noch 7 km sind, bin ich plötzlich mitten im Ort. Das war ein kleiner Glücksmoment, ein sehr willkommener!</p><p>In diesem wunderbaren modernen Hostal angekommen, dusche ich erst einmal. Da passiert mir dann schon das nächste Malheur auf dieser Reise.</p><p>Ich stand unter der Dusche und realisierte, dass ich das Handtuch auf meinen Bett vergessen hatte. Ich wartete  so lange, bis jemand den Duschraum betrat und bat ihn mir ein Handtuch zu besorgen. Es dauerte eine Weile mit seinem gebrochenen Englisch, aber letztlich hat er mir den Duschvorgang gerettet bzw ich hätte eine Weile warten müssen, bis ich selbst getrocknet wäre ;-)</p><p>Kleiner Fun Fact: Wer schläft auf der gegenüber liegenden Seite im Bett? Die jungen Kalifornierinnen Marti und Riley, mit denen ich am Vortag eine ganze Weile gelaufen bin!</p><p>Heute Abend führe ich mir mal die Altstadt zu Gemüte, die recht schön sein soll und ich freue mich auf ein schönes Abendessen.</p><p>Update:</p><p>Eine wunderschöner, lebendiger Ort mit schöner Altstadt und Gastronomie.</p><p>Heute Abend hat sich das Wesen des Caminos gezeigt. Ich saß hier stundenlang mit Menschen aus ganz Europa.</p><p>Wir haben uns über den Camino unterhalten, warum jeder was tut ? Und was das Besondere daran ist. Einfach machen und an dieser kosmopolitischen Welt teilhaben.  Wunderbar!</p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e3487de78ec82fd99111a8debcc1e391_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/46b9a11d4756d0a58ee6cecab7cd79ba_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/6c3d13d69bc63bb333b713eb022e4b63_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/35ef864a8bf4a89a7a5112c4ab62ded4_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0bb3a223b361f48c041e73e614a9086a_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/be97a59ce87f2235720a6239aa1795ed_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/fdaf0594f686069e7f22ebda5bf48325_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/22b0e75b3f9038adf8e6ae3859b03405_large.jpg" /><figcaption>Tag 5 - Redondela bis Pondevedra</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-5-redondela-bis</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-5-redondela-bis</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Fri, 23 May 2025 06:47:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.4298846</geo:lat><geo:long>-8.6446202</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2477a3be421706f053372491931e1d5e_large.jpg" /><figcaption>Marty und Riley</figcaption></figure><p>Das Etappenziel heute, ist einmal in einer Herberge zu schlafen, auch damit ich mal ein wenig Gesellschaft habe. Das allerdings bedeutet, dass ich heute ca. 22 km laufen muss.</p><p>Heute klingelte der Wecker schon vor 7 Uhr, und zu meiner Überraschung war die Tür der Pension noch verschlossen, so dass ich gar nicht raus konnte.</p><p>Eine Freundin, schickte mir dann allerdings folgende Aussage von Konfuzius, die ich heute in Gedanken trage!</p><p>„What the superior man seeks is in himself. What the mean man seeks is in others."</p><p>Jetzt sitze ich gerade noch beim Frühstück und freue mich auf den neuen Tag und bin gespannt wie mein Körper darauf reagiert, mein rechter Fuß hatte doch zunächst einige Probleme.</p><p>Jetzt bin ich dann doch wirklich in der Pilger Wirklichkeit angekommen!</p><p>App Tipp: Mit Englisch kommt man hier in Galizien wirklich kaum weiter, ich nutze die Translator App von Microsoft, sie übersetzt nicht nur, sondern  hat auch eine perfekte Sprachausgabe.</p><p>Ich laufe Kilometer für Kilometer weiterhin an der Küste zunächst an schönen Wegen.</p><p>Irgendwann geht es dann aber in die Richtung der Industriestadt Vigo. Da bin ich doch eine ganze Weile auf der Straße unterwegs, werde dann aber durchaus mit der Altstadt von Vigo belohnt. Dort gönne ich mir einen Kaffee und ein Thunfisch Croissant, auch eine neue Erfahrung.