<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"><channel><title><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></title><description><![CDATA[Wie ich zum Pilger wurde....]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte</link><image><url>https://vakantio.de/client-assets/images/default-blog-image-v2.png</url><title>einmal-camino-portugues-bitte</title><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte</link></image><generator>Vakantio RSS</generator><lastBuildDate>Thu, 06 Aug 2026 23:20:44 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://vakantio.de/vak-service/rss/einmal-caminho-portugues-bitte.rss" rel="self" type="application/rss+xml"/><language><![CDATA[de]]></language><item><title><![CDATA[14. Tag: Tschüss Porto!]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/ea23632923713c8fe23a9983238d259c_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure><p>Am letzten Tag räumte ich um 12 Uhr mein Bett und ging nochmal ohne Gepäck (blieb im Hostel) zum Essen in die Stadt. </p><p>Von der Station Trindade fahren auch regelmäßig Bahnen zum Flughafen (30 min ; 2,20 €).</p><p>Um 17:15 Uhr ging mein Flug und ich landete knapp drei Stunden später in Bremen, wo mich ein Freund abholte. Endlich wieder zu Hause!</p><p>FAZIT: ich bin ca. 300 km in diesem Urlaub gelaufen. Anders als ursprünglich geplant, aber so ist nun mal gelaufen. Corona sei dank.</p><p>Es war ein Urlaub, der mal nicht komplett durchgeplant war und von mir viel Spontanität ‚einforderte‘, denn ich mag es eigentlich lieber durchdacht.</p><p>Die religiöse Komponente kam vielleicht etwas kurz, aber was nicht ist, kann man nicht erzwingen. Vielleicht war es dieser eine Moment in der Kapelle in ... in der ich den Tränen freien Lauf ließ...</p><p>Ich habe trotzdem ein Stück weit zu mir finden können. Besonders die erste Woche an der Küste hat mir unheimlich gut getan und sehr viel an Negativität von mir genommen. Ich merkte, wie ich aufblühe und meine Seele etwas zur Ruhe kommt, auch wenn das vielleicht pathetisch klingen mag. Die Schönheit der Natur hat mich oft sprachlos und glücklich gemacht. Glücklich, weil ich in diesem Moment an diesem Ort sein durfte.</p><p>Oft war ich am Strand müde und kaputt, musste dann aber nur nach links zum Meer und dem Strand schauen und es huschte ein Lächeln über meine Lippen.</p><p>Die härteste Etappe war sicherlich die 45 km-Tortur von Valença nach Ponte de Lima. </p><p>Niemals zuvor hab ich mich körperlich so verausgabt, war aber mental so klar und fokussiert, dass ich es einfach durchgezogen habe.</p><p>Das macht mich immer noch Stolz und ich nehme das sicherlich mit für die Zukunft.</p><p>Wozu habe ich die Steine mitgeschleppt? Sie haben soviel Sonne, Strand und Meer abbekommen, dass sie einfach nur positive Energie geladen haben können. Immer, wenn es mir mal schlecht geht, werde ich diesen Stein in die Hand nehmen und die Negativität abgeben, versuchen positive Energy aufzunehmen. </p><p>Bei einem weiteren Camino werde ich den Stein mitnehmen und ihn auf dem Weg lassen. </p><p>Eine Freundin sagte mir vor der Reise, dass ich mich ganz schön aus meiner Wohlfühlzone begeben habe. Das trifft es gut! </p><p>Diesen Schritt brauchte ich aber auch, um mich ein bisschen weiterzuentwickeln. Klar, es wäre auf dem Sofa bequemer gewesen, aber ich möchte diese ganzen Eindrücke nicht missen. </p><p>Von vielen Bekannten wurde ich während der Reise angeschrieben, dass sie toll finden, dass ich es mache und dass sie es auch mal machen wollen. MACHT ES!</p><p>Ich hoffe, dass ich euch ein paar Eindrücke vermitteln konnte und es interessant war. Für Fragen stehe ich immer offen. </p><p>Wem mein Schreibstil gefallen hat, dem sei gesagt, dass es von mir ein Buch (Hangover in Ostfriesland) gibt, dass sich zwar nicht mit diesem Thema befasst, aber in diesem Schreibstil geschrieben wurde! 😉</p><p>Ich hoffe, dass es auch hier bald Neuigkeiten gibt.</p><p>Aber das nur am Rande.</p><p>Macht‘s gut! André </p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/2a4b0bd061394bfd0b7c45ab1c076603_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/ea23632923713c8fe23a9983238d259c_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/4dd56710ca83517efacea6f377774e39_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/22bd08c4d634d7f395e5b5d1ef328415_large.jpg" /><figcaption>Ich amo te auch!😄</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/9deec57335c0eba8f78c6df69eda5422_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/34f556a7c64f433349fdb581b33453b8_large.jpg" /><figcaption>E-Stadtbahn</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/2843c43091a4ae0e5e3109297fd3d636_large.jpg" /><figcaption>14. Tag: Tschüss Porto!</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/14-tag-tschuss-porto</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/14-tag-tschuss-porto</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Thu, 10 Sep 2020 18:57:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[13. Tag: Porto]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/26eaf2a765882ebac8703386ebaaee7d_large.jpg" /><figcaption>13. Tag: Porto</figcaption></figure><p>Die Nacht war überraschend ok gewesen. Ich kam zwar schwer in den Schlaf, obwohl ich mir ein paar Gute-Nacht-Bierchen gegönnt hatte (Happy Hour im Hostel:!2,- € für gezapftes 0,5 l Bier) und mich mit Michael, einem polnischen Anwalt angeregt auf englisch unterhalten hatte. </p><p>Den vorletzten Tag verbrachte ich am Strand in Matosinhos. Mit der Metro ging es nach einem guten Frühstück im Hostel für 2,20 € von der naheliegender Station Trindade etwa 30 min zum Strand nach Matosinhos.</p><p>Ich fuhr bis zur Endstation(2 Stationen vorher ist der Strand), um das Hafenflair mitzunehmen und wurde nicht enttäuscht: viele Fischrestaurants, die ihren Grillfisch draußen zubereiteten. Dazu spielte ein Akkordeonspielerbund es roch sehr lecker, aber ich hatte ja gerade erst gut gefrühstückt. </p><p>Das Wetter war optimal für den Strandbesuch: etwa 27 Grad und eine leichte Brise. </p><p>Leider hatte ich hier eine kleine Serie, was Defekte angeht: zuerst fiel mir ein Wireless Kopfhörer aus dem Ohr ins Wasser und gab sofort den Geist auf. Danach bemerkte ich, dass sich beide Sohlen der Sandalen im Wasser lösten. Ich erlöste sie dann im Hostel auch und warf sie (nach etlichen Jahren) im Hostel in den Müll.</p><p>Den Abend ließ ich, etwas kaputt von der ganzen Sonne, im Hostel ausklingen.</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/26eaf2a765882ebac8703386ebaaee7d_large.jpg" /><figcaption>13. Tag: Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/ebaa4645d3c293c1483b3c37d39d4991_large.jpg" /><figcaption>13. Tag: Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/1c8405d13e6afb2f7e0d88c067eaed12_large.jpg" /><figcaption>...und tschüss!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e65b06573e2084a0dd680e0e931210e3_large.jpg" /><figcaption>Quallenfigur</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/92872035a7d1dbc337c48603737dda80_large.jpg" /><figcaption>Metro-Station Trindade</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c03eb8fe5dc3af1f1fb64bc68d519bf1_large.jpg" /><figcaption>Hostel</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/13-tag-porto</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/13-tag-porto</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Thu, 10 Sep 2020 18:37:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[12.Tag: Fátima und Porto]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/17402eb2418147c3190e50cec1fe3346_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><p>Warum bin ich nach Fátima gefahren? Ich kann nicht behaupten, dass ich es aus religiöser Überzeugung getan habe. Das würde man Jemandem, der aus der Kirche ausgetreten ist wohl auch nicht abnehmen. Obwohl das nicht heißen soll, dass ich nicht glaube. Aber das würde hier zu tief greifen.</p><p>Ich tat es eher, um solch einen geschichtsträchtigen, religiösen Ort (neben Jerusalem  einer der wichtigsten christlichen Wallfahrtsorte)selbst zu erleben. Gerade, wenn man in der ‚Nähe‘ ist. </p><p>Ich wollte spüren, ob ich die Energie fühle, die hier herrschen soll. </p><p>Das tat ich leider nicht🤷🏼‍♂️ Aber wenn Andere das hier empfinden ist es ja ok.</p><p>Wer mit dem Begriff Fátima nichts anfangen kann: </p><p>Am 13. Mai 1917 erschien die Heilige Mutter drei Hirtenkindern, die auf einem Feld spielten.</p><p>Danach erschien sie den Dreien bis Oktober an jedem 13. des Monats und gab ihnen drei Botschaften, wobei nur Lucia ihre Stimme hören konnte. Diese Botschaften wurden erst viele Jahre später komplett durch den Vatikan veröffentlicht. Es soll sich um die Voraussagung eines 2. Weltkrieges, der Bekehrung des kommunistischen Russlands und das Attentat auf Papst Johannes Paul II. handeln.