</p><p>Endlich begegnen mir dann aber tatsächlich die ersten Pilgerinnen des Tages, die spreche ich auf Englisch an. Das sind zwei liebenswerte Studentinnen aus Kalifornien, die aber jeweils in Barcelona und Mailand studieren. Marty und Riley. Riley spielt an der Uni Damenfußball, was natürlich gleich die Verbindung zu meiner Tochter zieht.</p><p>Wir laufen dann tatsächlich bis Redondela gemeinsam, und unterhalten uns viel, was mein Englisch wieder mal schärft.</p><p>Was mir vorher nicht bewusst war ist, wie hügelig der Weg ist.  Hinter Vigo geht der Weg Höhenmeter für Höhenmeter nach oben. Dafür ist die Landschaft wirklich ein Genuss, fast schön ein Höhenwanderweg mit unglaublich schönen Blick auf die Meeresbucht von Vigo. Die Wege sind jetzt weitestgehend Waldwege, die durch schöne,  grüne Wälder führen.</p><p>Die Anzahl der Pilger und auch Radfahrer, steigert sich jetzt permanent aber es ist immer noch angenehm und nicht überlaufen.</p><p>Bis Cedeira gibt es allerdings überhaupt keine Einkehrmöglichkeit, so dass wir dann das dortige Kaffee nutzen. Die jungen Damen wollten zuerst nicht, aber ich habe mich sehr gefreut, zwei Studentinnen zu einem kleinen Imbiss einladen zu dürfen. Immerhin haben Sie mir den Weg doch arg versüßt, und mir eine sehr nette Gesellschaft für diese Zeit geschenkt.</p><p>In Redondela angekommen, suche ich mir die besagte Herberge. Schließlich habe ich mir vorgenommen, mindestens einmal in solch einer unterzukommen.</p><p>16 Euro die Nacht, mit Gummimatratze, was will man mehr...</p><p>Alöerdings überfordern mich die Bezüge zunächst, so dass ich die Dame unter mir im Stockbett fragen muss. Die, wie sich rausstellt, Italienerin ist und kein Englisch spricht. Sich aber umso mehr freut, dass ich es ein wenig kann.</p><p>Die gemischten Räume haben mich auch überrascht,  aber wir sind ja alle Erwachsen! Allerdings achtet man schon darauf, dass man nicht oben ohne rumrennt ;-)</p><p>Jetzt habe ich wiederum Me Time, aber natürlich gibt's hier oben kein Meer.  Mal schauen wie ich den Tag verbringe. </p><p>Update 18:30:</p><p>Es ist immer wieder spannend, wie die Städte des Südens ab 17 Uhr zu Leben erwecken.</p><p>Ich gönne mir gerade einen Weißwein, zu dem man hier in Spanien immer eine Kleinigkeit gereicht bekommt.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c296a50b661409e0aae740503f132434_large.jpg" /><figcaption>Nach der Dusche</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2477a3be421706f053372491931e1d5e_large.jpg" /><figcaption>Marty und Riley</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/b449199ff0b704bad75c34504a321741_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2b8682676bf06040e4270f50e04e64df_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c3816bc08ce78ba6bceb0c27116c96dd_large.jpg" /><figcaption>A Casa da Herba Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/460791332bd1073a16c4a2db2df2971d_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/492e369047777bb297d2f239d9827a40_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a79057d25bc2407f4dc72ceb2503678c_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e4ce5c0e47b184620c39291f0b772a42_large.jpg" /><figcaption>Tag 4 - Vi Vigo bis Redondela</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-4-pontevedra-bis-redondela</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-4-pontevedra-bis-redondela</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Thu, 22 May 2025 05:55:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.2818519</geo:lat><geo:long>-8.609170299999999</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/8a9211d68591602dedcaa849566e971e_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><p>Endlich ist er da, mein erster camino-Tag. Ich stehe recht früh auf und versuche mich in dem beengtem Zimmer zurechtzufinden, das Bad ist noch enger. Es handelt sich vermutlich um die kleinste Badewanne der Welt, die eigentlich nur als Duschwanne genutzt werden kann. Interessant wird es , als ich das Hotel eigene Shampoo und Badegel benutzen will. Dieses ist  in einer dieser instant Packungen so gut verschlossen ,  dass ich es weder mit den Zähnen, noch mit der Würge- und Presstechnik aufmachen kann. </p><p>Nach einem kleinen Frühstück im hoteleigenem Kaffee, beginne ich mit  meiner Tour. Ich habe die Jakobsmuschel bisher kein einziges Mal gesehen und muss schon zu Beginn meiner Reise Fragen in welche Richtung es geht. Na, zum Glück gibt's genug Pilger, die alle die Strecke lang laufen, und so komme ich bereits erstmals in Kontakt. Es hängen graue Schleier Wolken über den Himmel.  Die wunderbare Meeresluft lässt sich  riechen und atmen. Die Atmosphäre ist mild und irgendwie still. Die Pilger gehen einfach ihres Weges. </p><p>Es ist interessant, dass alleine die Entscheidung den Jakobsweg zu gehen, einen dazu bringt, sich auf seine Gedanken einzulassen.</p><p>Mein Rucksack und meine Schuhe sind allerdings noch nicht so ganz aufeinander abgestimmt daran muss ich noch arbeiten.</p><p>In Gaifar gönne ich mir gerade einen Cappuccino.</p><p>In den folgenden Stunden, laufe ich Kilometer und Kilometer an der Küste entlang. Gesäumt vom grünen Hügeln, umhüllt von Buchten, die den Geruch des Meeres mit sich bringen.</p><p>Unterwegs begegnet mir ein Camino Mobil, das allen Pilgern kostenlose Getränke und Früchte anbietet, das ist doch mal ein Ding!  Zudem ein Pilgerstock , in dem man spenden und  sich eine Muschelkette mitnehmen kann. Der Stempel für den Pilgerpass liegt auch schon bereit, das nenne ich mal Service.</p><p>Über alles liegt die Schönheit Galiziens , ich bin schon fast wie in einem Rausch.</p><p>Nur einmal verliere ich die Strecke aus dem Blick, da empfiehlt mir allerdings eine freundliche Französin die Gonze Maps App.</p><p>Diese ist wirklich hervorragend, sogar mit Navigation, speziell für alle Camino Strecken, sowie mit Angabe von Herbergen bzw Unterkünften. Später gönne ich mir zum Mittagszeit ein paar Tapas und ein Glas Wein, lade mein Handy bei der freundlichen Bedienung und genieße den Blick aufs Wasser.</p><p>Überhaupt, ist dass das Startzeichen für die weißen Strände. Einige der Bilder muten sogar karibische Verhältnisse an, oder?</p><p>Ich nutze die Chance an einem fast komplett leeren Strand und döse und der Sonne für knapp eine Stunde.</p><p>Eine Herberge finde ich in dieser Gegend leider kaum, daher steige ich  in einem Vorort von Vigo in einer kleinen Pension (Verdemar) ab, direkt am Meer. Es ist ca 15:30 Uhr und für mich ist heute Feierabend.</p><p>Ich bin recht schnell ca 15 km gelaufen, und lege jetzt die Handbremse ein. Den Rest des Tages gilt dem Meer und Mir!</p><p>Mein erster Camino-Tag, war im Grunde ein perfekter. Wunderschöne Landschaften umhüllt vom windenden Meer. Buon Camino!</p><p>Update 18:53: </p><p>Sonne pur, langer Spaziergang am Meer, Abendessen am Meer, Sonnenbrand...</p><p>Anmerkung: </p><p>Bis auf wenige Kilometer auf Holzbohlen, waren das alles weitestgehend Asphaltstrecken. Ich würde hier dringend auf klassische Wanderschuhe verzichten, und eher auf Trail-Schuhe setzen, so wie ich das gemacht habe. So hat man dann eine vernünftige Dämpfung</p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/78f8b1e17cd029826eeb7bc32cc4ca67_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/9624389ddcd14add84f820a38af20c3a_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c94495a15ce688ba956753874f606ab9_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/67aefa1ee50b7b6e9b564832ea5abebf_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/eeb1751e5bb97ce5cea7b7713c8a983c_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/cf05d8ff29fca9d6dce290693dabb9c8_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/faf7041aeacea09b86140d0be4aed578_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/62fddb1099a9c6b66ea2baaad92b92d7_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/3fe42e80e55ff7212aabce08cd10d42d_large.jpg" /><figcaption>Tag 