</p><p>Sie versprach, drei Monate später, am 13.10.1917 allen zu erscheinen, woraufhin sich 70.000 Menschen an diesem Tag auf das Feld begaben.</p><p>Bei strömendem Regen wurden sie Zeuge des sog. ‚Sonnenwunders‘.</p><p>Die Sonne kam wie eine silbrige Scheibe durch die Wolkendecke und begann zu kreisen, was die Menschen in Ehrfurcht versetzte.</p><p>Im Anschluss an den Besuch in Fátima fuhr ich wieder mit dem Bus nach Porto, um dort die letzten beiden Tage zu verbringen.</p><p>Im dortigen Hostel, das zentral liegt (24,-€ für 2 Übernachtungen) gehe ich allerdings nochmal back to basics und werde in einem 8 Bett-Zimmer schlafen. Ich weiß, dass ich nicht unbedingt der Typ dafür bin, aber ich möchte hier nochmal unter Leute kommen und das Feeling zum Ende der Reise mitnehmen.</p><p>Von den Betten sind nur 6 besetzt, so dass es gehen wird. Ich habe Ohrstöpsel dabei und es gibt eine Klimaanlage. </p><p>Nachdem ich ich in der Innenstadt essen war, unterhalte ich mich mit zwei brasilianischen Zimmerkollegen  über meine Reise auf dem Caminho und trinke mit Thomas, einem polnischen Rechtsanwalt zwei Bierchen draußen im Biergarten des Hostels. Hier muss ich mal wieder mein Englisch bemühen, komme aber gut klar. </p><p>Das ist eine Sache, die mir auf der Reise doch oft fehlte: sozialer Kontakt.</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/17402eb2418147c3190e50cec1fe3346_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3f0d0f2e05950a6f18ae667c3686b04a_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/d98031715783e21513028940ef8d50b0_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/06167b9410457bf7214113445f7d91bd_large.jpg" /><figcaption>Papst Johannes Paul II.</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/015a65517667c74c4094667c04d46fa7_large.jpg" /><figcaption>Der Ort der ersten Erscheinung</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/5576227cd7aacdc3c83724b0cab8e877_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b0471fd8b28d6f84d40951730be3bedd_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/1ab6f5540cae7a1d677eb9a29314a449_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/13fae51f7a0cec85ff739ae77bb117ed_large.jpg" /><figcaption>12.Tag: Fátima und Porto</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/12tag-fatima-und-porto</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/12tag-fatima-und-porto</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Wed, 09 Sep 2020 12:43:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[11. Tag: Barcelos nach Fátima ]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/94b34712f26dc6e42c25f5fce7402be5_large.jpg" /><figcaption>11. Tag: Barcelos nach Fátima </figcaption></figure><p>Wieder startete ich früh (8:30 Uhr) nach dem Frühstück, um der Sonne zu entgehen. Es waren 5 km von der Unterkunft in die Innenstadt, die ich wegen der Steigungen in 1,5 Std bewältigte. </p><p>In der Innenstadt fragte ich auf der Polizeiwache nach dem Omnibusbahnhof, da dies nicht aus dem Internet hervorging.</p><p>Nachdem ich erklärt hatte, dass ich ein deutscher Kollege sei und ihnen ein dienstliches Wappen schenkte, wurde ich freundlich empfangen und erhielt ein portugiesisches Wappen als Gegengeschenk. Die Kollegen meinten, dass es weit zu Fuß sei und brachten mich mit dem Streifenwagen dorthin. Sehr freundlich und zuvorkommend. </p><p>Leider stellte ich fest, dass ich noch 3 Std überbrücken musste, bis der nächste Bus nach Fatima ging. Im Internet hatte dies unter ‚busbud.com’ anders gestanden. </p><p>Ich nutzte die Zeit, um mich in der Gegend umzusehen und etwas zu essen.</p><p>Der bunte Hahn fiel mir überall in Geschäften auf. Der Sage nach soll im Mittelalter ein Wanderprediger eines Verbrechens beschuldigt worden sein, das er jedoch abstritt. </p><p>Der Richter verurteilte ihn zum Tod am Galgen am nächsten Tag, da sich kein anderer Verdächtiger fand und er als Fremder als Erstes in Frage kam.</p><p>Der Verurteilte bestand darauf, auf seinem letzten Weg am Haus des Richters vorbeigeführt zu werden.</p><p>Dort angekommen, saß dieser mit Freunden bei einem Festmahl. </p><p>Der Wanderprediger zeigte auf den gebratenen Hahn und sagte, dass dieser dreimal krähen werde, bevor das Todesurteil vollstreckt sei, da der Prediger unschuldig sei.</p><p>So geschah es dann und der Richter ließ den Verurteilten frei.</p><p>Im Anschluss ging es dann in einem klimatisierten Bus über Braga 2,5 Std nach Fatima (19,- € Einzelstrecke).</p><p>Dort angekommen bezog ich mein Hotelzimmer im Santa Isabel in direkter Nähe der Wallfahrtstätte.</p><p>Ich war angenehm über den Preis (26,-/Nacht im DZ) überrascht. </p><p>Zum Abendessen gab es Sushi im Restaurant nebenan. </p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0520899f704f7adee5ad415d956c69c6_large.jpg" /><figcaption>11. Tag: Barcelos nach Fátima </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c514f0d3b9f79ce92a9abf52ffb80137_large.jpg" /><figcaption>Kollegen in Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/701ee27182c742e5bbb410afe66dbf27_large.jpg" /><figcaption>11. Tag: Barcelos nach Fátima </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3215c4bc23b097b04673b18c92908bfd_large.jpg" /><figcaption>11. Tag: Barcelos nach Fátima </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/eecda27270f9f5efc7e9bb15b37095d9_large.jpg" /><figcaption>Waldbrand Nähe Braga</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/033bc0b2e16afe5b8a1b689bc1e4f0ca_large.jpg" /><figcaption>Unterkunft in Fátima </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/76e9b8dde69fa8636228670c6c16c79a_large.jpg" /><figcaption>11. Tag: Barcelos nach Fátima </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f2d24c7afc81d890bef88395c31f9685_large.jpg" /><figcaption>Der bunte Hahn von Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/d02ce9486bfbac513f713fe5c3639945_large.jpg" /><figcaption>12 Euro all you can eat</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/11-tag-barcelos-nach-fatima</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/11-tag-barcelos-nach-fatima</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Wed, 09 Sep 2020 11:05:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[10. Tag: Von Braga nach Barcelos]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/48abb86e0f7619d6427d7a3b2aaa1155_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><p>Um der Erneut angekündigten Hitze von 33 Grad einigermaßen aus dem Weg zu gehen, lief ich bereits um 8 Uhr los. Frühstück hatte ich im Parkhotel Braga nicht gebucht und holte es mir unterwegs bei einem Bäcker.</p><p>Ich hatte laut Karte 28 km vor mir, aber das war der kürzeste Weg an der Hauptstraße. Ich wollte lieber am Fluss Rio Cávado entlang laufen. Dafür war ich auch bereit, etwas über 30 km zu laufen (es wurden am Ende 35).</p><p>Dieses Vorhaben klappte zunächst auch gut und es ging über schöne Wege und durch einen Wald gut voran. </p><p>Irgendwo in diesem Wald muss ich dann mein cap verloren haben und mir schwante, dass die Mittagssonne mir noch ordentlich auf die Birne knallen würde. </p><p>Eine Powerbank funktioniert nicht mehr, was meine Stromreserven stark einschränkt. </p><p>Tipp: ordentliche Powerbank zulegen. Evtl sogar mit Solarfunktion.</p><p>Als der Weg abrupt endet, muss ich mich durchs Gebüsch wieder an die Hauptstraße kämpfen, auf der ich fortan nun auch bleibe. </p><p>Dass es noch keinen portugiesischen Weltmeister in der Formel 1 gab verwundert mich etwas, denn die Autofahrer halten sich hier nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Verkehrsschilder.</p><p>Tipp: Lieber Autos durchfahren lassen und warten, bis man einen Fußgängerüberweg benutzt. Die meisten Autofahrer halten hier nämlich nicht.</p><p>Da es sich heute um die letzte größere Etappe handelt, bin ich motiviert und weiß trotz leichter Rückenschmerzen und einem leichten Ziehen in der linken Wade, dass ich den Weg schaffe. Ich werde letztlich 7 Stunden brauchen, bevor ich im Hostel Camp, das 5 km vor Barcelos liegt, ankomme. </p><p>Dort beziehe ich ein Fass (s.Fotos) und begebe mich an den Pool.</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c3835ec9a68f7641bd119a438e59ed80_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/223ef19bf74b37892d7f263b5ce1e3ac_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/83abd048ca30d2cd53a68ed770c502e9_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/48abb86e0f7619d6427d7a3b2aaa1155_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7f3bb651f859954976cd0319a4aaba30_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/ae288a123acfdb48ff4478ac238b3649_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e30880ffce210b66812474583c3986ec_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/9fb7229e0042a0f23d41695a2f6bd9ca_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/cc75ed7a999c9cb3f165658ee60b94ca_large.jpg" /><figcaption>10. Tag: Von Braga nach Barcelos</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/10-tag-von-braga-nach-barcelos</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/10-tag-von-braga-nach-barcelos</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Tue, 08 Sep 2020 17:21:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[9. Tag: Von Ponte de Lima nach Braga]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/9f011ecb9499578b9f73e805b3ff032a_large.jpg" /><figcaption>9. Tag: Von Ponte de Lima nach Braga</figcaption></figure><p>Da ich zum Einen erst um 12 Uhr die Schlüsselabgabe durchführen konnte und zum Anderen Temperaturen von 32 Grad angesagt waren, entschloss ich mich mit Blick auf zu laufende 32 km(die wieder zu 40 geworden wären) dazu, dass ich mit dem Bus (30 min, 6 Euro) nach Braga fahren würde. es frustriert Einen schon etwas, wenn man sieht, dass man die Strecke gerade mal eine halbe Stunde fährt, aber zu Fuß 8 Stunden braucht.</p><p>Ich nutze die Chance und schaute mir die Stadt Ponte de Lima etwas genauer an und war begeistert von der Schönheit. Auch, dass viele Relikte aus Römerzeit/Mittelalter noch stehen, ließ mein Herz höher schlagen. </p><p>Die paar Kilometer durch die Stadt bei der Hitze waren schon sehr mühsam und schweißtreibend. </p><p>Ich hatte am Abend immerhin 8 km geschafft und ließ mich in den Pool des Hotel Garden in Braga fallen. 😊</p><p>Sicher gibt es nun auch kritische Stimmen, die sagen: das ist ja gar kein Pilgern mehr.</p><p>Das war es eigentlich seit dem Zeitpunkt der Entscheidung, nicht nach Santiago zu gehen. </p><p>Ich versuche nun in den restlichen Tagen, noch etwas für die Entspannung zu tun.</p><p>Ziel bleibt aber weiterhin, dass ich zumindest den Wallfahrtsort Fatima besuche. </p><p>Zum Abschluss werden es nochmal zwei Tage Aufenthalt in Porto. </p><p>Wohin es mich morgen verschlägt entscheide ich morgen. 😄</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/1a666fe3a2a740fa198af1189fad7236_large.jpg" /><figcaption>9. Tag: Von Ponte de Lima nach Braga</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/1993a23120fe5810a82609ee37cdd912_large.jpg" /><figcaption>Ponte Velha aus der Römerzeit </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/21288e8101c81d0f229823f0e4aa31c6_large.jpg" /><figcaption>Kapelle aus dem 13. Jahrhundert </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/dbd4cda75cdef65a1b0b4a09d824f896_large.jpg" /><figcaption>Ponte Velha aus der Römerzeit </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/6db70931e17eef3e6c172fb85ad0fb52_large.jpg" /><figcaption>Historischer Brunnen Altstadt Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/458b0b0020032346cf9bedf2a4159643_large.jpg" /><figcaption>Altstadt Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f9b1b735dc71d75b6a3cc8273b6ba165_large.jpg" /><figcaption>Altstadt Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c6a89c1d95eec719db5d82496471ae0c_large.jpg" /><figcaption>9. Tag: Von Ponte de Lima nach Braga</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0e27b3ce534f59e40a372892f2dd4347_large.jpg" /><figcaption>Altstadt Ponte de Lima</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/9-tag-von-ponte-de-lima-nach-braga</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/9-tag-von-ponte-de-lima-nach-braga</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Sun, 06 Sep 2020 19:45:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/790106e61dbedd360d7b8dd61859d207_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><p>Bei 22 Grad lief ich morgens um 9 Uhr motiviert durch die Pause und mit 3 L Wasser, sowie ausreichend Proviant los.</p><p>Da ich zunächst durch kleinere Dörfer und immer wieder an befahrenen Straßen laufen musste und die Temperatur schnell in Richtung der 30 Grad ging, befürchtete ich, dass ich bereits den schönsten Teil der Reise hinter mir hatte. </p><p>Hatte ich am Meer nicht so hohe Temperaturen und noch immer eine leichte Brise, so lief ich nun bei über 30 Grad auf Asphalt und hoffte, dass mich nicht irgendein am Steuer eingeschlafener Lkw-Fahrer abräumte.</p><p>Man musste am Strand auch einfach nur seinen Blick auf das Meer und die Wellen schweifen lassen, dann war man wieder erfreut. </p><p>Zwischendurch kam ich wieder auf den Jakobsweg zurück, den ich ja nun in verkehrter Richtung lief, denn die anderen Pilger, von denen ich heute tatsächlich mal welche traf, wollten nach Santiago. </p><p>Es war deshalb auch nicht immer leicht, bei Abzweigungen die Richtige zu finden und so hielt ich mich grob an die Schnellstrasse, die nach Braga führt. </p><p>Als ich wieder in bewaldetes Gebiet kam, bekam ich zumindest etwas Schatten und auch wieder etwas mehr Natur mit Weinbergen, Flüssen und alten Römerstrassen. </p><p>Ich merkte nun aber auch, dass es stetig bergauf ging. Wie ich nachher herausfand, war ich später auf fast 300 m Höhe gekraxelt. </p><p>Als ich gefühlt fast über den Bergrücken hinweg war, kamen mir zwei Italiener entgegen, die aussahen, als wäre Pilgern nun olympisch geworden: beide im gleichen Outfit, Hochleistungswanderstöcke und speziellen Sonnenbrillen. Es fehlte eigentlich nur der windschnittige Helm, den die Radrennfahrer tragen.</p><p>Einer der Beiden zeigte mit dem Daumen hinter sich und sagte zu mir: ‚it‘s a difficult road, my friend!‘</p><p>Ja, was meinte der denn, wie ich da hochgekommen bin? Mit der Seilbahn? Ich hatte auch eine ‚difficult road‘!</p><p>Unterwegs fand ich zwei Quellen, an denen ich meine Flasche wieder auffüllen konnte. Wasser war heute das Wichtigste. </p><p>Man sollte jedoch nicht gleich alles in sich hineinschütten und schauen, ob ein Schild dran ist, dass es nicht kontrolliertes Wasser ist.</p><p>Ich hatte mir in einer Pause ein Zimmer in Ponte de Lima über Booking.com gebucht.</p><p>Als ich laut Routenplaner noch eine Stunde bis Ponte de Lima brauchte und wieder an der Schnellstraße lief, kam mir der Gedanke, per Anhalter zu fahren, denn ich war völlig platt. Ich verwarf den Gedanken, weil ich es selbst schaffen wollte, aber auch, weil mir klar war, dass mich so verschwitzt eh kein Mensch freiwillig mitnehmen würde.</p><p>Die Pause am Vortag war goldrichtig gewesen, denn ich bin mir sicher, dass ich die Strapazen dieses Tages ansonsten nicht durchgestanden hätte. Ich hatte vor allem psychisch meine Tanks aufgeladen und nie das Gefühl, dass ich es nicht schaffen würde. Es war zuletzt so, dass mein Kopf meinem Körper, der nur nich funktionierte, sagte dass er sich zusammenreißen soll. Es war definitiv eine Grenze, die ich nun überschritten hatte und mein innerer Schweinehubd traute sich nicht zu jammern.</p><p>Als ich nach 11 (!) Stunden und 47 km endlich in der Unterkunft in Ponte de Lima ankam, war ich erleichtert, aber auch stolz, dass ich es durchgezogen hatte. Es war sozusagen meine persönliche Königsetappe gewesen.</p><p>Wenn man sowas schafft, dann bekommt man mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. </p><p>Ich ließ mir ein Bad ein und pfiff mir gutgelaunt die Flasche Weißwein, die der Gastgeber bereitgestellt hatte, rein. Ich hatte eine kleine Wohnung in der Altstadt von Ponte de Lima für mich alleine.</p><p>Danach ging ich noch etwas Essen und lief dann wie mit zwei Holzbeinen zurück, um endlich zu schlafen.</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e35ccb376b2afac2957d1dc925f3c399_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/611af896c4ed9f4a3aa2e79194d5acc0_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/96c4371541045d73e1ace90d444bfacd_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c9a0fd98592767528858bcdfe066f9f2_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b0b8e0f0ec0fce17a0fbaa68269961fc_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/cc9fb886c3e7cc396b0ed60d4c0baf3f_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/90ecba2a86deacf8ed777fc1ba4891ed_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e3b06f946b9ab42550e136257465667d_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/91558079a9f34225295d40319659d63e_large.jpg" /><figcaption>8. Tag: Von Valença nach Ponte de Lima</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/8-tag-von-valenca-nach-ponte-de-lima</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/8-tag-von-valenca-nach-ponte-de-lima</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Sun, 06 Sep 2020 11:54:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[7. Tag: Pause in Valença ]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/72b22e4a3c74e6e52f9d24052167d950_large.jpg" /><figcaption>Einlagen, Magnesium, Blasenpflaster, Pferdesalbe und Fusscreme</figcaption></figure><p>Am heutigen Tag musste ich meine Akkus aufladen. Sowohl die der Geräte, aber auch meine körperlichen.