3 - Baiona bis Vi Vigo</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-3-baiona-bis</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-3-baiona-bis</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Wed, 21 May 2025 08:10:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.24059889999999</geo:lat><geo:long>-8.7207268</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 2 - Porto / Baiona]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/73a76d8ecac6fd0a7b39720b24d2f86c_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><br />Mit Struwwelpeter Haaren erwache ich, und ärgere mich ein wenig darüber, dass ich den Termin beim Friseur doch kurzfristig gesagt habe.<br />Immerhin habe ich ziemlich gut geschlafen, möchte am Morgen noch einmal über diese wunderbare Brücke laufen.<p><br /></p>Mein erster Stopp gilt allerdings dem Frühstück, gerade um die Ecke. Für 10,50 €, bekomme ich ein wirklich tolles Frühstück mit frischem Orangensaft und einem riesigen, ganz liebevoll gestalteten Cappuccino.<br />Danach lief ich noch mal bei Tageslicht über die Ponte Dom Luis, die Porto mit der Stadt Gaia verbindet. Für einen Moment empfinde ich wahres Glück, ertappe mich aber dabei, das ich es gerne teilen würde. Muss aber auch mal nur für mich gehen....<p><br /></p>Schließlich geht es jetzt zum Barbier und Friseur. Innen angekommen, realisiere ich, dass es sich wohl eher um Inder handelt.<br />Jetzt wird es spannend, denn mein mit dem Translator übersetztes Portugiesisch, wie die Haare zu schneiden seien, übersetzte er nun wiederrum per Handy ins indische. Ich fragte mich so für mich selbst,  ob das gut gehen könne. Ein wenig überrascht war ich dann, dass es die Kopfmassage zum Schluss gab. Und damit nicht genug, er massierte mir nun auch meine Arme, meinen Nacken und meine Hände, so dass es mehrfach deutlich krachte. Diese unerwartete aber durchaus willkommene Behandlung, belohnte ich natürlich mit einem ordentlichen Trinkgeld!<p><br /></p>Auf ein nachher Bild muss ich an der Stelle erst einmal verzichten, an den Anblick muss ich mich selbst erst gewöhnen ;-)<p><br /></p>Schließlich wurde es Zeit das Zimmer zu räumen, auch entschied ich mich zur Flixbus Station mit Rucksack zu laufen, um mich schon einmal an das Gewicht zu gewöhnen.<br />Doch auch dabei bleibt Porto stets ein Blickfang. Alles bleibt angenehm und unaufgeregt.<p><br /></p><p>Meine erste Fahrt mit dem Flixbus war ganz ausgezeichnet. Noch eine Premiere auf meiner Reise!</p><p>In Vigo angekommen, bleibt mir das Glück erhalten. Eine knappe halbe Stunde später fährt ein Linienbus nach Baiona für gerade mal 2,30 €, ganze 25 km. </p><p>Der Anblick dieser kleinen Stadt haut mich erstmal vom Hocker. Vor dir breitet sich die Bucht aus und im Hintergrund sanfte Hügel, Grünes Galizien. Mein Hotel liegt direkt an dieser Bucht.</p><p>Nach einem schönen Spaziergang, die Promenade hoch und runter, gönne ich mir jetzt ein Glas Weißwein und schreibe diese Zeilen.</p><p>Nachher werde ich mir noch ein schönes Restaurant aussuchen und früh zu Bett gehen, denn morgen früh beginnt hier mein camino.