</p><p>Ich merkte ein Zwicken in der linken Wade, was ich als Alarmzeichen sah, denn eine Zerrung oder noch schlimmer ein Muskelfaserriss würden das Aus für diese Art des Trips bedeuten.</p><p>So verbrachte ich die meiste Zeit des Tages mit Schlafen und Pool.</p><p>Nebenbei tat ich somit etwas für meine Bräune, die schon vorher gut ausgeprägt war.</p><p>Dass es zu Hause regnete, ließ mich die 30 Grad noch mehr genießen.😎</p><p>Eine Woche war nun rum. Zeit für ein Zwischenfazit.</p><p>Ich bereue keine Minute, diesen Trip gewagt zu haben. Leider ist es aufgrund von Corona nicht zu sovielen Kontakten zu anderen Pilgern gekommen, aber ich konnte die Zeit auch so sehr genießen. </p><p>Die körperlichen Anstrengungen waren in Strandnähe einfacher zu ertragen, weil immer frischer Wind wehte und man einen tollen Ausblick hatte. Außerdem konnte man sich nicht groß verlaufen, denn irgendwo am Meer ging der Weg schon wieder weiter, wenn er mal endete. </p><p>Ich habe ein Land kennengelernt, dass ich so nie auf der Liste hatte, zu dem ich keinen Bezug oder Erfahrungen hatte. Schon jetzt kann ich sagen, dass ich mich hier immer sicher gefühlt habe. Man war auch immer freundlich. Ein ‚Bom dia‘ meinerseits wurde zu 95 % der Leute (egal ob alt oder jung) erwidert. </p><p>Es kam sogar öfter vor, dass plötzlich ein ‚Bom Caminho‘ (bedeutet soviel wie Gute Reise und ist der Gruß für Pilger) aus irgendeiner Ecke kam, wenn man vorbeilief.</p><p>Portugiesisch liegt mir nun gar nicht, denn ich kannte bisher nur einige Brocken spanisch, sowie französisch und englisch aus der Schule.</p><p>Und so hatte ich mir einige Sachen aufgeschrieben, wie ‚Guten Tag‘, ‚Ja/nein‘, ‚Danke‘, ‚bitte‘ etc...</p><p>Doch wusste ich zB anfangs nur, dass Obrigado (danke) in weiblich und männlich eingeteilt wird.</p><p>Ich dachte, dass man ObrigadA zu den Frauen und ObrigadO zu den Männern sagt. Und so dankte ich im Café/Restaurant immer artig mit Obrigada, wenn eine Frau bediente. </p><p>Bis ich merkte, dass Frauen sich mit Obrigada und Männer mit Obrigado bedanken. Das war mir etwas peinlich, als ich rückblickend dran dachte, bei wem ich mich so falsch bedankt hatte. </p><p>Das gleiche Problem mit ‚de nada‘(bitte). Ich sagte anfangs ‚Grenada‘, was ähnlich klingt, aber eine Insel ist.🙈 </p><p>Mit der Zeit wurde es aber etwas besser und ich versuchte es mit Händen und Füßen und ein paar Brocken portugiesisch, die durch englisch ersetzt wurden, wenn ich ratlos angesehen wurde.</p><p>Die Portugiesen sind ein lautes Volk, so meine Einschätzung nach einer Woche. Es wird viel und laut geredet. Motorrädern wird hier scheinbar gleich nach dem Kauf der Maschine der Schalldämpfer entfernt. Ein unglaublich nervender Krach.</p><p>In den Supermärkten wird frischer Fisch angeboten, so auch zB bei Lidl Garnelen, Muscheln, etc.</p><p>Was ich aber ekelig fand: Bacalhau (in Salz getrockneter Kabeljau), der hier an allen Ecken verkauft wird. Riecht wie Hundefutter. 🤢</p><p>Für die Wanderung selbst kann ich nur den Tipp geben: gute Schuhe (eine Nr größer),Gel-Einlagen und Schaumstoffeinlage darunter.</p><p>Hochdosiertes Magnesium vor dem Schlafengehen! Dazu eine gute Sportsalbe oder Pferdesalbe und damit vor dem Schlafengehen einreiben.</p><p>Vor dem Wandern mit Sonnencreme einschmieren (hoher Lichtschutzfaktor).</p><p>Fußcreme hilft den geschundenen Füßen am Abend nach dem Lauf.</p><p>Ich hatte mir zuvor nahtlose Wandersocken bestellt, die ich top finde.</p><p>Wichtig: Blasenpflaster! Bisher brauchte ich zum Glück nur eins, aber das hat richtig gut geholfen.</p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/d0537bf3bb1fb13477f6502741f8c311_large.jpg" /><figcaption>Bacalhau im Supermarkt 🤭</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/7-tag-pause-in-valenca</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/7-tag-pause-in-valenca</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Fri, 04 Sep 2020 21:25:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[6.Tag: Von Caminha nach Valença ]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/d040c506c5a57513bbf40a8c60a62d70_large.jpg" /><figcaption>Rio Miño, Grenzfluss zu Spanien (links Hügellandschaft)</figcaption></figure><p>Um 7 Uhr weckte mich ein Motorsensen ähnliches Geräusch, das von draußen kam. In Deutschland wäre man demjenigen wohl (zu Recht) an die Gurgel gegangen, aber hier schien das keinen zu stören. Außer mir. Ich hatte trotz Zuggeräuschen gut geschlafen und nun das...</p><p>Obwohl mir am Vorabend noch alles wehgetan hatte, ging es mir heute wieder gut.</p><p>Die Pferdesalbe und die Fusscreme hatten gewirkt.</p><p>Das Frühstück war auch in Ordnung und die Tochter des Hausverwalters nutzte meine Anwesenheit, um ihr Schulenglisch aufzubessern.</p><p>Heute sollten es laut Plan ca 30 km sein, aber mir war klar, dass das am Ende nicht alles sein würde. </p><p>Es war noch wärmer als gestern und das Thermometer stieg auf teilweise 31 Grad. Ich wählte die Variante am Grenzfluss Rio Miñho entlang. Dort gab es zumindest öfter mal Schatten.</p><p>Ich hätte mir jedoch zwischendurch mal meinen Reiseplaner durchlesen sollen. Denn dann hätte ich gewusst, wann ich auf die andere (richtiger Jakobsweg an einer Schnellstraße) Route hätte wechseln müssen. So lief ich, bis plötzlich Bagger und Stoppschilder am Ende des Weges standen.</p><p>Da ich wusste, dass der nächste Ort nicht weit entfernt war, überlegte ich, mich durch das Gebüsch zu schlagen. Ich verwarf diesen Gedanken und lief wieder ca. einen Kilometer zurück. </p><p>Doch ich merkte, dass ich noch weiter zurücklaufen musste, da ich dort auf die Schnellstraße kam(was letztlich richtig gewesen wäre, aber mir in dem Moment falsch vorkam, weil man in Deutschland ja auch nicht einfach auf einer Bundesstraße herumläuft).</p><p>Also doch Gebüsch. Aber erstmal entlang der Bahnschienen, was ja viel weniger gefährlich als die Schnellstraßenoption war.😆</p><p>Ich fand einen ausgetrockneten Graben und lief diesen entlang bis zum nächsten Dorf.</p><p>Wenn mich einer beobachtet hätte, dann hätte der mich wahrscheinlich für bescheuert gehalten. </p><p>Im nächsten Ort lief ich dann zur Schnellstraße und dort bei 31 Grad mit vorbeizischenden Autos. </p><p>Spätestens hier wäre bei einer Begleitperson Feierabend gewesen.</p><p>Deshalb ist es auch besser alleine zu laufen 😄</p><p>Ich hatte heute eher mentale als körperliche Probleme.</p><p>Die Hitze tat ihr Übriges. Immer wieder war mein Wasservorrat zu Ende und ich musste im nächsten Ort ein Geschäft finden, was nicht immer leicht war.</p><p>Als ich durch ein Waldstück kam, schallte plötzlich von rechts ein „Bom Caminho“ herüber. </p><p>Als ich mit „Obrigado“ antwortete, wurde etwas auf Portugiesisch gerufen. Ich blieb stehen und fragte den Absender „que?“, obwohl ich es auf Portugiesisch erneut nicht verstanden hätte.</p><p>Aber der etwa 60 jährige Glatzkopf rief gleich auf deutsch:“hier gibts frisches Quellwasser“.</p><p>Ich erfrischte mich erstmal an der Quelle und kam mit dem komischen Kauz ins Gespräch. </p><p>Er erzählte, dass er seit 27 Jahren pilgert und schon alle Pilgerstrecken durch habe. </p><p>Mit Handwagen und Hund sei er immer unterwegs, habe ein Zelt dabei.</p><p>„Der wäre mit seinem Gerödel heute sicher nicht mit durchs Gebüsch und an den Gleisen entlang mitgekommen“ dachte ich bei mir.</p><p>Er erzählte, dass es unterschiedliche Energie an Wallfahrtsorten gebe und diese in Fatima schon stark sei, aber in Assisi habe förmlich alles vibriert vor Energie.</p><p>Ah ja...nun gut, dann will ich mir das in Fatima dann mal selbst anschauen.</p><p>Spanien hat sich für mich ja nun erledigt, da ich nicht in Quarantäne will. </p><p>Santiago de Compostela werde ich dann auf der nächsten Tour sehen.</p><p>Ich kämpfte mich wieder einmal förmlich mit letzter Kraft ins Hotel (Valença do Minho, 45,- €/Nacht) und begab mich dort nach dem Einchecken erstmal mit einem Bier in den Pool.</p><p>Ich merkte, dass mein Körper langsam eine längere Pause braucht und entschließe mich, hier einen Zusatztag zu verbringen.</p><p>Der wird sich größtenteils am Pool abspielen😊😎</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/6eeaef37c3b0b9d9cf0492bd94a51d52_large.jpg" /><figcaption>Marktplatz Caminha</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/d040c506c5a57513bbf40a8c60a62d70_large.jpg" /><figcaption>Rio Miño, Grenzfluss zu Spanien (links Hügellandschaft)</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/fd672d71a8e268cc6b37165a4bc08bec_large.jpg" /><figcaption>Wenigstens mal Schatten </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e9a280cac068293dcdd94cff56ecfba8_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/2bbf9f100b11dad0c64e9b9f6f948688_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/080a3f5099c6ae1795e322ab27aded6f_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/87cd44d8dfff30b476ffd039dec6f458_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/664524373a53efd23c7b36745005f858_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/aa2b02f0991a588dace3b678155608d5_large.jpg" /><figcaption>6.Tag: Von Caminha nach Valença </figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/6tag-von-caminha-nach-valenca</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/6tag-von-caminha-nach-valenca</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Thu, 03 Sep 2020 21:31:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[5. Tag: Von Viana do Castello nach Caminha]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/14e52ed7e887437fe6fd6cb879ec1297_large.jpg" /><figcaption>Zunächst auf Stein...</figcaption></figure><p>Nachdem ich gut durchgeschlafen hatte, fühlte ich mich wieder erholt von den gestrigen Strapazen! </p><p>„Morgen laufe ich sicher nicht 30 Kilometer“ hatte ich zu Anna gestern gesagt. Ich sollte recht behalten: es wurden 40 km!🤦🏼‍♂️</p><p>Wie es dazu kam, obwohl Caminha doch nur 25 km entfernt sein sollte?</p><p>Zu meiner ‚Verteidigung‘ Muss ich sagen, dass die Routenapp heute nicht so genau wusste, was sie wollte. Genauso wie ich.</p><p>Ich merkte früh, dass ich heute nicht so fokussiert aufs Laufen, sondern mich durch Kleinigkeiten ablenken ließ. Ein schöner Schmetterling? Oh, den muss ich mal fotografieren. Möwen, die in großer Anzahl losfliegen? Filmen! Dazu baute ich zwischendurch am Wegesrand einen Steinturm, wie es Brauch ist und immer wieder mal zu sehen ist. Auch das kristallklare Wasser musste dokumentiert werden. Dazu lief ich heute sicher insgesamt eine Stunde im Sand direkt am Wasser. An einer Stelle fand ich einen Stein in einer schönen Farbe und als ich ihn einstecken wollte, hörte ich wieder diese Stimme von vor zwei Tagen: „Alter, ist das jetzt dein Ernst? Noch einer??“ Sie schien entweder aus meinem Rücken oder aus den Füßen zu kommen. </p><p>Ich beruhigte sie damit, dass das der letzte sei und ich ihn auch erstmal in der Hosentasche tragen würde!😄</p><p>Als ich eine schöne Stelle sah, in der das Wasser stand und man sich setzen und die Füße kühlen konnte, musste ich Mittag machen.</p><p>Ich setzte mich auf die Felsen, zog die Schuhe und die Socken aus und tauchte meine Füße ins kalte Wasser.</p><p>Die waren glücklich, denn vom gestrigen Tag waren sie doch noch etwas leidgeprüft.</p><p>Zu essen gab es Obst, Kekse und das Brot, das ich mir beim Frühstück im Hotel geschmiert hatte.</p><p>Ich wollte es morgens einpacken, da sprach mich der Ober an, dass dies nicht erlaubt sei. </p><p>Ich hatte einen günstigen Moment abgewartet und ging dann doch mit Brot! 😈Soll mich das Hotel verklagen!🤷🏼‍♂️</p><p>Als ich nach 30 Minuten immer so da saß, hatte Mutter Natur wohl auch langsam die Schnauze voll und zeigte mir durch eine plötzliche Welle, die hereinschwappte, dass ich weitergehen solle.</p><p>Super, dass ich nun einen nassen hintern und ein klitsche nasses Handtuch hatte.</p><p>Der Weg wurde des Öfteren unterbrochen und ich schaffte es leider häufig, auf Wege auszuweichen, die letztlich Umwege zu sein schieben. </p><p>Außerdem kam wieder über 1,5 Stunden kein Geschäft, so dass mein Wasservorrat dem Ende zuging.</p><p>Ich war zwischendurch sogar kurz davor, aus einem Bach zu trinken, dessen Wasser klar zu sein schien. Aber da ich nicht den morgigen Tag auf der Toilette verbringen wollte, sah ich davon ab. Als ich dann endlich an einem Campingplatz ankam, deckte ich mich wieder mit Getränken ein. </p><p>Als wieder mal der Steg endete, entschied ich mich, am Wasser im Sand zu laufen. Erst spät merkte ich, dass es ein FKK-Bereich zu sein schien. Das war allerdings nicht der Grund, warum ich plötzlich einen nassen Fuß hatte. Ich hatte mir die bisherigen Bilder auf dem Handy angeschaut und wieder war eine unvorhersehbar große Welle ans Ufer geschwappt.</p><p>Nach 10(!) Stunden und 40 km kam ich endlich in der Pension Litos AL an, nachdem ich zwischenzeitlich sogar an einer Schnellstraße lief, die unmöglich zum Jakobsweg gehören kann.</p><p>Hätte mich die Polizei aufgegriffen, hätte ich sie gebeten, mich die 5 km nach Caminha zu fahren. </p><p>Ich war kurz davor, per Anhalter zu fahren. Ich war nun vor allem psychisch platt. Es schien gar nicht vorwärts zu gehen. </p><p>Die Unterkunft war nicht so gut wie die bisherigen, aber sauber und mit eigener Dusche. Für 36,- € inkl. Frühstück ok, auch wenn regelmäßig ein Zug dran vorbeirauscht. </p><p>Ich rieb mir meine müden Beine und den Nacken/Schultern (durch den Rucksack) mit Pferdesalbe ein und hoffte, dass sich mein Körper in der Nacht erholen würde. Ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass ich mir das Gesicht verbrannt hatte😡</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/dcde8708ac09caba26d9ca8cbab61a15_large.jpg" /><figcaption>Basilika Santa Luzia</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/82490f519ccc7c73f96d36fa9ebb1b7b_large.jpg" /><figcaption>5. Tag: Von Viana do Castello nach Caminha</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/14e52ed7e887437fe6fd6cb879ec1297_large.jpg" /><figcaption>Zunächst auf Stein...</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/443a7ab5d8978a23971e43c472c6db48_large.jpg" /><figcaption>Pause im Schatten </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/2f3e7b02718ed88ebf8cd67f5ed72d5b_large.jpg" /><figcaption>wenn man sich nichts mehr zu sagen hat😂</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f841c6432f49f1310b57e560725f166f_large.jpg" /><figcaption>Fort aus dem 15. Jahrhundert </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0c1c5d6472e6a92f0d6ce0497ef4a12d_large.jpg" /><figcaption>Ausblick aus dem Fort</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/8032f5b33d3f95232bfc64c7403c059f_large.jpg" /><figcaption>Weiter auf Stein</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3d43e72ca1b6cb22692c8536681a6468_large.jpg" /><figcaption>5. Tag: Von Viana do Castello nach Caminha</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/5-tag-von-viana-do-castello-nach-caminha</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/5-tag-von-viana-do-castello-nach-caminha</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Wed, 02 Sep 2020 22:14:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[4. Tag: Von Fao (Ofir) nach Viana do Castelo]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7e6b0b7c49dd3bdeeee303f8cd9fffed_large.jpg" /><figcaption>Pasteis de nata-Puddingtörtchen!😍</figcaption></figure><p>Wieder schlief ich nicht besonders gut, was am Vollmond oder auch daran liegen könnte, dass mein Kreislauf nun auf vollen Touren läuft. Ich brauche einfach nicht viel Schlaf. </p><p>Um 9:30 Uhr startete ich und musste erstmal den Rio Cávado überqueren.</p><p>Es waren wieder einmal keine Wolken am Himmel und die 22 Grad fühlten sich wärmer an. </p><p>Es ging zunächst wieder am Strand entlang, jedoch lief ich doch auch längere Zeit an einer vielbefahrenen Hauptstraße entlang, von wo aus das Meer nicht zu sehen war. </p><p>Als ich in einem kleinen Ort an einer Kapelle ankam, um mir einen Stempel für den Pilgerpass (wird in Santiago benötigt, um die Urkunde zu erhalten) zu holen.</p><p>Doch die Schönheit im Innern ergriff mich plötzlich und mir schossen Tränen in die Augen. Man sagt, dass das allen Pilgern so mindestens einmal auf der Reise passiert und ich schäme mich meiner Tränen auch nicht. Es war wahrscheinlich eine Art Reizüberflutung mit dem Erlebten der letzten Tage.</p><p>Als es weiterging, bemerkte ich, dass ich mein Wasser stehengelassen hatte. Ich hatte aber zumindest noch eine kleine Flasche im Rucksack. </p><p>Da es keine Möglichkeit gab, irgendwo einzukaufen, versuchte ich es einzuteilen.</p><p>Es ging nun in ein Waldgebiet und es war eine klare Steigung (es waren insgesamt 140 m Höhenunterschied) Zu bewältigen.</p><p>Der Weg war des Öfteren von Steinbrocken versperrt, über die man klettern musste.</p><p>Eine Steinbrüche war eingestürzt und auch hier musste man klettern, um über den Fluss zu kommen.</p><p>Als ich an eine Kapelle kam, füllte ich meine Flasche mit Wasser aus einer Quelle, musste aber feststellen, dass sich Chlor darin befand.</p><p>Ich traf auf Anna, eine Alleinreisende aus London, gebürtige Polin.