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/09cce38331a089cfbe8ebb6d5cacbb08_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/978295590fce8ff2aef13f6543f171bb_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f6efca44ff920ac02af10acf5d906108_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ac5dc3a95cf70262eab99979eb57b77d_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/50a3aeee844343b55a8fd22e2e07b402_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/91ff23d3d82afdce5c8f8f86a84cbbde_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e9a23005527927ad2fc0f0c889c5c239_large.jpg" /><figcaption>Tag 2 - Porto / Baiona</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-2-porto-baiona</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-2-porto-baiona</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Tue, 20 May 2025 15:14:00 GMT</pubDate><geo:lat>42.1201526</geo:lat><geo:long>-8.8523668</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tag 1 - Porto]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/916ebea69840c26df9f54df106d22d48_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><p style="color:rgb(55, 71, 79)"><br /></p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Flug mit Lufthansa nach Porto, klappt alles bestens. Mit meinem Handgepäck bin ich schnell draußen, und bin überrascht wie toll das mit Uber funktioniert. Die Uber App nutze ich selber zum allerersten Mal. Entsprechend habe ich den Standort gesucht mit der Adresse und die erste Auswahl übernommen. Mit der Preisangabe von knapp 14 € war ich auch sehr zufrieden!</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Als die Fahrt immer ländlicher wird, werde ich skeptisch. In irgendeiner Sackgasse, schauen die Fahrerin und ich  uns beide verwirrt an und stellen fest, dass zwar die Straße stimmt, aber der Ort nicht...</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Also dann die gleiche Straße, die gleiche Hausnummer, aber diesmal nach Porto. Statt 14 dann also 44 €, na gut denke ich mir: Lessons learned!</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Der Rest klappt dafür bestens, Übernahme des kleinen Apartments mitten in der Altstadt eine 90-minütige City Tour mit einem Guide, die viel zu schnell Englisch spricht.</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Ich verstehe zwar alles, aber das macht mich tendenziell immer ein bisschen nervös.</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Porto ist eine wirklich schöne Stadt , historisches vermengt sich mit neuem. Die unaufgeregte portugiesische Art, vermengt mit den Touristen aus aller Welt, schafft eine besondere Atmosphäre.</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Die Tour ist auch eine kleine Trainingseinheit für den späteren camino, später laufe ich noch zu meinem Abendessen. Ich wollte portugiesische Tapas und einen Portwein. Da Sardinen eine Spezialität der Stadt sind, habe ich die in einer Bruschetta Variante probiert, gar nicht schlecht.</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)"><br /></p><p style="color:rgb(55, 71, 79)">Später gönne ich mir noch einen Spaziergang über die Dom Luis 1 Brücke, mit fantastischen Ansichten auf die ganze Stadt bzw auf Gaida und Ribierra .</p><p style="color:rgb(55, 71, 79)"><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/589736afed84f10e2bf04bacfa0d8def_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/eb62a930b109e5ebdd522c1518f682ab_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/eb20b26343ec27a34d69c6f0c674348b_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4fabfb75626ff2e81b8b85672f20b194_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ffb19eb1b9e97e65fbaac25681e4e535_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/5443b41969217ef7d66d84be47959a29_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/8503c1197335aedaa11582210f7338b2_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/1e80f581218e662713f3ebae410e332f_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2b7ac74657497bfbfe5bc9996467121e_large.jpg" /><figcaption>Tag 1 - Porto</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-1-porto-0</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/guidos-camino-052025/tag-1-porto-0</guid><dc:creator><![CDATA[guidos-camino-052025]]></dc:creator><pubDate>Tue, 20 May 2025 13:30:00 GMT</pubDate><geo:lat>41.1579438</geo:lat><geo:long>-8.629105299999999</geo:long></item></channel></rss>