</p><p>Da auch sie froh war, etwas sozialen Kontakt zu haben, liefen wir die letzten 2,5 Stunden zusammen und unterhielten uns.</p><p>Da sie aber erfahrene Läuferin war, legte sie ein ordentliches Tempo vor. Ich traute mich gar nicht, nach einer Pause zu fragen, was mir als Schwäche ausgelegt worden wäre.</p><p>Als wir in endlich in Viana do Castelo ankamen, tat mir alles weh. Alleine dieser Trip hatte 33 km und acht  Stunden gedauert. </p><p>Doch das reichte noch nicht. Als ich später einkaufen musste, wurde ich wieder genötigt, zwei Kilometer zu laufen. Bei Lidl konnte ich Ohne Probleme mit meiner EC Karte bezahlen und Geld abheben.</p><p>Da ich mit Anna abgemacht hatte, dass wir Fisch essen gehen wollten, musste ich abends nochmal drei Kilometer in die Stadt laufen. </p><p>Am Ende des Tages war ich platt und froh in meinem Bett im Zimmer im Parque Hotel (36,- Euro) zu liegen.</p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/679242ceea18a9968ebc42a292dec905_large.jpg" /><figcaption>4. Tag: Von Fao (Ofir) nach Viana do Castelo</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/81f228b79c165c2b81b73636427bdf24_large.jpg" /><figcaption>Rio Cávado</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3b3752209088a271d6efc8f4ed4cf5e2_large.jpg" /><figcaption>Rio Cavado </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3cfd884a5f1f436179382a9d7bcd1fd2_large.jpg" /><figcaption>Immer wieder tauchen am Strand Fitnessgeräte auf</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/4a350dc511cc8d65c010130fa1b0a7c3_large.jpg" /><figcaption>Camino Richtung Esposende </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/688ffe4873f17a2cee1f4c38417bf994_large.jpg" /><figcaption>Esposende</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0e12650cef701815f16882e05d55f2ec_large.jpg" /><figcaption>4. Tag: Von Fao (Ofir) nach Viana do Castelo</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/8760809df4ed47153e1654c9c29375f5_large.jpg" /><figcaption>4. Tag: Von Fao (Ofir) nach Viana do Castelo</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f346a836b0c9fbdae833a2f52123e68d_large.jpg" /><figcaption>4. Tag: Von Fao (Ofir) nach Viana do Castelo</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/4-tag-von-fao-ofir-nach-viana-do-castelo</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/4-tag-von-fao-ofir-nach-viana-do-castelo</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Tue, 01 Sep 2020 21:57:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[3. Tag: von Vero-O-Mar nach Fao (Ofir)]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7d3130a40a3bcef9f2db114915238451_large.jpg" /><figcaption>Ein kleiner Gruß zum Abschied</figcaption></figure><p>Nach einer mäßigen Nacht ging es recht früh aus den Federn. </p><p>Das deutsche Pärchen wollte wohl als Erstes auf dem Weg sein und so machten Beide ab 6 Uhr morgens Krach in unserem Gemeinschaftsraum. Während ER zumindest flüsterte und nur das Nötigste sagte, quakte seine Frau in voller Lautstärke und kommentierte jeden ihrer (und seiner) Schritte beim Anziehen/Packen. Nach einer halben Stunde waren Beide soweit, dass sie losziehen konnten.</p><p>Endlich konnte ich aus dem 1. Stock klettern und auf die Toilette...dachte ich zumindest! Denn der Portugiese war schneller und wollte nun erstmal duschen. Nach ihm dann ein weiterer Portugiese. </p><p>Als die Beiden sich später aufgemacht hatten, war ich schon wieder eingedöst.</p><p>Gegen 8 Uhr stand ich dann auch auf und machte mich nach einer Dusche ans Packen. Die ältere Brasilianerin im Abteil unter mir schlief derweil noch gemütlich. </p><p>Ich merkte hier mal wieder zwei Sachen.  Erstens: ich hasse es, mich andauernd an unterschiedliche Betten  gewöhnen zu müssen und Zweitens: Ich brauche Platz! Ich möchte mich ausbreiten können UND ich möchte meine Ruhe! </p><p>Ok, daran werde ich in diesem Urlaub wohl noch arbeiten müssen.</p><p>Aber erstmal gibts als Nächstes  als Belohnung für diese Nacht eine Übernachtung im 4 Sterne Hotel.</p><p>In Fao Axis Ofir Beach Resort Hotel checke ich über Booking.com schon mal für 59,- Euro ein und freue mich auf Platz/Ruhe und den Pool.</p><p>20 Kilometer wird der heutige Trip dauern. </p><p>Was ich noch nicht weiß: ich werde es fast in einem Rutsch durchlaufen, da auf ca 5 km Länge entlang des Strandes ein Golfplatz liegt, an dem auf der östlichen Seite der Wanderpfad-Steg entlang führt.</p><p>Es gibt keinen Schatten und keine Geschäfte. Ich hatte mir (Intuition) eine Packung Vollkornkekse, Obst und Wasser im ersten und letzten Laden vor dieser langen Strecke gekauft.</p><p>Bei einer kleinen Verschnaufpause finde ich einen schönen runden Stein, den ich als Erinnerung mitnehme.</p><p>Während ich ihn im Rucksack verstaue, sagt mein innerer Schweinehund : Ja, genau...Pack noch mehr Steine rein. Der Rucksack wiegt ja auch nichts...😄</p><p>Der Steg wird zum Sandweg und ich bin froh, dass ich über das Handy navigieren kann. Das mache ich immer nebenbei, was natürlich auch am Akku zerrt.</p><p>Auf dem Weg finde ich eine Sohle von einem Schuh. Ich hoffe, Derjenige der sie verloren hat, hatte noch ein zweites Paar dabei!😄🙈</p><p>Apropos Schuhe: ich hatte mir Wochen vor der Reise richtig gute Marken-Wanderschuhe bestellt und diese auch eingelaufen. Allerdings hatte ich plötzlich eine Blase. Deshalb hatte ich sie zu Hause gelassen und auf die günstigere Variante gesetzt, die ich eigentlich als Zweitschuhe eingeplant hatte. Stattdessen hatte ich mir nun zusätzlich noch Sandalen Und Flip-Flops eingepackt. Die Flip-Flops nutze ich fürs Duschen und den Strand. </p><p>Zu Beginn hatte ich zwei Hamburgerinnen überholt, die schon öfter den Camino gelaufen waren. Wir kamen kurz ins Gespräch.</p><p>Da sie aber mitten in der Wildnis plötzlich auf die Toilette gehen mussten, ging ich alleine weiter. Für Frauen ist das sicherlich nicht so schön, mit dem ganzen Gerödel....</p><p>Auf dem Weg kam mir ein alter Portugiese entgegen und ich grüßte wie gewohnt mit „Bom Dio“. Er hielt an und fragte in schlechtem Englisch, woher ich käme. </p><p>Er riet mir, bloss nicht gerade aus zu laufen, sondern vor dem Campingplatz nach rechts abzubiegen. Ansonsten sei ich ‚lost‘!</p><p>Mit einem „Bom Camino“ verabschiedet er sich.</p><p>Etwas verwirrt und mich fragend, was er damit meinte, gehe ich weiter und denke mir, dass er vermutlich Verwandte hat, die rechts vom Weg einen Laden haben. </p><p>Dass er den langen Steg durch die Pampa meinte, merke ich erst später.</p><p>Im nächsten Ort bin ich froh, erstmal richtig sitzen zu können und bestelle mir zu Mittag einen Hamburger und eine kalte Cola.</p><p>Ich muss leider schon wieder feststellen, dass die Qualität des Essens nicht dem eines deutschen Restaurants gerecht wird. </p><p>Das Fleisch des Hamburgers ist durch, aber wohl eher gedünstet als gebraten. </p><p>Das hätte jeder Koch in Deutschland wieder zurückbekommen. Aber...ich will nicht meckern und esse. Schließlich hab ich auch Hunger.</p><p>Aber dasselbe Problem gab es bereits am Vorabend, als ich den Rand des Steaks abschneiden musste, weil er hart wie ein Fahrradschlauch war. </p><p>Ich bin mir auch nicht sicher, ob es am Schluck Wasser, den ich am Wegesrand aus einer dafür vorgesehenen Einrichtung am Strand(stehen dort öfter) oder am Steak lag, aber mein Magen rumort und ich nehme zur Sicherheit eine Kohletablette. </p><p>Obwohl ich eigenes Toilettenpapier dabei habe (das wurde mir angeraten und ich muss sagen: zurecht), möchte ich nicht in die Verlegenheit kommen und es in der Wildnis ausprobieren zu müssen. Und heute wäre DIE Gelegenheit dafür gewesen.</p><p>Bereits nach 5 Stunden habe ich die 20 km geschafft und bin verwundert über mich selbst: durchgelaufen und keine Blasen, kein Muskelkater. </p><p>Ich hoffe, dass es nicht noch kommt, aber eigentlich ist der 3.Tag der Schlimmste, sagt man.</p><p>Ich checke im Hotel ein, breite mich aus und lege mich an den Strand, der vor der Tür ist. </p><p>Danach gehts in den Pool. Der Spa-Bereich ist wegen Corona leider geschlossen. Schade! </p><p>Die heutige Bilanz: 25280 Schritte und 1521 Kalorien verbrannt. </p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/6a5304c26cdcdc9275fb4809aec63412_large.jpg" /><figcaption>3. Tag: von Vero-O-Mar nach Fao (Ofir)</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/2b279f81afa1baec0cb1af56e5f58692_large.jpg" /><figcaption>3. Tag: von Vero-O-Mar nach Fao (Ofir)</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f62ef649ef58d15a7b5d9b0d7aabaecc_large.jpg" /><figcaption>Die ersten ‚Mistreiter‘ auf dem Weg</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/516cdbdec69edf86b1826bf259d2097f_large.jpg" /><figcaption>Seetang-Ernte</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c069bcf72d91d2c9d0cfa557bce49721_large.jpg" /><figcaption>3. Tag: von Vero-O-Mar nach Fao (Ofir)</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f709815f54135206e6cc41c0193168bb_large.jpg" /><figcaption>Der endlose Steg</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/8a87990a664e23f332fda20ffbfbc788_large.jpg" /><figcaption>3. Tag: von Vero-O-Mar nach Fao (Ofir)</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7eb95cdc95c92e3a2ff03fe7422bebfe_large.jpg" /><figcaption>Der endlose Steg Teil 2</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/644dfbf218d21fe831ad38d3f0348061_large.jpg" /><figcaption>Frischer Seeaal 😋</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/von-vero-o-mar-nach-fao-ofir</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/von-vero-o-mar-nach-fao-ofir</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Mon, 31 Aug 2020 16:48:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[2. Tag: Von Angeiras nach A-Vero-O-Mar]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/de5ec6af989ba0e124fc73cb6474909d_large.jpg" /><figcaption>Weg von Labruge gen Norden</figcaption></figure><p><br /></p><p>Nachdem sich gestern Abend die Stelle unter dem linken Fuß doch als Blase herausgestellt hatte, musste ich sie noch aufstechen und desinfizieren, damit es nicht noch schlimmer wird. Das erste Blasenpflaster kam also zum Einsatz.</p><p>Die Nacht war etwas unruhig, was am Nachbarhund lag, der diverse Male anschlug. Da auch noch die Alarmanlage am Nachbarhaus anging, schien das nicht zu Unrecht gewesen zu sein. </p><p>Überhaupt Hunde: jeder Zweite scheint hier gefühlt einen zu haben. </p><p>Und wenn der kläfft, dann lässt Herrchen/Frauchen ihn kläffen. Ich mag Hunde, aber das ist schon sehr nervig.</p><p>Zu Begegnungen in der Herberge kam es nicht wirklich. Auch hier natürlich Corona geschuldet. Im Haus nur mit Maske und im Wohnbereich hält sich niemand auf. Gefrühstückt wird beim Bäcker gegenüber und das ist inklusive.</p><p>Mit leichtem Muskelkater in den Beinen gehts wieder auf den Weg. </p><p>Heute ist es wieder sonnig und leicht windig. Als ich gegen 8:30 Uhr starte, sind es 20 Grad, die sich wärmer anfühlen. Nicht eine Wolke am Himmel.</p><p>Wohin ich heute genau laufe? Das weiß ich noch nicht. Es kommt drauf an, wie die Blase am Fuß mitspielt. </p><p>Falls alles gut geht, dann gibt es zur Belohnung nach 23 km ein richtiges Hotel mit Pool und Spa, direkt am Strand für 70,- Euro. Sozusagen als Belohnung.</p><p>Falls ich dich eher einknicke, gibt es nach 13 km eine Herberge für 15,- Euro. Mehr hab ich dann nicht verdient! 😄</p><p>Ich esse in einem Restaurant in Vila do Conde ein Fischgericht inkl. Getränk Und Suppe  für 6,- €. Es handelt sich um ein Pilgerangebot. </p><p>In Póvoa de Varzim komme ich zuerst am riesigen Casino vorbei um dann auf ca. 3 km Strandpromenade mit viel Publikum und Musik aus Straßenlautsprechern zu stoßen. Der Strand ist unterteilt in mehrere Bars und statt Strandkörben wie bei uns liegen die Menschen in Stoffkabinen.</p><p>Obwohl es windig ist funktioniert das auch.</p><p>Meine Blase macht mir keine großen Schwierigkeiten, eher das Aufraffen nach längeren Pausen. Da merkt man schon etwas Muskelkater.</p><p>Ich komme bei einer Pause am Strand mit Tomaś aus Porto ins Gespräch, der etwa mein Alter hat. </p><p>Ich merke, dass mein Englisch etwas eingerostet ist, aber für 30 min smalltalk reicht es. </p><p>Er gibt mir Tipps für Porto und ich ihm für Hamburg, da er nächstes Jahr dort Freunde besuchen möchte.</p><p>Ich ziehe die knapp 25 km heute durch, entschließe mich aber, statt Spa und Pool im Hotel zu nutzen, in eine Herberge (Casa Fragosa) mit 10er Zimmer zu gehen, da ich ja auch Kontakte knüpfen möchte.</p><p>Es ist sauber und alles voneinander getrennt. Doch erstmal sind alle ausgeflogen.</p><p>So lege ich mich mit Bier und Gebäck, die ich vorausschauend schon im Vorort gekauft habe, an den Strand.</p><p>Am Abend gibt es noch ein Steak und nach 30.000 Schritten am heutigen Tag ist Feierabend.</p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f67896f7eeb639027764145efedfa05e_large.jpg" /><figcaption>S. Paio</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7c6df3cbe3a619a59f4ee0cc9f95fa56_large.jpg" /><figcaption>2. Tag: Von Angeiras nach A-Vero-O-Mar</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/ddd931e1dd011dd50779cc9d78f4549a_large.jpg" /><figcaption>Póvoa de Varzim von  weitem</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/7e2fee61adb38edc24df5e1fef37b330_large.jpg" /><figcaption>Vila do Conde </figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c62aca700390578abb2f7dcc4a80b38e_large.jpg" /><figcaption>Unterkunft in A Vero-O-Mar</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/c033b49f52d22c53660ef364ff2f0201_large.jpg" /><figcaption>„Einzelzimmer“</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/92b0e1b8d1e43cfeb752b96852c0573a_large.jpg" /><figcaption>2. Tag: Von Angeiras nach A-Vero-O-Mar</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/e3e5343c1a893092a33e3993f424a43b_large.jpg" /><figcaption>2. Tag: Von Angeiras nach A-Vero-O-Mar</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/2-tag-von-angeiras-nach-a-vero-o-mar</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/2-tag-von-angeiras-nach-a-vero-o-mar</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Sun, 30 Aug 2020 10:19:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[1. Tag. Von Porto nach Angeiras]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3d32ad6d19c052a829fa5cdd2e43906d_large.jpg" /><figcaption>Anflug auf Porto </figcaption></figure><p>Nach einem fast dreistündigen Flug komme ich endlich in der Nacht in Porto an. Das Parkhotel liegt direkt am Flughafen, so dass ich nur 5 min laufe. Ein schönes Doppelzimmer erwartet mich. Mit 60,-/Euro nicht ganz so günstig wie zB ein Hostel, aber da noch erst hinzugelangen und in der Nacht in ein Gemeinschaftszimmer einzuchecken, das muss ich nun auch nicht mehr haben. Nach recht kurzer Nacht und leckerem Frühstück gehts zur S-Bahn, die unterhalb des Flughafens liegt, damit ich zur Kathedrale in Porto (Haltestelle Trindade) gelange (20 min Fahrt; 2,60 €).</p><p>Tipp: immer genügend Kleingeld dabei haben, da Scheine am Automaten erst ab 10,- Gesamtkosten genommen werden.</p><p>Ich hätte 10 km gespart, wenn ich vom Flughafen nach Angeiras/Labruge (nächste Station) gelaufen wäre. </p><p>Aber ich möchte vom tradionellen Startpunkt starten. </p><p>Und der liegt erstmal in entgegengesetzter Richtung 🤷🏼‍♂️</p><p>Um die Unterkunft habe ich mich noch nicht gekümmert. </p><p>Ich werde erstmal ein Stück des Weges gehen und dann über Booking.com ein Zimmer buchen.</p><p>Das Wetter ist top. 20 Grad um 10 Uhr, die Sonne scheint, nur wenig Wolken. Heute sollen es 26 Grad werden. Ich habe das blöde Gefühl, dass ich zu spät losgekommen bin. </p><p>Der Weg von der S-Bahnstation Trindade wird schon zum Sightseeing! Tolle alte Häuse und Denkmäler. Nachdem ich mir einen Stempel in der Kathedrale von Porto geholt habe, laufe ich durch alte, verwinkelte Gassen hinunter zum Hafen und begebe Richtung Angeiras.</p><p>Die riesige Brücke, die über den Hafen von Porto (Ponte de Arrabida) gespannt ist, wirkt sehr beeindruckend. </p><p>Zunächst ist noch viel Volk unterwegs, aber auf der Promenade ist Platz genug, so dass man keine Maske tragen muss. </p><p>Ein Platz, den ich sofort ins Herz geschlossen habe ist  ‚O Farol do felgueiras‘: ein ehemaliger Leuchturm, der ein Stück ins Meer Gebaut wurde! An den Steinmauern klatschen die Wellen heute besonders gut hoch, da es sehr windig ist.</p><p>Der Wind ist nicht ungefährlich, da man nicht merkt, ob man sich gerade einen Sonnenbrand einfängt. Aber ich habe mich gut eingecremt, bevor es los ging.😎</p><p>Nach der Hälfte der Strecke verzehre ich das halbe, frisch gebratene Hähnchen vom Lidl (ja, die haben das hier im Angebot) und ein portugiesisches Bier. Das Bier kippe ich aber nach dem 2. Schluck weg, denn es war wohl nicht gerade Portugals Aushängeschild was Bier betrifft. Fürs Erste enttäuscht, aber ich bin bereit, portugiesischem Bier noch eine zweite Chance zu geben! Da bin ich ja nicht so...😇</p><p>Mein Status nach etwas über der Hälfte der Strecke: überraschend gut! Leichte Nackenschmerzen, vorne unter dem linken Fuß etwas Druck, aber nichts Wildes. Die Schuhe (eine Nr größer und 2 Einlagen) scheinen zu halten! </p><p>Der Strand ist dünnbedieselt, immer mal ein paar Menschen mehr, aber auch viele Pärchen, die alleine eine riesige Fläche und zwischen den Klippen (oder Riffs) Baden können. Viele kommen scheinbar direkt nach der Arbeit, denn auch da ist es noch schön warm.</p><p>Zwischendurch passiere ich eine alte Seefahrerfestung mit Blick über die Bucht und noch vorhandenen Kanonen.</p><p>Mein Akku liegt nun langsam in den letzten Zügen, und die App sagt mir, dass ich noch über eine Stunde laufen muss. </p><p>Ich muss das Posten am nächsten Tag etwas reduzieren, Damit das Problem nicht wieder auftaucht. Aber man wird von Eindrücken erschlagen, die man natürlich teilen möchte, zumal Viele interessiert fragen.</p><p>Eine Stunde noch...ok, jetzt merke ich langsam meine Beine! Ich scheine auch leicht zu humpeln, weil das leicht Unwohlsein im linken Fuß größer geworden ist...</p><p>Das Zimmer habe ich bei der letzten Pause gebucht. 40,- € für ein DZ finde ich ok, denn ich habe wieder keine Lust auf Herberge. Campingplatz ist belegt, wie mir ein deutsches Wanderpärchen verrät. Wir kamen kurz ins Gespräch, weil er meine Banane gefunden hatte, die mir aus dem Rucksack gefallen war. Besser die Banane als mein Portemonnaie 🤣</p><p>Ich entscheide mich aber, die beiden Karten und das Rückflugticket mit Perso in verdchiedenen Fächern zu deponieren, damit nicht mit einem Verlust alle Sachen weg sind, die ich zum Überleben brauche. </p><p>Bis auf ein Zuprosten im Flughafen Bremen und zwei kurze ‚Bom Camonio‘ zwischen Wanderern ist der Kontakt bisher sehr karg, was sicher auch an Corona liegt.</p><p>Ich merke, dass ich beim Wandern sehr Vieles durchdenke. Beruf/Privat...</p><p>Auf Musik verzichte ich bewusst. Ich möchte das Meeresrauschen hören und offen sein für ein freundliches Wort(die Hoffnung stirbt zuletzt😃).</p><p>Endlich komme ich im ‚Casa da Praia Guesthaus‘ In Labruge an. </p><p>Langsam ziehe ich den linken Schuh aus und schaue unter meine Fußsohle. Keine Blase! Gottseidank!😅</p><p>8 Std bin ich Für 25 km unterwegs gewesen (inkl. Pausen). Die Dusche tut richtig gut! Nicht, weil ich verschwitzt wäre, sondern weil es entspannt.</p><p>Danach werden die Füße eingecremt und ich gehe 400 m zurück an den Strand, um in einem Restaurant zu essen. </p><p>Der Portwein steigt mir schnell in die Birne! Heute Nacht werde ich sicher gut schlafen!😂</p><p>  </p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/a6138ccafd1c0fca7fb463f1ef917709_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/9b6cfff793f9e00fedab5a32aa9dc113_large.jpg" /><figcaption>Frisch gepresster OSaft! Das lob ich mir!</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/021dccc97d3bd07d392ce8954d0ee672_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/3a15de0c1df36c27d9084ef42a1f6346_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/8d8d7b5d823b52469b6b7cf0969a9782_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f749eb7e099ea0149f325aff07d04db5_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/1b734397bdeb87567510bdb7beb176d3_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/fb01d9fc7f21c054fa06cf4f4b11491b_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/f7b538e7e52e840f918474ad00a69ef1_large.jpg" /><figcaption>1. Tag. Von Porto nach Angeiras</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/2-tag-von-porto-nach-angeiras</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/2-tag-von-porto-nach-angeiras</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Sat, 29 Aug 2020 08:29:00 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[El caminho portugues da costa oder Wie ich zum Pilger wurde]]></title><description><![CDATA[<p>„Wie kommst du denn DARAUF?“ </p><p>Ich ernte ungläubige Blicke bei Freunden und Arbeitskollegen, die ich in meinen Plan einweihe, im August den Jakobsweg zu gehen.</p><p>In Vielen scheint sich Bewunderung für diese Mammutaufgabe und Skepsis zu regen, ob es mir ernst ist oder ich sie verarsche.<br /></p><p>Denn diese spirituelle Reise scheinen mir Viele nicht so recht zuordnen zu können. Mir, den sie eigentlich nur als Stammurlauber auf Mallorca kennen.</p><p>Doch es ist mir ernst. In diesem Jahr ist dank Corona alles anders und eben kein für mich „normaler“ Urlaub möglich. </p><p>Oft höre ich „das wollte ich auch immer schon mal machen!“, wenn ich vom Jakobsweg erzähle. </p><p>Auf meine Frage, warum es denn dann nicht schon gemacht wurde, kommt jedoch nur meist ein Achselzucken zurück, das mit diversen Ausreden gepaart ist. </p><p>Diese reichen von „…dann kamen die Kinder dazwischen“ über „wollte keiner mitkommen“ bis „ach, irgendwie ist es dabei geblieben!“</p><p>Nein, das will ich mir nicht irgendwann vorwerfen müssen, dass es „dabei geblieben ist“! Ich habe Urlaub, bin Single und entschlossen, dieses Abenteuer zu wagen. </p><p>Der Gedanke daran reifte in mir, als ich das Buch „Ich bin dann mal weg!“ von Hape Kerkeling gelesen habe. </p><p>Doch die Aussicht, meinen kompletten Sommerurlaub für eine körperliche Tortur zu verplanen, schien mir dann auch irgendwie nicht so reizvoll. Und so wurde es dann wieder der Strandurlaub. </p><p>Doch mir ist klar: mache ich es dieses Jahr nicht, dann mache ich es gar nicht mehr. Also fange ich an zu planen. </p><p>Was mir schnell klar wird: die 792 Kilometer, die Kerkeling von Frankreich aus durch die Pyrenäen bis zum Ziel Santiago de Compostela ging, werde ich nicht schaffen!</p><p>Ich bin nicht untrainiert, aber auch nicht größenwahnsinnig. Außerdem habe ich noch einen Job und kann es mir nicht erlauben, dafür mal eben einen Monat von der Bildfläche zu verschwinden. </p><p>Ich entscheide mich nach längerer Bedenkzeit für den „Caminho Português da costa“, den portugiesischen Jakobsweg. Dieser geht von Porto aus entlang der Küste ungefähr 250 Kilometer nach Santiago de Compostela. </p><p>Aufgeteilt in ca. zehn Stationen (das entscheide ich spontan) liege ich im Schnitt also bei 25 Kilometern, die ich für machbar halte. </p><p>Noch nie bin ich vorher solch lange Strecken gelaufen. Und dann noch mit zehn Kilogramm Gepäck. </p><p>Wandern war mir eigentlich immer schon suspekt. Es liegt vielleicht an meiner Ungeduld, dass ich dieser Art der Fortbewegung bisher nichts abgewinnen konnte. </p><p>Die längste Strecke, die ich bisher zu Fuß bewältigt habe, dürfte bei ungefähr 20 Kilometern liegen und war nur aus dem Umstand geboren, dass mein Kumpel mir zu Beginn der Party vorgaukelte, dass er genügend Geld für das Taxi zurück dabei habe. Das wollte er dann am Ende der Party so nie gesagt haben. </p><p>Wir waren 18 Jahre alt, es gab noch keine Handys und so liefen wir dann also los, um unser Glück per Anhalter zu versuchen. </p><p>Ich weiß nicht, wie viele Stunden es letztlich waren, denn natürlich nahm uns nicht ein Autofahrer mit. Ich weiß nur noch, dass es irgendwann regnete und ich noch nie so gut geschlafen hatte, als ich sehr viel später in meinem Bett lag. <br /></p><p>Was mich nun antreibt, diese Strecke zehnmal-zwölfmal zu laufen (ich kann es gerade selbst nicht glauben, wenn ich das schreibe)? <br /></p><p>Nun ja, sagen wir so: gesteigerte Religiosität ist es nicht. Ich kann eine gewisse esoterische Seite von mir jedoch nicht verleugnen. Was macht diese Erfahrung mit mir? Sich 14 Tage nur mit mir selbst zu beschäftigen? Sich einmal herauszuwagen aus der Eintönigkeit und dem geordneten Alltag. Einmal einen nicht durchgeplanten Urlaub zu absolvieren. Ein mir fremdes Land, fremde Sprache, Essen, Gebräuche...</p><p>Da ich zum ersten Mal wandern gehe (ich kann schon wieder nicht glauben, dass ICH das schreibe), bin ich auch etwas skeptisch, was meine Ausrüstung angeht. Habe ich die richtigen Schuhe? Sich mal eben neue auf dem Weg zu kaufen dürfte schwierig werden. Brauche ich einen Hut? Wanderstöcke? Finde ich affig. Hoffentlich holt mich das nicht wieder ein. Ich weiß, dass Wanderstöcke das Gewicht des Rucksacks verlagern, aber finde trotzdem, dass es affig aussieht. <br /></p><p>Ich habe riesigen Respekt vor möglichen Blasen oder dem Muskelkater, der mich erwartet. Auch die Unlust, weiterzulaufen, die laut Angaben anderer Pilger am dritten Tag aufkommen soll, bereit mir ein wenig Kopfzerbrechen. <br /></p><p>Wie wirkt sich Corona auf meinen Weg aus? Werde ich nur bis zur spanischen Grenze gehen und von dort nach Fatima ausweichen, statt Santiago de Compostela anzusteuern? Wird es genügend Zimmer geben? <br /></p><p>Am Freitag geht der Flieger nach Porto und da ich erst gegen Mitternacht ankomme, werde ich am Samstag in das Abenteuer Jakobsweg starten.<br /></p>]]></description><link>https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/el-caminho-portugues-da-costa-oder-wie-ich-zum-pilger-wurde</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/einmal-caminho-portugues-bitte/el-caminho-portugues-da-costa-oder-wie-ich-zum-pilger-wurde</guid><dc:creator><![CDATA[einmal-camino-portugues-bitte]]></dc:creator><pubDate>Tue, 25 Aug 2020 10:59:00 GMT</pubDate><geo:lat>41.1579438</geo:lat><geo:long>-8.629105299999999</geo:long></item></channel></rss>